Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Skeptiker » Mi 30. Okt 2024, 15:10

Lagrange hat geschrieben:Passt nicht. Bewegte Uhren gehen nicht wechselseitig langsamer.

Das sagst du, ist aber eben falsch.
Skeptiker
 
Beiträge: 3565
Registriert: Sa 8. Jun 2024, 11:01

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Frau Holle » Mi 30. Okt 2024, 15:16

Lagrange hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Durch Gravitation, Bewegung

Also so wie die ART es auch sagt. Passt.

Passt nicht. Bewegte Uhren gehen nicht wechselseitig langsamer. Nur Bewegung relativ zum Äther - also absolute Bewegung - hat einen Einfluss. Oder anders gesagt, die Uhr welche relativ zum Äther bewegt wird, geht langsamer. Also, nix mit ZD und Wechselseitigkeit.

Absolute Bewegung gibt's nicht. Relativ zum Äther ist auch relativ. Außerdem führen die Allgemeine Relativitätstheorie und die Lorentzsche Äthertheorie mathematisch zum gleichen Ergebnis. Deshalb kann man auch nicht behaupten, dass die ART falsch und die LET richtig wäre oder umgekehrt. Man kann man sie gar nicht richtig unterscheiden.

Fragen wir mal den Chatbot:

Frage:
Es wird gesagt, dass die Allgemeine Relativitätstheorie (ART) und die Lorentzsche Äthertheorie (LET) mathematisch zum gleichen Ergebnis führen. Bekanntlich wurde die LET aber verworfen. Was ist der Vorteil der ART gegenüber der LET? Ist die ART mathematisch einfacher?

Antwort:
Die Allgemeine Relativitätstheorie (ART) und die Lorentzsche Äthertheorie (LET) führen in bestimmten Fällen zwar zu ähnlichen oder identischen Ergebnissen, ihre grundlegenden Konzepte und philosophischen Implikationen unterscheiden sich jedoch erheblich. Die ART wurde der LET aus mehreren Gründen vorgezogen, und diese sind primär konzeptioneller und empirischer Natur, weniger auf die mathematische Einfachheit bezogen.

Hier sind einige Hauptgründe, warum die ART als überlegen angesehen wird:

1. **Konzeptueller Rahmen**: Die LET basiert auf der Annahme eines absoluten, aber unsichtbaren Äthers, der den Raum erfüllt und eine Art "Hintergrund" für alle physikalischen Prozesse bildet. Die ART hingegen verzichtet auf das Konzept des Äthers und betrachtet Raum und Zeit als dynamische Größen, die durch die Anwesenheit von Masse und Energie gekrümmt werden. Dieser Ansatz gilt als eleganter und weniger künstlich, da er die Vorstellung eines "unsichtbaren" Mediums vermeidet.

2. **Koordinatenunabhängigkeit**: Die ART basiert auf dem Prinzip der allgemeinen Kovarianz, was bedeutet, dass ihre Grundgleichungen unabhängig von der Wahl des Koordinatensystems gelten. Dies führt zu einer tiefergehenden Symmetrie und einer konzeptionellen Vereinfachung, da alle Bezugssysteme gleichwertig sind. Die LET setzt hingegen bevorzugte Bezugssysteme voraus (in diesem Fall das "Äthersystem"), was physikalisch weniger elegant wirkt.

3. **Erklärungsfähigkeit und Vorhersagen**: Die ART konnte experimentelle Befunde erklären, die in der LET nicht vollständig verstanden wurden. Beispiele dafür sind:
- Die Ablenkung von Lichtstrahlen durch die Schwerkraft eines massereichen Objekts (wie es beim Gravitationslinseneffekt beobachtet wird).
- Die Präzession des Perihels des Merkur, das die Newtonsche Mechanik und die LET nicht vollständig vorhersagen konnten.
- Die Gravitationswellen, deren Existenz von der ART vorhergesagt und inzwischen experimentell bestätigt wurde.

4. **Mathematische Komplexität**: Die Gleichungen der ART sind zwar nicht trivial (sie sind partiell nichtlineare Differentialgleichungen), aber der Verzicht auf ein Äthermodell bringt tatsächlich eine Vereinfachung mit sich, da das Raum-Zeit-Konzept ein einheitliches Bild der Gravitation liefert. Die LET erfordert hingegen zusätzliche Annahmen über die Eigenschaften des Äthers und die Transformationen der Längen und Zeiten in verschiedenen Bezugssystemen. Damit ist die ART trotz ihrer mathematischen Herausforderungen konzeptuell konsistenter.

