Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 25. Apr 2010, 20:03

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Alles zu seiner Zeit, contravariant, alles zu seiner Zeit... :)

Kleiner Tipp am Rande. Gegenüber Juristen würde ich mich mit dem Verschwörungstheoretisieren und Beleidigen etwas mehr zurückhalten. Die wissen nämlich, wie man sich juristisch zur Wehr setzt.


Na ja, bist jetzt hat sich ja keiner juristisch zur Wehr gesetzt, wobei ich mit meiner Forderung nach Einführung der Lehre der Kritik der SRT in den Unis die demokratische Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland, den Weltfriede und den interplanetaren Friede gefährde, habe ich mir ja von Euch erzählen lassen... :lol:

Jocelyne Lopez
Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am So 25. Apr 2010, 20:30, insgesamt 1-mal geändert.
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 25. Apr 2010, 20:22

Sebastian Hauk hat geschrieben:Hallo,

Ich werde derweil schonmal das Popcorn vorbereiten.


das mit dem Popcorn kenne ich eigentlich nur von dem M_Hammer_Kruse. Und der wollte hier eigentlich nicht mehr schreiben. Aber er ist ja Relativist und da könnte es sein, dass er es dann doch tut.


Na ja, der Hammer-Kruse hat sich lange unter seinem Klarnamen nicht mehr getraut, mich außerhalb des Lagers der Meute Alpha Centauri anzugreifen. Juristisch hat er wohl als notorischer Stalker seit ein paar Jahren eine Vorbelastung:
Michael Hammer-Kruse: Ein Fall vom Straftatbestand gemäß Anti-Stalking-Gesetz?
Einen Brief von seinem Rechtsanwalt vor ein paar Jahren an Herrn Friebe und an mich wegen Holocaust-Tralala haben wir in den Papierkorb gelegt, wo er hingehörte und nie wieder etwas davon gehört. 8-)

Ich traue aber alle Mitglieder der Meute und Sympathisante von Alpha Centauri Angriffe unter verschiedenen Nicknamen, in verschiedenen Foren, auch wo ich mich nicht aufhalte. Nur den Ralf Kannenberg traue ich so etwa nicht zu, ich bin der Meinung, er würde nie jemanden unter einem Pseudonym angreifen, das ist irgendwie nicht seine Art. Aber alle Andere tun es ohne zu zögern, am laufenden Band, das traue ich all den Typen zu. Da ich seit Jahren bei Alpha Centauri nicht lese (und auch technisch nicht lesen kann), weiß ich aber nicht, wer mich dort noch persönlich angreift und um welche Art von Angriffen es sich handelt.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon contravariant » So 25. Apr 2010, 22:11

Chief hat geschrieben:Nein, das kannst du nicht. Du hast jetzt drei BS und 2 BS bewegen sich mit v und -v in entgegengesetzte Richtungen relativ zum ruhenden BS.

Nein, das habe ich so nicht geschrieben. Also nochmal gaaanz langsam für dich. Erstmal kann ich soviele BS definieren, wie ich das möchte unabhängig davon, ob die auch nützlich sind. Also ich habe ein BS, nennen wir es S. Dann definieren ich ein zweites BS S', sodass die x-Achse und die x'-Achse parallel sind und sich S' in S mit v entlang der x-Achse bewegt. Nun definiere ich ein drittes BS (sollte ja kein Problem sein, das kannst du ja sogar noch mit einer Hand abzählen) S'' und zwar so, dass die x'-Achse und die x''-Achse parallel sind und sich S'' mit -v in S' bewegt. Wie sich jetzt S'' in S bewegt, kannst du dir selber überlegen.

