Hannes hat geschrieben:
Ich sehe einen Unterschied zwischen der Messung des Doppler-Effektes, der
von Ernst richtig beschrieben wird und dem Entstehen dieses Effektes.
Die Wellenlängeänderung des Lichtes beim Austreten aus der
Sternatmosphäre entsteht sofort und pflanzt sich durch den Weltraum
zur Erde fort, wo sie dann gemessen wird.
Dies ist aus dem Grunde wichtig, da durch den Doppler-Effekt das +- v
der Sternbewegung sofort beim Übertritt in den Weltraum in
eine Wellenlängeänderung des Lichtes umgesetzt wird und nicht erst
beim Empfang und Messung auf der Erde.
Hier geht es darum, die Abhängigkeit oder Unabhängigkeit
der LG von der Geschwindigkeit der Quelle nachzuweisen (und nicht von der Geschwindigkeit des Beobachters).
Man setzt hier voraus, dass der Wert der LG größer ist, wenn die LG zum Zeitpunkt der Emission die Geschwindigkeit des Sterns übernimmt (ballistische Vorstellung), wie Ernst als Befürworter einer Emissionstheorie es vermutet. Dafür muss man aber den Wert der LG aus einer bewegten Quelle ermitteln, um ihn mit dem Wert der LG aus einer ruhenden Quelle zu vergleichen, was m.W. nie gemacht wurde: Die LG wurde nur im Labor aus einer ruhenden Quelle ermittelt, man hat also nie einen Vergleich mit der LG aus einer bewegten Quelle anstellen können.
In diesem Zusammenhang finde ich den Messvorschlag von Ernst hochinteressant, es wurde Klarheit bei diesem Postulat der LG Relativ zur Quelle schaffen, wenn es technisch möglich ist die Wellenlänge und die Frequenz aus einem Stern auf der Erde zu bestimmen und daraus die LG ermitteln und mit dem offiziellen Wert der LG vergleichen (c=299 792 458 m/s bei ruhender Quelle):
Zitat von Ernst:
Nein, ich will gesondert zum einen die Wellenlänge messen und zum anderen die Frequenz. Und daraus die LG bestimmen. Dann ergibt sich die Geschwindigkeit des einfallenden Lichtes zu LG=λ*f. Wenn die Emission gilt, ergibt sich für das blauverschobene Licht der Andromeda LG=λ*f=c+v > c. Mit v Annäherungsgeschwindigkeit Erde/Andromeda.
Warum hat man so eine Messung nie gemacht, um das Postulat der Unabhängigkeit der LG von der Geschwindigkeit der Quelle nachzuprüfen? Gibt es messtechnische Schwierigkeiten? Harald, Du könntest doch so eine Messung durchführen, oder nicht? Ist sie technisch sehr aufwändig und sehr teuer? Wir könnten im Mahag-Forum sammeln, wir würden es finanziell bestimmt hinkriegen.
Unabhängig davon kann man gleichzeitig mit diesem Messverfahren das Postulat der Unabhängigkeit der LG von der Geschwindigkeit des Beobachters (Erde) nicht nachweisen, was ein getrenntes Postulat auch ist. Meines Wissens hat man auch nie in der etablierten Physik die LG mit einem bewegten Beobachter gemessen. Jedoch die Änderung der Frequenz bei einem zum Licht bewegten Beobachter ist ein eindeutiger Beweis, dass die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und Beobachter sich geändert hat, also dass sie nicht immer nur c beträgt, wie die SRT es postuliert. Die Änderung der Frequenz beim einem bewegten Beobachter widerlegt das Postulat der Unabhängigkeit der LG von der Geschwindigkeit des Beobachters, also wiederlegt die SRT.
Bleibt nur experimentell zu prüfen, ob zumindest in der SRT das Postulat der Unabhängigkeit der LG von der Geschwindigkeit der Quelle stimmt. Dafür ist m.E. die o.g. Experimentidee von Ernst mit Andromeda geeignet. Warum macht man so eine Messung nicht? Stimmt das Postulat der Unabhängigkeit der LG von der Geschwindigkeit der Quelle, dann ist zumindest eins von den beiden Postulaten der SRT richtig, das wäre eine gutes Kompromis gegenüber den Relativisten, oder?
Viele Grüße
Jocelyne Lopez