Invarianz der LG

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Do 27. Mai 2010, 22:41

Hallo Forenfreunde und-Freundinnen !

Ich möchte ALLE Diskussionspartner, die ernsthaft eine Meinung vertreten, als Freunde bezeichnen.
(auch die „ Relativisten“ )
Ich möchte euch auffordern, einmal ganz gezielt über die INVARANZ der LG zu reden.
Die Relativisten sollen bitte zuerst beschreiben, wie sie sich die Mystik
der Invarianz vorstellen und woher diese Wissenschaftsmeinung eigentlich
herkommt.Sie wird meistens mit dem Namen Einstein verbunden.Stimmt das auch ?

Die Mathematik dazu ist Grundschule. Die Formel heißt:

c (LG im Vacuum) = km pro sekunde.

Es stellt sich nämlich heraus, dass die Messungen der LG im Vacuum wirklich
immer c ergeben. Die Messungen stimmen.Nur die Logik bei bewegten
Lichtquellen oder bewegten Beobachtern (Meßstationen) stimmt nicht.
Die LG kann nicht gleichzeitig bei verschieden bewegten Meßgeräten den gleichen Wert c ergeben.

Oder doch ?

Da die Formel nur drei Parameter hat, ist es leicht, einen oder zwei Parameter
als variabel zu bezeichnen.

Die SRT hat die zwei Parameter Strecke und Zeit als variabel gewählt.
Der Grund ist, dass man die Ausbreitung der elmag Potentialänderungen a priori
als gleichbleibend angenommen hat. So wie es bei materiebehafteten Partikelstrahlen ja auch der Fall ist.

Es stellt sich aber heraus, dass die elmag. Potentialänderungen masselos und trägheitslos sind,
so wie jede andere Welle auch (Wasserwelle, Schall), wo sich nur der Impuls weiterbewegt, die weiterleitenden Teilchen aber an Ort und Stelle bleiben.

Weiters wissen wir, dass die Lichtwellen in jedem lichtleitenden Medium
verschieden schnell sind und nach Austritt aus einem Medium sofort die
Weiterleitungsgeschwindigkeit (Systemgeschwindigkeit) des nächsten Mediums annehmen .
Dieser Vorgang ist als Rückbrechung allen bekannt und unbestritten.

Ich bekaupte nun,dass die immer gleich mit c gemessene Geschwindigkeit im
Vacuum ein Ergebnis der Rückbrechung ins Vacuum hinein darstellt.

Bitte vergeßt bei der Diskussion die ethnischen und politischen Vorurteile,denn
die haben mit Physik nichts zu tun.

Mit Gruß Hannes
Hannes
 
Beiträge: 3201
Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56

Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Fr 28. Mai 2010, 11:41

Hallo Manuel !

    Man misst nun aber Licht nicht erst seit der SRT immer konstant mit c, egal wie schnell man sich nun bewegt, sondern die SRT wurde entwickelt um eben genau diese Messungen erklären zu können. Egal in welche Richtung nun auch Hubble blicken mag, das Licht kommt immer mit c an.

....oder tritt mit c in das Vacuum ein.

Zu der Zeit, die du beschreibst, herrschte die Annahme vor, dass auch in optisch dichten Medien die LG den Wert c beibehält, nur müsse es dort um mehrere Ecken laufen !!!!!
Andere haben gesagt, das Licht würde absorbiert und wieder re- emittiert.
Und noch einige solche abenteuerlichen Vorstellungen wirst du vielleicht auch kennen.
Dass es dabei seine Richtung verlieren könnte, das haben die Leute nicht beachtet.

Davon ist man ja jetzt abgekommen.

Dann haben die Menschen vor 100 Jahren geglaubt, Licht bestehe aus Korpuskeln,
also müsse es eine Masseträgheit aufweisen.

Eine Trennung zwischen masselosen Strahlen und massebehafteten Strahlen wurde
von den meisten nicht wahrgenommen oder nicht beachtet.

Den einzigen Ausweg aus dem Dilemma sah man in der Aufweichung des Längenmaßes und /oder des Zeitmaßes. Beide Maße sind nur reine Konventionen (Absprachen) zwischen den Menschen und können von Vorgängen in der Natur nicht berührt werden.

    Offenbar gibt es aber einen großen Unterschied, die Geschwindigkeit des Schalls nimmt mit der Dichte des Mediums ab, Licht ist aber im Vakuum am schnellsten.

Keine Frage ! Aber die Analogie ist doch vorhanden.

