Realität-mal-so-mal-so

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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon bumbumpeng » Di 24. Sep 2024, 08:36

Skeptiker hat geschrieben:
bumbumpeng hat geschrieben:Ich meine, dass die Beobachtungen von der Erde aus zu völlig falschen Schlussfolgerungen führen können.

Warum könnte sich das geozentrische Weltbild denn nicht gegen das heliozentrische Behaupten? Immerhin waren ja auch damals viele davon überzeugt das es richtig wäre?
Das geozentrische war eben aufgrund der Beobachtung an sich erst einmal einleuchtend und dennoch falsch.

Ich vergleiche das mit der angeblichen Expansion des Universums. Es ist einleuchtend, dass dann, wenn sich etwas entfernt, eine Rotverschiebung auftritt.

Es ist aber ein Irrglaube, wenn behauptet wird, dass das Universum expandiert.
Die Rotverschiebung kommt dadurch zustande, da das Licht in den gekrümmten el. und magn. Feldern zum Driften gezwungen wird. Es gibt im sphärischen Universum keine homogenen Strukturen mit parallel verlaufenden Feldlinien.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Kurt » Di 24. Sep 2024, 08:39

Skeptiker hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Das alles findet jetzt auch noch statt. Solange die Mentaliät: "das was ich sehe ist die Realität" herrscht gehts halt nicht weiter.
.

Was sollte man stattdessen verfolgen?

Gehirn einschalten, die egoistische Haltung weglegen, und all das was bereits erkennbar/bekannt ist in eine Schüssel legen und kräftig umrühren und dann versuchen (unter Eineziehung der Naturgesetze) aus den einzelnen Teilen ein Gebäude zu errichten.
Dann ist automatisch das engstirnige/egoistische "ich sehe also ist es so" ausgetrickst/überwunden.

Wozu hat man denn seinen Denkapparat bekommen?! Doch nicht nur zur Pflege von Egoismus und eingeschränkter Wahrnehmungsfähigkeit.

Kurt

.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Di 24. Sep 2024, 09:50

bumbumpeng hat geschrieben:Das geozentrische war eben aufgrund der Beobachtung an sich erst einmal einleuchtend und dennoch falsch.

Aber warum hat sich das heliozentrische Weltbild durchgesetzt?

Ich vergleiche das mit der angeblichen Expansion des Universums. Es ist einleuchtend, dass dann, wenn sich etwas entfernt, eine Rotverschiebung auftritt.

Die Rotverschiebung von weit entfernten Galaxien kann nicht allein durch den Doppler-Effekt erklärt werden, weil der Doppler-Effekt nur Bewegungen durch den Raum beschreibt, während die tatsächliche Ursache der beobachteten Rotverschiebung in der kosmologischen Expansion des Raumes selbst liegt. Hier sind die Gründe im Detail:

### 1. **Expansion des Universums vs. Bewegung durch den Raum**:
- **Doppler-Effekt**: Der Doppler-Effekt beschreibt die Änderung der Wellenlänge von Licht oder Schall, die durch die relative Bewegung einer Quelle im Raum gegenüber einem Beobachter entsteht. Wenn sich eine Galaxie von uns entfernt, werden die Lichtwellen gestreckt (Rotverschiebung), und wenn sie sich auf uns zubewegt, werden sie komprimiert (Blauverschiebung).
- **Kosmologische Rotverschiebung**: Hier wird das Licht nicht gestreckt, weil sich die Galaxie durch den Raum bewegt, sondern weil der Raum selbst expandiert. Diese Expansion beeinflusst alle Galaxien im Universum und führt dazu, dass die Wellenlänge des Lichts, das durch diesen expandierenden Raum reist, gestreckt wird.

### 2. **Entfernung und Expansion**:
- Der Doppler-Effekt funktioniert bei näheren Objekten oder moderaten Geschwindigkeiten gut, wo es sich um eine klassische Bewegung durch den Raum handelt, z. B. bei Sternen in unserer Galaxie oder benachbarten Galaxien.
- Bei sehr weit entfernten Galaxien beobachtet man jedoch eine sehr große Rotverschiebung, die nicht durch eine reine Bewegung durch den Raum erklärt werden kann. Je weiter eine Galaxie entfernt ist, desto stärker ist die Rotverschiebung. Dies steht im Einklang mit der Idee, dass der Raum selbst sich ausdehnt, was eine viel stärkere Rotverschiebung verursacht, als es durch den Doppler-Effekt allein erklärbar wäre.

