Harald Maurer hat geschrieben:Nein. Die Ausrichtung der Messbasis nach dem theorieunabhängigen Zeitpunkt des Transits ermöglicht gleichzeitigen Empfang der Signale an den beiden Messstationen A und B !
Dieses prägnante Zitat bringt es auf den Punkt: Die optische theorieunabhängige Ermittlung der Jupiterkulmination in der Basismitte schliesst die Erfassung gleicher Kugelschalen (oder in guter Näherung Wellenfronten) an den Basisendpunkten der Messstrecke nicht zwangsläufig mit ein, ist also mitunter theorieabhängig. Nach der SRT sind sie es, nach der LET eben nicht.
Nein. Denn der Zeitpunkt des Jupiter-Transits wurde optisch ermittelt. Die "Sichtachse", und gemeint kann damit nur der Wellenvektor sein, bestimmt die Ausrichtung der Messbasis. Es spielt also keine Rolle, ob die Sichtachse verdreht ist oder nicht; ist sie verdreht, ist eben auch die Messbasis verdreht. (Manchmal muss ich mich wirklich wundern, wieso das so schwer verstanden wird!)
Die stationäre Ausrichtung der Messbasis ist in präziser Ost-West-Richtung (und Höhe) sowieso Grundlage dieses Experiments und liegt zum optisch bestimmten Zeitpunkt des Jupiter-Transits senkrecht zur Wellenfront (nach der SRT). Läge diese Parallelität in der LET ebenfalls vor, könnte kaum von einer ihr zugrunde gelegten Ätherdrift und sich daraus ergebender Aberrration ausgegangen werden und somit auch kein möglicher Ätherwind innerhalb der Messbasis zwischen den Endpunkten nachgewiesen werden.
Zudem ist anlässlich eines sogenannten Experimentum Crucis nicht einzusehen, weshalb auf eine zusätzliche interne Synchronisation zwecks Erhöhung der Reliabilität verzichtet werden soll, wo doch schon die externe Synchronisation mittels Jupiter-Radiosignalen auf theorieabhängige Aspekte stösst. Dies alles ändert jedoch nichts am zu erwartenden Nullresultat!
Gruss
