Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Ernst » Do 2. Dez 2010, 21:14

contravariant hat geschrieben:Ist einer von euch Experten hier vielleicht mal auf die Idee gekommen, dass die wissenschaftlichen Messungen zu den Teilchen Lebensdauern anders funktionieren als ein Schulexperiment mit 100€ Budget? Nein - Vielleicht solltet ihr euch mal mit den Primärquellen befassen anstatt euch seitenweise über irgendwelche Spielzeugexperimente zu echauffieren.

Es ist nur so, daß diese Experimente von Deinen Relativistenfreunden als beweisführend benannt wurden. Du meinst, diese deine Relativisten wären alle aus dem Kindergarten? Ach so.
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon contravariant » Do 2. Dez 2010, 21:18

Ernst hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:Ist einer von euch Experten hier vielleicht mal auf die Idee gekommen, dass die wissenschaftlichen Messungen zu den Teilchen Lebensdauern anders funktionieren als ein Schulexperiment mit 100€ Budget? Nein - Vielleicht solltet ihr euch mal mit den Primärquellen befassen anstatt euch seitenweise über irgendwelche Spielzeugexperimente zu echauffieren.

Es ist nur so, daß diese Experimente von Deinen Relativistenfreunden als beweisführend benannt wurden. Du meinst, diese deine Relativisten wären alle aus dem Kindergarten? Ach so.
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Verstehendes Lesen wäre echt von Vorteil. - KEINER hier hat sich auf eine Veröffentlichung in einem ernsthaften Journal bezogen, ihr hab alle nur auf dieses Schulexperiment eingeprügelt.
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Ernst » Do 2. Dez 2010, 21:47

contravariant hat geschrieben: Um diesen Zerfall zu beschreiben wird bei Radionukliden typischerweise die Halbwertszeit verwendet. Die ist definiert als die Zeit, in der in einer Probe die Hälfte aller Teilchen zerfallen sind. Das ist dann auch die Zeit, die durch die Presse geistert, wenn es um Atommüll etc.

Du denkst, daß Du es hier mit physikalischen Analphabeten zu tun hast, nicht?

Daraus kann man dann mit einem entsprechenden Fit die Lebensdauer/Halbwertszeit bestimmen.

Statistische Methoden der experimentellen Auswertung sind mir praktisch bestens bekannt. Unbekannt ist mir allerdings, daß man mit solchen eingeschränkten Anfangsbedingungen unter Anwendung statistischer Verfahren eine theoretische Voraussage mit 0,02% bestätigen kann. Glaub mir, ich weiß, wie Meßwerte manipuliert werden, unbewußt oder schlimmer noch bewußt. Da Du offenbar experimentell ungeübt zu sein scheinst, frage mal nach in deiner experimentellen Zunft.

Da die Meßgenauigkeit also klein ist, wird nicht die SRT bestätigt, sondern nur eine geschwindigkeitsabhängige Lebensdauer, welche mannigfaltige andere Ursachen haben kann. All diese Experimente taugen also in diesem Zusammenhang nichts.
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Ernst » Do 2. Dez 2010, 21:53

contravariant hat geschrieben:http://www.desy.de/user/projects/Physics/Relativity/SR/experiments.html#particle_lifetimes

Der Link ist ein alter Hut. Den kennt hier jeder. Man hatte erwartet, daß du hier keinen Literaturlink, sondern einen konkreten Link auf eine zugängliche Veröffentlichung bringst. Also?
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Britta » Do 2. Dez 2010, 22:09

Hier mal ein paar Links zu den Halbwertszeiten unter anderem:

Zum Myon, die Halbwertszeiten in Ruhe sind auf 11 ppm genau vermessen.

http://pdg.lbl.gov/2010/listings/rpp2010-list-muon.pdf (siehe Seite 2)


