Kurt´s Paper analysiert

Sonstige Ansätze und Vorschläge

Re: Kurt´s Paper analysiert

Beitragvon Daniel K. » Mo 14. Nov 2022, 16:51

Kurt hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Auch auf die Gefahr mich unbeliebt zu machen und Dir auf den Sack zu gehen, ich muss widersprechen, magst das richtig meinen, ist aber so noch immer nicht passend genug. Lassen wir einfach den Einfluss auf die Uhr weg, alles was sich so verstehen lasst, als ob es die Uhr physikalisch tangiert. Keine Geschwindigkeit beeinflusst die Uhr selber. Nur eine andere Messung, die wir gegenüber der Uhr machen können. Wenn wir schneller gegen die Uhr fliegen ist die Beule größer. Die Geschwindigkeit, die größere hat aber nicht die Uhr beeinflusst. Sie ist nicht größer geworden.

Kurt hat die Vorstellung, die Geschwindigkeit hat auf eine Uhr einen physikalischen Einfluss, die kann an der Uhr selber etwas verändern und das meint er müsste man dann ja messen können. Diese physikalische Veränderung gibt es nicht, Kurt glaubt, die Uhr selber könnte so zum Beispiel schwerer werden, wenn sich die Geschwindigkeit ändert und dann will er die Uhr wiegen und kann sagen, wie schnell da was ist.

Genau da liegt das Problem hier.

Die Geschwindigkeit selber hat keinen physikalischen Einfluss auf die Uhr und darum ändert sich an der nichts und darum kann man das im Zug auch nicht messen.

Genau, nämlich deines.

Unfug, bei mir passt das super. Bin im Einklang mit der Physik, ich erzähle auch nicht so einen Käse, wie die RT will einen Äther einführen und ein absolutes System.


Kurt hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Die Geschwindigkeit selber hat keinen physikalischen Einfluss auf die Uhr und darum ändert sich an der nichts.

Das ist also dein vermeintlich letzter "Trumpf" den du in die Waagschale werfen kannst.

Unfug, dass ist einfach eine Tatsache, sollte doch logisch sein. Allein die Geschwindigkeit bestimmt die Größe der Laufgeschwindigkeit welche man für die Uhr messen kann. Bestreitest Du ja nicht, somit ist es egal, ob die Uhr mit gegenüber auf 5 m/s oder ich auf 5 m/s beschleunigt werde. Am Ende kann man messen, zwischen Uhr und mit gibt es eine Geschwindigkeit von 5 m/s. Wie soll denn meine Änderung der Geschwindigkeit die Uhr physikalisch beeinflussen können? Aber sei nicht traurig, bist offenkundig nicht mehr alleine hier, der das nicht versteht.


Kurt hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
... und darum kann man das im Zug auch nicht messen.

Heißt also: Hat die Bewegung der Uhr, der Zustand "bewegt" einen Einfluss auf den Gang der Uhr, auch ihre Geschwindigkeit bei dieser Bewegung, dann kann man das im Zug messen/erkennen/auswerten.

Nein Kurt, was meine Aussagen "heißen" entscheide ich, nicht Du. Du schiebst mir nichts unter. Noch mal, "bewegt" ist eine Relation, keine eigene intrinsische Eigenschaft eines Objektes, man kann es nicht damit "aufladen" wie eine Batterie. Man kann eine Batterie selber aufladen, ist dann in der Batterie, unabhängig wie schnell die sich bewegt, das ist eine echte Eigenschaft dann der Batterie alleine. Bei "bewegt" geht das nicht, kein Ding kann alleine für sich "bewegt" sein.


Kurt hat geschrieben:
Nicht nur dass dieser bewegt ist, sondern auch wie schnell.

Nein Kurt, dass geht nicht. Warum wird Dir seit Jahren erklärt.


Kurt hat geschrieben:
Willkommen in der Realität, die Gangveränderung bei Bewegtsein einer Uhr ist nämlich wissenschaftlich nachgewiesen.

