Relativität der Gleichzeitigkeit

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Ernst » Fr 12. Mär 2010, 13:43

Lieber Ljudmil,
scharo hat geschrieben: irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du dich überhaupt nicht bemühst, die Sachverhalte vernünftig zu überdenken, sondern versuchst unter aller Umständen recht zu behalten, egal wie Deine Betrachtung auch falsch sein kann.

Bei Dir habe ich die Gewißheit, daß es Dir nicht gelingt, aus Deinen voreingenommenen falschen Vorstellungen auszubrechen.

In dem Moment, als man dem Punkt auch eine Masse zuordnet, landet man in die Dynamik.

Ganz richtig. Und da sich Physik mit der realen Welt beschäftigt, behandelt sie diese entsprechend den Gesetzen der Dynamik. Und wir reden hier über Physik.

Bei dt sehen beide identisch aus, man darf aber nicht vergessen, was was bedeutet und wie damit umzugehen ist.

Sie sehen nicht identisch aus. Sie sind identisch. Und so muß man damit umgehen. Was davor und danach geschieht, kannst du Dir ja gerne vorstellen, ist aber hier physikalisch nicht relevant. Auf dem infinitesimal (unendlich) kleinen Bahnstückchen in einer unendlich kurzen Zeit läuft der rotierende Punkt auf seiner Tangente. Er läuf daher zu diesem Zeitpunkt identisch wie der translative Punkt. Beide besitzen einen identischen Geschwindigkeitsvektor. Das erkannt und formuliert zu haben, verdanken wir den Genies Newton und Leibnitz.
Und Deine Zweivektorenthese hast Du hoffentlich ad acta gelegt.

diese Geschwindigkeit ist nicht die relative Geschwindigkeit zwischen Paris und Eisläufer, sondern zwischen Paris bei t_0 und Paris nach dt im BS des Eisläufers. Gefragt ist aber die rel. Geschwindigkeit zwischen Paris und Eisläufer

Du hast gar nicht erfaßt, was ich mit diesem Beispiel nachweisen will. Es geht gar nicht primär um Relativgeschwindigkeit, sondern um die Feststellung, daß kinematische Beschreibungen relativ zu einem rotierenden Koordinatensystem keine physikalische Relevanz aufweisen.
Daß daher das Weltbild des Ptolemeus physikalisch falsch ist, bedarf wohl keiner Erläuterung.

Aussagen aus rotierendes Bezugssystemen:
Um den Eisläufer beschreibt der Eiffelturm einen geschlossenen Orbit mit einem Radius von 1100km in 10 s.
Um die Sternwarte beschreibt die Sonne einen geschlossenen Orbit mit einem Radius non 150 Mill. km in 24 h.

Beides ist physikalisch Falsch.
Physikalische Aussagen aus einem rotierenden Bezugssystem sind falsch.
Die Aussage aus dem rotierenden Bezugssystem Erde; Boden und Geosat besitzen keine Geschwindigkeitsdifferenz, ist falsch.

Daß Du das irgendwie verinnerlichen kannst, daran glaube ich keinen Augenblick. Du stellst Dir immer alles nur vor. Wie die Sache mit den Vektoren. Vorstellung ist keine Physik.

Liebe Grüße
Ernst
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Fr 12. Mär 2010, 18:31

Hannes hat geschrieben:Hallo Highway !

    Hannes hat geschrieben:
    ...innerhalb eines elektromagnetischen Systems keine höhere Geschwindigkeit erzeugen kann, wenn man den Elektromagnetismus als Anschub verwendet...

    Das erklär mal FB, der das Bertozzi Experiment noch als glänzende Bestätigung für die SRT auffasst.

Jetzt kenn ich mich aus....... Der FB ist keinem Argument zugänglich.

Du kennst dich eben nicht aus. Du findest es ebenso wie Highway nicht der Mühe wert, das Paper von Bertozzi (1964) überhaupt zu lesen, sonst hättet ihr nämlich festgestellt, dass eure Argumente ins Leere laufen.