Hier ist eine der Veröffentlichungen zu einem entsprechenden Experiment, die auch auf arXiv zur Verfügung steht (Document-ID CHITWOOD im PDF der Particle Data Group). Chitwood, D.B., et.al. Physical Review Letters 99 (2007) 032001:

http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/070 ... 1981v2.pdf


Auch gibt es mittlerweile so genaue Atomuhren, mit denen die Zeitdilatation im Labor nachmessen werden kann (sowohl die gravitative als auch die der SRT, Stichwort Zwillingsparadoxon). Hierzu die Veröffentlichung beim NIST (National Institute of Standards and Technology):

http://www.nist.gov/public_affairs/rele ... 092310.cfm

Hier wurde auch eindeutig festgestellt, dass die bewegte Uhr langsamer ging. Mal abgesehen dass die ZD auch für unterschiedliche Gravitation nachgewissen wurde. Die Uhren sind schon so genau, das man schon bei einem Höhenunterschied von ca. 33cm die Phänomene eindeutig messen kann. Und die Uhren gehen nicht virtuell langsamer.

Aber auch das ist sicher alles manipuliert und gelogen.

Wie gesagt, die Sache ist in der Physik ein schon lange gelutschter Drops, und ich sehe hier im Forum auch nur noch Ernst, der die Grundlagen der klassischen Physik verstanden hat. Es ist nun mal so, das die Kritik und das Leugnen von Leuten kommt, die eben von Physik nun nichts verstehen. Wenn hier nun wirklich ein paar echte Physiker mit Grips wären, könnte man ja ins Grübeln kommen.
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Britta » Do 2. Dez 2010, 22:14

Ernst hat geschrieben:
Irgendwie verstehst du zunehmend nur Bahnhof. Es geht mir bei Deinem Threadthema um zweierlei.

Erstens um die Aussage deiner zitierten Experimente, die SRT sei damit auf 0,02% bestätigt. Angesichts der Versuchsbeschreibung ist das eine dreiste Behauptung und einem Experimentator muß das lachhaft erscheinen. Da wird eine Genauigkeit hingemauschelt, um mit dieser Quantität zweckdienlich die SRT zu bestätigen und alle Alternativerklärungen mit anderen quantitativen Deutungen des Effektes von vornherein zu vereiteln. Zu diesen experimentellen Einwänden hat es Dir augenscheinlich die Sprache verschlagen. Stattdessen nur klägliches Gejammer über die Kritiker.

Das ist auch nur einfach deine persönliche Meinung, dass da was gemauschelt wurde. 99,99% der Physiker stimmen dir da wohl nicht zu. Meiner Meinung nach passt es dir einfach nur nicht. Es tut mir ja leid, aber es passt einfach in das Bild zum Kritiker, Ergebnisse von Experimenten die nicht ins Konzept passen sind einfach manipuliert. Kennst du ein paar Experimentatoren die das so sehen wir du und dazu auch echte Physiker sind? Und es hat mir auch nicht die Sprache verschlagen, es führt nur vom Weg ab, und ich vermute da Methode hinter. Und was du Gejammer nennst, ist genau dass was du auch Mordred und Kurt so schreibst.


Ernst hat geschrieben:
Zweitens habe ich nirgends einen geschwindigkeitsabhängigen Effekt der gemessenen Lebensdauer ausgeschlossen. Genauso wie ich eine LK nicht ausgeschlossen habe. Ich hatte nur gezeigt, daß die LK virtueller Natur ist, was sich auch mit der Aussage von Dr. Pössel deckt.

Du hast behauptet, gezeigt ist für mich was anderes. Gezeigt hat Tria was.


Ernst hat geschrieben:
Und da die LK ein zwangsläufiges Resultat der ZD/RdG ist, müssen auch letztere virtueller Natur sein. Letztlich ist das ganz rational erklärbar.

Dr. Pössel hat nie virtuell sondern real geschrieben.


Ernst hat geschrieben:
Da die Geschwindigkeit stets eine relative Größe darstellt, ist auch die bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten gemessene Lebensdauer relativ. Heißt, für unterschiedliche Relativ-Geschwindigkeiten mißt man unterschiedliche Lebensdauern. Unterschiedlich schnell bewegte Beobachter messen folglich gleichzeitig eine unterschiedliche Lebensdauer. Merkst du was? Das Teilchen kann nicht gleichzeitig unterschiedliche Lebensdauern haben. Das scheint nur so. Das wird so gemessen, entspricht aber nicht der Realität.