Nein Kurt, nicht so wie Du es glaubst, es wurde belegt, das man eine bewegte Uhr im Lauf also deren Taktfrequenz verlangsamt misst. Und dabei ist es egal, ob die Uhr oder man selber beschleunigt wurde. Wenn Du richtig liegen würdest, dann müsste es nicht gehen, wenn man selber ist, der beschleunigt wurde. Aber sei sicher, wenn man im Zug die U2 anhält, also die rennt nicht mehr hin und her, und nun der Beobachter dort hin und her rennt, mit 5 m/s dann geht für den die Uhr genauso langsamer, wie zuvor. Es gibt nicht ein wirklich absolutes ruhendes und ein absolut bewegtes Objekt.
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Re: Kurt´s Paper analysiert

Beitragvon Kurt » Mo 14. Nov 2022, 17:01

McMurdo hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Hab ich aber nicht geschrieben.

Aber ich. Das ist das was der Beobachter im Zug ablesen kann, mehr nicht.

Warum lügst du dich selber an, es ist alles beschieben, auch was der Beobachter auf der Plattform ablesen kann.

McMurdo hat geschrieben:Die Frage bleibt: Wozu hast du die eingeführt wenn gar keine Auswirkung haben.

Die Frage bleibt warum du hier rumlügen musst.

Beim letzten Post habe ich dir geschrieben was der Beobachter auf der Plattform ablesen kann.
Das ging wiedermal spurlos an dir vorbei, hervor kam wiederum eine Falschbehauptung.

Falls du das auch wieder als "Aber ich. Das ist das was der Beobachter im Zug ablesen kann, mehr nicht" behauptest, hier ist es nochmal.

Zur Info für dich:
Der, von irgendwem eingeführte Beobachter auf der Plattform, muss nicht das ablesen was du behauptest, sondern liest die beiden Messstellen aus.

(könnte ich von dir eine Bestätigung haben, dass du das auch gelesen hast. Ob dus auch verstehst wird sich dann ja zeigen.)


Kurt

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Re: Kurt´s Paper analysiert

Beitragvon Daniel K. » Mo 14. Nov 2022, 18:20

McMurdo hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Nein und Du musst Dich nicht entschuldigen und nein ich liege nicht falsch.

Doch du liegst wirklich falsch.

Blödsinn, Du verwechselst einfach zwei Dinge und hast meinen Beitrag entweder nicht gelesen, oder nicht verstanden. Eine Uhr in einem Lichtjahr Entfernung, wird beobachtet, geht normal, nun beschleunigen wir auf 0,9 c und können messen, die Uhr taktet für uns gemessen langsamer. Die Uhr ist ein Lichtjahr entfernt, es ist unmöglich, dass unsere Geschwindigkeitsänderung die Uhr physikalisch beeinflusst hat.

Hast Du das zumindest noch mal verstanden und kannst das bestätigen?


McMurdo hat geschrieben:
Eine relativ zu bewegte Uhr geht tatsächlich für mich real langsamer als eine zu mir ruhende Uhr.

Ja und, da steht für Dich, ist eine Relation, hab ich nie bestritten, Du verstehst mal wirklich nicht, was ich Dir schreibe. Ändere Deine Geschwindigkeit gegenüber der Uhr und für Dich wird die dann eine andere Taktfrequenz haben, und? Sie hat auch eine andere Geschwindigkeit zu Dir, Deine Geschwindigkeitsänderung hatte keinen physikalischen Einfluss auf die Uhr, da hat sich nichts an der Uhr verwendet.


McMurdo hat geschrieben:
Die gilt symmetrisch für 2 zu vergleichende Inertialsysteme.

Tja, wenn Du das man verstanden hättest, gleich nämlich schraubst Du Dir wieder ein Großvaterparadoxon ...


