AM-Modulation

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Re: AM-Modulation

Beitragvon Sciencewoken » Mo 8. Jun 2020, 12:28

Kurt hat geschrieben:Kannst du ein Bild einstellen, damit man erkennen kann was da wie gezeigt wird?

Nö, müssen zwei sein...
Aber die auch nur als Anhang, weil sonst wirds zu groß und unübersichtlich.

Im Original pendelt sich die Spannung bei -100 (linker Graph) von weit Über 5V auf knapp unter 5V und die von u100 (rechter Graph) von 0v auf etwa 2V ein.
original.png
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Wenn die Widerstände vertauscht wurden, fällt die Spannung -100 von 2V auf etwa 0,3V und die von u100 steigt von 0V auf über 9V und schwingt dann recht stabil.
vertauscht.png
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Für mich ist das Vertauschte btw. auch logisch, denn man will die Frequenz ja an u100 stabil haben und nicht die Kompensierte Spannung nutzen.
Die Kompensation funktioniert aber nicht so glatt, wie bei dir, vermutlich weil ich die Werte der Spulen und Kondensatoren nicht so genau eingeben kann.
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Re: AM-Modulation

Beitragvon Kurt » Mo 8. Jun 2020, 19:18

Sciencewoken hat geschrieben:Für mich ist das Vertauschte btw. auch logisch, denn man will die Frequenz ja an u100 stabil haben und nicht die Kompensierte Spannung nutzen.

Es geht hier nicht darum eine stabile Spannung zu haben, sondern zu demonstrieren was am Parr-Kreis passiert.
Hier ist es so das der Parr-Schwingkreis ständig so an die Anregequelle lose angekoppelt ist und darum seine Schwingamplitude erst allmählich seine 100% erreicht.

Sciencewoken hat geschrieben:Die Kompensation funktioniert aber nicht so glatt, wie bei dir, vermutlich weil ich die Werte der Spulen und Kondensatoren nicht so genau eingeben kann.


Mit deinen Werten genommen ändert sich quasi nichts, der Unterschied ist vernachlässigbar.

Was sich eindeutig zeigt, und das ist auch in deiner Simu erahnbar, ist das erst, nachdem der Ser-Kreis arbeitet, also die "Saugkreiswirkung" erfolgt, es zur Signalkompensation kommt.
Hier wird aber nichts abgesaugt, sondern durch Gegenphasigkeit kompensiert.
Von "Ausfiltern" aus dem Signal ist weder was zu sehen noch findet es statt.

Ist ja auch logisch, wo sollte denn das "Abgesaugte" hinverschwinden.

Kurt

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Re: AM-Modulation

Beitragvon Lagrange » Mo 8. Jun 2020, 19:50

Kurt hat geschrieben:...
Hier wird aber nichts abgesaugt, sondern durch Gegenphasigkeit kompensiert.
...
.


Am besten gleich kurz schließen und fertig. :lol:
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Re: AM-Modulation

Beitragvon Kurt » Mo 8. Jun 2020, 21:22

Lagrange hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:...
Hier wird aber nichts abgesaugt, sondern durch Gegenphasigkeit kompensiert.
...
.


Am besten gleich kurz schließen und fertig. :lol:


Der Saugkreis ist da nicht so rigoros, er schaut sich das an was ihm gehört und 'beansprucht' nur das.

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Re: AM-Modulation

Beitragvon Sciencewoken » Di 9. Jun 2020, 06:45

Kurt hat geschrieben:Der Saugkreis ist da nicht so rigoros, er schaut sich das an was ihm gehört und 'beansprucht' nur das.

Ja genau das habe ich auch gemerkt und mal glatt das getestet, was Lagrange sagte. Und siehe Da, er macht gar keinen Unterschied für u100 ob er nun da ist oder nicht. Ich habe mir also gedacht, ob es vllt. an den Widerständen von insg. 5,1k liegt, die die Kreise voneinander trennen und wollte sie deswegen hinter den 100 oder den 5k direkt parallel schalten... aber dann fiel mir sofort auf, dass es zwischen u100 und -100 gar keinen Unterschied mehr gäbe - das kann ja nicht das Ziel sein.
Dann erinnerte ich mich daran, wie sich Kondensatoren in Schaltmomenten verhalten und betrieb beide Kreise einzeln. Wenn ich den Sauggkreis trennte, gab es kein Problem. Trennte ich aber den Schwingkreis, lies sich das Ganze nicht mehr abschalten, ohne das der Schalter explodierte (in der Realität würde er sicher nur Funken schlagen oder kleben oder beides). Dann fiel mir auch umgehend wieder ein, warum das so ist, und warum man den Saugkreis auch weglassen oder kurzschließen kann. Er eliminiert ja nur die Frequenz, für die er ausgelegt ist, aus dem gegebenen Signal, was bedeutet er schließt sie kurz, weswegen man einen solchen auch immer nur mit Parallel-Verbraucher betreiben sollte, was in diesem Fall der Resonanzkreis war.

