Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Trigemina » Do 29. Apr 2010, 23:24

scharo hat geschrieben:In Verbindung mit der negativer Zeit nennt man das Unsinn, oder, wenn Dir lieber ist, Unwissen.
Wenn der Starpunkt verschoben ist, ändert sich die LT entsprechend so:
x´= [(x +/- x0) – v*(t +/- t0)]*y


Und was soll das jetzt mit dieser ach so ominösen negativen Zeit t’ zu tun haben, die sich je nach Verschiebung der Nullpunkte für ein Ereignis in S ins dazu transformierte Koordinatensystem S’ ergeben kann?

Weshalb schreibst du nicht die für die Zeit t’ relevante Transformationsgleichung

t’=gamma*((t±t0)-v*(x±x0)/c^2)

hin? Damit lässt sich die Verschiebung des Koordinatensystems formal definieren – oder wenn der ursprüngliche Koordinatenursprung nicht von Interesse ist einfach mit

t’=gamma*(t-v*x/c^2)

darstellen, da sich die Nullpunkte eines Koordinatensystems beliebig festsetzen lassen.

Gruss
Trigemina
 
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Fr 30. Apr 2010, 10:19

Hallo Ernst,

Ernst hat geschrieben:Auf den abwegigen Gedanken, daß es sich nicht um die Differenz zweier Einwegmessungen handelt, ist noch niemand gekommen.


Ich habe auch nicht behauptet, dass es sich nicht um Einwegmessungen handelt. Im Gegenteil, es wurde mit dem Jupiterexperiment der Versuch unternommen, Einwegmessungen vorzunehmen. Das sehe ich auch so. Zumindest so, wie das in diesem Kontext verstanden wird: nämlich als Messung, die keine Zweigmessung, also eine Messung eines hin- und rücklaufenden Lichtstrahls ist. Ich habe geschrieben, dass beim Jupiterexperiment mittels geschlossener Lichtpfade gemessen wurde und habe das mit einem Bild erläutert. Außerdem habe ich mit dem Verweis auf entsprechende Referenzen darauf hingewiesen, dass durch Messungen mit geschlossenen Lichtpfaden Effekte 1. Ordnung nicht nachweisbar sind. Deine und Haralds Behauptung, dass der Weg der Radiosignale vom Jupiter zu den Messstationen keine Rolle spielt, halte ich für falsch. Schließlich ist die dadurch erwartete Gleichzeitigkeit durch die "gleichzeitige" Erzeugung der beiden Radiosignale beim Jupiter, die die beiden Messstationen empfangen,´die wesentliche Grundlage des Experiments. Und natürlich ist davon auszugehen, dass die Radiosignale auf ihrem Weg der 691 Mio. km vom Jupiter bis zur Erde ebenso wie die Radiosignale zwischen den 10km (14km?) zwischen den Messstationen den Effekten eines hypothetischen Äthers unterliegen.

Dass ich der Einzige sei, der bislang auf diesen Umstand hingewiesen hat (nämlich dass sich mit einem solchen Experiment evt. gar kein Äthereffekt messen lässt) stimmt jedenfalls nicht:

Norbert Feist, am 14.2.2009 hat geschrieben:Das Jupiterexperiment erlaubt keine Unterscheidung zwischen SRT und LET. Beim Transit
ergäben sich auf den Oszilloskopen von A und B identische Signalabstände, die, wenn man
sie als reine Laufzeiten zwischen den Stationen A und B ansähe, rechnerisch c ergäben. Genau
besehen werden als Ursache die aus c+v und c-v resultierenden Laufzeitunterschiede
durch den Phasenunterschied der schräg einfallenden Jupiterwelle exakt kompensiert. (Dies
führt übrigens auch bei der Beobachtung mittels Fernrohr zu gleichzeitiger Ankunft identischer
Phasen in der Linsenmitte mit der Bilderzeugung in der Linsenmitte durch Interferenz).


Dr. Wolfgang Engelhardt, am 25.2.2009 hat geschrieben:Man kann sich leicht
überlegen, dass in umgekehrter Richtung analoge Betrachtungen gelten, so dass man zu Herrn
Feists Schluss kommt: Allein durch Messung der Laufzeiten zum Transitzeitpunkt kann man
nicht entscheiden, ob die SRT gilt, oder ob eine Äthertheorie zur Anwendung kommen muss.

