rmw hat geschrieben:Daraus kann man jedenfalls nicht schließen dass uns unsere Sinnesorgane grundsätzlich etwas vormachen, nur die Interpretation funktioniert nicht immer.
Ja. unser Denken wird bestimmt von unseren Sinneswahrnehmungen.
Trotzdem kannst du dich mit praktisch jedem Menschen auf der Welt dich unterhalten, und feststellen, dass diese Menschen das Gleiche interpretieren, wie du mit deiner Sinneswahrnehmung.
Man kann sich mit einem Mexikaner über Fußball unterhalten, usw. Der Mexikaner weiß auch was eine Kugel bzw. ein Fußball ist.
So gibt es auf der ganzen Welt Sinneswahrnehmungen, die gleich sind, aber in der jeweiligen Sprache anders benannt werden.
Ein Übersetzer macht nicht anderes, als eine Sinneswahrnehmung in einer Sprache mit den Worten einer anderen Sprache zu beschreiben.
Da gibt es einen Konsens.
Ein großer Punkt bei der Entwicklung des Bewusstseins ist, wenn Kinder so drei Jahren alt werden. Die ersten Worte, die ein Kind spricht, sind so mit 1,5 oder 2 Jahren. Dabei sagt das Kind, es heiße z.B. Jonas, „Jonas hat Hunger.“, „Jonas macht Pipi“. Erst mit Anfang drei Jahren fängt das Kind an, ein „Ich“ Bewusstsein zu entwickeln. Es sagt auf einmal Dinge wie: „Ich habe Hunger“. Erst dann nimmt sich das Kind als Person wahr und auf der anderen Seite die Außenwelt, die da ist.
Das ist wichtig, denn erst ab diesen Moment, kann ein Mensch über Ideen, bzw. Konzepte, von dem Ego aus gesehen, neutral nachdenken.
Man hat schon bei Hummeln nachgewiesen, dass diese zählen können, oder kooperativ handeln.
Man hat Delphine beobachtet, die ihre Launen den Artgenossen mitteilen.
Aber abstrakt zu Denken, in Konzepten zu denken in denen das Ich nicht vorkommt, und daraus Schlüsse zu ziehen, bleibt wohl dem Menschen vorbehalten.
Unser Denken bekommt seinen Input über die Sinnesorgane. Das ist gut, und was man so als Mensch an Wahrnehmungen hat, ist recht umfangreich. Allerdings sehen Bienen Licht im UV Bereich, Fledermäuse hören im Ultraschall. Das sind Wahrnehmungen, die wir als Mensch niemals haben werden. Aber man kann es durch technische Hilfsmittel für uns erfahrbar machen, wie eine Kamera, die UV Licht sichtbar macht.
Wichtig ist das "Ich" Bewusstsein, und das geht damit einher, mit einer Selbsteinschätzung, und daraus wiederum, dass man selbst niemals die Krone der Schöpfung ist.
Es gibt den (menschlichen) Gedanken, es gibt jenseits meiner Erkenntnisse etwas, das noch komplizierter ist. Vielleicht sogar etwas, dass niemals ein Mensch verstehen wird.
Das "ich" Bewusstsein erkennt, dass es da immer noch Luft nach oben gibt, in seiner Leistung als Denkapparat.
Mit diesem Bild:

Wollte ich eigentlich auf einen anderen Aspekt hinaus.
Rechts oder links, egal die beiden Würfel zeigen eine Kugel zu verschiedenen Zeiten im Gleichen Raum. Es geht hier ja um Zeit.