fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Es gilt der Strahlensatz. D.h., dass wenn das Photon (der Lichtstrahl) beim Kopf vorbei kommt, die Figur ja nicht stehen bleibt, wie du es dargestellt hast, sondern sie bewegt sich mit v weiter, was zur Folge hat, dass sich das Photon (der Lichtstrahl) parallel zum bewegten Körper nach unten bewegt. Die Figur wirft also den Schatten auf ihre Füße, so als wäre die Lichtquelle bei einer unbewegten Figur senkrecht über dem Kopf. Ergo, keine Ätheraberration.
Irreführende Darstellung
Der Schatten wird ja nicht von einem einzigen Photon verursacht! Sondern da kommt ja eine Wellenfront daher. Der Schatten fällt deshalb genau so aus, wie ich dargestellt habe. Das Männchen ist ja nichts anderes als ein schräg angeleuchtetes Objekt - und wie so ein Schatten dann aussieht, kann doch jeder mit einer Lampe und einem bewegten Objekt ausprobieren. Ob sich das Objekt bewegt oder nicht, spielt gar keine Rolle.
Gar keine Frage, die Galilei-Transformation erzeugt unterschiedliche Schatten. Aber eine Transformation darf am Ereignis gar nichts ändern. Kurt hat es ganz richtig erkannt: nur wenn das Männchen sich schräg legt, wirft es keinen langen Schatten!
Ergo, Deine Widerlegung der Ätheraberration betrachte ich als gescheitert!
Zwischen den beiden Darstellungen besteht kein Unterschied. Auch mein Männchen bewegt sich, aber nur der Schatten ist maßgeblich, welcher im Augenblick der Messung existiert! Du kannst doch nicht behaupten, weil ein einziges Photon über den Kopf kommt, wirft der restliche Körper keinen Schatten mehr! Da kommt doch ein Lichtkegel vom Abstrahlpunkt, der aus unzähligen hintereinander folgenden und schräg gestellten Wellenfronten besteht. Die Wellenfront, die den Boden im Augenblick der Messung erreichen soll, käme jedenfalls nicht durch das Männchen hindurch.
Das Männchen läuft dem Licht ja nicht davon. Es ist doch wesentlich langsamer unterwegs als das Licht! Deine Darstellung stimmt nur, wenn das Männchen fast Lichtgeschwindigkeit hat...
Grüße
Harald Maurer