Der von Bertozzi verwendete Beschleuniger Linac arbeitete nämlich elektrostatisch, d.h. mit einem konstanten E-Feld, um die Elektronen zu beschleunigen. Ein elektrostatisches Feld übt eine statische Kraft über die gesamte Länge des Linac aus. Um ganz sicher zu gehen, wurden von Bertozzi und seinem Team nicht nur die Distanz und die Flugzeit der Elektronen gemessen, sondern, um nicht auf die unzuverlässige Messung der elektrischen Feldstärke angewiesen zu sein, auch die kinetische Energie, indem man die Elektronen auf eine Aluminumplatte prallen ließ und deren Erwärmung und Aufladung gemessen wurde um die Anzahl der Elektronen und deren Energie zu messen. Wie man aus den Messprotokollen ersehen kann, ist die gemessene Geschwindigkeit ab etwa 0,5 MeV deutlich geringer als nach der Newtonschen Theorie zu erwarten wäre, aber in exzellenter Übereinstimmung mit der SRT. Steht alles im Paper.
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Hannes » Fr 12. Mär 2010, 19:37

Hallo FB !

    "Wie man aus den Messprotokollen ersehen kann, ist die gemessene Geschwindigkeit ab etwa 0,5 MeV deutlich geringer als nach der Newtonschen Theorie zu erwarten wäre, aber in exzellenter Übereinstimmung mit der SRT. Steht alles im Paper."
Ich habe die SRT bei der erreichbaren Höchstgeschwindigkeit nie angezweifelt.
Woraus schließt du das ?

Ich habe nur gesagt:
    "Der Fehler der SRT liegt ja nicht bei der Höchstgeschwindigkeit, sondern bei der INVARIANTEN Geschwindigkeit."

Die Höchstgeschwindigkeit ist abhängig von der begrenzten Wirkgeschwindigkeit
des Elektromagnetismus.

Hannes
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Fr 12. Mär 2010, 20:52

Hannes hat geschrieben:
    "Der Fehler der SRT liegt ja nicht bei der Höchstgeschwindigkeit, sondern bei der INVARIANTEN Geschwindigkeit."

Die Höchstgeschwindigkeit ist abhängig von der begrenzten Wirkgeschwindigkeit
des Elektromagnetismus.

Hannes


Dann dürfte aber auch die kinetische Energie nicht größer als m_e*c²/2 sein. Sie ist aber deutlich (viel) größer. Woher kommt diese Energie?

Das mit der effektiven Masse kannst du (und können auch andere) vergessen. Diese müsste sich auch schon bei kleinen Geschwindigkeiten zeigen. Die effektive Masse gibt es nur bei Kristallen (http://de.wikipedia.org/wiki/Effektive_Masse). Demnach wäre der Äther ein Kristall, bitte um Mitteilung der Kristallkonstante, der Ordnungszahl des Elements, etc.
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Hannes » Fr 12. Mär 2010, 21:40

Hallo FB !

    Dann dürfte aber auch die kinetische Energie nicht größer als m_e*c²/2 sein. Sie ist aber deutlich (viel) größer. Woher kommt diese Energie?

Im atomaren Bereich sind noch viele Rätsel ungelöst.Solange man nichteinmal sagen kann, was MASSE ist, wird man auch da nur mutmaßen können.

Deswegen bin ich ein Verfechter des Fortschritts in der Physik.
Ich habe die Kollegen Relativisten nicht nur einmal aufgefordert, ihre Theorie
nicht einzubetonieren , sondern weiterzuentwickeln.
(wenn Einstein noch leben würde,wäre er der erste,der sie weiterentwickelt)

Es dürfte sich dann herausstellen, dass eine Theorie in die nächste übergeht,
so wie es in der Wissenschaftsgeschichte schon immer abgelaufen ist.

Du wirst doch nicht behaupten wollen, an der SRT sei nichts zu erneuern.
Für mich ist es selbstverständlich, dass nicht alles falsch sein kann.
Einstein hat doch auch nur das Wissen seiner Zeit gebündelt.
Aber 100 Jahre sind eine lange Zeit ! Und da hat sich sehr viel getan !

Du brauchtst nur zu verfolgen, wie man sich zu Einsteins Zeit ein Photon vorgestellt hat:
Als "Korpuskel". Damals war das sichtbare Licht noch ganz etwas anderes als
Radiowellen . Heute arbeiten die interessantesten Teleskope im Radiobereich .
Und dass ganze Spektrum aus elektromagnetischen Impulsen besteht , wird heute
kaum mehr bestritten.