Ernst, gestatte mir bitte mein eigenes Bild der Welt. Im Grunde ist das Beispiel vom Poeten mit den Stimmgabeln da wirklich richtig gut. Die Gabeln verändern sich nicht real, aber die gemessene Frequenz ist ganz real. Das ist keine virtuelle Frequenz und die scheint auch nicht nur so. In einem bewegten Labor kannst du definitiv nicht an der Frequenz alleine unterscheiden, ob nun eine Stimmgabel 12.000Hz hat und in Bezug zu dir ruht, oder ob es eine Gabel mit 10.000Hz ist, welche sich auf dich zu bewegt. Jede Messung mit 12.000Hz ist eine ganz reale und die Frequenzen sind auch ebenso real. Das ist nicht so, das es nur so scheint, als seien es 12.000Hz wenn sich die Gabel bewegt.

Und ja, du kannst für eine Gabel beliebig viele unterschiedliche Frequenzen messen. Und alle sind nicht virtuell.


Ernst hat geschrieben:
Der Meßwert muß über die LT zurückgerechnet werden, um die reale Lebensdauer zu ermitteln. Ganz analog, wie die verkürzt gemessene Länge transformiert werden muß, um die reale oder wie Pössel sagt materielle Länge zu ermitteln.

Kennst du die Geschwindigkeit der Gabel, kannst du die 'Ruhefrequenz' errechnen, ebenso wie du Längen und Zeitdauern auch mit der SRT von einem System in ein anderes transformieren kannst. Die Länge in einem System ist aber ebenso wenig virtuell, wie die Frequenzen. Ernst, ich kann das so begreifen, ich verstehe das, mir ist das klar und du kannst es gerne anders sehen. Ich bin nebenbei noch im Einklang mit der regulären Physik. Du kannst mir da keinen Widerspruch einreden. Ich kann auch gut damit leben, dass du es anders siehst, ich kann auch mit Kurt und Mordreds Bildern leben.

Ernst hat geschrieben:
Es geht also erstmal gar nicht um Sein oder Nichtsein der SRT, sondern um die Interpretation deren Kategorien als virtuelle Größen.
Das alles hat keinen Bezug dazu, daß ich den Ansatz der SRT für ungerechtfertigt halte.

Ich gebe dir in gewisser weise recht. Der Poet hat da schon was angedeutet. Die Frage ist, ob nun ein 'verkürzter' Panzer in die Schlucht fallen kann. Wie gesagt, das PP ist ja noch nicht zu Ende diskutiert, für uns jedenfalls noch nicht.

Ernst hat geschrieben:
Na, dann hat´s ja endlich bei Dir geklickt. Wenn´s auch lange gedauert hat und viele Erklärungen erforderlich waren. Da Du nun zustimmst, können wir die Sache ja ad acta legen. Die LK ist nicht physikalischer Natur.

Ich würde eher sagen, du hast mich dann immer falsch verstanden. Ich habe schon immer gesagt, die Länge eines Objektes ist keine intrinsische Eigenschaft, es gibt also keine 'materielle' Länge. Länge ist immer das Ergebnis einer Messung. Länge ist an sich nicht physikalisch. Die Differenz zweier Längenmessungen kann darum auch nicht physikalisch sein. So hat es der Poet auch im Thread mit den Stimmgabeln erklärt.

Und da ist auch nichts was nun ad acta gelegt werden kann. Hier im Thread geht es um die ZD von Teilchen in Beschleunigern, und bisher hast du dich um eine ganz einfache Frage gedrückt Warum?


Ernst hat geschrieben:
Ob du ein Meßergebnis als real oder irreal bezeichnen willst, bleibt Ansichtssache. Natürlich kann man sagen, daß ein Meßergebnis real sei, auch wenn es einen virtuellen Wert liefert. Daß ich durch eine Lupe ein vergrößertes Bild sehe, ist real. Das Bild selber ist aber virtuell.