Zum Thema hin- und rücktransformieren. Das kann man sich auch anhand der Trafogl. überlegen. Also die Hintrafo ist:
tau = beta(v)*(t - v/c^2*x)
xi = beta(v)*(x - v*t)
Um jetzt wieder zurück zutransformieren, muss man t und x durch tau und xi ausdrücken. Man stellt die Gleichungen also um, und dann bekommt man:
tau = beta(v)*(t - v/c^2*x) => t = 1/beta(v)*tau + v/c^2*x
xi = beta(v)*(x - v*t) => x = 1/beta(v)*xi - v*t, oben eingesetzt:
t = 1/beta(v)*tau + v/^c^2*beta(v)*xi - v^2/c^2*t
=> (1+ v^2/c^2)*t = 1/beta(v)*tau + v/^c^2*beta(v)*xi
=> 1/beta(v)^2*t = 1/beta(v)*tau + v/^c^2*beta(v)*xi
=> t = beta(v)*(tau + v/c^2*xi)
und analog x = beta(v)*(xi + v*tau)
Da sieht man dann auch schön, wieso man mit -v transformieren muss.
contravariant
 
Beiträge: 3029
Registriert: Sa 14. Feb 2009, 20:16

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Mo 26. Apr 2010, 06:39

Trigemina hat geschrieben:Im System S gibt es wegen der Einmaligkeit des Ereignisses keine fortlaufende Weltlinie in der Raumzeit. Es findet in S auch keine Bewegung statt, sondern ein punktuelles Ereignis an einem beliebigen Ort zur beliebigen Zeit. Der Ort x=3Ls fällt mit der Zeit t=2s zusammen und bildet mit seinem Koordinatenursprung den raumzeitlichen Abstand.

Das ist doch purer Formalismus.
Natürlich bewegt sich nichts in S und auch nicht in S'. Aber S und S' bewegen sich gegeneinander, und zwar mit v. Und aus beider Sicht bewegen sie sich in gegensinniger Richtung zueinander. Das drücken die Transformationsformeln mathematisch aus.
x'= ϒ (x - v*t)
x= ϒ (x' + v*t')
Der Geltungsbereich dieser Transformation ist folglich auf gleichsinnige t,t' begrenzt, als entweder beide positiv oder beide negativ.
Andere Lösungen sind imaginär.

Daß solche Lösungen überhaupt entstehen können, liegt an der willkürlichen und nicht gerechtfertigten Einführung von t` in die Transformationsgleichung.

Gruß
Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Mo 26. Apr 2010, 08:20

nocheinPoet hat geschrieben:Nun das sehen aber einige doch anders, ich denke mal Du meinst, bisher konnte keiner etwas in der Natur zeigen, das diese Annahme verifiziert und Du das anerkennst. Wobei wir da eh wieder bei der Sache sind, Theorien können nur widerlegt werden, Popper eben.


Das kann schon sein, dass einige das anders sehen. Es ist normal, wenn Menschen Theorien unterschiedlich bewerten. Manche glauben zum Beispiel an den Urknall und einige sehen auch das anders, man könnte auch an das Spaghetti-Monster ( http://www.das-fsm.de/glaube.htm ) glauben - denn bislang ist es noch keinem gelungen, die Theorie vom Spaghetti-Monster zu widerlegen. Popper meinte, damit eine Theorie überhaupt eine Theorie ist, muss sie falsifizierbar sein. Das ist genaugenommen die SRT nicht, weil das tatsächliche Verhalten des Lichts gar keine Rolle spielt. Die SRT ist demnach nicht mal eine Theorie.

nocheinPoet hat geschrieben:Nun in der LET gibt es doch aber eine reale Verkürzung der Objekte wenn diese sich bewegen. Sonst klappt das ja nicht mit dem MM. Ich verstehe Dich dann also so richtig, das Du sagst, es gäbe eine reale Verkürzung, also genau das, was Frau Lopez in der SRT als „Schwachsinn“ und so was bezeichnet?


Was Frau Lopez wie bezeichnet, ist mir egal. Von Verkürzung war ja keine Rede, sondern vom Postulat und von der ZD. Verkürzungen wurden ohnehin noch nie gemessen oder nachgewiesen. Wer ständig im Brustton der Überzeugung den MM-Versuch aufs Tapet bringt, sollte sich mal mit den Fehlern in diesem Versuch auseinandersetzen (bewegte Spiegel reflektieren anders, Energierelaxationszeiten blieben unberücksichtigt etc.) oder über die Aussage von Michelson selbst nachdenken, der meinte, man könne eine anisotrope Lichtausbreitung nur mit mechanischer Synchronisation nachweisen. Der MM-Versuch wird haushoch überschätzt. Meine Links auf Arbeiten, die das Nullresultat ohne SRT und LET erklären, bleiben regelmäßig unbeantwortet und unreflektiert. Lustigerweise argumentiert jede Theorie mit dem MM. Aber der sagt gar nichts aus.

nocheinPoet hat geschrieben:Mach doch bitte dazu mal ein Beispiel mit Schallwellen, mir ist nicht wirklich 100% klar, was Du genau meinst.


