Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 5. Dez 2018, 15:58

McMurdo hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:Weil ich in meiner Anordnung per definitionem festlege, was sich bezogen auf was bewegt und was ruht.
Genau wie Du das tun würdest, hättest Du Ideen.

Wie gesagt:
Das Bezugssystem K' bewegt sich bezogen auf K mit der Geschwindigkeit v. Das System K ruht relativ zu K'.

Ist logisch nicht möglich. Entweder ruhen sie zueinander oder eben nicht.

Ist natürlich Quatsch.
Ich behaupte nicht, dass sich K' bewegt und K ruht.
Ich BEHAUPTE, DASS K BEZOGEN auf K' ruht und dass K' BEZOGEN auf K sich bewegt.

Du kannst mir keinen Unsinn einreden.
Ich weiß was ich behaupte.
Zasada
 
Beiträge: 5352
Registriert: Fr 19. Okt 2018, 05:00

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Mikesch » Mi 5. Dez 2018, 16:02

Zasada hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Zasada hat geschrieben:Weil ich in meiner Anordnung per definitionem festlege, was sich bezogen auf was bewegt und was ruht.
Genau wie Du das tun würdest, hättest Du Ideen.

Wie gesagt:
Das Bezugssystem K' bewegt sich bezogen auf K mit der Geschwindigkeit v. Das System K ruht relativ zu K'.

Ist logisch nicht möglich. Entweder ruhen sie zueinander oder eben nicht.

Ist natürlich Quatsch.
Ich behaupte nicht, dass sich K' bewegt und K ruht.
Ich BEHAUPTE, DASS K BEZOGEN auf K' ruht und dass K' BEZOGEN auf K sich bewegt.

Du kannst mir keinen Unsinn einreden.
Ich weiß was ich behaupte.
Was ist da den der Unterschied? Was soll das denn eigentlich sein: BEZOGEN?
Nach der RP sind die BS gleichwertig. Es kann also keinen Unterschied geben. Entweder ruhen sie zueinander, oder nicht. Dann mit gleichem |v|.
Mikesch
 
Beiträge: 8047
Registriert: Di 18. Jan 2011, 19:20

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 5. Dez 2018, 16:03

Der Beweis dafür, dass sich die Relativität der Gleichzeitigkeit aus den Effekten, welche sich innerhalb der Einsteinschen Gleichzeitigkeits-Anordnung zeigen, nicht ableiten lässt.

IMG_4285.PNG
Abbildung 9: Die aus der Perspektive des Punktes M des Bezugssystems K gleichzeitig von A und B ausgehende Blitze, erfolgen aus der Perspektive des Punktes M' des Bezugssystems K' nicht gleichzeitig.
IMG_4285.PNG (9.25 KiB) 1873-mal betrachtet


Wir betrachten erneut dieselbe Situation.
Zwei gleich ausgerichtete Bezugssysteme K und K' nähern sich im luftleeren Raum einander. Das Bezugssystem K' bewegt sich bezogen auf K mit der Geschwindigkeit v. Das System K ruht relativ zu K'.

Es werden auf K zwei Sender gleichzeitiger, kugelförmiger Lichtimpulse installiert.
Aus der Perspektive von K' erfolgen die gleichzeitigen Lichtimpulse nicht gleichzeitig. Während sich K' dem Bezugssystem K nähert, erfolgt das eine Ereignis aus der Perspektive von K' stets früher als das andere. Der selbstverständliche Grund dafür ist die Position der Sender der Lichtimpulse bezüglich K'.
Für Einstein ist das ein ausreichender Grund, darin die Relativität der Gleichzeitigkeit zu erkennen und diese in die Physik einzuführn...Es scheint bis heute begründet zu sein: das, was aus Sicht eines Bezugssystems gleichzeitig geschieht, geschieht ja aus Sicht eines anderen nicht gleichzeitig.
Doch hier begeht Einstein einen fatalen und einen unverzeihlichen Fehler: die von ihm erkannte Relativität, betrifft nämlich nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse.
Ich kann das sogar beweisen, indem ich während des Anflugs von K' die Ausrichtung der Anordnung K verändere.
Ich positioniere K rechtwinklig bezüglich der Bewegungsrichtung von K' so, dass K' nun durch die Mitte von K hindurchkommen muss.