    Den Bezug zu Schallwellen könntest Du hier mal genauer beschreiben, warum sind die Masse und trägheitslos?

Die Trägermedien von Schall (Wasser)wellen sind wohl massebehaftet,sie
geben den masselosen Impuls nur weiter.

    Ohne Frage, und auch die Vorurteile gegen böse Relativisten wäre dem noch ergänzend hinzuzufügen.

Ich habe überhaupt keine Vorurteile gegen Relativisten , auch nicht gegen die Gruppe um Albert Einstein.
Nur bin ich der Meinung, dass es in der Physik keine mystischen Sachen geben darf.
Wenn man keine logische Erklärung liefern kann, soll man seine Theorie
revidieren.

Mit Gruß Hannes
Hannes
 
Beiträge: 3201
Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56

Re: Invarianz der LG

Beitragvon Gluon » Sa 29. Mai 2010, 16:13

Hallo Hannes,

Hannes hat geschrieben:Zu der Zeit, die du beschreibst, herrschte die Annahme vor, dass auch in optisch dichten Medien die LG den Wert c beibehält, nur müsse es dort um mehrere Ecken laufen !!!!!
Andere haben gesagt, das Licht würde absorbiert und wieder re- emittiert.
Und noch einige solche abenteuerlichen Vorstellungen wirst du vielleicht auch kennen.
Dass es dabei seine Richtung verlieren könnte, das haben die Leute nicht beachtet.

Davon ist man ja jetzt abgekommen.

Dann haben die Menschen vor 100 Jahren geglaubt, Licht bestehe aus Korpuskeln,
also müsse es eine Masseträgheit aufweisen.


Wie kommst du denn auf die Idee?
Vor hundert Jahren basierte die Optik schon längst auf MAxwells Theorie. Licht galt, wie heute immer noch, als ein Teil des elektromegnetischen Wellenspektrums und es war bekannt, das das Licht in Medien aufgrund der Suszeptibilität langsamer ist als im Vakuum. Dass Licht aus Korpuskeln bestehen könnte, war zu Newtons Zeit eine Annahme, die sich aber spätestens mit der Entdeckung von Interferenzphänomenen erledigt hat. Und dass Licht in Medien um Ecken läuft, war nie Lehrmeinung. Wer soll solch eine Theorie aufgestellt haben? Hast du Quellen.

Gruß,
Gluon
Gluon
 
Beiträge: 423
Registriert: Di 27. Apr 2010, 23:18

Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Sa 29. Mai 2010, 16:48

Hallo Gluon !

Dann haben die Menschen vor 100 Jahren geglaubt, Licht bestehe aus Korpuskeln,
also müsse es eine Masseträgheit aufweisen.

    Wie kommst du denn auf die Idee?
    Vor hundert Jahren basierte die Optik schon längst auf MAxwells Theorie. Licht galt, wie heute immer noch, als ein Teil des elektromegnetischen Wellenspektrums und es war bekannt, das das Licht in Medien aufgrund der Suszeptibilität langsamer ist als im Vakuum. Dass Licht aus Korpuskeln bestehen könnte, war zu Newtons Zeit eine Annahme, die sich aber spätestens mit der Entdeckung von Interferenzphänomenen erledigt hat. Und dass Licht in Medien um Ecken läuft, war nie Lehrmeinung. Wer soll solch eine Theorie aufgestellt haben? Hast du Quellen.

Das was du schreibst , kann ich voll akzeptieren.
Das war vor 100 Jahren. Aber vor 99 Jahren wurde das abgeschafft durch die SRT !
Soweit mir bekannt ist, bezeichnete Einstein die Lichtimpulse als Partikel.
Um die These der invarianten LG nicht zu gefährden erfand man
die Aussage, dass in dichten optischen Medien das Licht absorbiert und
re-emittiert wird.(oder auch, dass es von den Molekülen behindert wird)
Ob das Lehrmeinung war, kann ich auch nicht genau
sagen, es wurde jedenfalls von den Relativisten diese Meinung verbreitet.

Übrigens noch etwas : Wir haben vor einigen Tagen über das Vacuum
als lichtleitendens Medium gesprochen und du hast mir vorgerechnet,
dass da zuwenig Moleküle vorhanden seien im Verhältnis zur halben
Wellenlänge des Lichtes. Ich habe das akzeptiert.
Aber der Durchmesser der Atome und Moleküle ist gar nicht der Träger
des Lichtes, sondern das viel größere elektromagnetische Feld um die
Materieteilchen.Wie weit reicht das übrigens ?
Da ich sehe, dass du sehr gut informiert bist, könntest du mir vielleicht
darauf Antwort geben.