Dazu braucht man keine Schallwellen. Ich versuche das (für stille Mitleser) möglichst einfach zu erklären.
Synchronisiere doch mal zwei Uhren mit der Poincare-Methode, die Einstein prinzipiell übernommen hat und setze c=const einfach voraus, obwohl sich das BS im Äther sagen wir mal mit 300 km/s bewegt. Zwei Uhren im Abstand von 600 000 km sollen von der genauen Mitte aus mit jeweils einem Lichtsignal synchronisiert werden, wobei c=const angenommen wird; das Licht sollte dadurch jede Uhr nach 1 Sekunde erreichen.
Das ist natürlich dann nicht der Fall, wenn sich c=const auf den Äther bezieht und die Uhren werden daher nicht synchron ausfallen. Ein Signal wird von der Mitte zu einer Uhr übermittelt, diese Uhr weicht aber von der mittleren Uhr nun nicht um eine Sekunde, sondern um 300 000/300 300= 0,999 s von der Mitte ab, die andere Uhr hat hingegen eine Abweichung von 300 000/299700 = 1,001 s. Wenn nun c=const angenommen wird, glaubt man, die Uhren laufen synchron - tatsächlich besteht zwischen ihnen nun eine Differenz von 0,002 Sekunden. Messen wir nun mit diesen Uhren die Lichtgeschwindigkeit, die in die eine Richtung 300300 km/s und in die andere Richtung 299700 km/s beträgt (c+/-v!), so misst man dennoch "c" in jeder Richtung. In die eine Richtung braucht das Licht 600 000/300 300 = 1,998 s, aber die Uhren haben zueinander eine Abweichung von 0,002 s, das Ergebnis ist daher 1,998 + 0,002 = 2 s, in die andere Richtung hat das Licht 600 000/299700= 2,002 s; wieder korrigiert sich der Fehler durch die Asynchronizität der Uhren auf 2,002 - 0,002 = 2 Sekunden. Man wird also c=const annehmen, weil 600 000 / 2 = 300 000 km/s sind. Das heißt, man kann Licht nicht mit Uhren messen, die man mit Licht synchronisiert. Einstein tut dies aber mit seiner Synchronvorschrift und definiert so seine Gleichzeitigkeit, die aber - wie soeben gezeigt - nur dann gleichzeitig ist, wenn das BS im Äther ruht. Es spielt aber keine Rolle, wenn es sich bewegt, denn auch dann ergibt die Messung nach Vorschrift immer "c"! Das Postulat von der invarianten LG betrifft daher eine Messkonstanz, und nicht ein tatsächliches Verhalten des Lichts. Dieses kann man nur messen, wenn man eine absolute Gleichzeitigkeit einsetzt. Michelson und andere Forscher meinten, diese absolute Synchronisation sei nur mechanisch möglich. Das ist in mehrfacher Hinsicht falsch. Im Jupiter Experiment haben wir die gleichzeitige Sendung von Signalen mit der Entnahme identischer Peaks aus derselben Ebene einer Wellenfront erzielt, nur auf diese Weise lässt sich feststellen, ob sich c=const auf jedes beliebige IS oder den Absolutraum ("Äther") bezieht. Das berührt die SRT aber deshalb gar nicht, weil sie ja - vorausgesetzt man misst nach Vorschrift! - unabhängig davon funktioniert, worauf sich c=const tatsächlich bezieht. Einstein wollte ja den Äther ausschließen. Erst das ZP hat gezeigt, dass seine Methode zu Widersprüchen führt. Denn eine Differenz bei als gleichberechtigt anzunehmenden Uhren zeigt, dass eine Uhr tatsächlich gegenüber einer ruhenden die bewegte war - und damit ist das Relativitätsprinzip natürlich gestorben.

nocheinPoet hat geschrieben:Nun es gibt ja einige Postulate in der Physik, so wir Du das schreibst, klingt es als wäre das für Dich was Verwerfliches. Und es gibt ganz viele Theorien und Aussagen, die nicht so verifiziert sind, findest Du die auch alle falsch?