McMurdo hat geschrieben:
Um bei dem Beispiel zu bleiben: derjenige auf der Plattform steht bei M1 und schickt die U2 los und stoppt die Zeit auf seiner Uhr bis die U2 wieder bei M1 ankommt. Dann wird er feststellen das seine Uhr 20 Sekunden anzeigt, die U2 aber ein ganz ganz klein bisschen weniger Zeit.

Toll, und? Wenn der Zug im Bahnhof ankommt, man die Laufzeit der Uhr im Zug mit der an den Bahnhöfen vergleicht, ist im Zug auch weniger Zeit vergangen und nun? Verstehst Du echt den Unterschied nicht?

Schau, unterscheide einfach mal im ersten Fall nur zwei zueinander bewegte Uhren, jede mit ihrem Ruhesystem, auf jeder Uhr kann von mir aus ein Beobachter sitzen. Jeder misst die Taktfrequenz der in seinem System bewegten Uhr verringert, also jeder kann messen, wie die jeweils andere Uhr, auf der er nicht sitzt, für ihn langsamer läuft. Gleichwertig, symmetrisch, im Kopf behalten. Wenn ich nun beschleunige mit meiner Uhr, die Geschwindigkeit gegenüber der anderen erhöhe, in dem ich ja meine Geschwindigkeit erhöhe, also ja ich schneller werde, nicht die andere Uhr, werde ich dennoch messen, wie die andere Uhr noch langsamer für mich läuft. Meine Geschwindigkeitsänderung kann unmöglich die andere Uhr physikalisch beeinflusst haben.

Was Du nun baust, ist das Großvaterparadoxon, und das ist ein anderes Szenario, da haben wir nicht mehr die Symmetrie, wie wird einen Systemwechsel gebrochen, durch die Änderung des Systems für den einen Beobachter, hier wenn die U2 die Richtung wechselt.

Also, ich versuche es Dir mal ohne Bilder zu erklären, die Raumzeit ist vierdimensional, stelle Dir mal zwei Koordinatensysteme vor, die Zeitachse aufrecht da wo normal sonst die y-Achse liegt, die x-Achse wie gehabt. Wir haben also S und S' und machen mal bei t, t' = 1 einen fetten roten Punkt auf die Achse. Nun ist es so, Beschleunigung dreht das eigene Koordinatensystem, ich beschleunige mal eben solange, bis unsere beiden Zeitachsen im in einem Winkel von 45 Grad zueinander stehen. Ziehe ich nun von der Höhe bei t' = 1 bei Dir eine Linie zu mir auf meiner t-Achse, dann komme ich bei mir nicht mehr auf 1, weil Deine Achse ja gekippt ist. Bei 45 Grad komme ich da noch auf auf sin (45) = 0,707106781187. Bedeutet, wenn für Dich eine Sekunde vergeht, sind das auf meiner Zeitachse nur 0,71 s. Deine Uhr taktet für mich gesehen langsamer. Das ist aber symmetrisch, für Dich ist ja meine Achse gekippt, somit beobachtest Du das ebenso für die Dauer meiner Sekunde, wenn Du die Höhe überträgst.

So, nun ist das ganz interessant, das mit den rotierten Systemen hat einen realen Hintergrund, denn die Geschwindigkeit zwischen unseren beiden Systemen beträgt genau cos (45) = 0,707106781187 c und der Kehrwert ist der Lorentzfaktor mit 1,4142135623722.

Ja, könnte man alles noch mal überarbeiten und besser formulieren, aber geschenkt, es passt ja. Interessant ist, dass man die beiden System maximal in einem Winkel von 90 Grad zueinander rotieren kann, was der Lichtgeschwindigkeit entspricht, der cos von (90) ist 0, der Kehrwert von 0 ist unendlich. Gibt auch Videos auf YouTube, mal sehen wenn ich eins finde, reiche ich es nach.


