GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Ernst » Di 8. Jun 2010, 17:26

nocheinPoet hat geschrieben:Das ist so nicht richtig, wenn ich eine Granate werfe, die dann im Flug explodiert, dann addieren sich die Geschwindigkeiten der Einzelteile mit der Wurfgeschwindigkeit.

Kann sein. Muß aber nicht sein. Ob es sich dabei quasi um eine Explosion oder um einen Zerfall hadelt (in den Veröffentlichungen ist von Zerfall die Rede), darüber läßt sich trefflich streiten. Mit solchen interpretationsreichen Experimenten kann die Sache nicht geklärt werden
Nochmal: Ein Experiment aus der Makrowelt ohne solche Unsicherheiten bei der Interpretation ist gefragt. Kennst Du eins?. ich habe keins gefunden.
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Ernst » Di 8. Jun 2010, 17:57

nocheinPoet hat geschrieben: Meinst Du nicht es wäre zu vermuten, das ein nun ein relativ zum Labor bewegtes Pion ebenso zwei Photonen mit c in jede Richtung beim Zerfall abstrahlen sollte?

Vermuten kann man vieles. Was sich da in diesem "Zerfall" wirklich abspielt, darüber kann man nur spekulieren. Und jeder spekuliert in seine Richtung. Nebenbei kenne ich die Versuchsausführung nur so, daß Photonen in Flugrichtung der Pionen vermessen wurden.
Diese Sachen werden keinen Zweifler überzeugen. Warum experimentiert niemand in der Makrowelt?
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Hannes » Di 8. Jun 2010, 18:19

Hallo Manuel !

    Hannes, die paar Restteilchen können keine Welle mit Wellenlängen im nm Bereich weiterleiten. Das steht außer Frage. Das Restgas kann nicht der Äther sein. Selbst wenn es einen Äther geben sollte, dann wäre der "durchdringend" und Dein "System Vakuum" wäre auch in diesem Fall geplatzt, denn da liefe das Licht mit c relativ zum Äther und nicht zu Deinem Stückchen "System".

Du schreibst:Das Restgas kann nicht der Äther sein.Kannst es aber nicht beweisen.
Ich meine auch nicht den "durchdringenden " Äther der Leute vor 100 Jahren.Dreh doch nicht immer meine Aussagen herum !
Ich meine nur, dass du nicht sagen kannst,ab welcher Verdünnung das Gas beginnt, Vacuumzu sein !

Hannes
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Ernst » Di 8. Jun 2010, 20:24

Hannes hat geschrieben: Du schreibst:Das Restgas kann nicht der Äther sein.Kannst es aber nicht beweisen.

Falscher Adressat. Das Zitat stammt von mir. Da ist kein Beweis erforderlich. Der Abstand der Restteilchen ist Größenordnungen größer als die Wellenlänge.

Ich meine auch nicht den "durchdringenden " Äther der Leute vor 100 Jahren.Dreh doch nicht immer meine Aussagen herum !

Und ich habe geschrieben, daß Dein nichtdurchdringender Äther noch viel weniger real sein kann, wie ein durchdringender Äther.

Ich meine nur, dass du nicht sagen kannst,ab welcher Verdünnung das Gas beginnt, Vacuumzu sein !

Wozu sollte das nützlich sein.

PS: Warum quotest Du imer noch so seltsam?

Gruß
Ernst
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Theorie

Beitragvon rmw » Di 8. Jun 2010, 20:36

nocheinPoet hat geschrieben:Auch kann man vektoriell addieren, oder geometrisch

Sehr freundlich dein Hinweis aber mit Vektoren habe ich im Berufsleben ausreichend zu tun. Wenn Geschwindigkeiten die gleiche Richtung haben kann man sie schließlich ganz einfach linear addieren oder subtrahieren

nocheinPoet hat geschrieben:Geschwindigkeiten addieren sich eben nahe c nicht mehr einfach linear.

Das hat bis jetzt noch niemand bewiesen, es ist im besten Fall eine hypothetische Annahme, und auch wenn ich mich wiederhole, hypothetisch ist schon zuviel gesagt. Das Pionenexperiment dass du unten erwähnst geht übrigens von einen Haufen Annahmen aus, Geschwindigkeiten wurden nirgends direkt gemessen.

nocheinPoet hat geschrieben: Was wer logisch findet ist kein Argument und sagt auch nichts über die Richtigkeit einer Aussage aus. Was ich logisch finde mag für Dich unlogisch sein.

Das kann man so nicht sagen, praktisch die ganze Wissenschaft und Technik beruht auf dem Erkennen logischer Zusammenhänge, die RT ist eine der wenigen Hypothesen die mit Logik nichts gemein hat.

nocheinPoet hat geschrieben:im Grunde hätten die den doch auch auslachen können und vom Platz schicken.

