Abgesehen davon, dass ich in all diesen Experimenten mit Teilchen (Ionen etc.) in Synchrotronen nur beschleunigte Bezugssysteme finde, ist die Annahme, ein relativer Messeffekt der SRT würde sich materialisieren (ontologisieren) d.h. inertial bewegte Uhren würden ihren Gang konkret verändern, schlicht und einfach Unsinn. Das Relativitätsprinzip schließt dergleichen auch aus, denn physikalische Phänomene dürfen nicht von Bezugssystemen abhängig sein.
Auf jeden Fall ist es im Experiment von Ives und Stilwell so, daß die Ionen nach dem Ende der "Beschleunigungsstrecke gemessen werde. Also keine Kräfte mehr auftreten. Auch beim Experiment von Botermann bewegen sich die Ionen auf der Meßstrecke unbeschleunigt. Was der Ausdruck "langsamer gehende bewegte Uhren" angeht, so ist dies einfach eine Interpretation nach der LET. Nach der SRT kommt die ZD durch die Symmetrie de relativistischen Dopplereffektes zustande. Denn erweitert man den Ausdruck mit dem Ausdruck im Nenner, dann hat man einen "akustischen Dopplereffekt" bei im Medium ruhendem Empfänger und einem bewegten Sender, dessen Frequenz "vermindert" ist.
Beim Thema Mößbauer-Rotor ist es nach dem Artikel im englischen WIKIPEDIA so, daß bei den neueren Messungen der gemessene Effekt um 30 Prozent größer als der erwartete Effekt ist. Da wir es mit Beschleunigungen zu tun haben, kann die Messung mit der ART erklärt werden. Allerdings überzeugt mich die Erklärung von Herrn Corda nicht, weil die Zeitauflösung eines Detektors nicht so genau ist, damit sich die doch recht kleinen Effekte dort bemerkbar machen.
Gruß
Rudi Knoth
