hmpf hat geschrieben:Leute, die so etwas als Grund für die Abkühlung mit der Höhe in der Atmosphäre angeben,
unterschlagen die adiabatische Erwärmung der notwendiger Weise
massegleichen absteigenden Luftpakete.
Deren Wirkungen heben sich auf!
Wenn man einen einzelnen Konvektionsvorgang betrachtet (z. B. in einer Wolke), dann steigen warme Luftpakete auf, kühlen sich ab und sinken später wieder ab, erwärmen sich.
Ja: Die Luft selbst kehrt grob zu ihrem Ausgangszustand zurück aber das bedeutet nicht, dass der atmosphärische Temperaturgradient "neutralisiert“ wird.
Der Gradient bleibt erhalten weil der adiabatische Prozess ihn definiert!
Der Gradient ist keine Bilanz zweier gegensätzlicher Prozesse
Es ist nicht so, dass Abkühlung durch Aufsteigen und Erwärmung durch Absteigen sich irgendwie „ausgleichen“ und daher der Temperaturgradient null wäre.
Sowohl die Abkühlung beim Aufsteigen als auch die Erwärmung beim Absinken folgen demselben thermodynamischen Gesetz, das den Gradienten überhaupt erst entstehen lässt.
Die Aussage „diese Wirkungen heben sich auf“ ist nicht richtig. Die adiabatische Abkühlung und Erwärmung sind nicht gegenläufige Effekte, die sich im Temperaturprofil gegenseitig aufheben, sondern zwei Seiten desselben thermodynamischen Gesetzes, das den Temperaturgradienten der Atmosphäre erklärt.