### 3. **Skalenunabhängigkeit**:
- Der Doppler-Effekt betrifft Bewegungen innerhalb des Universums, aber die kosmologische Rotverschiebung betrifft die Struktur des Universums selbst auf großen Skalen. Die Expansion betrifft den Raum zwischen den Galaxien und ist nicht auf einzelne, relativ zueinander bewegte Objekte beschränkt. Der Doppler-Effekt beschreibt also lokale Effekte, während die kosmologische Rotverschiebung auf globalen Effekten der Raumzeit beruht.

### 4. **Hubble-Gesetz**:
- Das **Hubble-Gesetz** besagt, dass die Geschwindigkeit, mit der sich Galaxien von uns entfernen, proportional zu ihrer Entfernung ist. Dies wird als direkter Beweis für die Expansion des Universums interpretiert. Der Doppler-Effekt kann dieses Gesetz nicht vollständig erklären, da er nur auf die Bewegung eines Objekts durch den Raum hinweist und nicht auf die Expansion des Raums selbst.

### Fazit:
Der Doppler-Effekt alleine reicht nicht aus, um die große Rotverschiebung weit entfernter Galaxien zu erklären. Diese wird hauptsächlich durch die Expansion des Universums verursacht, die den Raum zwischen den Galaxien dehnt und das Licht, das durch diesen expandierenden Raum reist, streckt. Der Doppler-Effekt spielt bei der Erklärung von Bewegungen relativ naher Objekte eine Rolle, aber auf kosmischen Skalen dominiert die kosmologische Rotverschiebung.

Es ist aber ein Irrglaube, wenn behauptet wird, dass das Universum expandiert.

Passt aber zu den Beobachtungen der Rotversciebung, siehe oben.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Di 24. Sep 2024, 09:53

Kurt hat geschrieben: (unter Eineziehung der Naturgesetze)

Was ist ein Naturgesetz? Wo findet man die in der Natur?
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Di 24. Sep 2024, 11:59

Laughlin hat geschrieben:„Die moderne, jeden Tag experimentell bestätigte
Vorstellung des Raumvakuums ist ein relativistischer Äther.
Wir nennen ihn nur nicht so, weil das Tabu ist.“
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Di 24. Sep 2024, 12:28

Lagrange hat geschrieben:
Laughlin hat geschrieben:„Die moderne, jeden Tag experimentell bestätigte
Vorstellung des Raumvakuums ist ein relativistischer Äther.
Wir nennen ihn nur nicht so, weil das Tabu ist.“

Die Aussage, dass das moderne Verständnis des Raumvakuums als ein "relativistischer Äther" bezeichnet werden könnte, beruht auf der historischen Entwicklung der Physik und der Auseinandersetzung mit dem Konzept des Äthers, wie es im 19. Jahrhundert verstanden wurde. Der Äther wurde damals als ein Medium angesehen, das die Ausbreitung von Lichtwellen im Raum ermöglichen sollte, ähnlich wie Luft für Schallwellen. Dieses Konzept wurde durch das Michelson-Morley-Experiment von 1887 infrage gestellt, das keinen Hinweis auf die Existenz eines solchen Mediums fand, was letztlich zur Entwicklung der speziellen Relativitätstheorie durch Albert Einstein führte.

Einstein schloss in seiner speziellen Relativitätstheorie den Äther als physikalisches Medium aus, da die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum konstant und unabhängig von der Bewegung eines hypothetischen Äthers ist. Später, in der allgemeinen Relativitätstheorie, führte Einstein jedoch ein Konzept ein, das gewisse Parallelen zu einem „relativistischen Äther“ aufweist: den gekrümmten Raum und die Raumzeit selbst. Die Struktur der Raumzeit ist nicht leer, sondern kann durch Massen und Energien beeinflusst werden, was sich in der Krümmung der Raumzeit manifestiert.

Moderne physikalische Theorien, insbesondere die Quantenfeldtheorie, beschreiben das Vakuum als etwas, das nicht wirklich leer ist, sondern als ein Feld voller Quantenfluktuationen. Teilchen können spontan entstehen und wieder verschwinden. Dieses Konzept ist viel dynamischer als der klassische Äther und zeigt, dass das Vakuum selbst physikalische Eigenschaften hat.

Der Begriff „Äther“ wird jedoch heute vermieden, weil er in der Wissenschaftsgeschichte eine spezifische Bedeutung hatte, die sich als unzutreffend herausstellte. Stattdessen sprechen Physiker lieber von der Raumzeit oder von Quantenfeldern, die das moderne Verständnis des Vakuums prägen.