Das wäre wohl auch das Gescheitere gewesen.

nocheinPoet hat geschrieben:Es gibt keine „bewiesene“ Theorie

Es wird jedenfalls nach wie vor oft genug behauptet wie viele Beweise es für die RT gibt, es gibt aber keine.

nocheinPoet hat geschrieben:Na dann sage mir doch mal wer diese „Einigen“ sind.

In den diversen Internetforen sind schon einige zu finden.

nocheinPoet hat geschrieben: da gäbe es dann sofort ganz viel auszuprobieren, zu entdecken zu experimentieren.

Das gibts früher oder später ganz sicher, leider hält sich der schlimmste Humbug oft am längsten.

nocheinPoet hat geschrieben: Es gibt sogar zwei unterschiedliche Theorien die ein und dasselbe ganz anders beschreiben,

Das heißt dann dass die eine Theorie stimmt oder die andere oder es stimmen beide nicht. Nur beide können nicht richtig sein.

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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Hannes » Di 8. Jun 2010, 20:57

Hallo Ernst !

    Falscher Adressat. Das Zitat stammt von mir. Da ist kein Beweis erforderlich. Der Abstand der Restteilchen ist Größenordnungen größer als die Wellenlänge.

Was gibt dir das Recht, zu sagen: Da ist kein Beweis erforderlich ? Weißt du, ob nicht andere Materieteilchen die Lichtleitung besorgen ?
Irgendetwas muss die Weiterleitung von Licht übernehmen.
Sonst wäre im Vacuum und auch im Weltraum kein Licht wahrzunehmen.

    Wozu sollte das nützlich sein.
    PS: Warum quotest Du imer noch so seltsam?

Was hat dich geritten, dass du mich so abkanzelst ?
Hab ich deine Emissionstheorie auch so abgekanzelt ?
Wer hat festgelegt, wann ein Gas als Vacuum zu bezeichnen ist ?
Oder glaubst du, dass um ein Neutrino kein elektromagnetisches Feld existiert ?`
Du hast genau verstanden, dass mit meiner These deine Emissionstheorie
unnötig ist.
Aber so kenne ich dich nicht !

Hannes
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Re: Theorie

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Di 8. Jun 2010, 21:39

rmw hat geschrieben:Sehr freundlich dein Hinweis aber mit Vektoren habe ich im Berufsleben ausreichend zu tun.

Mit Geschwindigkeiten auch? Wieviele davon sind in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit?

rmw hat geschrieben:Wenn Geschwindigkeiten die gleiche Richtung haben kann man sie schließlich ganz einfach linear addieren oder subtrahieren.

Vektoren kann man immer addieren und subtrahieren. Sonst wären es keine Vektoren.

rmw hat geschrieben:Das hat bis jetzt noch niemand bewiesen, es ist im besten Fall eine hypothetische Annahme, und auch wenn ich mich wiederhole, hypothetisch ist schon zuviel gesagt. Das Pionenexperiment dass du unten erwähnst geht übrigens von einen Haufen Annahmen aus, Geschwindigkeiten wurden nirgends direkt gemessen.

Du widersprichst dir selbst. Zuerst behauptest du, das wurde noch nie gemessen und im zweiten Halbsatz schreibst du, das was gemessen wurde glaube ich (rmw) nicht. Allerdings ist das, was du glaubst bzw. nicht glaubst unwichtig.

rmw hat geschrieben:Das kann man so nicht sagen, praktisch die ganze Wissenschaft und Technik beruht auf dem Erkennen logischer Zusammenhänge, ...

Genau, auf dem Erkennen logischer Zusammenhänge. Nicht auf der Bildung einer persönlichen Meinung.
rmw hat geschrieben:... die RT ist eine der wenigen Hypothesen die mit Logik nichts gemein hat.

... mit der Meinung von rmw nicht nichts gemein hat.

rmw hat geschrieben:Es wird jedenfalls nach wie vor oft genug behauptet wie viele Beweise es für die RT gibt, es gibt aber keine.

Es gibt für die SRT mehr Evidenzen als für jede andere Theorie. Sogar mehr als für die Maxwell'sche Elektrodynamik.

rmw hat geschrieben:In den diversen Internetforen sind schon einige zu finden.

Solche wie du, die glauben, dass es keine Wellen gibt und dass die negativen Zahlen und die imaginären Zahlen nicht existieren?

rmw hat geschrieben:Das gibts früher oder später ganz sicher, leider hält sich der schlimmste Humbug oft am längsten.

Nur in den Köpfen wie deiner einer ist.
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Di 8. Jun 2010, 21:50

Harald Maurer hat geschrieben:Nein, auch nach klassischer Addition hätten sie nicht 1,2 c oder 0,8 c messen müssen, denn dass sich Wellenausbreitungen nicht zur Geschwindigkeit der Quellen addieren, ist auch klassisch selbstverständlich! Ist so beim Schall und bei jeder Art von Wellen. Richtig ist, dass diese Versuche auf der sich bewegenden Erdoberfläche durchgeführt wurden, und die Geschwindigkeiten sich zur Erdgeschwindigkeit, z.B. jene zum Sternbild Löwen mit v=371 km/s addierten bzw. subtrahierten. Die Versuche hätten also zeigen müssen, dass auch in Bezug zum Raum (CMB!) die Geschwindigkeiten der von den Pionen abgestrahlten Photonen c nicht überstiegen haben.