Nun noch mal was zum Großvaterparadoxon, wieder eine Analogie, wir beide fahren mit c = 1 durch die Zeit, schwer vorzustellen, darum nehmen wir einen großen Salzsee und fahren beide mit dem Auto mit 100 km/s nebeneinander her. Wir beide können die Geschwindigkeit nicht ändern, beide Autos können immer nur konstant mit 100 km/h fahren. Aber wir können beide lenken, nun lenke ich so, dass ich mich im Winkel von 45 Grad nach rechts von Dir entferne. Da ich nun seitwärts fahre (für Dich), fahre ich keine 100 km/h mehr geradeaus in Deine Richtung, ein Teil meiner Geschwindigkeit sorgt ja nun dafür, dass ich mich nach rechts immer weiter von Dir entferne. Nach einer Stunde bis Du 100 km in Deine Richtung gefahren, aber ich nur cos (45) * 100 km = 70,7106781187 km. Dafür bin ich nun aber auch 70,72 km von Deiner Fahrspur zur Seite entfernt. Schauen wir mal, ich bin in Deine Richtung 70,71 km gefahren und auch nach rechts, also √ (70,71² + 70,71²) = 100 km. Ich bin wie Du eine Stunde konstant mit 100 km/h gefahren, aber in Deine Richtung bin ich nur 70,71 km gefahren, dafür aber eben auch zur Seite. Für mich ist das symmetrisch, ich habe ja meine eigene (neue) Richtung und für mich bis Du eben zur Seite gefahren, nach links, aber egal, ich kann ja sehen, ich bin in meine Richtung 100 km gefahren, aber Du nur 70,71 km.

In der Analogie ist das die Bewegung durch die Zeit, ja geschwurbelt, weil ich das einfach von oben nach unten beim Kaffee schreibe und nicht mehrfach überarbeiten werde.

Mit gutem Willen sollte man dennoch folgen können. Also weiter, nach einer Stunde will ich wieder in meine alte Fahrspur, will also wieder neben Dir fahren, also lenke ich noch mal, wieder 45 Grad, aber nach links, ich will ja zurück, wieder eine Stunde. Gleiches Spiel, ich fahre dabei für mich natürlich in dieser Stunde wieder 100 km, aber da ich ja "schräg" Dir gegenüber fahre, fahre ich wieder nur 70,71 km. Ich bin nun wieder (muss eben noch mal gerade lenken) mit Dir wieder in derselben Richtung unterwegs, aber nicht mehr auf derselben Höhe, Du bis in den zwei Stunden genau 200 km gefahren, ich nur zweimal 70,71 km und somit nur 141,42 km, ich bin also hinter Dir.

So, nun die Frage, was hat der Kuchen mit dem Großvaterparadoxon zutun.

Das ist eine gute Analogie, wenn auch geschwurbelt formuliert. Wir beide bewegen uns wie alle Dinge mit Masse mit c durch die Raumzeit, mit konstant Lichtgeschwindigkeit, normal durch die Zeit, diese Geschwindigkeit können wir in der Raumzeit nicht ändern, aber die Richtung, bewegen wir uns als durch den Raum, geht das zu Lasten der Bewegung durch die Zeit. Das zweite Lenken bricht die Symmetrie, zuerst fahre ich parallel mit Dir auf Deiner Zeitachse durch die Zeit, gleiche Richtung, dann ändere ich die Richtung, ich fahre zur Seite und somit nun eben langsamer auf Deiner Zeitachse, meine hat sich geändert. Da ist das noch symmetrisch, jeder kann messen, wie der andere sich eben etwas langsamer in die eigene Fahrtrichtung bewegt. Lenke ich aber nun ein weiteres mal und will zurück und bewege mich wieder entsprechend lange ist die Symmetrie wirklich gebrochen, von oben habe ich eine Zickzack-Spur ins Salz gefahren. Dadurch, dass ich mich also durch den Raum eine Weile bewegt habe, habe ich mich - auf Deiner Zeitachse - eine Weile langsamer als Du bewegt, und dass macht sich am Ende dann entsprechend bemerkbar. Du bist älter als ich, oder Du bist auf dem Salzsee eben weiter vorne.

