Raum-Zeit-Kontinuum

Hier werden andere Standardmodelle der Physik kritisiert oder verteidigt

Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » Sa 2. Feb 2013, 18:44

julian apostata hat geschrieben:Aus unserer Sicht wird dann in dieser fernen Zukunft a=2 betragen. Jedoch, werden diese Zukunftswesen auch mit a=2 rechnen, oder sollen sie doch wieder a=1 definieren, den Skalenfaktor also an ihre zukünftige Gegenwart anpassen?

Es ist anzunehmen, daß sie sich selbst ins Zentrum setzen werden, sofern sie wissen wollen, wie viel reicher oder ärmer das Universum im Vergleich zu ihnen war oder sein wird. Deshalb werden sie wohl ihre eigenen Werte als Startwerte verwenden, da a den Zusammenhang zwischen physikalischen und mitbewegten Koordinaten beschreibt.

Wenn man von a spricht, nimmt man einfach den Abstand, den was auch immer jetzt zu einem hat, zB eine Galaxie in 1e7 Lj Entfernung, oder den Horizont in 13e9 Lj, das ist dann a0. a(t) ist also 1 mal diese Distanz, und a als a(t)/a0 muss dann 1 sein.

Nichtsdestotrotz haben wir heute mehr Recht als jeder andere vor oder nach uns, unser a, unser t und unser H mit dem Subscript 0 zu ergänzen, denn abgesehen davon, dass wir sowieso keine andere Wahl hätten, leben wir heute, und nur heute in der Zeit, wo das Weltalter der Kehrwert des Hubbleparameters ist (und der Horizont so viele Lichtjahre entfernt wie das Universum Jahre alt). Das hat es so noch nie gegeben, und das wird es so auch nie wieder geben.

Manchmal setzt man auch die Anfangsgrösse des Skalenfaktors beim Urknall oder nach den Inflation als a0 fest, das ist der einzige Fall, wo man den Bezugspunkt vom Jetzt in eine andere Zeit schiebt.

julian apostata hat geschrieben:Eine gewisse Faulheit liegt nun mal in der Natur des Menschen (auch in meiner Natur), da sollte dir auch klar sein, dass du mit deinen Sekundenangaben kräftige Ohrfeigen an fast die gesamte Mahaggemeinde verteilst (einschließlich mir).

Sekunden in Jahre umzurechnen sollte für jemanden der sich mit Kosmologie beschäftigt keine Tragödie darstellen. Lichtsekunden zu Sekunden wäre unter Umständen auch noch sinnvoll, gibt aber teilweise sehr kleine Zahlen aus.

julian apostata hat geschrieben:Total grober Unfug ist natürlich die Einheit km/s/megaparscec, weil das ist nicht nur eine leichte Watschn, sondern einen brutaler Schlag ins Gesicht der SI-Einheiten darstellt. Und das ist auch noch offizielle Kosmologie! Unglaublich!

Das hat seine Gründe, wegen der Bestimmung anhand von Winkeln, Leuchtkraft und Rotverschiebung. Mir gefällt es zwar auch nicht, aber man kann es ja sehr leicht in ein praktischeres System umrechnen.

julian apostata hat geschrieben:Lassen wir also mal nur die Sekunde übrig, dann beträgt der Hubbleparamter (bei 70 km/s/megaparscec)
2,27*10^-18/s

Genau. Es sind 2.27e-18 m/sek pro m.


julian apostata hat geschrieben:und angenommen, die Erde würde der Raumexpansion keinen Widerstand entgegensetzen dann ergibt Erddurchmesser mal Hubbleparameter:
12 742 000m*2,27*10^-18/s=2,89*10^-11m/s

Auch richtig.

julian apostata hat geschrieben:m/s ist eine voll korrekte SI-Einheit, bei obigem Wert kann sich aber keiner was drunter vorstellen, und du kannst von den Leuten nicht erwarten, dass sie sich das in einen vorstellbaren Wert umrechnen…

Das wiederum ist falsch.

julian apostata hat geschrieben:Keine SI-Einheiten mehr, aber jetzt können sich auch normale, faule Menschen was drunter vorstellen.