Mit Gruß
Hannes
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Sa 13. Mär 2010, 07:24

Chief hat geschrieben:Ein typischer AC-Stalker! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Soll ich raten wer du bist?

Gruß


Der Stalker bist du. Ich habe dir schon deutlich gesagt, dass du mich in Ruhe lassen sollst: viewtopic.php?p=11616#p11616
Statt dessen kriechst du mir dauernd hinterher mit deiner neurotischen Fixierung auf Beachtung und Bewunderung. Na gut.

Du bist super und der Beste. Keiner bringt die Schwächen und Fehler der Physik so präzise auf den Punkt wie du. Du hast weitaus Besseres verdient, als deine Perlen in diesem Forum zu verschwenden.

Machs gut!
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Hannes » Sa 13. Mär 2010, 09:13

Hallo Chief !

    "Das Higgs-Teilchen bildet somit den letzten, noch fehlenden Baustein im strahlenden Theoriegebäude des Standardmodells der Teilchenphysik; was den Alchemisten des Mittelalters der ‚Stein der Weisen’ war, ist einigen Physikern der Gegenwart das Higgs-Teilchen. Einzelne, wie der Nobelpreisträger Leon Lederman, gehen sogar soweit, es als ‚Teilchen Gottes’ zu betiteln."


Deine präzisen Kurzantworten gefallen mir.Aber wenn du dir Zeit nimmst
für eine ausführliche Antwort,gehen die Blockierer hoffnungslos unter.
Denn sie wissen genau, dass ihre Aussagen hoffnungslos veraltet sind.

Sie sind nur aus verschiedenen Gründen nicht bereit, über eine Weiterentwicklung
zu reden.Sie übersehen dabei geflissentlich, dass sie ihrer Sache einen Bärendienst erweisen.
Aufhalten lässt sich eine Weiterentwicklung aber nicht.

Mit Gruß Hannes
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Ernst » Sa 13. Mär 2010, 10:41

Chief hat geschrieben: Laut SRT muss in oberer Position die Kirchturmuhr langsamer aber in unterer Position schneller laufen. Da die Bewegungen völlig symmetrisch sind bedeutet das, dass nach jedem Umlauf beide Uhren gleiche Zeit anzeigen müssen (daraus folgt, nach der SRT gibt es keine ZD).

Wieder betrachtest Du lediglich die Geschwindigkeitskomponente der beiden Erdpunkte in Orbitrichtung. Verfolge doch einfach den Weg der beiden Punkte während der Erdrehung und der gleichzeitigen Bewegung entlang des Orbits. Das ergibt mathematisch eine verkürzte Zykloide. Die sieht anschaulich ähnlich einer Wellenbewegung aus. Dabei ist die "Amplitude" dieser Wellenbahn für den äußeren Punkt größer als für den inneren Punkt. Die gestreckte Länge der äußeren Bahn ist folglich größer. Der äußere Punkt legt gegenüber dem inneren in gleicher Zeit eine größere Bahnstrecke zurück. Er besitzt daher eine größere duchschnittliche Geschwindigkeit.

Gruß
Ernst
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Ernst » Sa 13. Mär 2010, 10:48

.
Hannes hat geschrieben: Deine präzisen Kurzantworten gefallen mir.

Das war ja keine Antwort, sondern ein kommentarloses Zitat. Die Higgsgeschichte ist reine Spekulation.
Du jubelst bei allen noch so abstrusen Annahmen, Hauptsache es geht gegen die SRT, die Du weiterentwickeln willst. Letztere ist so ein Tinneff, daß da nichts zu entwickeln ist. Und die meisten hier diskutierten Alternativen sind auch nur Hirngespinste. Rühmliche Ausnahmen sind Haralds Philosophie und Ljudmils "Gravitationsäther".

Gruß
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Hannes » Sa 13. Mär 2010, 11:11

Hallo Ernst !

    "Das war ja keine Antwort, sondern ein kommentarloses Zitat. Die Higgsgeschichte ist reine Spekulation."

Mit dieser Meinung bist du aber ziemlich isoliert.
Selbst die Leute vom LHC sind daran interessiert. Sonst würden sie nicht soviel
Mühe und auch Geld in die Suche investieren.

Übrigens bin ich kein kompromissloser Gegner der SRT ! Denn in der SRT steckt
nicht nur die Blitzidee Einsteins.

Mit Gruß Hannes
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