Ich bezweifel, dass Du folgen kannst, muss wohl echt ein Video dazu suchen und Bilder pinseln.


McMurdo hat geschrieben:
Was nicht geht , ist daraus irgendeine Geschwindigkeit für den Beobachter auf der Plattform abzuleiten. Denn die Zeitdilatation der U2 ergibt sich aus der Relativgeschwindigkeit zu genau diesem Beobachter auf der Plattform. Und nicht aus einer anderen Relativgeschwindigkeit zu einem anderen beliebigen Beobachter, weder am Bahnhof noch sonst wo.

Wie gesagt, Du verwurstest hier zwei wirklich zu unterschiedene Szenarien. Wie auch immer, Fakt ist, man kann mit einer eigenen Geschwindigkeitsänderung logischer Weise keinen physikalischen Abdruck auf einer Uhr hinterlassen, somit kann man die nicht dazu bringen, nun langsamer zu tacken. Also physikalisch so, als hätte die jemand auf langsamer gestellt. Man muss unterscheiden, ob man zwei zueinander bewegte Uhren betrachtet, oder sich ein Großvaterparadoxon schraubt. Aber auch dabei, hat die eigene Änderung der Geschwindigkeit nie den Lauf einer anderen Uhr physikalisch beeinflusst. Überlege mal, wenn Du in der Rakete hockst und mit 0,9 c von der Erde ins All düst, dann kannst Du alle Uhren auf der Erde langsamer messen, denn diese sind alle in Bezug zu Dir ja schnell bewegt. Von der Erde beobachten wir genau das bei Dir in der Rakete, für uns gehen Deine Uhren langsamer. Wenn Deine Geschwindigkeit Deine Uhr physikalisch langsamer laufen lassen würde, dann müsstest Du alle Uhren auf der Erde logischer Weise schneller laufen sehen und nicht langsamer.

So, weit so gut erstmal, ich ahne ja Übles ... :mrgreen:
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Re: Kurt´s Paper analysiert

Beitragvon Daniel K. » Mo 14. Nov 2022, 18:24

Kurt hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Nein und Du musst Dich nicht entschuldigen und nein ich liege nicht falsch.

Doch du liegst wirklich falsch. Eine relativ zu bewegte Uhr geht tatsächlich für mich real langsamer als eine zu mir ruhende Uhr. Die gilt symmetrisch für 2 zu vergleichende Inertialsysteme.

Um bei dem Beispiel zu bleiben: derjenige auf der Plattform steht bei M1 und schickt die U2 los und stoppt die Zeit auf seiner Uhr bis die U2 wieder bei M1 ankommt. Dann wird er feststellen das seine Uhr 20 Sekunden anzeigt, die U2 aber ein ganz ganz klein bischen weniger Zeit.
Was nicht geht , ist daraus irgendeine Geschwindigkeit für den Beobachter auf der Plattform abzuleiten. Denn die Zeitdilatation der U2 ergibt sich aus der Relativgeschwindigkeit zu genau diesem Beobachter auf der Plattform. Und nicht aus einer anderen Relativgeschwindigkeit zu einem anderen beliebigen Beobachter, weder am Bahnhof noch sonst wo.

Seid ihr denn beide absolut verblendet, Sklave einer widersinnigen Theorie? Eine Frage an dich, da ich den Eindruck habe du hast das PDF immer noch nicht kapierst.

Die Theorie ist genial, Du kannst die nur nicht verstehen, weil Du nicht mal verstehst, was Geschwindigkeit genau ist.


McMurdo hat geschrieben:
Was bitteschön hat der Beobachter auf der Plattform mit dem Gang der U2 zu tun? Was ist wenn dieser Beobachter einfach nicht vorhanden ist? Taktet dann die U2 anders? Oder überhaupt nicht?