Um hier weiterzukommen, müsste man die Phasenlage an den Messstationen zur Zeit des
Transits bestimmen, damit man feststellen kann, ob der Fall Abb. 3a) oder 3b) vorliegt. Dazu
bräuchte man Zeittaktgeber in A und B, die auf wenige Nanosekunden übereinstimmen. Diese
stehen jedoch nicht zur Verfügung, denn es war ja gerade die Idee des Jupiterexperiments,
unter Zuhilfenahme einer ebenen Wellenfront „Gleichzeitigkeit“ an verschiedenen Orten
herzustellen, die nach Hatch weder durch Uhrentransport noch durch den Austausch von
Lichtsignalen erreichbar ist. Solange man aber die Lage der Wellenfront nicht sicher angeben
kann, sondern auf Modellvorstellungen angewiesen ist, kann die angestrebte Gleichzeitigkeit
nicht realisiert werden. Die Tatsache, dass ca. 16 s vergehen, bis sich die Messbasis um den
Winkel v/c gedreht hat, ist leider irrelevant, wenn es um die Synchronizität der Zeittaktgeber
geht, die auf ca. 5 ns gegeben sein sollte. Sie wird nach Hatch durch Uhrentransport von A
nach B bereits um 50 ns gestört. Mein früheres Zugeständnis, der Zeitpunkt der Gleichheit der
Phasenlage wäre nachträglich auch aus den direkten Messsignalen zu ermitteln, ist nicht
haltbar. Ich muss zugeben, dass ich an dieser Stelle einen blinden Fleck hatte, unter dem sich
das Aberrationsphänomen versteckt hielt.
fb557ec2107eb1d6
 
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Fr 30. Apr 2010, 13:04

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Außerdem habe ich mit dem Verweis auf entsprechende Referenzen darauf hingewiesen, dass durch Messungen mit geschlossenen Lichtpfaden Effekte 1. Ordnung nicht nachweisbar sind.

Und das ist für das verwendete Versuchsprinzip nicht richtig. Es werde klar Effekte erster Ordnung gemessen. Sieh Dir die entsprechneden Formeln an, die hier von Harald, uns und auch von den AC_Teilnehmern verwendet wurden.

Deine angeführten Zitate sprechen auch nicht gegen den Effekt 1.er Ordnung, sondern tangieren die bereits erwähnten Randbedingungen (Zeitpunkt des Transits).

Bei Interesse empfehle ich Dir, die hier erfolgte ausgiebige Diskussion dazu nachzulesen. Sie erfolgte mitunter recht kontrovers. Dein Argument bezüglich der 1.en Ordnung kommt da nicht vor. Weil es falsch ist.

Gruß
Ernst
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Fr 30. Apr 2010, 13:06

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Deine und Haralds Behauptung, dass der Weg der Radiosignale vom Jupiter zu den Messstationen keine Rolle spielt, halte ich für falsch.


Falsch sind die Beurteilungen der Situation durch Feist und Engelhardt, die beide die Strecken vom Jupiter zu den Stationen einbeziehen, was natürlich verfehlt wäre, weil Aberration auftreten könnte. Es wird aber wohl kein Zweifel daran bestehen, dass in ein und derselben Wellenfront einer vom Jupiter ausgehenden Kugelwelle identische Signale vorliegen. Diese Wellenfront könnte zwar - falls Aberration - etwas gekippt sein, das spielt aber keine Rolle, weil sich die Messbasis automatisch parallel zur Wellenfront ausrichtet, wenn man sich nach dem optischen Transit des Jupter orientiert - und die Sichtbarkeit des Jupiter ist genau hinter dem Wellenvektor, welcher wiederum immer senkrecht auf der Wellenfront steht (weil c=const im Äther). Eine allfällige Ätherwirkung ist daher nebensächlich, weil die Parallelität zur Wellenfront mit dieser Methode leicht zu finden ist. Wenn der Jupiter optisch durch den Transit geht (Kulmination) ist es völlig unbedeutend, ob er sich tatsächlich woanders befindet (Aberration) oder tatsächlich dort steht, wo der Wellenvektor hin führt. Die Einrichtung der Messbasis anhand des Wellenvektors (also nach dem optischen Durchgang des Jupiter durch den Südmeridian - und so sind auch die astronomischen Daten ermittelt) führt immer zur Parallelität zur Wellenfront. Geht nicht anders.

