Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Lichtablenkung und Theorien

Beitragvon scharo » So 22. Feb 2009, 17:19

Hallo Kondensat,

was für Links postest Du hier, die in der Sache nichts auszusagen haben? Oder hast Du immer noch nicht verstanden um was diskutiert wird?
Niemand bestreitet eine Lichtbeugung an Sternen – es geht darum, ob diese Beugung nicht andere plausiblere Erklärungen braucht, oder ein Beweis für eine esoterische Theorie soll bleiben.
Warum kannst Du das von Dir hingestellte Bild mit der VIER-fachen Abbildung eines Sternes nicht erklären? So was darf laut ART nicht entstehen.
Was ist mit der Beugung am Sonnenrand – warum nur in der Korona?
Was ist mit dem variablen Winkel – wann soll dieser exakt 1,7´´ betragen? Und das bei verwischten Flecken. Außerhalb der Korona müsste er ca. 1,2-1,5´´ betragen – davon wird aber nichts berichtet.

„aber einigt euch doch mal gemeinsam auf EINE argumentation“

Wieso? Es gibt offensichtlich mehrere Erklärungen und die bisherigen experimentelle Daten reichen nicht aus zu entscheiden welche Vorstellung zutreffender ist. Es ist durchaus möglich, dass das Licht tatsächlich von der Gravitation abgelenkt wird. Das bedeutet aber immer noch nicht, dass Einsteins Theorie richtig wäre, da seine Grundlagen, Ausgangspositionen schlicht und einfach falsch sind. Wenn Du irgendwann mal seine danebenliegende Überlegung mit dem beschleunigten Fahrstuhl und Lichtstrahl drin begreifst, wirst Du mir sofort recht geben. :lol:

Gruß
Ljudmil
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 23. Feb 2009, 11:39

Kondensat74 hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Da muss ich irgendetwas übersehen haben - evtl. Links nocheinmal eingeben oder Datum des Beitrages mit den Links.


z.b. die postings hier:
http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?p=1628#p1628
http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?p=1686#p1686


Es ging um die Kenntnisse über die Myonen, welche bei hoher Geschwindigkeit, z.B. in einem Synchrotron eine längere Lebensdauer haben sollen, weil die Zeit bei Bewegung gemäß SRT und deren Zeitdilatation langsamer laufen soll. Es wäre dann irgendwie die Auffassung, dass bei vorgegebener Lebensdauer aber bei langsamer laufender Zeit, vom Ruhesystem aus betrachtet, die Lebenszeit der Myonen länger als erwartet ist. Dies wäre soetwa das ZP für Myonen.
Es wäre zu unterscheiden zwischen Kenntnissen über ein Objekt selber und Beschreibung seines äußeren Verhaltens. So können Myonen, die aus dem Strahlengürtel der Erde den Erdboden erreichen in Detektoren nachgewiesen werden, wobei ihre Lebenszeit eigentlich so kurz ist, dass sie den Erdboden nicht hätten erreichen können - aber wegen des Falles und so - können sie dann doch in irgendeinem Keller oder Bergwerk detektiert werden.
Nur dies sagt selbstverständlich wenig über die Beschaffenheit aus, d.h. wie jetzt ein solches Myon auf Beschleunigung in einem Medium reagiert, kann nicht auf eine Funktionsweise des Myons bezogen werden.
Ein Beispiel und Gedankenexperiment: Ein Luftballon sei in einem Ruhesystem mit 1 L Luft leicht aufgeblasen und wenn man das Ventil öffnet dauert es 1 s bis er zusammengefallen leer ist. Wird derselbe Luftballon in einem schnell bewegten System mit einem in Bewegungsrichtung geöffneten Trichter verbunden, so wird er beispielsweise mit 10 L Luft aufgeblasen und gefüllt, d.h. das Luftablassen würde dann beispielsweise 3 s dauern. Als Ausgangspunkt für eine Bestätigung der These von der Zeitdilatation taugen die Myonen wenig.
Bezüglich der von dir angegebenen Links auf englischsprachige Seiten zu den Myonen, kann ich nur sagen, dass dort von einem Effekt der Zeitdilatation bereits ausgegangen wird aber eine weitere Kenntnis über das Myon selber nicht vertieft wird. Allerdings kommt hinzu, dass ich bei der Nutzung des Mediums Internet in Diskussions-Foren bestimmte Grundsätze habe, die besagen, dass ich davon ausgehe, dass Gesprächspartner ihre eigenen Gedanken in Kürze zusammengefasst darlegen und eventuell dann noch Links als Ergänzung notieren, wobei diese dann am besten deutschsprachig sein sollten. Was zählt, ist der konkret von dem anderen User geschriebene Beitrag und nicht die Sekundärliteratur.

mfg
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » Mo 23. Feb 2009, 19:44

Hallo Bruno

Bruno hat geschrieben:Ich warte Deine Antwort noch ab, dann werde ich mich aus diesem Forum verabschieden.

