Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Lagrange » Fr 11. Jan 2019, 22:41

julian apostata hat geschrieben:Wenn es absolute Gleichzeitigkeit gäbe, dann müsste der Impuls eines Teilchens proportional zu seiner Geschwindigkeit sein (p=m*v)

Nö. Diese Teilchen sind geladen. "Elektromagnetischer" Impuls (Impuls von geladenen Teilchen) wird nicht mit p=mv berechnet.

Nicht verwechseln mit https://en.wikipedia.org/wiki/Electromagnetic_pulse
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Fr 11. Jan 2019, 22:55

julian apostata hat geschrieben:Wenn es absolute Gleichzeitigkeit gäbe, dann müsste der Impuls eines Teilchens proportional zu seiner Geschwindigkeit sein (p=m*v)
Erstens ist der Impuls eines Teilchens auch relativistisch proportional zu seiner Geschwindigkeit und zweitens hat E=mc² oder E=(γ-1)mc² nur sehr wenig mit Gleichzeitigkeit zu tun, denn man kommt auch drauf, wenn G und damit auch κ nicht konstant sind (Im PDF auf der letzten Seite).
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Zasada » Sa 12. Jan 2019, 10:35

Eine Frage an Julian Apostata a propos Josef Gaßner und seiner Deutung der relativistischen Effekte (es zeigt sich, dass nicht nur Einstein gehörige Portion der Realität durcheinander gebracht hat, Deutungschaos und brachiale Deutungsmethode scheinen bis heute die Regel zu sein)

1. Bei welcher Instanz manifestieren sich die Effekte der Relativität?
a) bei den bewegten Objekten selbst,
b) bei den ihre Bewegung betrachtenden und die Effekte konstatierenden Systemen oder
c) bei beiden Instanzen zugleich?

Bildhaft gefragt: Kontrahiert die Einsteinsche "Rakete" real, zerstört sie sich dabei selbst und zerquetscht ihre Insassen, wenn sie c erreicht (die Deutung Gaßners, welche die relativistische Impulszunahme erklären soll, und bspw. das "Zwillingparadoxon" scheinen dies ja zu bestätigen)? Ist die Längenkontraktion der Rakete ein Effekt, der sich nur bei einem externen Beobachtersystem manifestiert und keinerlei materielle Auswirkung auf die "Materialität" des bewegten Systems besitzt, oder wirkt sie sich real gleichermaßen auf die Rakete, als auf den Beobachter aus?

Ich erinnere: es gilt das Prinzip der Relativität.
Ich erinnere: Lorentz-Transformation ermöglicht die räumlichen und zeitlichen Koordinaten von einem IS in ein anderes umzurechnen. Ihre Ergebnisse hängen daher streng mit der Perspektive der Betrachtung zusammen. Damit, was als relativ ruhend und was als relativ dazu bewegt definiert wird.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon McMurdo » Sa 12. Jan 2019, 11:27

Zasada hat geschrieben:Bildhaft gefragt: Kontrahiert die Einsteinsche "Rakete" real, zerstört sie sich dabei selbst und zerquetscht ihre Insassen, wenn sie c erreicht (die Deutung Gaßners, welche die relativistische Impulszunahme erklären soll, und bspw. das "Zwillingparadoxon" scheinen dies ja zu bestätigen)?

Natürlich nicht :lol: :lol: :lol:
Du bist ja auch nicht zerquetscht nur weil zB Licht mit Lichtgeschwindigkeit an dir vorbei fliegt. In dem Ruhesystem der Rakete wird immer die Ruhelänge gemessen. Das was dort kontrahiert ist das was relativ zur Rakete bewegt ist, also zB die Strecke die die Rakete zurück legt.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon julian apostata » Sa 12. Jan 2019, 12:03

Lagrange hat geschrieben: "Elektromagnetischer" Impuls (Impuls von geladenen Teilchen) wird nicht mit p=mv berechnet.

Gar kein Impuls wird bei Geschwindigkeiten im Bereich nahe c mit m*v gemessen. Ob geladen oder nicht, das spielt überhaupt keine Rolle. Die Comptonwellenlänge des Neutrons errechnet sich auf die selbe Weise, wie bei jedem anderen geladenen Teilchen auch.

