Raum-Zeit-Kontinuum

Hier werden andere Standardmodelle der Physik kritisiert oder verteidigt

Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Kurt » Fr 17. Mai 2013, 19:35

Yukterez hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:10%...

na wenn`s so einfach ist, zeig mal her wie das aussieht.


Nullinie entspricht 100%

Draufgesattelt ein Sinus (reicht hier) , skaliert mit +- 10

Vorgaben:
- bei 105 beginnt die Materiebildung (BTs werden erzeugt).
- bei 110 beginnt die Expansion
- bei 95 löst sich Materie auf (BT zerfallen)

Das bedeutet dass von 105 bis 110 das All noch -dichter- wird, ab da dann expandiert.


Kein fester Anfang, kein Ende.

Kurt


Wenn so sein sollte dann müsste sich ein Übergang/Knick in der Allexpansion finden.
Es müssten sich auch Hinweise einfinden die -bevorzugte- Bereiche zeigen, Hinweise auf einen "Mittelpunkt" oder "Aussenwand".
Die Hinweise müssten in der Hintergrundstrahlung zu finden sein, also keine Homogenität von ihr vorliegen.
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Re: Raum-Zeit-Konsortium

Beitragvon Yukterez » Fr 17. Mai 2013, 22:29

ratet mal wer hat geschrieben:Draufgesattelt ein Sinus (reicht hier) , skaliert mit +- 10

Vorgaben:
- bei 105 beginnt die Materiebildung (BTs werden erzeugt).
- bei 110 beginnt die Expansion
- bei 95 löst sich Materie auf (BT zerfallen)

Mal abgesehen davon, daß dein Universum von 105 auf 110 expandiert (% von was? Masse? Volumen?), bevor die Expansion losgeht (Bild), und die Basisteilchen zwar über 105 erzeugt, aber unter 95 vernichtet werden (Bild), hast du deinen Sinus ja bereits hier erhalten.

Bild, Yukterez.
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Re: Raum-Zeit-Konsortium

Beitragvon Kurt » Sa 18. Mai 2013, 12:49

Yukterez hat geschrieben:
ratet mal wer hat geschrieben:Draufgesattelt ein Sinus (reicht hier) , skaliert mit +- 10

Vorgaben:
- bei 105 beginnt die Materiebildung (BTs werden erzeugt).
- bei 110 beginnt die Expansion
- bei 95 löst sich Materie auf (BT zerfallen)

Mal abgesehen davon, daß dein Universum von 105 auf 110 expandiert (% von was? Masse? Volumen?), bevor die Expansion losgeht (Bild), und die Basisteilchen zwar über 105 erzeugt, aber unter 95 vernichtet werden (Bild), hast du deinen Sinus ja bereits hier erhalten.

Bild, Yukterez.


Es ist so angedacht:

Unser Universum, eine Menge an Trägersubstanz.
Die Menge erhält sich durch ihr Schwingen, Schwingen ist also die Voraussetzung für Stetigkeit im Sein.
Die Schwingung ("Spinschwingung") ist derart dass es Bereiche gibt die gerade komprimiert werden, andere die sich gerade entspannen.
Im Mittel ist es immer gleich (die 100%).
Hier wird ein ganz kleiner Bereich dieser schwingenden Einheit betrachtet, es ist unser All/Universum.

Beginnend beim aufteigendem Sinus, bei 105%.
Hier bildet sich Materie, die BT* (Basisteilchen), ab hier gehts mit der Materieverklumpung los.
Wärenddessen erfolgt immer noch die Komprimierung des Allbereichs den wir hier betrachten.
Ab 110%, das ist der höchste Komprimierungsgrad, gehts in Richtung Entspannung.
Bei 95%, der Trägerdruck/Dichte, ist soweit gefallen dass sich die BT auflösen.

Da es sich um einen Schwingzyklus handelt kommt ab 90% die Komprimierung dieses Allbereiches wieder in Gange, das Spiel beginnt von vorne.
Es ist also eine Möglichkeit vorhanden dass mal irgendwo intelligente Lebewesen entsteht Individuen entstehen die in der Lage sind weiter zu sehen als nur soweit es ihre evolutionäre Programmierung erlaubt.