IMG_4284.PNG
Abbildung 10: wir verändern die Ausrichtung von K, während sich ihm K' nähert. Die zeitliche Eigenschaft der Ereignisse innerhalb von K verändert sich nicht.
IMG_4284.PNG (11.72 KiB) 1823-mal betrachtet


Das, was aus der Perspektive von K' nicht gleichzeitig geschah, geschieht nun aus seiner Perspektive gleichzeitig.
Es hat sich aus Sicht vom K nichts verändert. Die Entfernung der Sendepunkte voneinander, die Frequenz und die Amplitude der gleichzeitigen Lichtimpulse ist unverändert geblieben.
Sämtliche physikalischen Eigenschaften des Bezugssystems K', wie seine Geschwindigkeit, Ausrichtung, Länge, Position der Bestandteile innerhalb des Systems etc. sind unverändert geblieben. Auch die Physikalischen Eigenschaften des Systems K haben sich, außer seiner Ausrichtung bezüglich K', nicht verändert.
Trotzdem: die Ereignisse, welche nur innerhalb des Bezugssystems K gleichzeitig geschahen, geschehen nun aus der Perspektive von K' ebenso gleichzeitig.
Was ist passiert?
Veränderte sich etwa die Gleichzeitigkeit der Lichtimpulse?
Nein, es hat sich in der Anordnung nichts außer der Ausrichtung von K bezüglich K' geändert. Diese Veränderung hatte keinen Einfluss auf die Gleichzeitigkeit der Lichtimpulse. Es bestand auch keinerlei kausale Verbindung zwischen dem, was mit K geschah und dem, was sich innerhalb von K' abspielte.
Fazit: Es ist nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse innerhalb des Bezugssystems K, welche als relativ zu bezeichnen ist - diese bleibt unverändert - die gleichzeitigen Ereignisse behalten ihre zeitliche Eigenschaft beständig bei - ihre Gleichzeitigkeit ist invariabel (absolut)...relativ ist offenkundig nur die Wahrnehmung ihrer Gleichzeitigkeit.
Diese ist sehr wohl abhängig von der Ausrichtung der Systeme K und K' in Beziehung zueinander - die Wahrnehmung der Gleichzeitigkeit steht in Relation zu der Ausrichtung von K bezüglich der Bewegungsrichtung von K'.

Es war 1905, genau wie es auch heute ist, unzulässig, aufgrund der Relativität der Wahrnehmung der Gleichzeitigkeit der Ereignisse, auf die Relativität der Gleichzeitigkeit als solcher zu schliessen, qed.




Prinzip:
Wenn eine logische Voraussetzung (a) der Implikation "wenn (a), dann (b)" falsch ist, dann lässt sich anhand (a) überhaupt keine sinnvolle Aussage über (b) treffen.


Lässt es sich einerseits über die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse A und B auf diese Weise sinnvoll entscheiden:

Abbildung a)
IMG_4284.PNG
Abbildung 10: wir verändern die Ausrichtung von K, während sich ihm K' nähert. Die zeitliche Eigenschaft der Ereignisse innerhalb von K verändert sich nicht.
IMG_4284.PNG (11.72 KiB) 1823-mal betrachtet


und lässt es sich andererseits (zugleich) über dieselbe Gleichzeitigkeit derselben Ereignisse A und B gar nicht entscheiden:

Abbildung b)
IMG_4285.PNG
Abbildung 9: Die aus der Perspektive des Punktes M des Bezugssystems K gleichzeitig von A und B ausgehende Blitze, erfolgen aus der Perspektive des Punktes M' des Bezugssystems K' nicht gleichzeitig.
IMG_4285.PNG (9.25 KiB) 1873-mal betrachtet


, dann haben wir mit einem kleinen Problem zu tun, und zwar mit dem Problem der "Relativität der Gleichzeitigkeit".
Haben wir nämlich bereits einmal und über jeden Zweifel die Gleichzeitigkeit beider Ereignisse erkannt (Abb. a), dann gilt diese Erkenntnis unabhängig vom Ergebnis der Messung, welche über jeden Zweifel ergibt, dass zwischen den Ereignissen A und B keine Gleichzeitigkeit besteht (Abb. b).

