Britta hat geschrieben:Mir war klar, dass du das mit der Identifizierung der Täter bringen würdest. Wie lange sollen die denn deiner Meinung nach noch ermitteln? So eine Ermittlung soll ja schnellstmöglichst abgeschlossen sein. Aber wahrscheinlich erzählst du in 10 Jahren immer noch, die würden da ermitteln.
Glaubst du denn, die Ermittlungsbehörden wären so dämlich, dass sie die Identitäten nicht feststellen könnten?
Natürlich bringt man es mit "
der Identifizierung der Täter" bei anonymen Straftaten...

Darum geht es eben, dass diese Straftaten anonym gegen ein paar Hunderte von namentlich genannten Personen im deutschsprachigen Raum seit Jahren begangen werden, die sich deswegen rechtlich nicht wehren können. War Dir bis jetzt etwa die Konstellation nicht klar?
Allerdings haben sich die Initiatoren und Betreiber des illegalen Denunziationsportals „Esowatch“ sehr viel Mühe gegeben, um sich ihrer Verantwortung zu entziehen und Ermittlungen zu erschweren: Die Domaine wurde anonym auf dem Pädophilen-Server
"MediaOn" in der Türkei, mit Briefkastenadresse in Hong Kong und Admin-C in Somalia eingerichtet.
Apropos Hong Kong: Hattest Du nicht irgendwo gesagt, dass Dein neuer Mentor, der notorische Stalker und Sympathisant von Esowatch Manuel K. (alias „nocheinpoet“), der mit der Internet-Technologie sehr versiert ist, der in seinem Forum Alltopic sich reichlich mit Esowatch solidarisiert und der sich auch an Verleumdungen gegen mich im Blog von Thilo Kuessner beteiligt hatte (siehe zum Beispiel hier) Dich mal privat von einer Mail-Adresse aus Hong Kong geschrieben hatte, so daß Du den Verdacht gehabt hast, dass er mit dem Kernteam von Esowatch zu tun haben könnte, oder irre ich mich?
Wie denn auch sei: Solche undurchsichtige kommerziellen Verbindungen im Ausland, die gezielt für kriminelle Aktivitäten benutzt werden, bereiten den Ermittlungsbehörden sehr große Schwierigkeiten, wie auch die Justizbundesministerin Brigitte Zypries in einem Artikel in der FAZ vom 10.07.09 es mitteilt, siehe:
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries: Kampf gegen Hass im Internet:
FAZ 10.07.09:
Kamp gegen Hass im Internet
nto. Frankfurt, 9. Juli. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat den Staat und die Zivilgesellschaft zum Kampf gegen Hasspropaganda im Internet aufgerufen. „Der Hass muss raus aus dem Internet“, sagte Frau Zypries auf einer Konferenz am Donnerstag in Berlin. „Weil das Netz anonym ist und soziale Kontrolle kaum stattfindet, verbreiten sich dort auch illegale Inhalte besonders häufig und schnell“. Im Internet gälten aber dieselben Gesetze wie in der realen Welt, sagte die Ministerin. Doch deren Durchsetzung bereite „erhebliche Probleme“. Gelöschte Inhalte tauchten kurze Zeit später an anderer Stelle wieder auf.
[…]
Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, kritisierte die Schwerfälligkeit der Behörden im Kampf gegen Hass im Internet. „Strafanzeigen von unserer Seite wurden regelmäßig innerhalb weniger Tage von den Staatsanwaltschaften eingestellt mit dem Hinweis, die Täter könnten nicht ermittelt werden, weil eine Steuerung über ausländischen Seiten vorliege“, sagte Rose.
[…]
Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Fromm, sagte, Extremisten erreichten im Internet „eine Breitenwirkung, die auf anderem Wege so niemals gelingen könnte“.
Jocelyne Lopez