Zusammengefasst wird die ART der LET also nicht primär aufgrund mathematischer Einfachheit vorgezogen, sondern wegen ihrer größeren konzeptionellen Eleganz, ihres invarianten Rahmens und ihrer empirischen Vorhersagekraft. Die ART liefert ein vollständiges Bild der Gravitation und der Raum-Zeit-Struktur, das ohne den hypothetischen Äther auskommt und zugleich eine größere Kohärenz mit experimentellen Daten zeigt.
 
Frau Holle
 
Beiträge: 4420
Registriert: Sa 26. Nov 2022, 13:58

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Lagrange » Mi 30. Okt 2024, 15:31

Skeptiker hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Passt nicht. Bewegte Uhren gehen nicht wechselseitig langsamer.

Das sagst du, ist aber eben falsch.

Nö, es ist nicht falsch. Um das zu erkennen, ist einfachste Logik notwendig, die bei dir offenbar abhanden gekommen ist.
Lagrange
 
Beiträge: 17794
Registriert: Mi 11. Feb 2009, 23:13

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Lagrange » Mi 30. Okt 2024, 15:38

Lagrange hat geschrieben:
Skeptiker hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Durch Gravitation, Bewegung

Also so wie die ART es auch sagt. Passt.

Passt nicht. Bewegte Uhren gehen nicht wechselseitig langsamer. Nur Bewegung relativ zum Äther - also absolute Bewegung - hat einen Einfluss. Oder anders gesagt, die Uhr welche relativ zum Äther bewegt wird, geht langsamer. Also, nix mit ZD und Wechselseitigkeit.

Frau Holle hat geschrieben:Absolute Bewegung gibt's nicht. Relativ zum Äther ist auch relativ. Außerdem führen die Allgemeine Relativitätstheorie und die Lorentzsche Äthertheorie mathematisch zum gleichen Ergebnis. ... 

Nein, sie führen nicht zum gleichen Ergebnis. Uhren die im Äther ruhen gehen am schnellsten, unabhängig davon ob ein "Bezugssystem" bewegt ist oder nicht. Ladungen die relativ zum Äther bewegt sind, erzeugen das Magnetfeld, bewegte "Bezugssysteme" erzeugen gar nichts. Beschleunigte Ladungen strahlen, Ladungen die im Gravitationsfeld ruhen, strahlen nicht (Äquivalenzprinzip ist ebenfalls falsch).
Lagrange
 
Beiträge: 17794
Registriert: Mi 11. Feb 2009, 23:13

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Frau Holle » Mi 30. Okt 2024, 16:45

Lagrange hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Passt nicht. Bewegte Uhren gehen nicht wechselseitig langsamer. Nur Bewegung relativ zum Äther - also absolute Bewegung - hat einen Einfluss. Oder anders gesagt, die Uhr welche relativ zum Äther bewegt wird, geht langsamer. Also, nix mit ZD und Wechselseitigkeit.

Frau Holle hat geschrieben:Absolute Bewegung gibt's nicht. Relativ zum Äther ist auch relativ. Außerdem führen die Allgemeine Relativitätstheorie und die Lorentzsche Äthertheorie mathematisch zum gleichen Ergebnis. ... 

Nein, sie führen nicht zum gleichen Ergebnis. Uhren die im Äther ruhen gehen am schnellsten, unabhängig davon ob ein "Bezugssystem" bewegt ist oder nicht.

Mathematisch ist es das Gleiche. Auch in der SRT "gehen" ruhende Uhren am schnellsten. Ein bevorzugtes Bezugsystem (Äthersystem) ist eine unnötige Voraussetzung.

Lagrange hat geschrieben:Ladungen die relativ zum Äther bewegt sind, erzeugen das Magnetfeld, bewegte "Bezugssysteme" erzeugen gar nichts.

Unsinn. Dass Bezugsysteme etwas erzeugen behauptet niemand. Elektrische und magnetische Kraft sind zwei Seiten derselben Medaille. Im Ruhesystem der bewegten Ladung existiert eine äquivalentes elektrisches Feld.

Lagrange hat geschrieben:Beschleunigte Ladungen strahlen, Ladungen die im Gravitationsfeld ruhen, strahlen nicht (Äquivalenzprinzip ist ebenfalls falsch).

Das Äquivalenzprinzip betrifft nur Gravitation und nicht Ladungen. Außerdem ruhen Ladungsträger nicht kräftefrei im Gravitationsfeld.
 