Ich glaube wenn jemand wirklich so faul ist wie du sagst, dann wird er sich für dieses Thema sowieso nicht interessieren.

julian apostata hat geschrieben:Um knapp einen Millimeter würde also die Erde jährlich sich aufblähen, sofern sie bei der Raumexpansion mitmachen würde.

Klingt vernünftig.

Zustimmend, Yukterez.
Zuletzt geändert von Yukterez am Sa 2. Feb 2013, 21:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » Sa 2. Feb 2013, 21:33

Die Rechnung würde ich gerne im Detail sehen. Wenn ich Herrn Apostatas Millimeter proberechne, komme ich auf 1mm pro Jahr: 2*6363000m*2.27e-18Hz*365.25*24*3600sek=0.001m=1mm. Im Prinzip stimmt es, was er sagt.
Zuletzt geändert von Yukterez am Sa 2. Feb 2013, 21:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » Sa 2. Feb 2013, 21:50

Grober Unfug. Du gehst von einer Hubblekonstante aus, die ihre Frequenz nicht ändert. Vor 6e9 Jahren war sie aber fast doppelt so hoch, und die Rezessionsgeschwindigkeit geringer, siehe Plot auf Seite 9. Abgesehen davon gilt der mm pro Jahr nur wenn der Durchmesser bereits erreicht ist, du musst bei 0 anfangen, nicht beim Erdduchmesser, auf den du ja hinaus willst (: Deine Rechnung ist damit eine Bananenrechnung. Du rechnest für den Startpunkt vor 6e9 Jahren 6e6m*H0, musst aber limes_r→0; r*H(t) rechnen, und von damals bis heute ein Integral aufstellen, wenn du hier, wo Erwachsene sich unterhalten, mitreden willst.

Bild, Yukterez.
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Beitragvon Yukterez » Sa 2. Feb 2013, 23:46

Und das von jemandem, der sich darüber mokiert, daß Energie und Drehmoment dieselbe Einheit haben. Naja warten wir erst mal ab was Kurt dazu sagt.
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Re: ∫ ≢ ∑

Beitragvon Kurt » So 3. Feb 2013, 01:17

Yukterez hat geschrieben:Und das von jemandem, der sich darüber mokiert, daß Energie und Drehmoment dieselbe Einheit haben. Naja warten wir erst mal ab was Kurt dazu sagt.


Warten auf mich braucht ihr nicht.
Energie und Drehmoment sind beides Zahlen die das was abläuft vereinfacht als Wirkungen_dargestellt_als _Zahl wiederzugeben versuchen.
Um zu verstehen was real abläuft sind die realen Abläufe zu kennen, da helfen die ganzen Zahlenbetrachtungen nicht weiter.

Zur -Vergrössererung- der Erde.
Angenommen die Menge an BT der Erde sei fix, das All expandiere, der -Trägerdruck- wird geringer.
Geringerer Trägerdruck bedeutet geringere Resonanzfrequenz der BT, somit auch der Atombausteine, der Atome, der Moleküle....
Geringere Resonanzfrequenz bedeutet langsameres Schwingen, damit längere Wege, grössere Abstände der "Knoten" innerhalb des Atoms.
Somit beansprucht ein Atom mehr "Raum" um zu sein.
Das würde bedeuten dass die Erde vergrössert ist gegenüber dem Zustand bei dem sie einem höherem -Trägerdruck" ausgesetzt ist.
Analoges gilt auch für Galaxien und ganze G-Haufen.

Umgelegt auf die CS133 Atomuhren bedeutet dies das sie, wenn sie mit einer höheren Resonanzfrequenz aufwarten, einem höherem "Trägerdruck" ausgesetzt sind, weniger "Raum" verwenden, und letztendlich schneller schwingen wenn sie in Resonanz versetzt werden.
(das Nichtvorhandensein der Grav. Rotverschiebung lässt grüssen weil die höher gemessene Freqeunz ja bereits oben vorhanden ist)


Kurt
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » So 3. Feb 2013, 01:26

Kurt hat geschrieben:...somit auch der Atombausteine, der Atome, der Moleküle

zwar immerhin weiter gedacht als Chief, aber dafür schon wieder zu weit gedacht:

Herr Apostata hat geschrieben:Um knapp einen Millimeter würde also die Erde jährlich sich aufblähen, sofern sie bei der Raumexpansion mitmachen würde.