Ob andere Postulate oder Theorien richtig oder falsch seien, hat keinen Einfluss auf die Bewertung der SRT. Vieles wird richtig und vieles wird falsch sein. Wenn ich andere Theorien auch für falsch hielte, wird deshalb die SRT nicht richtig. Nicht die Postulate der SRT sind verwerflich, sondern die Art und Weise des Umgangs mit diesen, indem man das Produkt daraus als unumstößliche Wahrheit anpreist. Und das ist die SRT eben nicht. Und wahrscheinlich gilt das auch für jede andere Theorie - denn die Wissenschaft arbeitet doch nur mit Gleichnissen... Es kann der SRT auch nicht hilfreich sein, wenn die relativistischen Effekte der LET noch schwerer zu verdauen sind - zumindest was die LK betrifft. Wahrscheinlich ist auch das falsch. Wir leben in der Steinzeit von morgen - und eines Tages wird sich eine neue Theorie herauskristallisieren, deren Erklärungsspektrum breiter und annehmbarer ist. Auch die LET ist nicht das Gelbe vom Ei - aber hier geht es um die SRT und die Frage, ob sie "richtig" ist. Marquardt/Galezki brachten es auf den Punkt, wenn sie meinten, die SRT sei nicht mal falsch. Sie hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun - und Einstein selbst hat das übrigens auch von der ART behauptet.

nocheinPoet hat geschrieben:Wenn das alles so einfach zu begreifen ist, warum erklärst Du dann hier vielen Deiner User diese Dinge immer wieder? Und warum gibt es dann diese endlosen Diskussion um diese einfachen Dinge?


Viele Kritiker verstehen die SRT nicht und halten sie für falsch, ohne zu wissen warum (im Gegenzug wissen viele Relativisten nicht, wieso sie sie für richtig halten, weil sie das auch nur glauben). Das führt auf beiden Seiten zu schauerlichen Fehlinterpretationen und ebnet einem pseudowissenschaftlichen Einstein-Kult den Weg, in welchem jede bedeutsame Entdeckung dem Genie zugeschrieben wird (Laser, GPS, Digitalkamera ... ich habe sogar Artikel gelesen, in welchen behauptet wurde, ohne Einsteins Molekular-Erkentnisse hätte man Viagra nicht entwickeln können ...etc.) Da mir das missfällt, versuche ich darzustellen, dass die SRT eigentlich einfach zu verstehen (und zu durchschauen!) ist - kann aber nichts dafür, wenn Kritiker nicht verstehen WOLLEN! Jedenfalls erkläre ich die Theorie jedem gerne, um Fehlinterpretationen und Irrtümer zu beseitigen oder deren Ausbreitung einzudämmen. Natürlich gibt es dann endlose Diskussionen um diese Dinge - und das liegt nicht zuletzt daran, dass man der SRT eine gewisse Faszination nicht abstreiten kann.


Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Mo 26. Apr 2010, 09:30

Harald Maurer hat geschrieben:
Dazu braucht man keine Schallwellen. Ich versuche das (für stille Mitleser) möglichst einfach zu erklären.
Synchronisiere doch mal zwei Uhren mit der Poincare-Methode, die Einstein prinzipiell übernommen hat und setze c=const einfach voraus, obwohl sich das BS im Äther sagen wir mal mit 300 km/s bewegt. Zwei Uhren im Abstand von 600 000 km sollen von der genauen Mitte aus mit jeweils einem Lichtsignal synchronisiert werden, wobei c=const angenommen wird; das Licht sollte dadurch jede Uhr nach 1 Sekunde erreichen.

