Kurt hat geschrieben:Aber was ist das dann:
"Eine bewegte Uhr tickt langsamer als eine unbewegte"
Gilt das dann nicht mehr wenn du dich betrachtest?
Ist doch logisch. Wenn er sich betrachtet, geht plötzlich die zu ihm bewegte Uhr langsamer und das weiß McMongo genau, weil jeder sieht die Uhr des zu ihm Bewegten langsamer gehen. Ganz ohne überhaupt irgendwie feststellen zu können, dass es so ist oder aber auch anders sein könnte. McMongos vergessen aber einige Dinge...
Positives v bedeutet, dass sich Sender und Empfänger von einander entfernen, negatives v bedeutet, sie einander annähern.
(Hier jedenfalls)
Klassischer Doppler-Effekt:Sender ruht, Empfänger bewegt:
)
Seder bewegt, Empfänger ruht:

These: Bewegte Taktgeber erzeugen geringere Frequenzen. Mit solch verlangsamten Taktgebern laufen Uhren langsamer und Frequenzempfänger empfangen unveränderte externe Frequenzen entsprechend höher. Deswegen gilt:
Sender ruht, Empfänger bewegt:
)
Seder bewegt, Empfänger ruht:

woraus (eigentlich unmittelbar) der relativistische Doppler-Effekt folgt, weil die beiden klassischen Doppler-Effekte über den Lorentz-Faktor wunderbar symmetrisch werden.
Für v=0 (und einer um γ absichtlich verlangsamten Uhr) bedeutet das:

und

Und schon kann man ruhend in aller Ruhe beobachten, was da vorgeht, denn setzt man die beiden Sendefrequenzen gleich, erhält man

und damit kann man etwas anfangen, denn man muss den lokal erzeugten Takt nur noch um den Lorentz-Faktor verringern, welchen man aus einer simplen Geschwindigkeitsmessung erhält, ihn mit dem klassischen Doppler für bewegten Sender und ruhenden Empfänger verrechnen (insges. also den rel. Doppler-Effekt anweden) und diese Frequenz mit der empfangenen vergleichen. Einmal wird die lokal aufgezeichnete Frequenz höher als die Empfangene sein, das andere mal geringer und schon hat man festgestellt, wessen Uhr langsamer und wessen Uhr schneller ging.
Das einzige, was einem hier passieren kann, ist, dass beide Uhren trotz Bewegung gleich schnell gingen, was so gut wie gar nicht vorkommt, oder der gemessene Lorentz-Faktor, mit dem die lokale Frequenz aufgezeichnet wurde, nicht zur tatsächlichen Geschwidigkeit passt. In beiden Fällen würden Differenzgeschwindigkeiten in bzw. gegenüber einem Bezugssystem gemessen, in welchem sich beide Sende-Empfänger bewegen.