Mit Gruß Hannes
Hannes
 
Beiträge: 3201
Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56

Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Sa 29. Mai 2010, 17:21

Hallo Manuel !

    Also Gluon hier spielt die richtige Musik: viewtopic.php?f=6&t=295 Im übrigen halte ich Dich wirklich für einen adäquaten Gesprächspartner zu dem Thema und würde mich ernsthaft freuen, wenn Du Dich an dem Dialog beteiligen würdest.
.

Ist auch meine Meinung. Hannes
Hannes
 
Beiträge: 3201
Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56

Re: Invarianz der LG

Beitragvon Gluon » So 30. Mai 2010, 08:10

Hannes hat geschrieben:Soweit mir bekannt ist, bezeichnete Einstein die Lichtimpulse als Partikel.


Soweit mir gekannt ist, tat er das nicht. Hast du Belege?

Albert Einstein kannte sich in der zeitgenössischen Physik sehr gut aus. Insbesondere kannte er die Maxwellsche Theorie und die optischen Gesetze sehr gut. Selbstverständlich wusste er von den Welleneigenschaften des Lichtes.

Hannes hat geschrieben:Um die These der invarianten LG nicht zu gefährden erfand man
die Aussage, dass in dichten optischen Medien das Licht absorbiert und
re-emittiert wird.(oder auch, dass es von den Molekülen behindert wird)


Diese These erfanden die Vertreter der Emissionstheorie um zu erklären, warum das Licht zweier sich umkreisender Doppelsterne die selbe Laufzeit hat, obwohl es doch nach Emissionstheorie zunächst unterschiedliche Geschwindigkeiten haben müsste. Die Reemissionstheorie braucht man nicht, wenn entweder die Relativitästheorie oder irgend eine Äthertheorie richtig sind. Sie wurde auch nie soweit ausformuliert, dass sie es mit der Maxwell-Theorie aufnehmen könnte.
Was Kritiker oft verwirrt ist, dass Alwäger die Emissionstheorie erwähnt und abschätzt, dass Re-Emission in seinem Experiment keine Rolle spielen kann.

Hannes hat geschrieben:Ob das Lehrmeinung war, kann ich auch nicht genau
sagen, es wurde jedenfalls von den Relativisten diese Meinung verbreitet.


Hast du Quellen?

Hannes hat geschrieben:Aber der Durchmesser der Atome und Moleküle ist gar nicht der Träger
des Lichtes, sondern das viel größere elektromagnetische Feld um die
Materieteilchen.Wie weit reicht das übrigens ?


Atome und Moleküle sind in der Regel elektrisch neutral. Sie haben kein Feld außerhalb ihres Radius.

Gruß,
Gluon

P.S. Ich beantworte die Postings in dem Thread, in dem ich sie finde.
Gluon
 
Beiträge: 423
Registriert: Di 27. Apr 2010, 23:18

Re: Invarianz der LG

Beitragvon Sebastian Hauk » So 30. Mai 2010, 10:54

Hallo Hannes,
hallo Gluon,

Hannes hat Folgendes geschrieben:
Soweit mir bekannt ist, bezeichnete Einstein die Lichtimpulse als Partikel.


Gluon hat Folgendes geschrieben:
Soweit mir gekannt ist, tat er das nicht. Hast du Belege?


es wäre möglich, dass er mal particle geschrieben hat.

http://www.play-hookey.com/optics/light ... ticle.html

Gruß

Sebastian
Sebastian Hauk
 
Beiträge: 1134
Registriert: Do 1. Jan 2009, 13:35

Re: Invarianz der LG

Beitragvon scharo » So 30. Mai 2010, 11:52

Hallo Hannes,

um einige geschichtlichen Vorstellungen zu klären:

Angefangen bei Newton: Er meinte, Licht besteht aus massebehafteten Korpuskeln ohne irgendeine eigene Frequenz. Da er große Autorität besaß, hielt sich diese Vorstellung relativ lang an. Viele Physiker neigten jedoch zu der Wellenvorstellung, respektiv Äther als Übertragungsmedium.

Jetzt ohne nachzuschauen, wer wann genau:

Young – 1810? – entdeckte den Doppelspalteffekt. Er deutete die entstandene Interferenz als Welleninterferenz im Raum zwischen Doppelspalt und Detektor. Seit dem hat sich die Wellenvorstellung etabliert – s.a. Fresnel.