Die Verwendung des Begriffs „relativistischer Äther“ könnte also verständlich sein, aber er ist mit historischen Missverständnissen behaftet, weswegen er nicht mehr verwendet wird.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Di 24. Sep 2024, 12:34

Micheslon-Morley Experiment hat nur gezeigt, dass die Geschwindigkeit zwischen Erde und Äther sehr klein ist. Kleiner als 1km/s. Äther wird benötigt um (obskure) Fernkräfte (Kräfte ohne Vermittlung) abzuschaffen.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Di 24. Sep 2024, 17:37

Lagrange hat geschrieben:Micheslon-Morley Experiment hat nur gezeigt, dass die Geschwindigkeit zwischen Erde und Äther sehr klein ist. Kleiner als 1km/s. Äther wird benötigt um (obskure) Fernkräfte (Kräfte ohne Vermittlung) abzuschaffen.

Die Michelson-Morley-Experiment-Ergebnisse widerlegten die Existenz des sogenannten Äthers, eines hypothetischen Mediums, durch das sich Lichtwellen ausbreiten sollten. Ursprünglich wurde der Äther postuliert, um die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen (Licht) im Vakuum zu erklären und als Medium für Fernkräfte zu dienen.

Die Messungen des Experiments ergaben jedoch keine signifikante Differenz in der Lichtgeschwindigkeit, unabhängig von der Bewegungsrichtung der Erde durch den vermuteten Äther. Dies führte zu der Schlussfolgerung, dass die relative Geschwindigkeit der Erde durch den Äther vernachlässigbar klein ist oder dass der Äther gar nicht existiert.

Statt den Äther als Medium für Fernkräfte zu benötigen, wurde diese Vorstellung später durch die Theorien von Albert Einstein ersetzt. In der speziellen Relativitätstheorie wird erklärt, dass Licht keine Vermittlung durch ein Medium benötigt und dass die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum konstant ist, unabhängig von der Bewegung des Beobachters. Dies revolutionierte das Verständnis von Raum, Zeit und Kräften und machte den Äther überflüssig, insbesondere für die Erklärung elektromagnetischer Phänomene. Fernkräfte, wie sie etwa in der Gravitation vorkommen, wurden später durch das Konzept von Raumzeitkrümmungen in Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie beschrieben.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Lagrange » Di 24. Sep 2024, 17:40

Äther ruht relativ zur Erde. Wird gravitativ mitgeführt.
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Re: Realität-mal-so-mal-so

Beitragvon Skeptiker » Di 24. Sep 2024, 17:43

Lagrange hat geschrieben:Äther ruht relativ zur Erde. Wird gravitativ mitgeführt.

Die Idee, dass der Äther relativ zur Erde ruht oder gravitativ mitgeführt wird, wurde im 19. Jahrhundert von einigen Wissenschaftlern diskutiert, um die negativen Ergebnisse des Michelson-Morley-Experiments zu erklären. Dieses Konzept, bekannt als "mitgeführter Äther" oder "Äther-Drift", besagt, dass der Äther durch die Schwerkraft oder Bewegung der Erde mitgeführt wird und sich daher relativ zur Erde in Ruhe befindet.

Jedoch hat diese Theorie keine dauerhafte Akzeptanz gefunden. Einsteins spezielle Relativitätstheorie bot eine vollständig neue Perspektive, die keinen Äther mehr erforderte. Stattdessen stellte Einstein fest, dass die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum konstant und unabhängig von der Bewegung des Beobachters ist, was die Notwendigkeit eines Mediums zur Ausbreitung von Licht überflüssig machte.

Das Konzept eines mitgeführten Äthers widerspricht auch der speziellen Relativitätstheorie, da diese davon ausgeht, dass es kein bevorzugtes Bezugssystem gibt, in dem sich Licht schneller oder langsamer bewegt. Stattdessen ist die Lichtgeschwindigkeit in allen Bezugssystemen gleich.

Gravitativ mitgeführter Äther wurde durch die Entwicklung der modernen Physik und Theorien, wie der allgemeinen Relativitätstheorie, als unnötig und unzutreffend angesehen. In Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie wird die Gravitation nicht als Fernkraft durch ein Medium wie den Äther erklärt, sondern durch die Krümmung der Raumzeit selbst, in der Massen gravitativ aufeinander wirken.
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