Und was ist wenn der Beobachter am Bahnhof nicht vorhanden ist? Gehupft wie gesprungen, solange Ihr zwei nicht begreift, dass gar kein Beobachter einen physikalischen Einfluss auf den Lauf einer Uhr hat, wenn er seine Geschwindigkeit ändert, wird das nichts werden.
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Re: Kurt´s Paper analysiert

Beitragvon Daniel K. » Mo 14. Nov 2022, 18:37

McMurdo hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Schau, es ist wirklich so, die einfache Messung einer Geschwindigkeit kann keinen physikalischen Effekt und keine physikalische Wirkung und auch somit keinen Einfluss auf den Lauf und die Taktgeschwindigkeit oder Taktfrequenz einer Uhr haben. Ein physikalischer Einfluss ist eine reale Veränderung, so wie wenn Du eine Uhr real schneller oder langsamer laufen lässt.

Im Ruhesystem des Beobachters, zu dem die Uhr relativ bewegt ist, hat diese Geschwindigkeit durchaus eine Auswirkung auf die Uhr: sie geht für diesen Beobachter langsamer als seine eigene, zu ihm ruhende Uhr.

Nein, die Geschwindigkeit ist relativ, sie kann keine physikalische Wirkung auf die Uhr haben. Die Uhr weiß nichts davon, wer sie mit welcher Geschwindigkeit misst. Die Geschwindigkeit kann auf die Messung bei mir, welche ich mache, eine Wirkung haben, ich messe den Lauf der Uhr eben langsamer. Wenn ich auf dem Salzsee zur Seite fahre, ändere ich meine Richtung, ich kann dann messen, wie Du langsamer in die Richtung fährst, in die ich nun fahre, aber ich habe Dein Lenkrad und Dein Gaspedal nicht tangiert. Das hat keinen Einfluss auf Dich.


McMurdo hat geschrieben:
Im Ruhesystem der Uhr ändert sich dadurch aber tatsächlich nichts, das ist richtig. Dort geht die Uhr weiterhin so wie eine Uhr nun mal geht. Es gibt dort keine Möglichkeit das irgendwie festzustellen, denn es laufen ja, z. B. beim Zwillingsparadoxon, in dem Ruhesystem ja tatsächlich alle Vorgänge langsamer ab. Es besteht also keine Möglichkeit das irgendwie festzustellen. Erst wenn man wieder am selben Ort mit der anderen Uhr vergleicht sieht man: auf der einen Uhr ist weniger Zeit vergangen als auf der anderen Uhr.

Nein, und ich habe mir eben echt eine Wolf getippt, um Dir mal im Ansatz die Dinge richtig zu erklären. Deine Vorstellung ist leider falsch. Liegt daran, dass Du das mit der konstanten Geschwindigkeit c = 1 durch die Raumzeit nicht verinnerlicht hast. Wir haben alle eben unsere persönliche Zeitachse und düsen mit c durch die Raumzeit. Wir können unsere Geschwindigkeit nicht ändern, nur die Richtung zueinander. Das kann die Folge haben, dass der eine eben eine kürzere Strecke auf der Zeitachse eines anderen zurücklegt. Dass nennst sich dann eben das Großvaterparadoxon. Eventuell pinsel ich doch mal Bildchen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vierervek ... windigkeit



Man kann nicht davon sprechen, die Zeitgeschwindigkeit würde zugunsten der Ortsgeschwindigkeit abnehmen.

https://scilogs.spektrum.de/quantenwelt ... it-reisen/

Joachim erklärt es noch etwas anders und sicherlich liegt er da richtig. Unterm Strich bleibt es aber bei dem was ich schrieb. Also das Ergebnis ändert sich nicht.

