Sei ΔE der Zuwachs an kinetischer Energie des Wagens und W die dafür aufzuwendende Arbeit, dann gilt wegen des Energieerhaltungssatzes:
Wir vernachlässigen dabei alle Verluste. Um nun den Zuwachs an kinetischer Energie des Wagens zu berechnen, ziehen wir die kinetische Energie vor dem Beschleunigungsvorgang von der kinetischen Energie nach dem Beschleunigungsvorgang ab:
An dieser Formel lesen wir ab, daß ΔE, der Zuwachs an kinetischer Energie des Wagens, alleine von dessen Masse, sowie von den Geschwindigkeiten v0 (vor dem Beschleunigungsvorgang) sowie v1 (nach dem Beschleunigungsvorgang) abhängt. Weiterhin lesen wir für den Fall fest vorgegebener Werte für m, v0 und v1 ab:
- ΔE hängt nicht von der Leistung ab, die der Motor während der Dauer des entsprechenden Zeitintervalls erbringt
- ΔE hängt nicht von der Dauer des Zeitintervalls ab
- ΔE hängt nicht von der im Zeitintervall zurückgelegten Strecke ab
- ΔE ist weder proportional zur Geschwindigkeitsdifferenz v1 - v0 noch zum Quadrat der Geschwindigkeitsdifferenz (v1 - v0)² sondern vielmehr zur Differenz v1² - v0² der Quadrate von Endgeschwindigkeit und Anfangsgeschwindigkeit.
Setzen wir nun die Geschwindigkeitswerte für v0 und v1 aus dem Ruhesystem der Straße ein, dann ergibt sich derselbe Wert für die aufzuwendende Arbeit, den man auch errechnen kann, indem man Impulserhaltung ansetzt. Diese letztere Rechnung wurde hier mehrfach, zuerst von krona, weiter vorne in diesem Strang vorgerechnet.
Setzen wir hingegen die Geschwindigkeitswerte für v0 und v1 aus einem anderen Bezugssystem ein, das gegenüber der Straße bewegt ist, ergibt sich ein anderer Wert für den Zuwachs an kinetischer Energie des Wagens (obwohl die Geschwindigkeitsdifferenz v1 - v0 in allen Fällen dieselbe ist).
Fazit:
- Die sich unter Verwendung des Ruhesystems der Straße ergebende Rechnung ist konsistent und widerspruchsfrei. Das Ergebnis wird auch durch die Erfahrung bestätigt.
- Die sich unter Verwendung demgegenüber bewegter Bezugssysteme ergebenden Rechnungen liefern davon sowie untereinander abweichende Werte für ΔE.
- Die kinetische Energie E ist das allgemein anerkannte Maß der Bewegung. Weiter vorne im Strang wurde auch gezeigt, warum dieses Maß von v² abhängen muß.
- Nur unter Verwendung des Ruhesystems der Straße wird die "Stärke" der Bewegung korrekt beurteilt.
- Nur unter Verwendung des Ruhesystems der Straße werden die Geschwindigkeiten korrekt beurteilt.
- Es gibt absolute Bewegung und genau ein ausgezeichnetes Bezugssystem (wenngleich die Clubmitgliedschaft nicht das Bekenntnis zu letzterem verlangt)
- Die Straße ruht absolut.
- Bahnhöfe ruhen, während Züge i.a. bewegt sind. (Bekenntnis für die Clubmitgliedschaft erforderlich)

Nocheinpoet hat geschrieben:So eine ehrlich offene Frage wird man von Yukterez sicher niemals zu lesen bekommen. Würde er sich nie trauen.
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Ich dachte aus der Gegenfrage würde bereits offensichtlich dass man in dem Szenario so viel Benzin braucht wie sich aus der Geschwindigkeit relativ zur Straße ergibt.