Ich hoffe nicht wegen mir.

Wie komme ich von der Formel für den Brechungsindex im Gravitationsfeld auf die Formel für den Ablenkungswinkel Δφ = 4GM/(R c²)?


Frequenzänderung: df = f0 * dV / c²
geänderte Frequenz: f ' = f0( 1 + dV / c²)
Änderung der Wellenlänge: dL = f0 * dV / c²
geänderte Wellenlänge: L' = L0 * ( 1 + dV / c²)

c ' = f ' * L'
c ' = f0 ( 1 + dV / c²) * L0 ( 1 + dV / c²)
c ' = f0 * L0 ( 1 + dV / c²)²
c ' = c0 * ( 1 + 2 dV / c²)

(1 + ε]² ~ (1 + 2 ε) für kleine ε führt zu
n = c0 / c = c / c (1 - 2 GM / (Rc²))



k = g/c² konstante Raumkrümmung

tan(α) = v/c Steigung der Weltlinie im t,x – Diagramm

k = dφ/ds Projektion auf x,y – Ebene

sin (α) = v / sqrt(v²+c²) Änderung des Richtungswinkels

k_r = k*(v²+c²) / v² = (1+v²/c²) * g/v² räumliche Bahnkrümmung

k_r = g/v² für v<<c

r_s = 2*G*M / c² Schwarzschildradius

r = ρ * (1 + ε * cos(φ)) mit φ<<1 Kegelschnittgleichung einer schwach gekrümmten Hyperbel

γ = 2/ ε = 2 * L * c / (G * M * m) = 2*r_s / r = 4*G*M / (r*c²) Ablenkwinkel zwischen den Asymptoten

c / R_k = G * M / R Kräftebilanz mit Radius R des Himmelskörpers

1 / R_k = r_s / R² maximale Bahnkrümmung

r = r_s + R / cos (φ) Geradengleichung im Abstand R


Eine davon unabhängige Ableitung der Näherung gibt es hier.

Gruss
Trigemina
 
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 28. Feb 2009, 19:50

Als Zusammenfassung dieser Diskussion stellt sich für mich die entscheidende Frage:

Warum werden relativistische Voraussagen von Ereignissen und relativistische Interpretationen von Experimenten als richtig und gültig herangezogen, wenn offiziell verkündet und gelehrt wird, dass die relativistischen Effekte nur Scheineffekte sind?

Wie kann so eine absurde und unhaltbare Situation in der Wissenschaft bestehen und akzeptiert werden?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » Sa 28. Feb 2009, 23:00

Bitte sorgfältig lesen, möglichst den ganzen Link!

Durch die »Relativität der Gleichzeitigkeit« wird auch die »Relativität von Längen« plausibel: Die korrekte Messung der Länge eines sich vorbei bewegenden Stabes erfordert, dass die Position seines Anfangs- und die seines Endpunktes gleichzeitig ermittelt werden. Wenn sich aber die Beobachter in den beiden Systemen nicht darüber einig sind, was »gleichzeitig« ist, kommen sie natürlich auch zu unterschiedlichen Auffassungen über die Länge des Stabes. So wird der Beobachter in S' reklamieren, dass die Position des Punktes A nicht gleichzeitig mit der Position des Punktes B ermittelt wurde, sondern später. In der Zwischenzeit habe sich der Punkt A weiter nach rechts bewegt, und folglich falle das Messergebnis zu klein aus.

Gruss
Trigemina
 
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 1. Mär 2009, 09:32

Trigemina hat geschrieben:Bitte sorgfältig lesen, möglichst den ganzen Link!

Durch die »Relativität der Gleichzeitigkeit« wird auch die »Relativität von Längen« plausibel: Die korrekte Messung der Länge eines sich vorbei bewegenden Stabes erfordert, dass die Position seines Anfangs- und die seines Endpunktes gleichzeitig ermittelt werden. Wenn sich aber die Beobachter in den beiden Systemen nicht darüber einig sind, was »gleichzeitig« ist, kommen sie natürlich auch zu unterschiedlichen Auffassungen über die Länge des Stabes. So wird der Beobachter in S' reklamieren, dass die Position des Punktes A nicht gleichzeitig mit der Position des Punktes B ermittelt wurde, sondern später. In der Zwischenzeit habe sich der Punkt A weiter nach rechts bewegt, und folglich falle das Messergebnis zu klein aus.


