Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Do 6. Mai 2010, 11:40

Hallo fb557ec2107eb1d6
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Hallo Ernst,
]das Zitat stammt nicht von mir.

Entschuldigung. Hat sich da eingemogelt. Breits korrigiert.

Gruß
Ernst
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 6. Mai 2010, 11:45

scharo hat geschrieben:Hallo fb557...,

„Es ist also egal, dass der Jupiter so weit weg ist, die Wellenfront ist trotzdem nicht ganz eben.“

Ja, Deine Argumente und Überlegungen sind richtig. Setze jetzt die Werte ein, dann wirst Du selbst sehen, dass sie so winzig sind, dass sie unter allen Fehlertoleranzen liegen.
Werte sagen mehr als Tausend Formeln aus.

Wenn Fragen und Probleme bei diesem Experiment, dann liegen sie wo anders – und die haben wir ausführlich diskutiert.

Gruß
Ljudmil


Ob irgendwelche Werte klein sind oder nicht, ist egal. Das Ergebnis meiner Rechnung ist (siehe Gl. 12), dass laut Äthermodell die Laufzeitdifferenz Null ist. Da dort Variablen verwendet werden, kann das nicht auf irgendwelche Messungenauigkeiten geschoben werden. Und soweit ich die vorhandenen Informationen zum Jupiterexperiment gelesen habe, hat bisher noch niemand außer mir eine vollständige Rechnung mit dem Äthermodell durchgeführt. Zumindest wurde sie nicht präsentiert, auch vom AC nicht. Damit kann das auch noch nicht ausführlich diskutiert worden sein.
fb557ec2107eb1d6
 
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Do 6. Mai 2010, 12:33

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Zu deinem Argument oben. Die Messbasis um einen kleinen Winkel zu drehen, bringt nichts. Damit Gleichung 5 Null wird, d.h., dass dann die Signale gleichzeitig eintreffen, muss cos(alpha) Null sein, d.h., dass der Winkel 90° sein muss. Die Aberration ist sin(alpha)=1/1000, also alpha gleich 0°3'26". Eine Drehung auf nahezu 90° ist kein "kleiner" Winkel. Außerdem steht dann Jupiter nicht mehr über dem Horizont. Mal abgesehen davon, dass das nichts daran ändert, dass die Laufzeitdifferenz Null ist (siehe Gl. 12), denn die hängt vom Winkel alpha ja gar nicht ab (zumindest bei Verwendung des Äthermodells).

Da hst Du mich mißverstanden. Nicht Dein Winkel alpha muß verändert werden, sondern die Meßbasis muß in Deinem Punkt M um einen kleinen Winkel gedreht werden, so daß die Meßbasis dann nicht mehr tangential zur gezeichneten kreisförmigen Wellenfront liegt. Damit wird die Aberrartion so kompensiert, daß die Sichtachse senkrecht zur Meßbasis steht und außerdem die Signale bei A und B gleichzeitig eintreffen.
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon scharo » Do 6. Mai 2010, 16:10

Lieber Ernst,

“Das ergibt für den Zeitpunkt t=0
t'(t=0) = 1,666*(-0,8*3) = - 4s
... Die Uhr in S' bei x (in S) ist also von der Anfangseinstellung - 4s auf - 0,6667s gelaufen. Also in Vorwärtsrichtung. Keine negative Zeit.“

Irgendwie verlierst Du den Faden. Keiner redet von zurücklaufenden Uhren, sondern, dass bei t = 0 beide Uhren vor Ort, d.h. nebeneinander, auf 0 gestellt wurden.
Nun, zeigt dann die eine Uhr 0, die andere vor Ort aber –4s? Oder doch beide 0s?
Minus vor der Zeitanzeige bedeutet negative Zeit.

Liebe Grüße
Ljudmil
Zuletzt geändert von scharo am Do 6. Mai 2010, 16:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon scharo » Do 6. Mai 2010, 16:13

Hallo fb557...,

„Ob irgendwelche Werte klein sind oder nicht, ist egal. Das Ergebnis meiner Rechnung ist (siehe Gl. 12), dass laut Äthermodell die Laufzeitdifferenz Null ist.“

Sorry, habe die Formeln und Dein Ergebnis nicht mal angeschaut.
Dann müssen Deine Berechnungen wohl falsch sein – suche bitte aber selbst, wo Du was verbockt hast.
Ich stelle Dir nur die einfachste, so über Daumen Berechnung:
Der Abstand zwischen Erreichen M und Erreichen A und bei unbewegter im Äther Strecke beträgt ganze 0,035mm. Wenn ich jetzt die v dazu rechne, werde ich so um 0,036mm bekommen. Und wenn ich die Differenz zwischen A und B berechne, die eigentlich die wichtigste wäre, werden vielleicht höchstens 0,005mm kommen.
Das Experiment ist aber aussagekräftig, wenn die Differenz zwischen A und B sogar 2-3 METER wäre.

Die Berechnung: r = Abstand Jupiter / Erde = ca. 700Mio km; s = ½ Messstrecke = 7km;
a = Abstand (Differenz) Wellenfront zwischen Erreichen Mitte bis Erreichen A.
Nach Pythagoras:
r + a = sqrt(r² + s²)
a = sqrt(r² + s²) – r = 0,035mm

Reicht das?