So, hier ein Video, ich habe das nur kurz angespielt, der kann Dinge hin und wieder gut erklären, aber hin und wieder macht er es auch schlimmer, ich schaue mir das später noch mal in Ruhe an, aber der Anfang passt zumindest zu dem was ich geschrieben habe:

https://www.youtube.com/watch?v=vJ0s7_MwxaI
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Re: Kurt´s Paper analysiert

Beitragvon Daniel K. » Mo 14. Nov 2022, 18:52

So, noch mal was gesucht:

Epstein sagt: Es scheint uns nur so, dass wir in einem dreidimensionalen Raum leben und darin unsere kleinen Ausflüge machen, die wir als Funktion der eindimensionalen Zeit darstellen können. Tatsächlich leben wir alle in einer vierdimensionalen Raumzeit. Unsere Wahrnehmung rührt daher, dass alles und alle sich immer mit Lichtgeschwindigkeit durch diese vierdimensionale Raumzeit bewegen - und diejenige Richtung, in die wir uns bewegen, nennen wir Zeit, die drei anderen, die senkrecht darauf stehen, nennen wir Raum! Dass wir diejenige Richtung, in der wir uns mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, nicht gleich räumlich wahrnehmen können wie die anderen, ist ja aufgrund der Lorentz-Kontraktion verständlich. In Epsteins Buch liest sich das so:

"Um die Relativitätstheorie auch im Bauch zu verstehen, brauchen wir einen guten, neuen Mythos. Hier ist er. Warum können Sie sich nicht schneller fortbewegen als das Licht? Warum Sie sich nicht schneller als das Licht fortbewegen können liegt daran, dass Sie dies auch nicht langsamer als das Licht tun können. Es gibt nur eine Geschwindigkeit. Alles, wir mit eingeschlossen, bewegt sich stets mit Lichtgeschwindigkeit. Wieso können Sie sich bewegen, wo Sie doch auf einem Stuhl sitzen? Sie bewegen sich durch die Zeit."

Die ganzen Phänomene der SRT ergeben sich nun daraus, dass sich nicht alle in die gleiche Richtung der vierdimensionalen Raumzeit bewegen! Wir wollen dies gleich graphisch darstellen, und wir werden sehen, dass diese Epstein-Diagramme, wie man sie nennen muss, die Phänomene nicht nur qualitativ richtig wiedergeben, sondern dass alle drei Grundphänomene auch quantitativ korrekt aus diesen Diagrammen herausgelesen werden können. Bei vielen Aufgaben braucht man nur etwas kariertes Papier, einen Zirkel und einen Massstab; man zeichnet das passende Epstein-Diagramm und schon kann man die Lösungen mit zwei oder drei gültigen Ziffern ablesen!

https://www.relativity.li/de/epstein/lesen/c0_de/c1_de

Ich habe es mal rot gemacht, dass ist eine tiefe Erkenntnis, die ich selber vor über nun fast 40 Jahren hatte, da gab es noch kein Internet, draus alleine kann man sich viel erarbeiten. Klar kann man auch da mal wo falsch abbiegen. Aber die Richtung zählt, dieser eine Gedanke, dieses zu verstehen, ist echt wichtig.
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Re: Kurt´s Paper analysiert

Beitragvon Daniel K. » Mo 14. Nov 2022, 18:55

Kurt hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Was bitteschön hat der Beobachter auf der Plattform mit dem Gang der U2 zu tun?

Der Beobachter misst die Relativgeschwindigkeit der U2 zu sich.

Macht er aber nicht.

Klar misst er die mit 5 m/s, hast Du selber schon erklärt. Konkret misst natürlich gar keiner wirklich was, weil alles eh nur eine Geschichte ist, die Du geschrieben hast.


Kurt hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Welche andere Geschwindigkeit sollte es sonst sein.

Es ist keine Geschwindigkeit, die der Beobachter zu erfassen hat.