Erklär mal lieber, wie das möglich sein sollte bei absoluter Gleichzeitigkeit.

Den relativistischen Impuls kann ich nur erklären, wenn im Kastensystem beide Massen die Kastenwände gleichzeitig erreichen, im Bildschirmsystem hingegen ungleichzeitig.

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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Sa 12. Jan 2019, 12:10

McMurdo hat geschrieben:Natürlich nicht :lol: :lol: :lol:
Das sagt der, der Längenkontraktion nicht mal erklären kann. Ganz sicher brichst du dir dabei genauso einen ab, wie z.B. die Herren {K}rüger, Senf und Co. :lol:
Bis mal einer kommt und euch euer Disaster (satter Kreisbezug) erklärt, was ihr dann aber auch nicht wahr haben wollt. :lol:

Aber im Ernst @Zasada:
Die Rakete kontrahiert tatsächlich nicht. Das täte sie nur dann, wenn man ihre Länge jeweils mit lokalen Uhren messen würde, statt über die Anzahl von weitaus stabileren Kristallgitterabständen von z.B. Silizium.


Was ist das eigentlich Albernes mit der Zensur des Realnamen vom Poeten? Glaubt ihr wirklich, der hat eine rechtliche Handhabe dagegen, wenn sein Realname hier erwähnt wird? Hat er nicht! Andere haben diese nämlich auch nicht, wenn er deren Namen auf seiner Selbstdarstellungsplattform und anderswo verunglimpft - ich z.B. auch nicht. ;)
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Sa 12. Jan 2019, 12:13

julian apostata hat geschrieben:Gar kein Impuls wird bei Geschwindigkeiten im Bereich nahe c mit m*v gemessen.
Sondern genau wie? Mit etwa? :lol:

julian apostata hat geschrieben:Erklär mal lieber, wie das möglich sein sollte bei absoluter Gleichzeitigkeit.
Das geht, wenn man die Gleichortigkeit vergisst und die Geschwindigkeit c bei Transformationen mittransformiert, damit die "Differenzgeschwindigkeiten" zwischen zwei Objekten immer die selben bleiben.
MGT-Transformation.png
Das wird aus Minkowski, wenn man Strecken an stabilen Kristallgitterabständen fest macht
MGT-Transformation.png (5.38 KiB) 5507-mal betrachtet
Zuletzt geändert von Nicht von Bedeutung am Sa 12. Jan 2019, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon McMurdo » Sa 12. Jan 2019, 12:17

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Das sagt der, der Längenkontraktion nicht mal erklären kann.

Was verstehst denn nicht? Das Lichtgeschwindigkeit im Vakuum in allen Bezugssystemen konstant ist, so wie es zahllose Messungen und Experimente belegen und dir stattdessen irgendwelchen Unsinn ausdenkst der experimentell nicht nachweisbar ist?
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Lagrange » Sa 12. Jan 2019, 12:22

julian apostata hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben: "Elektromagnetischer" Impuls (Impuls von geladenen Teilchen) wird nicht mit p=mv berechnet.

Ob geladen oder nicht, das spielt überhaupt keine Rolle.

Warum?

Die Comptonwellenlänge des Neutrons errechnet sich auf die selbe Weise, wie bei jedem anderen geladenen Teilchen auch.

Ja und?

Erklär mal lieber, wie das möglich sein sollte bei absoluter Gleichzeitigkeit.

Erklär du lieber wie das nicht möglich sein sollte?

Den relativistischen Impuls kann ich nur erklären, wenn im Kastensystem beide Massen die Kastenwände gleichzeitig erreichen, im Bildschirmsystem hingegen ungleichzeitig.

Bild

Dann ist deine Theorie falsch.

Relativistische Masse ist keine Masse sondern Trägheit des em. Feldes.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie als Signallehre.

Beitragvon Lagrange » Sa 12. Jan 2019, 12:23

McMurdo hat geschrieben:Das Lichtgeschwindigkeit im Vakuum in allen Bezugssystemen konstant ist, so wie es zahllose Messungen und Experimente belegen

Welche Messungen belegen das? :lol:
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