Nein, der Wert ist immer real, es gibt da keine virtuellen Werte. Und keiner wird behaupten, dass nun das Objekt selber größer wird, wenn man es durch eine Lupe betrachtet. Ich glaube eher die Kritiker unterstellen in ihrem Unverständnis der SRT eben Aussagen, welche die nie macht und wettern dann gegen diese. Jocelyne ist da ein gutes Beispiel.


Ernst hat geschrieben:
Bleibt Dir nur noch die Erkenntnis, daß infolge des nichtphysischen Charakters der LK auch die ZD nichtphysisch sein muß. Und das kannst Du ohne Reue tun, weil Du damit immer noch SRT konform bist. Mit Deinen Freunden willst Du es Dir ja nicht verderben.

Lege mir doch nun nichts in den Mund. Es ist doch offensichtlich, dass du die Dinge anders definierst als ich. Ich stimme doch aber deswegen nicht deiner Definition zu. Und ich rede Leuten nicht nach dem Mund. Echte Freunde machen die Freundschaft nicht von der persönlichen Meinung zur SRT abhängig. Ich weiß nicht, wie du auf die Idee kommst, ich würde mir da was mit meinen Freunden verderben können, wenn deine Freunde dich schneiden würden, weil du irgendwann doch mal die SRT richtig verstehst, hast du wohl seltsame Freunde. Sind die so wie Jocelyne?

Die ZD hat ganz klar reale Auswirkungen, Teilchen haben eine real verlängerte Halbwertszeit. Es sieht nicht nur so aus, als ob die Myoen noch nicht zerfallen sind, sie sind real noch da. Auch das PP geht noch weiter, sobald der Poet wieder mehr Zeit hat, wird er da weiter machen.

Spannend finde ich deine Argumentationskette. Auf die Frage gehst du einfach nicht ein, ignorierst diese konsequent, und versuchst hintenrum über das PP die LK auszuhebeln und damit dann die ZD.

Wie dem auch sei, mit deinem Leugnen der ZD bei Teilchen bewegst du dich ohne Frage außerhalb der regulären Physik.

Was sagst du eigentlich zu der absoluten kinetischen Energie von Harald? Stimmst du dem zu, oder hast du auch hier lieber keine klare Position?
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon contravariant » Do 2. Dez 2010, 22:17

Ernst hat geschrieben:Du denkst, daß Du es hier mit physikalischen Analphabeten zu tun hast, nicht?.

Hab ich nicht? - Dann klär mich doch mal auf, was ist denn die "Gesamtlebensdauer" eines Teilchens?
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon contravariant » Do 2. Dez 2010, 22:19

Ernst hat geschrieben:Der Link ist ein alter Hut. Den kennt hier jeder. Man hatte erwartet, daß du hier keinen Literaturlink, sondern einen konkreten Link auf eine zugängliche Veröffentlichung bringst. Also?

Du bist also nicht in der Lage dir anhand von Literaturreferenzen die entsprechenden Veröffentlichungen rauszusuchen? Bist du da auch noch stolz drauf?
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon contravariant » Fr 3. Dez 2010, 00:27

Highway hat geschrieben:Wenn du was vorzulegen hast, dann lege es vor - ist ja kein Quiz - oder? Zeige die relevanten Stellen auf und es sei dir versichert das diese gelesen werden. So entsteht eher der Eindruck das du dir schnell ein paar Links zusammen gesucht hast die zum Thema nur bedingt passen und die du dir wahrscheinlich überhaupt nicht angesehen hast.

Oh Mann. Auf der Seite, die ich verlinkt habe, befindet sich eine Liste mit Literaturreferenzen. Da kann dann jeder selber entscheiden, welches der Paper er lesen will. Anhand einer Referenz ein Paper rauszusuchen schaffen Studenten im ersten Semester ohne Probleme (es wird gemunkelt, dass es sogar welche geben soll, die es ausgedruckt bekommen..). Wenn du das nicht schaffen solltest, halt dich besser raus, wenn Erwachsene über Wissenschaft reden.
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