Kritik des 1. newtonschen Axioms

Hier werden andere Standardmodelle der Physik kritisiert oder verteidigt

Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » Fr 10. Apr 2009, 20:59

Hallo Faber,

> Die Herstellung guter Maßstäbe ist nicht ganz einfach. < Nun, die Natur zu verstehen auch nicht. Bis jetzt hat die Natur noch keine Maßstäbe hergestellt. Sie schafft mit ihrer Bewegung nur Distanzen, die von uns mit einem selbstgewählten Maßstab aufgeteilt werden. Auch die Position der Sonne ergibt sich aus der Bewegung der Gestirne.

MfG

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Heinrich Katscher » Fr 10. Apr 2009, 23:43

mmgarbsen hat geschrieben: "Bewegungen sind Ortsveränderungen." Meine Meinung dazu ist: "Bewegung ist ein Zustand, der zu einer Ortsveränderung führt." Dazwischen liegen zwei Ereignisse. 1. und 2. Beobachtung der Örtlichkeiten.


Werter Herr Müller,

Ihre Definition der Bewegung scheint besser als meine zu sein, sie ist jedoch auch nicht hieb- und stichfest. Meiner Ansicht nach ist Bewegung ein Ereignis, das von einem Zustand zm Folgezustand (zur Orts-Änderung) führt. Dies schliesst jedoch nicht aus, die Bewegung selbst als Zustand zu betrachten. Es bleibt jedoch die Frage: als Zustand wessen ?

Zur Distanzbestimmung muss eine Messung bzw. Beobachtung genügen. Das Ergebnis der ersten Beobachtung ist nämlich bei einer zweiten Beobachtung schon Vergangenheit und damit nurbeschränkt gültig..

Die Distanz zwischen den beiden Beobachtungen wird als Zeit bezeichnet, obwohl es sich dabei um eine zurückgelegte Strecke handelt.


Diese Behauptung entspricht meinen Worten: Ich habe geschrieben, dass Standortsortsänderungen sekundär ein eine definierte Standortsänderung , (ein Bezugsmass), erfordern, das ein ZEITMASS bildet. Ich glaube, damit mit Hannes,Chief und Bruno konform zu sein, die das Zeitmass einerseits von der Strecke ableiten, die das Licht in 1 Sekunde zurücklegt (eine Kreisdefinition) oder vom Weg ableiten, der Elektronen des Cäsium-Atoms beim Übergang zwischen zwei Anregungszuständen eine bestimmte Frequenz erteilt.
Mit Fabers Standpunkt kann ich mich nicht anfreuden, obwohl seine Behauptung
Zeit wird genauso wie Länge durch Vergleich mit einem Maßstab ermittelt.

prinzipiell richtig ist.

Die Frage
Warum wird der Bewegung seitens der Wissenschaften so wenig Bedeutung beigemessen?

kann ich nicht beantworten. Hiezu sollten die P.T.Autoren der Fachbücher befragt werden. Wahrscheinlich deshalb, weil es viele Bewegungen gibt und Grütze nötig ist, ihren gemeinsammen Nenner zu ermitteln.

Die Behauptung
Es wird auch immer nur der Frage nachgegangen, was sich da bewegt. Viel wichtiger ist jedoch eine Antwort auf die Frage, "wie und wohin sich etwas bewegt."

ist einseitig. Man muss bzw. sollte wissen, WAS sich bewegt, ehe man die Frage aufwirft, WIE und WOHIN sich das WAS bewegt.
Wenn wir davon ausgehen, daß sich alle Objekte schon immer (SEIT JEHER) beweg(t hab)en, dann hat auch die Zeit keinen Anfang. Hierdurch wird der Begriff "Unendlichkeit" viel anschaulicher

Ich stimme überein. Das Wort ZEIT meide ich tunlichst. Wo es geht, benütze ich den Ausdruck ZEITDAUER.

MfG
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » Sa 11. Apr 2009, 11:40

Hallo Herr Katscher,

es liegt mir fern, Sie belehren zu wollen, aber ist der Ausdruck "Ortsveränderung" nicht lediglich eine Umschreibung der Bewegung?