Ich muss mich immer wieder darüber wundern, dass sich sogar Fachleute so schwer tun, diesen einfachen Sachverhalt zu verstehen!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 30. Apr 2010, 16:52

Hallo Harald Maurer,

Ich muss mich immer wieder darüber wundern, dass sich sogar Fachleute so schwer tun, diesen einfachen Sachverhalt zu verstehen!


bei mir brauchst Du Dich nicht zu wundern. Bin ja kein Fachmann. Gehe also auch davon aus, dass die Lichtsignale auf dem Weg vom Jupiter zur Erde, dann dem gleichen Äthereinfluss ausgesetzt sind, wie das Licht auf der Erde.

Gruß

Sebastian
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Fr 30. Apr 2010, 17:27

Sebastian Hauk hat geschrieben:Gehe also auch davon aus, dass die Lichtsignale auf dem Weg vom Jupiter zur Erde, dann dem gleichen Äthereinfluss ausgesetzt sind, wie das Licht auf der Erde.

So ist es ja auch. Das spielt aber keine Rolle. Jupiter hat die für die Messung relevante Bewegung ja auch -nämlich die 371 km/s Richtung Löwe. Es könnte also sein, dass wegen des Äthers die auf der Erde eintreffende Kugelwelle von einem Punkt kommt, wo Jupiter vor 20 Minuten war. Dann trifft die Wellenfront etwas schräg ein ... Aber der Wellenvektor steht auch auf dieser Wellenfront senkrecht und der Jupiter wird genau dahinter gesehen (auch wenn er nicht mehr dort sein sollte). Die Messbasis wird aufgrund der Orientierung zum sichtbaren (!) Jupiter zwar ebenfalls etwas schräg - aber deshalb genau so, dass sie auf jeden Fall parallel zur Wellenfront liegt. Der Einfluss des Mediums bleibt auf diese Weise wirkungslos, denn wir entnahmen ja die Signale erst aus der Wellenfront.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Sa 1. Mai 2010, 12:34

Harald Maurer hat geschrieben: Aber der Wellenvektor steht auch auf dieser Wellenfront senkrecht

Die Wellenfront verläuft stets senkrecht zur Sichtachse.
Das ist so banal, daß auch mich die Zweifel daran immer wieder verwundern.

Gruß
Ernst
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 1. Mai 2010, 13:41

Hallo Harald Maurer,

am Jupiter startet also eine sehr sehr viele Kilomter lange Wellenfront, die genau waagerecht in Bezug auf die Messstation ausgerichtet ist.

Ist das jetzt so?

Gruß

Sebastian
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Sa 1. Mai 2010, 13:48

Sebastian Hauk hat geschrieben: am Jupiter startet also eine sehr sehr viele Kilomter lange Wellenfront, die genau waagerecht in Bezug auf die Messstation ausgerichtet ist.
Ist das jetzt so?

Nein.
.
.
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon scharo » Sa 1. Mai 2010, 13:55

Halo contravariant,

Du verstehst es immer noch nicht. Schau hier ein einfaches Beispiel:

A(Fläche eines Kreises) = pi*a(r), a(r) = phi(r)*r²
V(Volume einer Kugel) = 4/3 pi*a(r)
von oben a(r) = phi(r)*r²
dann V = 4/3 pi*phi(r)*r²
phi(r) = 1
oder V = 4/3 pi*r² ???
Siehst Du jetzt den Fehler???

Ein Lichtstrahl entlang y, z dieser Konstellation breitet sich nach anderer Gesetzmäßigkeit, als entlang von x. Man kann nicht die Funktion, die für y und z gilt, in x einsetzen. Man übersieht seine Mogelei dadurch, dass er sagt, a sei phi(v) und wenn später diese fragwürdige Funktion sowieso auf 1 gesetzt wird, kümmert sich auch keiner für a.
Was ist a – wo ist die Begründung, wenn a nicht gleich phi(v) und gleich 1???

Also, Eure Erfindung a = phi(v)/beta in der Gleichung für xi einzusetzen, ist absoluter Schmarrn. :lol:

Gruß
Ljudmil
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