Das ist eine nachvollziehbare Erklärung. Sie ist konform mit AE Aussage:

Bild

Wobei "Zeitdauer" im Sinne des §1 aufzufassen ist :!:

Kurz gesagt: Erst synchronisiert er die Uhren mit der LG und dann mißt er die LG mit diesen Uhren.

Gruß
Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mo 26. Apr 2010, 10:00

Ernst hat geschrieben:Kurz gesagt: Erst synchronisiert er die Uhren mit der LG und dann mißt er die LG mit diesen Uhren.

Gruß
Ernst

Mansouri und Sexl haben 1977 gezeigt, dass die Synchronisationsvorschrift von Einstein absolut gleichwertig zur Synchronisation mittels langsamen Uhrentransports ist. Es geht also auch völlig ohne Lichtsynchronisation. Die Konstanz, Isotropie und Invarianz der Vakuumlichtgeschwindigkeit ist also kein Ergebnis des Synchronisatioinsvorschrift mittels Lichtstrahlen, bzw. irgendeiner Messvorschrift.

(siehe: Mansouri, R., Sexl, R., A Test Theory of Special Relativity: I. Simultaneity and Clock Synchronisation, General Relativity and Gravitation, Vol. 8, No. 7 (1977), pp. 497-513)
fb557ec2107eb1d6
 
Beiträge: 1662
Registriert: Mi 1. Jul 2009, 16:19

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Mo 26. Apr 2010, 10:52

Harald Maurer hat geschrieben: Manche glauben zum Beispiel an den Urknall und einige sehen auch das anders, man könnte auch an das Spaghetti-Monster ( http://www.das-fsm.de/glaube.htm ) glauben - denn bislang ist es noch keinem gelungen, die Theorie vom Spaghetti-Monster zu widerlegen.

Sie kommen schon.

http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/stephen-hawking-warnt-vor-au-szlig-erirdischen-article820310.html

Stephen Hawking warnt vor Außerirdischen
Das meiste außerirdische Leben entspreche womöglich Kleinlebewesen und einfachen Tieren. Sie würden vermutlich über die Ressourcen der Erde herfallen und weiterziehen, meinte der Wissenschaftler.
Eine Kontaktaufnahme mit einer solchen Spezies sei „ein wenig zu riskant“, sagte der Astrophysiker weiter. „Wenn uns Außerirdische jemals besuchen, wird der Ausgang, so denke ich, genauso sein wie die Landung von Christopher Columbus in Amerika, was für die Eingeborenen nicht sehr gut ausging.“

Sie entfleuchen schwarzen Löchern, kriechen durch Wurmlöcher und sind da; vermutlich auch schon hier im Forum :)
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Mo 26. Apr 2010, 10:59

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben: Es geht also auch völlig ohne Lichtsynchronisation.

So? Wie denn?
Wieso schreibt denn Einstein sowas?
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 26. Apr 2010, 15:59

Harald Maurer hat geschrieben:
Viele Kritiker verstehen die SRT nicht und halten sie für falsch, ohne zu wissen warum (im Gegenzug wissen viele Relativisten nicht, wieso sie sie für richtig halten, weil sie das auch nur glauben). Das führt auf beiden Seiten zu schauerlichen Fehlinterpretationen und ebnet einem pseudowissenschaftlichen Einstein-Kult den Weg, in welchem jede bedeutsame Entdeckung dem Genie zugeschrieben wird (Laser, GPS, Digitalkamera ... ich habe sogar Artikel gelesen, in welchen behauptet wurde, ohne Einsteins Molekular-Erkentnisse hätte man Viagra nicht entwickeln können ...etc.)

