Lothar Pernes hat geschrieben:
Läßt man in dem Beispiel mit den beiden einander umlaufenden, miteinander über ein Seil verbundenen Massen das Seil gegen Null gehen, erkennt man ganz deutlich, daß die Zentripetalkraft der einen Masse durch die Zentrifugalkraft der anderen Masse erbracht wird, und daß demnach die Zentripetalkraft der einen Masse nichts anderes ist als die Zentrifugalkraft der anderen Masse. Und daß die Zugkraft des Seils - bzw. die Zugkraft der Gravitation - nur eine übertragende Rolle spielt.
Hierzu wieder das Bild mit den zwei über ein Seil miteinander verbundenen Massen, aus dem hervorgeht, daß die Zentripetalkraft der einen Masse durch die Zentrifugalkraft der anderen erbracht wird, daß also die Zentripetalkraft der einen Masse nichts anderes ist als die Zentrifugalkraft der anderen Masse.
Unsinn. Es ist egal, wie lang das Seil ist, wenn man a) die Eigenschaften des Seils auf die Kraftübertragung reduziert und b) die Bahnkurve der Masse entsprechend der Seillänge beschreibt.
Man erkennt im Bild ganz deutlich, daß die Vektoren der (grünen) Zentripetalkraft und der (roten) Zentrifugalkraft in die gleiche Richtung zeigen und auf der gleichen Achse liegen. Damit werden diese einfach addiert. Da sie ja gleich sein sollen, ergibt sich eine Kraft F die doppelt so groß ist wie die Zentipetalkraft oder Zentrifugalkraft und in die gleiche Richtung geht. Die Masse wird also in Richtung des Zentrums beschleunigt. Tut Sie das? Nein. Also falsch.
Bei der Anordnung der Massen kann man auch eine Masse weglassen und in der MItte einen Ankerpunkt definieren, der das (halb-lange) Seil fixiert. Da ist keine Zentrifugalkraft mehr. Umläuft die Masse dann nicht mehr den Kreismittelpunkt? Wohl doch. Und nu?
Also: Ihre Beschreibung stimmt nicht.....
Mike