Relativität der Gleichzeitigkeit

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Ernst » Do 11. Mär 2010, 18:18

Jocelyne Lopez hat geschrieben: In diesem Fall wäre das nicht mitrotierende "IS" ein im Mittelpunkt der Erde fiktiver, ruhender Beobachter: Er würde aus seiner Sicht als nicht mitrotierender "IS" die Spitze des Eiffelturms schneller messen als sein Fundament.

Genau. Aber es muß ja nicht gemessen werden, weil die Geschwindigkeiten aus der Winkelgeschwindigkeit der Erde und den Radien für Spitze und Fundament berechnet werden können.
Ein Beobachter im nicht mitrotierenden IS muß auch nicht im Erdmittelpunkt sitzen. Er kann irgendwo "neben der Erde" hocken. Ein Satellit, der entgegen der Erddrehung so schnell fliegt, daß er die Drehung gerade kompernsiert, wäre auch eine solche Beobachterposition. Von da aus könnte er dann auch messen.

Aber wie gesagt, alles relativistische Phantasien. Gute Uhren laufen korrekt, egal wer sie wie bewegt. Nachgehende Uhren gehören auf den Müll. :)

Gruß
Ernst
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Hannes » Do 11. Mär 2010, 19:44

Hallo Ernst !

Ich möchte vorausschicken, dass ich dich als Diskussionspartner und langjährigen
Forenfreund sehr schätze. Du hast nicht nur Fachwissen, sondern
kennst auch die SRT.Und wenn wir verschiedene Ansichten haben,sind das
meistens Mißverständnisse.

    "Daß das alles Märchen sind, darüber sind wir uns einig. Aber die SRT beschreibt es nun mal so. Und Einstein selbst hat auf diesen Effekt hingewiesen. Er mußte es ja wohl im Sinne der SRT wissen. Er hat das ganze ja erfunden."

Genauso sehe ich es auch !

    "Nochmal kurz meine Betrachtungsweise.
    Die SRT beschreibt ZD für Objekte, welche sich in einem Inertialsystem bewegen. Je schneller sie sich bewegen, desto größer die ZD.
    Die Erde ist aber kein Inertialsystem. Also muß man ala SRT die Geschwindigkeiten von Punkten auf der Erde aus der Sicht aus einem IS heraus beurteilen, d.h aus einem nichtrotierenden System"

Zu meiner Betrachtungsweise:
Wenn ich die Geschwindigkeiten aus einem nichtrotierenden System betrachten will, so kann ich ja die Sonne als Fixpunkt wählen, wie es Einstein will und wie es auch du meinst.

Dann sind die beiden Bahnen von Satellit und Bodenstation
langgezogene,fast parallelle Wendelbahnen ähnlich von Mondbahnen um Jupiter,
wie man sie in jedem Astronomiemagazin sehen kann.
Sie bewegen sich mit fast gleicher Geschwindigkeit rund um die Ekliptik,
sodass keine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen ihnen erkennbar wird.
Daraus kann sich auch keine ZD zwischen Satellit und Bodenstation ergeben.
Und da schließt sich der Kreis.

Mit bestem Gruß

Hannes
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Sebastian Hauk » Do 11. Mär 2010, 19:52

Hallo Hannes,


...........wenn sie das Additionstheorem glaubt .......


es kommt natürlich darauf an, wann das Additionstheorem überhaupt angewendet werden kann. Es gibt z.B. auch Relativisten die wenden auch dann das Additionstheorem an, wenn sie am Himmel Körper sehen, die aneinander vorbeifliegen. Andere wiederum machen dieses nicht.

Gruß

Sebastian
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon scharo » Do 11. Mär 2010, 20:14

Lieber Ernst,

„Das ist alles kinematisch korrekt.“

Na, endlich! :D :) :o :D
Geschwindigkeit gehört zur Kinematik; immer zu Kinematik, Kinematik gehört zur Mechanik; Mechanik gehört zur Physik.
„Aber sie besitzen keine Mechanisch dynamische oder physikalische Relevanz.
Gesamt Mechanisch und physikalisch nicht richtig.“

Wenn Du nur selbst wüsstest, was Du damit sagen willst? Hat jemand über Dynamik etwas geredet? Hat die Relativgeschwindigkeit in der SRT etwas mit Dynamik zu tun?

