hmpf hat geschrieben:... bei denen keine Wärme mit der Umgebung ausgetauscht wird.[/size]
Nur deshalb kann ein „adiabatischer Temperaturgradient“ überhaupt „berechnet“ werden.
In der Realität tauschen aber alle Moleküle eines Gases Wärme sehr wohl untereinander aus.
Der Punkt ist hier
das System:
Die Definition des adiabatischen Prozesses beinhaltet Änderungen in einem System, bei denen keine Wärme mit der Umgebung ausgetauscht wird.
Die Umgebung, mit der keine Wärme ausgetauscht wird, ist die Umgebung
des ganzen Systems, hier also die Umgebung der Erde mitsamt Atmosphäre, auf deutsch das Vakuum im Weltall. Die Innere Energie des Systems bleibt im Strahlungsgleichgewicht erhalten.
Es kommt zwar Energie über Strahlung rein und raus, über Wärmequelle(n) und Wärmesenke(n), was die Oberfläche und – falls vorhanden – auch die Treibhausgase sind. Aber Temperaturänderungen
innerhalb des Systems erfolgen in der Troposphäre weitgehend adiabatisch, durch Volumen- und Druckänderungen, selbst ohne Treibhausgase.
Dass auch Wärmeleitung im Spiel ist, ändert daran gar nichts. Wärmeleitung treibt lediglich die Konvektion in der unteren Troposhpäre an, die daraus resultierenden adiabatischen Temperaturänderungen sind von der Wärmeleitung aber unabhängig und dominieren bis zur Höhe der Tropopause.