Und nun die Preisfrage: Welchen Sinn macht ein Schwingkreis, der auf 10MHz ausgelegt ist, wenn man ihn an einer Wechselspannungsquelle mit 10MHz betreibt? Machen solche Kreise nicht erst dann Sinn, wenn das Eingangssignal ein Geräusch ist, dass sich aus mehreren überlagerten Frequenzen zusammensetzt?
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Re: AM-Modulation

Beitragvon Kurt » Di 9. Jun 2020, 08:21

Sciencewoken hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Der Saugkreis ist da nicht so rigoros, er schaut sich das an was ihm gehört und 'beansprucht' nur das.

Ja genau das habe ich auch gemerkt und mal glatt das getestet, was Lagrange sagte. Und siehe Da, er macht gar keinen Unterschied für u100 ob er nun da ist oder nicht.


Upsala, du schaust nach dem Ergebnis das der Saugkreis am Par-Kreis anstelltanstellt.
Die Aussage dazu ist ganz einfach, er hat hier nichts anzustellen, er hat keinerlei Einfluss auf das u100 Signal.
Das darf er auch nicht haben!

Sciencewoken hat geschrieben:Ich habe mir also gedacht, ob es vllt. an den Widerständen von insg. 5,1k liegt, die die Kreise voneinander trennen und wollte


Die beiden Widerstände haben nichts anderes zu tun als ein Signal, hier eins mit 10 MHz und 10Vss, zu liefern.
Ich habe mir einfach einen zweiten Generator gespart und das Signal aus einem bezogen, sonst nichts.

Ziel der Schaltung ist es die Arbeitsweise von Schwingkreisen zu zeigen, einmal die eines Parr-Kreises, einmal die eine Ser-Kreises.
Zu zeigen was nach Zeit passiert, wann der Parr-Kreis eine Schwingung aufbaut und wann der Ser-Kreis richtig arbeitet.

Es ist nicht die Aufgabe der Schaltung dem Parr-Kreis den Saft durch den Ser-Kreis wegzunehmen, sondern einzig die Arbeitsweise der Resonanzkörper zu zeigen.

Soll "gearbeitet" werden dann muss der Par-Kreis an den Ser-Kreis angeschlossen werden und die Signalquelle einen Innenwiderstand bekommen.
Ansonsten explodiert nämlich was.
Grund. die Signalquelle hat Null Ohm RI.

R1 liefert ein Sinussignal mit 10Vss an L1/C1
R2 liefert ein Sinussignal mit 10Vss an L2/C2

Nochmal: in dieser Schaltung, so wie sie jetzt ist, ist es einzig und allein das Ziel das unterschiedliche Verhalten von zwei Schwingkreisen zu zeigen.

Willst du den Saugkreis in Aktion sehen dann hänge R1 einfach an "-100", R2 ist dann der RI der Signalquelle.

Damit da was erkennbar ist sollte der Saugkreis erst nach Zeit angelegt werden, also erst dann wenn sich am Parr-Kreis eine gute Amplitude ausgebildet hat.
Alternativ geht's auch mit einem niederohmigen R1. Aber dann ist der zeitliche Ablauf nicht mehr zu erkennen.

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Re: AM-Modulation

Beitragvon Kurt » Di 9. Jun 2020, 08:23

Sciencewoken hat geschrieben:Und nun die Preisfrage: Welchen Sinn macht ein Schwingkreis, der auf 10MHz ausgelegt ist, wenn man ihn an einer Wechselspannungsquelle mit 10MHz betreibt? Machen solche Kreise nicht erst dann Sinn, wenn das Eingangssignal ein Geräusch ist, dass sich aus mehreren überlagerten Frequenzen zusammensetzt?


Die Preisfrage:
Was sind Frequenzen?

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Re: AM-Modulation

Beitragvon Lagrange » Di 9. Jun 2020, 08:44

Was ergibt sich wenn man HF und NF einfach addiert?
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Re: AM-Modulation

Beitragvon Kurt » Di 9. Jun 2020, 08:54

Lagrange hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Vermische 10 und 100 und dann blockiere 90.


Was willst du denn mischen?

Kurt

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http://mahag.com/neufor/viewtopic.php?p=94794#p94794

Bild


Da wird nichts gemischt, da wird moduliert.
Heisst: die Amplitude eines Signals unter Vorgabe eines anderen Singals verändert.

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Re: AM-Modulation

Beitragvon Kurt » Di 9. Jun 2020, 08:55

Lagrange hat geschrieben:Was ergibt sich wenn man HF und NF einfach addiert?

Ein neues Signal.

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