Wenn Wellen, dann muss ein Übertragungsmedium existieren, es muss ein Äther vorhanden sein.
Aus Bradley – Sternenaberration 1730? – der Äther kann nur unbewegt (absolut) sein, in dem die Erde „schwimmt“
Maxwell – 1860? – Einfache mathematische Formulierung der Induktionsgesetze mit der Annahme des Verschiebungsstromes = Äthervorstellung.
Herz – 1870? – Die vorausgesagten von Maxwell EM-Wellen werden entdeckt. Diese Wellen konnten mit den bestehenden und sich weiter entwickelten Wellentheorien exakt beschrieben werden. Da diese EM-Wellen die gleiche Geschwindigkeit wie Licht hatten, beschloss man, Licht sei EM-Welle.

Um den Maxwell-Äther aufzuspüren und nachzuweisen – Michelson, danach mit Morley – 1880? – das MM-Experiment = kein Äther.

1890? – Probleme, um das Verhalten des Lichts mit den Wellentheorien zu erklären. Besonders Emission und Absorption. Je genauer man messen könnte, desto mehr versagten die Wellentheorien. Fotoeffekt = totales Versagen.

Um 1900 – Lorentz und Poincare – absoluter Äther, Wellen, LK und ZD, um MM zu „erklären“

1900 – Planck (Wellenanhänger) – durch Interpolation von zwei bekannten Formeln (Wien, Rayleigh-Jeans) müsste „widerwillig“ den Wirkungsquant einführen. Seine Vorstellung – Stückchen, Portionen Wellen, die ein Atom (Oszillator) aufnehmen oder senden kann. Die Energie des Quants hängt von der Frequenz der Welle ab.
1905 – Einstein – Licht sei doch Korpuskeln mit Frequenz – basierend auf Planck, so wurde der Fotoeffekt erklärt (heute bereits widerlegt). Seit dem war Einstein Teilchenanhänger, sogar 1909 – klare Aussage zu Gunsten von Newton - massebehaftete Teilchen. Die Korpuskeln haben aber so was wie Flügel (unbekanntes Feldchen um sich) – je schneller sie mit den Flügelchen flattern (Frequenz), desto höhere Energie besitzen sie.

1905 – SRT – eine Äther-Wellentheorie – gleich wie Lorentz und Poincare, jedoch mit spuckhaftem Äther, der an jeder Beobachter kleben soll. Hat mit der Teilchenvorstellung nichts zu tun.

Heute – viele Hinweise, dass es sich beim Licht um Teilchenstrahlung handelt. Doppelspalt – kann nur mit Teilchen funktionieren. Licht wird eindeutig absorbiert und emittiert. Da vieles noch ungeklärt ist, es hängen auch Autoritäten damit zusammen - Wendehalsigkeit – Licht sei beides: EM-Welle in ??? und „schwingende“ Teilchen im Nichts.

Gruß
Ljudmil
scharo
 
Beiträge: 688
Registriert: So 4. Jan 2009, 09:06
Wohnort: Niederbayern

Re: Invarianz der LG

Beitragvon Kurt » So 30. Mai 2010, 14:00

scharo hat geschrieben:Heute – viele Hinweise, dass es sich beim Licht um Teilchenstrahlung handelt. Doppelspalt – kann nur mit Teilchen funktionieren. Licht wird eindeutig absorbiert und emittiert. Da vieles noch ungeklärt ist, es hängen auch Autoritäten damit zusammen - Wendehalsigkeit – Licht sei beides: EM-Welle in ??? und „schwingende“ Teilchen im Nichts.


Ljudmil, gerade der Doppelspalt erklärt Licht in seinere Reinstform.
Zeigt was Licht ist.

Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21799
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Invarianz der LG

Beitragvon Gluon » So 30. Mai 2010, 17:00

scharo hat geschrieben:Doppelspalt – kann nur mit Teilchen funktionieren.


Das musst du jetzt aber genauer erklären. Das Doppelspalt-Experiment ist DER Hinweis auf den Wellencharakter des Lichts. Die Idee, man könne ihn nur mit Teilchen erklären, höre ich zum ersten mal.

Gruß,
Gluon

P.S.: Ich habe Chief als nicht Dialogbereit wahrgenommen und werde seine Postings konsequent ignorieren. Unabhängig davon, ob sie ausnahmsweise mal Substanz enthalten.
Zuletzt geändert von Gluon am So 30. Mai 2010, 18:21, insgesamt 1-mal geändert.
Gluon
 
Beiträge: 423
Registriert: Di 27. Apr 2010, 23:18

Nächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 10 Gäste