Klar, hast Du selbst benannt.
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Re: Kurt´s Paper analysiert

Beitragvon Daniel K. » Mo 14. Nov 2022, 18:57

sanchez hat geschrieben:
Du verstehst den Satz nicht "bewegte Uhren gehen langsamer". Du denkst dir wenn du mit U2 mitfährst, dass U2 langsamer taktet und noch langsamer taktet, je nach dem, ob U2 in Fahrtrichtung oder gegen Fahrtrichtung unterwegs ist. Drehe es doch mal herum. Wenn man mit U2 herum fährt, gehen alle anderen Uhren schneller, weil die anderen Uhren weniger bewegt sind. Ist das in deinem Sinne?

Offenbar ist er damit aber leider nicht alleine hier.
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Re: Kurt´s Paper analysiert

Beitragvon Daniel K. » Mo 14. Nov 2022, 19:07

McMurdo hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Wozu muss er das wissen?

Es geht darum das er es gemessen hat, sonst wüsste er nix von den 5 m/s. Damit ist deine Behauptung: er habe nicht gemessen schon als Unfug enttarnt.
McMurdo hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Tipp: was liest der Beobachter auf der Plattform ab?

Zwei Sachverhalte kann er klar feststellen: Die U2 bewegt sich für ihn relativ mit 5 m/s und die U2 benötigt für die 50 m hin und 50 m zurück auf seiner Taschenuhr 10 Sekunden. Vergleicht er seine Taschenuhr mit der U2 stellt er fest das auf dieser ein ganz ganz klein bisschen weniger Zeit vergangen ist, eben so viel weniger wie es der Gamma Faktor für 5 m/s angibt. Das war es.

Nein das war es nicht, im Gegenteil ist das kontraproduktiv, wenn wir hier ein Großvaterparadoxon bauen im Zug. Auch noch geschachtelt, wir haben schon U1 im Zug und fahren von einem Bahnhof zum anderen und starten von einem und halten am Anderen und können auch da ablesen, auf unserer Fahrt haben wir real weniger Zeit benötigt, als an den Bahnhöfen vergangen ist. Wenn wir das dann noch mal bauen, im Zug, auch da eine Uhr starten zu einem Ort bewegen und dann noch umdrehen, und zurück zum ersten bringen und dann vergleichen, haben wir ein zweites Paradoxon geschraubt, ist keines, nennt sich aber so.

So wird das nie was werden, Kurt beginnt mit der Aussage, bewegte Uhren gehen langsamer, und da muss man einfach ansetzen, Sanchez hast es schon angesprochen, Kurt versteht diesen Satz falsch, das predige ich seit gestern.


Es ist so, dass Sprache oft in die falsche Richtung lockt, darum ist es wichtig die Dinge möglichst präzise zu beschreiben. Wenn wer Physik gar nicht richtig gelernt hat, oder die Dinge nicht wirklich gut gelehrt wurden, können sich falsch Vorstellungen im Hirn festfressen und das Ergebnis kann man bei Kurt bewundern, der kommt da offenbar gar nicht mehr raus, die Dinge sind eingebrannt für die Ewigkeit, traurig, ist wohl aber so.
Zuletzt geändert von Daniel K. am Mo 14. Nov 2022, 19:10, insgesamt 1-mal geändert.
Daniel K.
 
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Re: Kurt´s Paper analysiert

Beitragvon Daniel K. » Mo 14. Nov 2022, 19:09

Kurt hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Wozu muss er das wissen?

Es geht darum das er es gemessen hat, sonst wüsste er nix von den 5 m/s. Damit ist deine Behauptung: er habe nicht gemessen schon als Unfug enttarnt.

Rede ich gegen eine Wand, oder was. Nochmal! Was liest der Beobachter ab?

Er ließt zwei mal denselben Wert an Takten ab. Du behauptest etwas anderes und hast Dir da zwei unterschiedliche große Zahlenwerte ausgedacht, ist aber falsch.
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