Hier geht es rein um den Expansionseffekt des Raumes auf einer Skala die dem Erddurchmesser entspricht, und um die Grösse dieses Skalenfaktors vor 6 Mrd Jahren, bzw darum, wie lange es in Anbetracht des Hubbleparameters her wäre, daß dessen Ausdehnung den Grenzwert 0 gehabt hätte. Die Atome von irgendeiner Erde sind in dieser Aufgabenstellung heraus-, bzw. gar nicht erst hineinzurechnen, sonst wäre die Grundvoraussetzung von wegen würde und wäre nicht erfüllt.

Das Kind beim Namen nennend, Yukterez.
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Kurt » So 3. Feb 2013, 02:15

Yukterez hat geschrieben:Das Kind beim Namen nennend, Yukterez.


Du schüttest immer noch das Kind mit dem Badewasser aus.
Du gehst von einer linearen Skalierung der Entfernungen aus, das ist aber nicht der Fall.
Denn diese existiert nicht!
Egal ob du Urknallst oder Spinoszilliertst, die Enfernungen sind nicht fest, sie müssen sozusagen jede Sekunde neu betrachtet und bewertet werden.

Ich versuche gerade mit "Schall(iges)" dies zu zeigen, zu verstehen.
Da kommt dann auch noch dran wieso Licht von einer Quelle die sich mit 5c von uns wegbewegt, bei uns ankommt.
Denn ich habe die Geschwindigkeit von 5c auf ein lineares Masssytem bezogen, dieses existiert aber nicht.

Den Ereignishorizont den du errechnest den gibts nicht, denn er ist auf eine feste Geschwindigkeit auf einen angenommen linearen Bezug bezogen.
Begrenzender Faktor ist die Rotverschiebung, genau diese versuche ich mit dem Schallbeispiel zu erkennen.
Es handelt sich dabei nicht primär um Doppler, sondern um eine Differenz die bei der Expansion als dynamische (Rotverschiebefaktor) übrig bleibt.
Das heisst im Klartext das wir viel weiter ins All schauen können als du es immer wieder erechnest.

Kurt
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » So 3. Feb 2013, 09:51

Kurt hat geschrieben:Das heisst im Klartext das wir viel weiter ins All schauen können als du es immer wieder erechnest.

Was du nicht sagst, kannst du mir das auch in Metern versus Sekunden plotten? Ich nehme zur Not auch Megaparsecs und Jahre (:
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Drehen und winden

Beitragvon rmw » So 3. Feb 2013, 11:06

Chief hat geschrieben:Da dich "fb...", "contravariant" und "Artie" nicht korrigieren wollen, hast du bestimmt recht mit E=M.

Na ja das paßt zu ihm.
Nachdem er nicht begriffen hat dass ein Drehmoment und Arbeit nicht das gleiche sind, wenngleich sie die gleiche Einheit haben (vielleicht versteht er das inzwischen sogar), versucht er es nun so darzustellen als ob du etwas dagegen hättest, dass die beiden physikalischen Begriffe die gleiche Einheit haben.
Könnte für einen RT-Verteitiger nicht typischer sein: Sich zu drehen und zu winden wie man es braucht.
rmw
 
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » So 3. Feb 2013, 12:50

Querulant rmw,

das ist jetzt schon die dritte Themenverfehlung innerhalb eines Fadens. Hier geht es um die Hubblefrequenz! Meine Rechnung Nm=x*Joule/(U*2π), in anderen Worten: Du musst genau so viele Joule reinstecken, wie du Newtonmeter erhalten willst, steht trotzdem; wenn es dir nicht passt, eröffne einen Faden zu dem Thema. Damit wir hier nicht in die Dosenfleischerei abdriften gibt es sobald es gerendert ist ein neues Bild zum Thema:

Bild

[esc]: Pause, [F5]: Loop: Vergleich zwischen Standard- und beschleunigter Expansion im t(a): w0=-0.5..-1.5; w1=-0.5..0.5

Bild, Yukterez.
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