Nachdem Highway sich immer so über meine Animationen freut zur Abwechslung mal wieder was zum Thema. Da ich jetzt eine Integrationsmethode gefunden habe die dem Computer die Berechnung der Eigenzeit nach Koordinatenzeit auch in gefühlt endlicher Zeit erlaubt (die Codes in den alten Beiträgen werden bei Gelegenheit upgedatet) hier wieder eine Bahn die in der
Ergosphäre endet.
a=0.9, r0=3GM/c², v0=√(1/r0)=1/√(3)c, ψ0=0, θ0=π/2=90°, φ0=0, δ0=π/5=36°
Zuerst in Eigenzeitintervallen geplottet:

Und jetzt zum Vergleich in Koordinatenzeitintervallen:

Standbilder vom Simulationsbeginn und vom Simulationsende:

Wie man sieht erreicht der Partikel beim Kerr-Radius von 1+√(1-a²)=1.44GM/c² lokal die Lichtgeschwindigkeit, während er im System des Koordinatenbeobachters einfriert und stehenbleibt.
Wähernd er aber stehen bleibt bewegt sich der Raum in dem er steht mit der Frame-Dragging-Rate von ca. 0.45c - wir haben also 3 Geschwindigkeiten:
1) die lokale,
2) die verzögerte und
3) die verdrehte.
Die Testmasse huscht daher
1) in ihrem eigenen System mit knapp unter c an der Messmarke vorbei
2) friert sie im System des Koordinatenbeobachters at infinity bei dieser Messmarke ein und
3) rotieren Partikel und Messmarke in System 2 mit stehengebliebenen Uhren 0.45c ihren Breitengrad entlang.
Nochmal in der schrägen Ansicht, links Eigenzeit und rechts Koordinatenzeit:

hat geschrieben:The outer surface of the ergosphere is called the static surface or static limit. This is because world lines change from being time-like outside the static limit to being space-like inside it.

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