Gruß
Ljudmil
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Do 6. Mai 2010, 16:40

Lieber Ljufdmil,
scharo hat geschrieben:
“Das ergibt für den Zeitpunkt t=0
t'(t=0) = 1,666*(-0,8*3) = - 4s
... Die Uhr in S' bei x (in S) ist also von der Anfangseinstellung - 4s auf - 0,6667s gelaufen. Also in Vorwärtsrichtung. Keine negative Zeit.“

Irgendwie verlierst Du den Faden. Keiner redet von zurücklaufenden Uhren, sondern, dass bei t = 0 beide Uhren vor Ort, d.h. nebeneinander, auf 0 gestellt wurden.
Nun, zeigt dann die eine Uhr 0, die andere vor Ort aber –4s? Oder doch beide 0s?
Minus vor der Zeitanzeige bedeutet negative Zeit.

Nein, den Faden habe ich nicht verloren. Ich hatte die Anfangsfrage an Tria gestellt, weil ich durch die negative Zeit die Kausalität verletzt sah. Das war mehr so spontan. Daß ich das bald danach selbst mit der RDG erklärt habe und damit der Kausalität wieder zu ihrem Recht verholfen habe, ersiehst Du aus meinen Folgeposts. Negative Zeit bedeutet lediglich, daß die Uhr im Vergleich zu einer Vergleichsuhr nachgeht. Aber keine Uhr läuft rückwärts. Daß sie in der SRT dennoch die "richtige" Zeit anzeigt, ist das Wunder dieser Theorie. ;)

Liebe Grüße
Ernst
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Trigemina » Do 6. Mai 2010, 18:30

scharo hat geschrieben:Bei Einstein steht mehr als deutlich, a = phi(v), phi(v) = 1


In den Erläuterungen zur ZEDBK steht:

Einstein führt eine neue Funktion ein, die mit der auf Seite 899 genannten Funktion φ(v) = a nicht identisch ist. Vielmehr ist:
φ(v) = a / sqrt(1-(v/V)²)


Didaktisch wenig geschickt, jedoch sicher nicht als Mogelei zu bezeichnen, einem Bezeichner für ein anderes Koordinatensystem eine andere Bedeutung zu geben.


Übrigens hast du in deiner Pi-mal-Daumen-Abschätzung zur Kugelwelle auf die Messbasis einen Fehler mit Faktor 1000 drin.

Du solltest konsequent Meter nehmen oder Kilometer, nicht beides zusammen. Dann kommen etwa 3.7mm raus.

Gruss
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon scharo » Do 6. Mai 2010, 18:51

Lieber Ernst,

„Nein, den Faden habe ich nicht verloren.“

Doch, doch.

„Das war mehr so spontan. Daß ich das bald danach selbst mit der RDG erklärt habe und damit der Kausalität wieder zu ihrem Recht verholfen habe“

Nein, das hast Du nicht – die Frage war anders und die Lösung sieht ganz anders.

„Negative Zeit bedeutet lediglich, daß die Uhr im Vergleich zu einer Vergleichsuhr nachgeht.“

Nein, eine nachgehende Uhr zeigt doch nicht ein Minus vor der Anzeige. Negative Zeit bedeutet, eine Uhr hat die 0-Zeitpunkt noch nicht erreicht. Für Spassvogel – die Uhr ist zurückgelaufen und hat die 0 unterschritten.

„Aber keine Uhr läuft rückwärts.“

Das behauptet auch niemand, ist nur eine Frage. Die Frage war nur nach der Zeit – woher kommt diese negative Zeit – ist die Uhr zurückgelaufen, wenn sie vor 2s auf 0 gestellt wurde, oder was.

Deine ursprünglichen Fragen waren schon berechtigt und richtig, bleib dabei, wenn Du auch die Frage richtig beantworten kannst – so mit der RdG klappt es aber nicht. Lass bitte die Relativisten zappeln! ;)


Liebe Grüße
Ljudmil
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon scharo » Do 6. Mai 2010, 19:01

Hallo Trigemine,

„Übrigens hast du in deiner Pi-mal-Daumen-Abschätzung zur Kugelwelle auf die Messbasis einen Fehler mit Faktor 1000 drin.“

Möglich, :oops: vermute sogar woher – beim Zählen der Nullen.
Aber nicht mit 1000 sondern nur mit 100. Das Ergebnis von 3,7mm, bzw. relevante 0,5mm ist aber aussagekräftig genug, oder?

Rest später.

Gruß
Ljudmil
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Do 6. Mai 2010, 19:05

Lieber Ljudmil,
scharo hat geschrieben:Dann müssen Deine Berechnungen wohl falsch sein

Seine Rechnung ist mathematisch schon richtig. Nur fehlt die Folgerung, welche ich oben bereits erwähnte. Der Effekt wird kompensiert durch die Ausrichtung der Meßbasis senkrecht zur Sichtachse.
Zur Größe des Effektes:
Der Abberationswinkel bezüglich der Senkrechten ist
tan β = 300/300000 = 1/1000
β = 0,057 grad
Die Winkelgeschwindigkeit der Erde ist
ω = 360 grad /24 h = 0,004 grad/s
Die Zeit der Erdrotation von der schrägen (Aberrationswinkel) in die senkrechte Sichtachse ist dann
β / ω = 0,057 / 0,004 = 14,25 s

Das wäre wohl mehr als das zulässige Zeitfenster.
Aber wie gesagt, durch Ausrichten der Meßbasis senkrecht zur Sichtachse wird dieser Effekt kompensiert.

Liebe Grüße
Ernst
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