Harald Maurer hat geschrieben:bumbumpeng hat geschrieben: Sagnac ist nämlich schon recht kompliziert.
Der Sgnac Effekt ist nicht schwer zu verstehen. Er beruht auf dem Verhalten von Licht in gekrümmten, rotierenden Koordinatensystemen. Die Scheinkräfte, wie zB. die Zentrifugal- und Colioliskraft, betreffen als geometrische Effekte natürlich auch die Lichtstrahlen, die nur in einem Inertialsystem stets mit Lichtgeschwindigkeit geradeaus laufen. In einem rotierenden Koordinatensystem läuft auch Licht den Scheinkräften folgend in Bögen. Zudem ist es nicht in alle Richtungen gleich schnell. Ein Lichtstrahl braucht länger um die Erde nach Osten zu umlaufen als nach Westen, weil sich die Erde von West nach Ost dreht und dem nach Westen laufenden Lichtstrahl entgegen läuft.
Neben den ZD-Effekten der ART werden auch die Einflüsse aus dem Sagnac Effekt im GPS berücksichtigt. Die diesbezüglichen Korrekturen sind allerdings nur akademischer Natur, weil das GPS auch ohne diese Maßnahmen funktionieren würde. Die Signalgeschwindigkeiten haben von vornherein aufgrund diverser atmosphärischer Einflüsse kein konstantes "c" und die eingesetzten Rubidium- und Cäsiumuhren haben Abweichungen. Deshalb ist das GPS ständig kontrolliert vom GPS-Kontrollsystem MCS (https://www.mahag.com/srt/gps2.php) und alle Signaldaten werden mit Korrekturdaten ergänzt, weil es einen direkten Eingriff in den Gang der Uhren nicht gibt.
Auch wenn die Behauptung, ohne Einstein würden wir nicht nach Hause finden, nur ein Mythos der Gläubigen der Einstein-Kirche ist, stellt das GPS eine große technische Meisterleistung unserer Ingenieure dar!
Grüße
Harald Maurer
Danke Harald!
Kurt
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