„Nein, da ist nichts mit nur"visueller Veranschaulichung...wenn sie freigelassen würden". Das sind in beiden Fällen die zu einem infinitesimal kleinen Zeitpunkt exakten tatsächlich vorhandenen Vektoren. Die geben die augenblicklich tatsächliche Richtung und Betrag der Geschwindigkeit an. Und daher ist da kein Unterschied in meinen beiden Beispielen.“

Wollen wir jetzt über Definitionen streiten? Schau in einem guten Physikbuch – dort wo krummlinige Bewegungen beschrieben sind. Wie kannst Du über reale Vektoren reden, wenn Dir sehr gut bekannt ist, dass bei krummlinigen, inkl. Kreisbewegungen, immer zwei Vektoren hingehören – ein tangential (was Du immer angibst) und ein radial. Wenn Du noch so kleinen Abschnitt nimmst, sind immer noch diese zwei Vektoren vorhanden, bei ds = 0 ist kein Vektor mehr da.
Ich weis nicht, was Du mit „meinen beiden Beispiele“ meinst (vielleicht das unten), eins muss klar sein, Vektoren einer Kreisbewegung werden nicht wie lineare, inertiale berechnet. Ich habe Dir doch angegeben – so, wie Du dir die Differenz vorstellst, bekommst Du genau die Differenz der freigelassenen inertialen Punkte. Drei mal kannst Du überlegen, dass zwischen der Differenz der freigelassenen Punkte und der Differenz der im Kreis gezwungenen Punkten ein Unterschied vorhanden sein muss. Die freigelassenen werden nach Delta t sehr weit auseinander sich befinden, die kreisenden aber nicht.
Wie oft muss ich sogar Deine eigene Worte wiederholen – wenn in einem Bezugssystem die Differenz der Geschw. der zwei Punkte = 0 ist, dann muss in jedem anderen Bezugssystem die gleiche Differenz herauskommen, sonst wäre die Physik, Mathematik und Kausalität für den Müll.

„Mit Differenz meinst Du sicherlich Relativgeschwindigkeit.“

Ja, was den sonst – aber Relativgeschwindigkeit ZUEINANDER. Jede Geschwindigkeit ist eine Relativgeschwindigkeit, immer ist anzugeben, relativ zu wem, zu was, sonst ist sie unbestimmt.

„Sagst du einerseits, ein geostationärer Satellit hätte keine Relativgeschwindigkeit, so mußt Du auch sagen, daß die Sonne eine Relativgeschwindigkeit von v = pi* Abstand_Erde_Sonne / 24h hat. Und ein Stern im Sternbold Orion eine Relativgeschwindigkeit von möglicherweise 120000 facher Lichtgeschwindigkeit.“

Schon wieder „Relativgeschwindigkeit“ ohne Relation, aber gut, ich glaube zu wissen, was Du meinst. Was wäre hier unphysikalisch, unmechanisch? Mitrotierende Bezugssysteme sind wichtige und grundsätzliche BS in der Physik. Geostationäre Satelliten sind überhaupt nicht stationär in irgendeinem Raum, noch im Sonnenbezugssystem, aber stationär in mitrotierendem Erdbezugssystem. Das Problem liegt wo anders – s. unten.

„Bei d@k habe ich ja gerade das "wer a sagt muß auch b sagen" eingeführt. Bei Dir machen wir mal mit a bis d“

a) = 0 – ist ja klar; b) bis d) – keine Ahnung – frag einen Astronomen - genauso wie ich die 33335 Geschwindigkeiten bei den Eisläufer angab.

Jetzt zu dem Problem, das Du ansprichst und das Dich offensichtlich die ganze Zeit irritiert.
Dazu Geschwindigkeit zwischen Eisläufer und Eifelturm:

Nehmen wir eine einfachere Sache – die Erde um die Sonne. Man gibt an, Bahngeschwindigkeit, Orbitalgeschwindigkeit v = 30km/s (Skalar, Wert). Jetzt muss Du überlegen, was bedeutet diese Geschwindigkeitsangabe. Du wirst doch nicht absprechen, dass die Definition für Geschwindigkeit v = ds/dt ist. Welche ds (zurückgelegter Weg) ist hier gemeint? Bestimmt nicht zwischen Sonne und Erde – sonst wären wir längst verbrannt. Also, wo ist ds? Nicht zufällig auf der Orbit?