Welche Theorie vertrittst du? Die Erklärung bist du immer noch schuldig. Absoluter Äther und Galilei-Transformation? Wenn das so ist, hätten die Photonen bei geeigneter Richtung c+371 km/s und c-371 km/s haben müssen. Hatten sie aber nicht. Sie hatten in jeder Richtung c.

Harald Maurer hat geschrieben:- und genau das wurde natürlich noch nie bewiesen!

Latürnich. Das ist das Argumentationsniveau von Frau Lopez.
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Ernst » Mi 9. Jun 2010, 06:21

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben: Absoluter Äther und Galilei-Transformation? Wenn das so ist, hätten die Photonen bei geeigneter Richtung c+371 km/s und c-371 km/s haben müssen. Hatten sie aber nicht. Sie hatten in jeder Richtung c.

So? Eine so hohe Genauigkeit der Geschwindigkeitsmessung ist in diesem Experiment gar nicht möglich. Die Pionen wurden auf etwa 99,9% der LG gebracht. Festgestellt wurde, daß die Photonen nicht mit annähernd 2c laufen, sondern etwa mit c. Etwa bedeutet: im Rahmen der Meßgenauigkeit.

Daher ist das Ergebnis sehr wohl mit der Ätherthese kompatibel. Schließlich läuft der Schall auch nicht schneller, wenn er von einer bewegten Quelle erzeugt wird.
Wenn man so will, existiert bei Schall und auch bei Wasserwellen ebenfalls eine "relativistische Geschwindigkeitsaddition" in der Galilei-Welt.

Alle solche Experimente, wo Licht im Spiel ist, taugen also nicht zum Nachweis der Geschwindigkeitsaddition ala SRT. Die SRT behauptet diese Addition nämlich auch für beliebige bewegte Körper. Also wo ist dieses entsprechende Experiment an bewegten Körpern, welches die SRT Addition bestätigt ? Die Theorie heißt im Untertitel ja "Zur ED bewegter Körper".

Gruß
Ernst
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Harald Maurer » Mi 9. Jun 2010, 06:44

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Welche Theorie vertrittst du? Die Erklärung bist du immer noch schuldig. Absoluter Äther und Galilei-Transformation? Wenn das so ist, hätten die Photonen bei geeigneter Richtung c+371 km/s und c-371 km/s haben müssen. Hatten sie aber nicht. Sie hatten in jeder Richtung c.


Sie hatten c in Bezug zur bewegten Erdoberfläche. Hier geht es nicht um die Theorie, die ich vertrete, sondern darum, ob sich die Geschwindigkeit der Erdoberfläche zu c addiert oder subtrahiert, wenn man sich das von einem anderen Bezugssystem anschaut. Würden wir z.B. vom Mond aus einen beleuchteten Fußballplatz betrachten, würden wir ja sehen, dass das Licht sich mit der Erdoberfläche mitbewegt, der Platz bleibt trotz der Erdrotation gleichmäßig beleuchtet. Deshalb scheint sich das Licht so zu verhalten, als bekäme es die Geschwindigkeit der Erdoberfläche mit, was man mit mitgeführtem Äther oder Emanationstheorie erklären müsste. Die Frage ist, ob man dennoch vom Bezugsystem Mond aus eine Isotropie der Flutlichtausbreitung beobachten würde - obwohl sich die Flutlichtsphäre am Fußballplatz ja insgesamt mitbewegt. Diese Frage ist durch kein Experiment geklärt.
Ich vertrete eine Theorie, in welcher ähnlich wie in der LET sich die Lichtgeschwindigkeit auf das Absolutsystem bezieht. Dass das Licht mit dem Fußballplatz mitzugehen scheint, hängt mit der ständig neu erzeugten Lichtsphäre zusammen. Der Lichtschein am Platz ist ja kein einmal produziertes Phänomen, sondern wird ständig mit der entsprechenden Frequenz von den Quellen neu ausgestrahlt (THz!). Dadurch fließt die Quellengeschwindigkeit in die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts ein - und man kann den Bezug der Photonengeschwindigkeit zum Absolutsystem nicht ohneweiteres feststellen.
Zu Deinen Äußerungen bezügl. der Experimente von Navia & Augusto etc. wäre nur zu sagen, dass in beiden Fällen die angeblich nicht senkrechte Achse der Teleskope bzw. Interferometer dazu herhalten soll, unwillkommene Messergebnisse hinweg zu debattieren. Auf diese Weise kann man ohnehin jedes Experiment, ob für oder gegen die SRT, in Frage stellen.

Grüße
Harald Maurer
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