Frau Holle
 
Beiträge: 4420
Registriert: Sa 26. Nov 2022, 13:58

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Lagrange » Mi 30. Okt 2024, 16:53

Frau Holle hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Passt nicht. Bewegte Uhren gehen nicht wechselseitig langsamer. Nur Bewegung relativ zum Äther - also absolute Bewegung - hat einen Einfluss. Oder anders gesagt, die Uhr welche relativ zum Äther bewegt wird, geht langsamer. Also, nix mit ZD und Wechselseitigkeit.

Frau Holle hat geschrieben:Absolute Bewegung gibt's nicht. Relativ zum Äther ist auch relativ. Außerdem führen die Allgemeine Relativitätstheorie und die Lorentzsche Äthertheorie mathematisch zum gleichen Ergebnis. ...

Nein, sie führen nicht zum gleichen Ergebnis. Uhren die im Äther ruhen gehen am schnellsten, unabhängig davon ob ein "Bezugssystem" bewegt ist oder nicht.

Mathematisch ist es das Gleiche. ...
...

Nein, bei Lorentz sind t' und x' reine Rechengrößen und es gibt keine symmetrische (Rück)Transformation.
Lagrange
 
Beiträge: 17794
Registriert: Mi 11. Feb 2009, 23:13

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Lagrange » Mi 30. Okt 2024, 16:58

Frau Holle hat geschrieben:...
Lagrange hat geschrieben:Ladungen die relativ zum Äther bewegt sind, erzeugen das Magnetfeld, bewegte "Bezugssysteme" erzeugen gar nichts.

Unsinn. Dass Bezugsysteme etwas erzeugen behauptet niemand. Elektrische und magnetische Kraft sind zwei Seiten derselben Medaille. Im Ruhesystem der bewegten Ladung existiert eine äquivalentes elektrisches Feld.
 

Ein elektrisches Feld existiert immer, unabhängig davon ob die Ladung bewegt ist (relativ zum Äther) oder nicht. Magnetfeld entsteht wenn die Ladung relativ zum Äther bewegt wird. Ein bewegter Beobachter erzeugt kein Magnetfeld.
Lagrange
 
Beiträge: 17794
Registriert: Mi 11. Feb 2009, 23:13

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Skeptiker » Mi 30. Okt 2024, 17:05

Lagrange hat geschrieben:Nö, es ist nicht falsch. Um das zu erkennen, ist einfachste Logik notwendig, die bei dir offenbar abhanden gekommen ist.

Mit der Logik funktioniert bei dir ja nicht.
Für mich geht deine bewegte Uhr langsamer, für dich geht meine bewegte Uhr langsamer. 2 Aussagen die völlig logisch nebeneinander funktionieren.
Skeptiker
 
Beiträge: 3565
Registriert: Sa 8. Jun 2024, 11:01

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Skeptiker » Mi 30. Okt 2024, 17:09

Lagrange hat geschrieben:Uhren die im Äther ruhen gehen am schnellsten, unabhängig davon ob ein "Bezugssystem" bewegt ist oder nicht.

Eine Uhr ruht im Äther und du siehst das sie bewegt ist. Geht die jetzt am schnellsten, oder langsamer weil sie bewegt ist?
Skeptiker
 
Beiträge: 3565
Registriert: Sa 8. Jun 2024, 11:01

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Frau Holle » Mi 30. Okt 2024, 17:14

Lagrange hat geschrieben:Nein, bei Lorentz sind t' und x' reine Rechengrößen und es gibt keine symmetrische (Rück)Transformation.

Dass man die Möglichkeit der Symmetrie stur verneinen kann steht außer Frage. Es bedeutet aber nicht, dass das zwingend richtig ist. Ein von der Natur bevorzugtes Ruhesystem ist und bleibt eine unnötige Voraussetzung, wie der Erfolg der ART beweist.

Erkläre z.B. nur mal Gravitationswellen mit der Äthertheorie. Sie ergeben sich theoretisch aus der Art, wurden deshalb schon lange vorausgesagt und schließlich auch experimentell nachgewiesen. Was sagt deine Äthertheorie dazu? Null, nada. Vermutlich sind die Nachweise nur Fake, getreu der Koalition von Äthertheorie und Verschwörungstheorie. :lol:
 
Frau Holle
 
Beiträge: 4420
Registriert: Sa 26. Nov 2022, 13:58

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 18 Gäste