In einschlägigen Abhandlungen wird oftmals von einem Ruhezustand gesprochen. Für mich wäre das ein Pendant zur Bewegung. Oder halten Sie etwa den Ruhebegriff auch für ein selbstverständliches Ereignis und mithin als Ausgangssituation für den Folgezustand der Bewegung ? Darüber sind schon Galilei und Newton gestolpert.

Ganz richtig ist es auch, die Frage nach dem WAS sich da bewegt, nicht zu übergehen. Ebenso wichtig ist es jedoch, das WIE und WOHIN nicht zu vernachlässigen.

Man kann es schon als allgemeingültig betrachten, daß massereiche ( d. h. materielle ) Stoffe gewisse Eigenschaften aufweisen, während Emissionen nur nach ihrer Funktion in Welle oder Strahlung aufgeteilt werden.

Da ich die Bewegung und den Ruhezustand gleichwertig als Zustand betrachte, halte ich eine "Bewegung der Objekte seit jeher" durchaus für möglich. Das hat natürlich zur Folge, daß Urknall und alle ähnlichen Erscheinungen total überflüssig sind.

MfG

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Heinrich Katscher » Sa 11. Apr 2009, 22:46

Chief hat geschrieben:,
welche quantitativen Unterschiede gibt es zwischen Katscher- und Newton-Theorie?


Obwohl ich hinter dieser Frage die von bestimmten Betreibern der AC- und Astronews-Foren gegen mich geführte Verleumdungskampagne vermute, will ich versuchen, ihre sachliche Ebene zu beantworten.

Das 1. Newtonsche Bewegungsaxiom
"Ein Körper verharrt in Ruhe oder gleichförmiger Bewegung, solange keine Kräfte auf ihn einwirken"
sagt über die Ursache der Bewegung nichts aus und macht Kraftwirkungen für Bewegungsänderungen verantwortlich.

Die Formulierung
"Ursache der Bewegungsart eines Körpers ist die Summe aller in ihm und auf ihn wirkenden Impulse" (internen und externen Stösse)
betrachte ich als zutreffender, weil sie alle Arten der Bewegung und ihre Ursachen umfasst, (Bewegungsänderungen eingeschlossen).

Beide Formulierungen beschreiben GLEICHERMASSEN das Verhalten von Körpern im Raum. Diese Formulierungen des gleichen Tatbestandes als Theorien gegenüber zu stellen, grenzt meiner Erfahrung mit den genannten Foren nach an Böswilligkeit.

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Heinrich Katscher » Sa 11. Apr 2009, 23:40

mmgarbsen hat geschrieben: Ist der Ausdruck "Ortsveränderung" nicht lediglich eine Umschreibung der Bewegung?
..................
Halten Sie den Ruhebegriff für ein selbstverständliches Ereignis und mithin als Ausgangssituation für den Folgezustand der Bewegung ?

Ich betrachte nicht Ortsveränderungen, sondern Ortsänderungen, die das Ergebnis der Beobachtung zweier Raumstellen sein können.
Ein Körper, in dem sich nichts ereignet, wäre ewig und zeitlos. Solche Körper gibt es nicht. Körperparameter ändern sich dauernd und diese Änderungen kann man als EREIGNISSE betrachten..

BEWEGUNG ist eine spezielle Ereignisart, wobei die Begriffe Bewegung und Ruhe nur relativ gelten.
Wenn Sie z.B. in einem fahrenden Zug sitzen, sind sie diesem gegenüber in Ruhe, dem Bahnkörper, den Bahnhöfen oder anderen Zügen gegenüber jedoch in Bewegung. (Geschwindigkeitsabhängig sind jedoch weder sie, noch die Bahnhöfe)
richtig ist die Frage, WAS sich bewegt. Ebenso wichtig ist es jedoch, das WIE und WOHIN nicht zu vernachlässigen.

Das bezweifle ich nicht. Das habe ich in meinem Beitrag mit anderen Worten selbst betont.
Man kann es schon als allgemeingültig betrachten, daß massereiche ( d. h. materielle ) Stoffe gewisse Eigenschaften aufweisen, während Emissionen nur nach ihrer Funktion in Welle oder Strahlung aufgeteilt werden.