Stellen wir ein KS mit Mittelpunkt (K-Ursprung) Sonne und die Achsen unbewegt im Raum. Unbewegt im Raum bedeutet aber, dass wir irgendwelche gedachte unbewegt zueinander Bezugspunkte für die Achsen nehmen. Es hat Jahrtausende gedauert, bis die Gelehrten sich über solchen Punkten einigten – und das sind weit, weit entfernte Sterne. Sonst ist der Begriff „unbewegt“ im Raum immer noch nicht gelöst, wird auch nicht zu lösen sein.
Zurück zu der Orbitalgeschwindigkeit: In diesem KS lassen wir die Erde laufen – rechnen wir entsprechend und bekommen ds/dt der Erde relativ zu einem Punkt, der unbewegt auf der Orbit sich befindet, bzw. auf r Kreisbahn entfernt von der Sonne ist.
Bestimmt wird Dir jetzt klar werden, wo Dein Denkfehler sich versteckt hat. Du hast also in Deinen fantastischen Geschwindigkeitsbeträgen nicht die Relativgeschwindigkeit zwischen Eisläufer und Eifelturm angegeben, sondern die hypothetische Relativgeschwindigkeit zwischen einem „unbewegten“ Punkt im mitrotierenden BS des Läufers, der auf der gleichen Länge, d.h. Abstand vom Läufer, wo auch Paris sich befindet, und Paris.
ds zwischen Eisläufer und Paris hat sich nur um den 2*r des Eiskreises geändert.

Um auch die Vektordifferenzbildung bei Kreisbewegungen besser zu verstehen: Nehmen wir die zwei Punkte Köln und Paris in diesem sich mitdrehenden BS des Eisläufers. Wir wollen die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Köln und Paris beurteilen. Köln hätte eine Orbitalgeschwindigkeit relativ zu einem „unbewegten“ Punkt auf seiner Köln-Orbit, Paris hätte die Orbitalgeschwindigkeit relativ zu einem „unbewegten“ Punk auf seiner Paris-Orbit. Beide Geschwindigkeiten sind also relativ zu verschiedene Punkte (Radiuslängen) – wir wollen sie aber relativ zu einem Punkt bringen, sonst können wir überhaupt nicht vergleichen. Schiebst Du jedoch die Orbit von Köln zu der Orbit von Paris – erhöht sich der Radius, daraus resultierende v erhöht sich auch, und wenn Köln bis auf Paris verschoben ist, wundere dich nicht – die Orbitalgeschwindigkeiten werden den gleichen Wert haben, somit Differenz = 0.

Sind wir jetzt weiter? ;)

Liebe Grüße
Ljudmil
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Ernst » Do 11. Mär 2010, 20:17

Hannes hat geschrieben:Wenn ich die Geschwindigkeiten aus einem nichtrotierenden System betrachten will, so kann ich ja die Sonne als Fixpunkt wählen, wie es Einstein will und wie es auch du meinst.
Dann sind die beiden Bahnen von Satellit und Bodenstation langgezogene,fast parallelle Wendelbahnen ähnlich von Mondbahnen um Jupiter,wie man sie in jedem Astronomiemagazin sehen kann.Sie bewegen sich mit fast gleicher Geschwindigkeit rund um die Ekliptik,sodass keine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen ihnen erkennbar wird.Daraus kann sich auch keine ZD zwischen Satellit und Bodenstation ergeben.

Wenn Du, wie es exakt ist, nicht nur die Erdrotation, sondern auch die Erddrehung um die Sonne, berücksichtigen willst, kommen ebenfalls unterschiedliche mittlere Geschwindigkeiten zwischen Geosat und Bodenstation heraus. Ich hatte das ja kürzlich hier mit Chief besprochen. Es ergeben sich verkürzte Zykloide, die für weiter außen liegende Punkte auf der Erde eine größere Bahngeschwindigkeit beinhalten.
Siehe dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Zykloide
Also auch unter diesem Aspekt ergibt sich dann eine ZD.

Gruß
Ernst
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Hannes » Do 11. Mär 2010, 20:35

Hallo Sebastian !

Zum Additionstheorem :

    "es kommt natürlich darauf an, wann das Additionstheorem überhaupt angewendet werden kann. Es gibt z.B. auch Relativisten die wenden auch dann das Additionstheorem an, wenn sie am Himmel Körper sehen, die aneinander vorbeifliegen. Andere wiederum machen dieses nicht."

Der Elektromagnetismus als antreibende Kraft hat eine begrenzte
Wirkgeschwindigkeit.(c) .Mir ist daher sehr wohl bewusst, dass man
innerhalb eines elektromagnetischen Systems keine höhere Geschwindigkeit erzeugen kann, wenn man den Elektromagnetismus als Anschub verwendet.

Wenn sich aber das ganze System gegen einen anderen Bezugspunkt bewegt, dann
muss ich die Geschwindigkeit des Systems dazurechnen.(oder wenn ich mich gegen das System bewege muss ich meine Geschwindigkeit dazurechnen)

Da wir keine Kraft kennen, die besser beschleunigt als der Elektromagnetismus,
wird 1,99 c (zwei gegenläufige Protonenstrahlen aus dem LHC) wohl das höchste aller Gefühle bleiben.