Welche sinnvollen Aussagen lassen sich dann über die "Relativität der Gleichzeitigkeit" noch treffen?
Zuletzt geändert von Zasada am Mi 5. Dez 2018, 16:24, insgesamt 1-mal geändert.
Zasada
 
Beiträge: 5352
Registriert: Fr 19. Okt 2018, 05:00

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 5. Dez 2018, 16:04

Gähn Blubb. Ich weiß schon, warum ich mit dir nicht rede. Du schaffst es nicht auf zack zu sein. Kommst immer zu spät (veraltet)
Deshalb rede ich nicht mit dir.

Wozu dann der Aufwand mit den Bezugssystemen, wenn man ihnen keine singulären Eigenschaften zuordnen darf, welche in bezug auf andere Bezugssysteme gelten sollen? :mrgreen:
Zasada
 
Beiträge: 5352
Registriert: Fr 19. Okt 2018, 05:00

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon McMurdo » Mi 5. Dez 2018, 16:10

Zasada hat geschrieben:Ist natürlich Quatsch.
Ich behaupte nicht, dass sich K' bewegt und K ruht.

Das hättest du aber mal besser tun sollen, dann wärs richtig gewesen.

So ist es
Ich BEHAUPTE, DASS K BEZOGEN auf K' ruht und dass K' BEZOGEN auf K sich bewegt.

logisch nicht möglich.
McMurdo
 

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 5. Dez 2018, 16:14

Logisch korrekt.

Es werden nur Hannover und McMurdo betrachtet.
Es gibt sonst keine gültige BS.

Hannover ruht in bezug auf MM. MM bewegt sich in bezug auf Hannover.
Hannover und MM nähern sich einander.
Zasada
 
Beiträge: 5352
Registriert: Fr 19. Okt 2018, 05:00

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Lagrange » Mi 5. Dez 2018, 16:14

McMurdo hat geschrieben:logisch nicht möglich.

Wie ist es möglich dass sich die Myonen bewegen und die Erde ruht?

Oder bei Hafele-Keating, wer bewegt sich und wer ruht?

Oder Zug und Bahnhof, wer bewegt sich und wer ruht?
Lagrange
 
Beiträge: 17794
Registriert: Mi 11. Feb 2009, 23:13

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Mikesch » Mi 5. Dez 2018, 16:15

Zasada hat geschrieben:Gähn Blubb. Ich weiß schon, warum ich mit dir nicht rede. Du schaffst es nicht auf zack zu sein. Kommst immer zu spät (veraltet)
Deshalb rede ich nicht mit dir.

Wozu dann der Aufwand mit den Bezugssystemen, wenn man ihnen keine singulären Eigenschaften zuordnen darf, welche in bezug auf andere Bezugssysteme gelten sollen? :mrgreen:

Was ist denn eine singuläre Eigenschaft?
Mikesch
 
Beiträge: 8047
Registriert: Di 18. Jan 2011, 19:20

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mi 5. Dez 2018, 16:18

Dein vor Eifersucht und Hass grünlich gewordenes Gesicht zum Beispiel.
Dieses ist singulär hier.
Zasada
 
Beiträge: 5352
Registriert: Fr 19. Okt 2018, 05:00

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon McMurdo » Mi 5. Dez 2018, 16:25

Zasada hat geschrieben:Logisch korrekt.

Es werden nur Hannover und McMurdo betrachtet.
Es gibt sonst keine gültige BS.

Hannover ruht in bezug auf MM. MM bewegt sich in bezug auf Hannover.
Hannover und MM nähern sich einander.

Wenn Hannover zu mir ruht, kann ich mich Hannover nicht nähern.
McMurdo
 

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 13 Gäste