Meine Hypothese unterscheidet nicht Masse und Vakuum, sondern Raum und Rauminhalt (einen Äther als Urstoff), dessen Bewegungszustand sich als Körper, Strahlung, Welle oder Vakuumäusset. Dies ist unbeweisbar, jedoch plausibel, verständlich und aufschlussreich.

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Uli » So 12. Apr 2009, 13:42

Bruno hat geschrieben:"Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen."
Arthur Schopenhauer [deutscher (!) Philosoph]


Genau das ist der Punkt: die Ewig-Gestrigen wollen eben nicht nur [teutsche (!) Philosophie, sondern auch [teutsche (!) Physik.
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » So 12. Apr 2009, 14:50

Hallo Herr Katscher,

Sie unterscheiden zwischen Raum und Rauminhalt. Darüber haben wir noch gar nicht gesprochen.

Was halten Sie überhaupt an einem Äther als Urstoff für plausibel und verständlich?

MfG

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Heinrich Katscher » So 12. Apr 2009, 23:49

Chief hat geschrieben: Bbei Betrachtung der kinetischen Energie fällt auf, dass für eine Beschleunigung von 0 auf 10 km/s weniger Energie benötigt wird als für eine Beschleunigung von 100 auf 110 km/s, obwohl es sich in beiden Fällen um gleiche Änderung der Geschwindigkeit handelt. Relativistisch gesehen, kann jede gleichförmige Bewegung auch als Ruhe betrachtet werden, aber wie man hier sieht rein rechnerisch ergeben sich einige Unklarheiten.


Hallo Chief,

Ich persönlich korrespondiere mit anonymen Partner sehr ungern, weil ich der Ansicht bin, dass sich für seine Ansichten und Erfahrungen niemand zu schämen braucht. Das bezieht sich auch auf die oben erwähnte Unklarheit, die schon Bruno in seinem Beitrag So 12. Apr 2009, 11:15 einigermassen geklärt hat, leider mit einem ungehörigen Seitenhieb auf Albert Einstein.
(Ich rate ihm, den pampfletischen Teil seines Beitrages zu löschen, da er über seine Kinderstube Ähnliches aussagt wie die tendenziellen Zweckergüsse des AC-Hetzers Galileo 2609 ).

Im Nachtrag zu meinem Beitrag vom So 5. Apr 2009, 23:34 habe ich die Energie als Quadratsumme der Geschwindigkeit eines Körpers (und damit der Vektorgrösse IMPULS) definiert, sodass die Quadratwurzel der Energie zum Absolutwert der Geschwindigkeit führt.
Diese Tatsache wird durch den von Isaac Newton in die Physik eingeschleusten "Massenbegrifff" (J = M v, E = M v^2) verschleiert.
Die Quadratwurzel der Energie als Absolutwert der Geschwindigkeit zu betrachten macht Geschwindigkeitsänderungen delta v unabhängig von der Geschwindigkeit v und löst das aufgeworfene Grössenproblem.

mfG
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » Mo 13. Apr 2009, 10:05

Ich habe einmal meine Erkenntnisse zusammengefaßt und geschrieben: "Kraft ist eine von Mensch, Tier oder Maschine erzeugte Arbeitsleistung, mit der naturgegebene Widerstände überwunden werden."

Eigentlich habe ich ja mit einem Sturm der Entrüstung gerechnet. Aber nichts davon. Nur Stille. Keine Entrüstung, keine Widerspruch, kein Kommentar, keine Hinweise auf die Newtonschen Gravitationsgessetze.

Sollte ich das als stillschweigende Zustimmung auffassen? Ich kann´s immer noch nicht glauben.

MfG

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Sebastian Hauk » Mo 13. Apr 2009, 10:18

Hallo mmgarbsen,

Ich habe einmal meine Erkenntnisse zusammengefaßt und geschrieben: "Kraft ist eine von Mensch, Tier oder Maschine erzeugte Arbeitsleistung, mit der naturgegebene Widerstände überwunden werden."


bei Windrädern wird Stom, mit dem dann z.B. ein Auto (Elektroauto) fahren kann, mit Hilfe des Windes erzeugt.

Das bedeutet, dass der Wind in der Lage ist, eine Kraft auszüben.

Gruß

Sebastian
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