Ich sehe nicht, welche Kritiker die SRT nicht verstehen und sie für falsch halten, ohne zu wissen warum... :?
Alle Kritiker, deren Argumentierungen ich gehört oder gelesen habe, haben alle sehr wohl in irgendeiner Form zumindest einen nachvollziehbaren und begründeten Einwand gebracht, und zwar in der Regel immer wieder und immer wieder dieselbe schon seit Entstehung der Theorie, die man allerdings auch immer wieder bei Dir findet, zum Beispiel: Die SRT hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun, sie ist ein fiktives mathematisches Konstrukt, die Längenkontraktion ist nicht messbar, sie kann nicht bei einer Relativbewegung real sein, wenn sie real sein sollte, dann nur bei einer absoluten Bewegung im Äther wie Lorentz es postuliert hat, die Zeitdilatation kann nicht real sein, wenn die LK nicht real ist, Uhren sind keine „Zeit“, bewegte Uhren gehen nicht real langsamer, die relativistischen Effekte sind nur fiktive Messeffekte aufgrund einer Synchronisationsmethode, die Konstanz der LG ist nur eine Meßkonvention, usw. usf.

Ich habe seit 5 Jahren allein im Internet und in der GOM-Dokumentation eine ganze Reihe von begründeten Argumenten von den Kritikern gelernt, sie wissen schon warum die SRT zu kritisieren ist! Ich habe nirgendwo gesehen, dass die Kritiker die Theorie nicht verstehen und einfach für falsch halten, ohne zu wissen warum... :?


Harald Maurer hat geschrieben:
Da mir das missfällt, versuche ich darzustellen, dass die SRT eigentlich einfach zu verstehen (und zu durchschauen!) ist - kann aber nichts dafür, wenn Kritiker nicht verstehen WOLLEN! Jedenfalls erkläre ich die Theorie jedem gerne, um Fehlinterpretationen und Irrtümer zu beseitigen oder deren Ausbreitung einzudämmen. Natürlich gibt es dann endlose Diskussionen um diese Dinge - und das liegt nicht zuletzt daran, dass man der SRT eine gewisse Faszination nicht abstreiten kann.

Doch doch, alle Kritiker bringen wie gesagt schon stichhaltige Einwände, die die Theorie betreffen, ich sehe nicht, welche Kritiker die Theorie dabei „nicht verstehen“ oder "nicht verstehen wollen"... :? Wenn die Einwände und Ansätze verschieden sind liegt es an persönliche Schwerpunkte oder an Alternativvorstellungen, sie sind deswegen nicht unbegründet. Und wenn die Einwände immer wieder neu formuliert werden, liegt es nicht daran, dass die Kritiker die Theorie nicht verstanden haben, sondern es liegt vielmehr daran, dass die Einwände verhallen und auch daran, dass die Relativisten die Theorie verschiedentlich auslegen, einschließlich Albert Einstein selbst, sowie verschiedene Varianten und sogar heimliche Veränderungen der Theorie seit 100 Jahren im Umlauf gebracht haben. Einzig unter diesem Gesichtspunkt ist die Theorie nicht einfach zu verstehen, weil es sich fast immer stillschweigend um eine andere Auslegung handelt. So scheint Albert Einstein bei Aufstellung der Theorie 1905 geglaubt zu haben, dass die Effekte keine realen Effekte sind, sondern Messeffekte aufgrund seiner Synchronisationsmethode, dann scheint er mit seinem Käferparadoxon 1911 geglaubt zu haben, dass die Effekte doch real sind, wobei er wohl Schwierigkeiten hatte, ohne Äther eine Ursache für die Realität der Effekte zu finden (Minkowski musste ihm wohl mit dem "Geschenk von oben" zur Hilfe kommen), dann widerlegt er seine SRT mit seiner ART und am Ende seines Lebens äußert er Zweifel, ob überhaupt ein einziger Begriff in seinem Lebenswerk standhalten kann und ob er auf dem richtigen Weg sei:

Zitat Albert Einstein:

Sie stellen es sich so vor, dass ich mit stiller Befriedigung auf ein Lebenswerk zurückschaue. Aber es ist ganz anders von der Nähe gesehen. Da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt wäre, dass er standhalten wird, und ich fühle mich unsicher, ob ich überhaupt auf dem rechten Wege bin.


Vor diesem Hintergrund ist es meiner Meinung nach verfehlt zu behaupten, die Theorie sei leicht zu verstehen und es ist auf jeden Fall fehl am Platz Wissenschaftlern der beiden Lager zu unterstellen, sie haben die Theorie nicht verstanden oder wollen sie nicht verstehen... :|

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 15 Gäste