Das habe ich schon lange verstanden, dass verschiedentlich bewegten Beobachter mit den relativistischen Berechnungen der Länge eines Objekts jeweils eine andere (kürzere) Länge des Objekts ermitteln. Das war sogar die Grundfrage meines Strandgedankenexperiments, das Du ja in einem Forum mitverfolgt hast.

Du hast mir sogar freundlicherweise bei einem konkreten Rechenbeispiel mit 4 verschiedentlich bewegten Beobachtern zu einer Wasserwelle 4 verschiedene Standorte und Zeitpunkte des physikalischen Ereignisses der Begegnung mit der Welle persönlich relativistisch berechnet, die die Längenkontraktion des Strandes relativistisch berücksichtigen.

Das beantwortet aber nicht meine obige Frage:

Warum werden relativistische Voraussagen von physikalischen Ereignissen in der Natur unter Berücksichtung der Längenkontraktion als gültig und korrekt herangezogen, wenn offiziell gelehrt wird, dass sie scheinbar sind, weil kein Objekt bei Bewegung in der SRT seine materielle Länge verändert? Wen interessieren fiktive Voraussagen von physikalischen Ereignissen in der Natur?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Big Mac » So 1. Mär 2009, 11:45

bertram hat geschrieben:1) Warum liest man bei der PTB zum Thema GPS z.B. folgendes :


Weil man Sagnac-Effekt als "Einsteinsche Theorie" verkaufen will.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Whopper » So 1. Mär 2009, 13:41

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Als Zusammenfassung dieser Diskussion stellt sich für mich die entscheidende Frage:

Warum werden relativistische Voraussagen von Ereignissen und relativistische Interpretationen von Experimenten als richtig und gültig herangezogen, wenn offiziell verkündet und gelehrt wird, dass die relativistischen Effekte nur Scheineffekte sind?

Wie kann so eine absurde und unhaltbare Situation in der Wissenschaft bestehen und akzeptiert werden?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez

Die Antwort ist einfach, und auch längst bekannt,
nur wollen sie sie nicht wahrhaben.

Die polieren lieber weiter ihre Scheuklappen.
Und sich auch noch stolz auf ihre Ignoranz.

Die Hille-Frage besteht bei den völlig zu Recht.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » So 1. Mär 2009, 18:55

Bruno hat geschrieben:Außerdem wird die kinetische und gravitative Frequenzänderung der Quantenzustände in den Atomuhren der GPS-Satelliten quantentheoretisch über den Energiezustand berechnet

Df = fo ( DE / Eo) =

Df = fo ( v²/ 2 - Psi ) / c²

und nicht als esoterische Zeitvergehungsgeschwindigkeit in der gekrümmten Raumzeitmetaphysik eines gescheiterten Fachschullehrers ohne Anstellung.


Deine Formel berücksichtigt bloss die kinematische Frequenzänderung:

df_kin = fo * ( v² / 2 - psi) / c²

Die gravitative Frequenzänderung müsstest du noch hinzuschreiben mit

df_grav = fo * m * G * psi / c²

Und die gesamte Frequenzänderung ergibt sich dann aus

df_kin + dv_grav = fo * ( - 4.4492e-10Hz) für einen GPS-Satelliten in 20’183km ü.M.


Gruss
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » So 1. Mär 2009, 20:28

Bei df_grav habe ich mich verschrieben. Gerechnet habe ich hingegen richtig. Deine Korrektur ist zutreffend:

df_grav = fo * psi / c²

Da habe ich mich von deinem Formalismus ablenken lassen. Allerdings ist deine Gesamtfrequenzänderung immer noch falsch und stellt bloss die kinematische dar.

Bruno hat geschrieben:Die gesamte Frequenzänderung ergibt sich somit zu
df = do ( v²/2 + psi) /c²


G:=6.67259e-11; c:=299792458; m:=5.9742e24;
r1 = 6378140.; r2 = r1+20183000;
v = sqrt(m*G/r2)

df_kin = f0*(v^2/(2*c^2)) = 8.3494e-11
df_grav = f0*m*G*(-1/r1+1/r2)/c^2 = -5.2842e-10
df_kin + df_grav = - 4.4492e-10

Rechne es doch mal nach, deine Änderung von -psi nach +psi bewirkt auch nichts!

Gruss
Trigemina
 
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