Rudi Knoth hat geschrieben:Wenn Ihnen das MM-Experiment nicht gefällt...
Wer sagt, dass es mir nicht gefällt? Ich sehe da halt nur die Problematik, dass die parallel berechneten Interferenzen nichts mit den radial beobachteten Interferenzen gemein haben. In allen Lektüren wird aber davon ausgegangen, dass sie etwas gemeinsam haben und deswegen erwartet man auch Musterverschiebungen. Musterverschiebungen, die so gut wie gar nicht auftreten. Ob das bei dem von Ihnen vorgestellten Experiment anders ist, müsste ich mir noch erarbeiten, aber ich denke mal nicht.
So, wie ich mir das vorstelle, interferieren die Lichtwellen, welche ja die selbe Wellenlänge haben, parallel wieder zu einer einzigen Lichtwelle der selben Wellenlänge, welche aber maximal nur um eine halbe Wellenlänge verschoben sein kann. Evtl. auch über eine Ganze, aber das ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass Monochromatisches Licht durch Filter oder Prismen auf Schirme radial ein Interferenzmuster werfen, dass genauso aussieht, als sei es durch einen (Einzel)Spalt geleitet - also Newtonsche Ringe, die naturgemäß konzentrisch sind. Beim Einzelspalt-Experiment ist es egal, mit welcher Phasenlage, die Photonen durch den Spalt gehen, das Muster auf dem Schirm, aus welchem man nur auf die Wellenlänge schließen kann, ändert sich dadurch nicht (außer für den kurzen Moment, in denen sich die Geschwindigkeit möglicherweise ändert). Und genau deswegen sage ich, dass das MMI, wie man es kennt, nicht dazu in der Lage ist, Bewegungen zu erkennen, wobei es auch noch vollkommen unerheblich ist, ob ein Äther mitgeführt wird, oder nicht.
Macht man aus der monochromatischen Lichtquelle allerdings mehrere Lichtquellen, die sich zeitlich unterschiedlich verändern (Film), wird man auf dem Schirm ein sog. Geisterbild erkennen, welches eine zeitliche Verschiebung aufweist, die abhängig von der Geschwindigkeit des MMI gegenüber was auch immer ist.