Es besteht aber noch die Möglichkeit, dass extreme Gravitation im Nahbereich
von schwarzen Löchern höhere Beschleunigungen hervorruft.
Da müssen wir aber die Astronomen fragen.

Mit Gruß
Hannes
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Ernst » Do 11. Mär 2010, 21:09

scharo hat geschrieben: Sind wir jetzt weiter? ;)

Nein, wir sind soweit auseinander wie nie. ;)

So ziemlich alle Deine Statements betrachte ich als nicht richtig oder nicht zutreffend.

Geschwindigkeit gehört zur Kinematik; immer zu Kinematik, Kinematik gehört zur Mechanik; Mechanik gehört zur Physik.

Da beginnt es schon. Physik im Teilgebiet Mechanik beinhaltet die Dynamik. Daher sagt der Astrophysiker auch, daß die Erde sich um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Und er meint, daß Weltbild des Ptolemeus sei zwar kinematisch exakt, aber physikalisch falsch.

Wollen wir jetzt über Definitionen streiten? Schau in einem guten Physikbuch – dort wo krummlinige Bewegungen beschrieben sind. Wie kannst Du über reale Vektoren reden, wenn Dir sehr gut bekannt ist, dass bei krummlinigen, inkl. Kreisbewegungen, immer zwei Vektoren hingehören – ein tangential (was Du immer angibst) und ein radial. Wenn Du noch so kleinen Abschnitt nimmst, sind immer noch diese zwei Vektoren vorhanden, bei ds = 0 ist kein Vektor mehr da.

Ich weiß nicht, wovon Du redest. Eine bahngeschwindigkeit an einem Punkt wird durch einen Vektor vollständig beschrieben.

Drei mal kannst Du überlegen, dass zwischen der Differenz der freigelassenen Punkte und der Differenz der im Kreis gezwungenen Punkten ein Unterschied vorhanden sein muss. Die freigelassenen werden nach Delta t sehr weit auseinander sich befinden, die kreisenden aber nicht.

Wir reden nicht über delta t sondern um dt, also um einen infinitesimalen Wert.
Kreisgleichung y(x) = sqr (r² - x²)
Anstieg = 0 liefert dy/dx = -x / (sqr(r² - x²)) = 0 ; daher x = 0 ; zugehörig y = r ; also in der Stellung 12 uhr ist die infinitesimale Richtung horizontal.
Geradengleichung y(x) = r
Anstieg liefert dy/dx = 0 ; also Anstieg stets horizontal, also auch bei 12 Uhr.
Das ergibt korrekt übereinstimmende Richtungen und damit auch gleiche Richtungen für die beiden verglichenen Geschwindigkeitsvektoren. Die Beträge sind sowieso gleich.
Vergiß Dein Delta t.

Bestimmt wird Dir jetzt klar werden, wo Dein Denkfehler sich versteckt hat. Du hast also in Deinen fantastischen Geschwindigkeitsbeträgen nicht die Relativgeschwindigkeit zwischen Eisläufer und Eifelturm angegeben, sondern die hypothetische Relativgeschwindigkeit zwischen einem „unbewegten“ Punkt im mitrotierenden BS des Läufers, der auf der gleichen Länge, d.h. Abstand vom Läufer, wo auch Paris sich befindet, und Paris.
ds zwischen Eisläufer und Paris hat sich nur um den 2*r des Eiskreises geändert


Kinematisch richtig ist, daß im System des Eiffelturms Relativbewegungen mit 2*r des Eiskreises auftreten.Danach war aber nicht gefragt.

Für das Bezugssystem Eisläufer fabrizierst Du einen schwerwiegenden kinematischen Denkfehler. Im System des Eisläufers dreht sich der Eiffelturm kreisformig mit dem gewaltigen Radius (r = Berlin-Paris + Eiskreisdurchmesser ) um den Eisläufer. Und diese Orbitalgeschwindigkeit hatte ich ausgerechnet. Und würdest Du die Aussage physikalisch richtig finden, daß der Eiffelturm sich mit dieser hohen Orbitalgeschwindigkeit um den Eisläufer dreht? Sicher nicht.Weil Physik Dynamik beinhaltet. Sonst hätte man ja auch bei Ptolemeus bleiben können.
Und mit dieser Erkenntnis ausgestattet wirst Du nun einsehen , der Geosat hat eine Relativgeschwindigkeit zur Sternwarte?

Liebe Grüße
Ernst
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Hannes » Do 11. Mär 2010, 21:12

Hallo Highway !

