Hi Kurt und Ernst,
ich finde es verblüffend, wie ihr physikalische Fakten aus Labor-Messungen ignoriert.
Nur das eine Beispiel der Stokes-Verschiebung:

Wiki hat geschrieben:Bei dem von Stokes durchgeführten Experiment lässt sich die Verschiebung durch zwei Effekte beschreiben. Elektronen befinden sich nach der Absorption bzw. Emission nur selten im vibronischen Grundzustand des elektronisch angeregten Zustands bzw. des elektronischen Grundzustands, wodurch es zu einer nichtstrahlenden Relaxation in den jeweiligen vibronischen Grundzustand kommt. Der in den meisten Fällen stärkere Effekt ist jedoch die Lösungsmittelrelaxation.
Fluoreszente Farbstoffe werden im Allgemeinen als Dipole betrachtet. Das nicht angeregte System liegt meist in einem Gleichgewicht vor. Dadurch ist der elektronische Grundzustand energetisch bevorzugt. Nach der Absorption befindet sich das System nicht mehr im Gleichgewicht, da sich der Dipol des Farbstoffs geändert hat. Sobald sich das System wieder im Gleichgewicht befindet, ist der elektronisch angeregte Zustand bevorzugt, sein Energieniveau liegt folglich tiefer als zuvor, das des elektronischen Grundzustands jedoch höher. Dadurch ist die Energiedifferenz zwischen den Zuständen im angeregten System kleiner als im nicht angeregten, sodass bei der Emission weniger Energie abgegeben wird als bei der Absorption aufgenommen wurde.
In manchen Fällen kann es abweichend von dieser grundsätzlichen Regel auch vorkommen, dass das wieder emittierte Licht in seiner Wellenlänge nicht verändert wurde. In diesen Fällen spricht man vom Auftreten einer Resonanzfluoreszenz.
Zeigt bereits, das Licht durch Wechselwirkung mit Materie ins Rote verschoben wird. In Ausnahmefällen tritt keine Rotverschiebung auf, dass ist dann der Fall, wenn der Absorber die gleiche EM-Strahlung emittiert, die er empfängt, es also keinen Unterschied in den Frequenzen gibt. Meistens ist es so, dass hochfrequente EM-Strahlung absorbiert wird und dabei die Frequenz sinkt, der Absorber nimmt einen Teil der Schwingungen in sich auf, was zu Bewegung oder niederfrequenter EM-Strahlung führt. Das Prinzip der Wechselwirkung bedingt diese Effekte.
Wenn du dein Essen in die Mikrowelle stellst, wird es heißer und heißer, nimmst du das erwärmte Mahl aus der Mikrowelle, kühlt es sukzessive ab, d.h. seine thermale Strahlung wird ins Rote verschoben. Die Rotverschiebung ist nichts anderes als eine Abkühlung. Vielleicht versteht ihr es jetzt?
Übrigens, der Artikel "Redshift of Spectral lines in the Sun's Chromosphere", den ich weiter oben zitiert habe, beschreibt die Rotverschiebung der Spektrallinien von der Sonne, welche am Rand der Sonne weiter ins Rote verschoben sind, als zur Mitte der Sonne hin. Das liegt daran, wie ich es in meiner Skizze weiter oben dargestellt habe.
Die "Rotverschiebung" in der Erdatmosphäre ist keine Plasma-Rotverschiebung, sondern hat mit der stärkeren Absorption von kurzwelligem Licht zu tun. Licht durchdringt Wasser oder Glas auch nur begrenzt, ab einer bestimmten Schichtdicke ist Schluss und kein Licht geht mehr hindurch. Materie schluckt Licht weg, es wird absorbiert und auf die eine oder andere Weise ins Rote verschoben.
Der Gag bei der kosmischen Rotverschiebung ist, dass die bekannten Spektrallinien, als Absorptionslinien ins Rote verschoben wurden. Das funktioniert aber nur, wenn das restliche Spektrum ins Rote verschoben wurde, denn die Absorptionslinien sind dunkel. Es wurden sozusagen die Schatten ins Rote verschoben. Dabei fällt auf, dass keine gleichmäßige Rotverschiebung auftritt. Widerspricht das nicht bereits der Doppler-Interpretation?

Mit augenöffnenden Grüßen!
McDaniel-77