    Hannes hat geschrieben:
    ...innerhalb eines elektromagnetischen Systems keine höhere Geschwindigkeit erzeugen kann, wenn man den Elektromagnetismus als Anschub verwendet...

    Das erklär mal FB, der das Bertozzi Experiment noch als glänzende Bestätigung für die SRT auffasst.

Wer ist FB und was besagt das Bertalozzi-Experiment ?

Mit Gruß Hannes
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Hannes » Do 11. Mär 2010, 21:50

Hallo Highway !

    Hannes hat geschrieben:
    ...innerhalb eines elektromagnetischen Systems keine höhere Geschwindigkeit erzeugen kann, wenn man den Elektromagnetismus als Anschub verwendet...

    Das erklär mal FB, der das Bertozzi Experiment noch als glänzende Bestätigung für die SRT auffasst.

Jetzt kenn ich mich aus....... Der FB ist keinem Argument zugänglich.
Man braucht ja nur die Nachrichten aus dem LHC genau verfolgen.
Riesige Energien müssen hineingesteckt werden und extreme Kühlungen der
Magnete auf der anderen Seite.
Aber schneller geht es nicht.
Zwei Protonenkreisläufe mit gegeneinander 1,99 c !
Dass beim letzten Quantum Beschleunigung noch enorme Wirkungen und
Erkenntnisse drin sind,ist verständlich.
Der Fehler der SRT liegt ja nicht bei der Höchstgeschwindigkeit, sondern bei der
INVARIANTEN Geschwindigkeit.

Hannes
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon scharo » Fr 12. Mär 2010, 11:59

Lieber Ernst,

irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du dich überhaupt nicht bemühst, die Sachverhalte vernünftig zu überdenken, sondern versuchst unter aller Umständen recht zu behalten, egal wie Deine Betrachtung auch falsch sein kann.

„Da beginnt es schon. Physik im Teilgebiet Mechanik beinhaltet die Dynamik.“

Mechanik beinhaltet Kinematik und Dynamik – das ist doch klar. Kinematik betrachtet immer masselose Punkte, Dynamik massebehaftete Punkte. Geschwindigkeit interessiert sich für Masse nicht – nur für kinematische Bewegungsabläufe, sie beschreibt nur relative zu etwas Bewegungen. Eine absolute Geschwindigkeit existiert nicht. In dem Moment, als man dem Punkt auch eine Masse zuordnet, landet man in die Dynamik.

„Wir reden nicht über delta t sondern um dt, also um einen infinitesimalen Wert.“

Ich weiß über was wir reden. Ich habe Dir Delta t vorgeschlagen, um bessere visuelle Vorstellung zu bekommen. Ein tangential gestellter Vektor zeigt immer die Richtung und Wert des tangential herausgeschleuderten Punktes und nicht die Richtung des im Kreisbewegung gezwungenen Punktes. Bei dt sehen beide identisch aus, man darf aber nicht vergessen, was was bedeutet und wie damit umzugehen ist.

„Für das Bezugssystem Eisläufer fabrizierst Du einen schwerwiegenden kinematischen Denkfehler. Im System des Eisläufers dreht sich der Eiffelturm kreisformig mit dem gewaltigen Radius (r = Berlin-Paris + Eiskreisdurchmesser ) um den Eisläufer. Und diese Orbitalgeschwindigkeit hatte ich ausgerechnet.“

Der Fehler liegt bei Dir – diese Geschwindigkeit ist nicht die relative Geschwindigkeit zwischen Paris und Eisläufer, sondern zwischen Paris bei t_0 und Paris nach dt im BS des Eisläufers. Gefragt ist aber die rel. Geschwindigkeit zwischen Paris und Eisläufer. ds beachten – wo ist ds aus dem Du diese Orbitalgeschwindigkeit berechnest? dr wäre ein zurückgelegter Weg zwischen Eisläufer und Paris, nicht aber ds auf dem Orbit.
Die Orbitalgeschwindigkeit der Erde um die Sonne hat mit der relativen Geschwindigkeit zwischen Sonne und Erde nichts zu tun. ds liegt auf dem (oder der – ich kenne den Artikel für Orbit nicht – steht in meinem Wörterbuch nicht) Orbit und nicht zwischen Erde und Sonne.

Wenn es weiterhin nicht klappt, werde extra für Dich entsprechende Zeichnungen anfertigen – dann wird´s vielleicht klappen. Glaube aber, Du wirst schon auch so dahinter kommen – nur nachdenken – die Maximen sind v = ds/dt und wo ist ds, zwischen welchen Punkten. Und wenn Du dahinter kommst, habe bitte den Mut es auch zuzugeben. ;)

Liebe Grüße
Ljudmil
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