Damit aus der Phantasie oben zum Prüfen auch "Messungen" abgeleitet werden können, diese Punkte.

- es muss sich innerhalb des beobachtbaren Allbereiches in unserem All eine Art -Umkehr- der Expansion finden, also quasie einen Beginn der Expansion, vorher könnte es ev. noch Hinweise auf die Komprimierung geben.

- es müssen Hinweise vorhanden sein die nicht auf ein homogens All hindeuten, also Bereiche sichtbar werden die sich etwas anders verhalten als der Rest.
Das müsste bei der Hintergrundstrahlung zu finden sein.
Das wären dann Bereiche die in Richtung Allmittelpunkt oder Allrand hinweisen.

*) BT: das kleinste Ding das als Materie bezeichnet wird.
Es ist ebenso wie das Universum auch, eine schwingende Einheit, sie macht die gleiche Schwingungart wie das All auch ("Spinschwingung").
Das BT ist nichts weiter als eine Menge der Trägersubstanz aus der das All auch besteht, nur halt durch Schwingen als (eigenständige) Einkeit vorhanden.

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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Bernhard » Sa 18. Mai 2013, 16:48

Yukterez hat geschrieben:
Quatsch? Nein, denn wenn da jemand ernstlich behaupten möchte, dass das Universum 13 Milliarden Lichtjahre groß,alt ist, wäre, dann stellt sich doch sofort die Frage: "Was ist dahinter" und "was war zuvor".

Das Universum ist ja nicht 13 Mrd Lj groß, hinter dieser Distanz beginnt nach der Formel c/H einfach nur die Rezessionsgeschwindigkeit > c. Dahinter ist, was davor ist, und in welcher Distanz der eigene Hinterkopf zu sehen wäre, lässt sich über ΩK errechnen (nach meinem Verständnis bei zB ΩT=1.05 in 13/0.05 Mrd Lj).
http://en.wikipedia.org/wiki/Shape_of_the_universe

Aus diesem Grunde bin ich der Ansicht, dass es keinen Anfang und kein Ende für das SEIN an sich gibt.

Das wäre auch möglich, aber sich das vorzustellen ist auch nicht unbedingt einfacher (infiniter Regress).


Es wäre einfacher, da man sich keine Gedanken über das "dahinter" oder "davor" machen muss.

Es gibt im Grunde keinen Grund den Raum nach Euklid in Frage zu stellen. Da mit diesem Modell besser gearbeitet werden kann als mit der Raum-Krümmungshypothese, die im Grunde niemand braucht. Jedoch, ist dann so manchem Individuum der Raum zu groß.

@andere Poster.
Sorry, hab grad wenig Zeit. Aber eines möchte ich noch bemerken. Mathematik hat keine Beweiskraft, weil Mathematik das tut was der Mathematiker will! Oder, Mathematik ist die zu Papier gebrachte menschliche Denkweise.

Gesetzt den Fall, dass das Universum endlos wäre, also dass die XYZ-Koordinaten unendlich wären. Was wollt ihr dann mit Mathematik an diesem Universum berechnen? Mathematik benötigt Zahlen und Zahlen benötigen einen Maßstab. Und welchen Maßstab will man am Universum verwenden? Etwa den der hypothetischen Annahme einer endlichem materiellen Masse? Oder der Hypothetischen Annahme eine endlichen "Gesamtenergie" des Universums?

Urknall, Raumkrümmung, Relativität usw. sind keine Fakten! Es sind reine Hypothesen! Und dennoch werden diese Hypothesen ganz heimlich zu Fakten erklärt indem man sie in allen Berechnungen einfließen lässt. Kommt es dann zu Fehlberechnungen, dann muss eine neue Theorie her die den Fehler kaschieren muss! Quantenverschränkung! Strings! usw.

Es ist einfacher mit dem Raum nach Euklid zu rechen als mit dem Raum nach Einstein und ko.

Der Energieerhaltungssatz ist so dumm nämlich nicht, er besagt nämlich nichts anderes, als das: "es gibt keinen Anfang und kein Ende". Und umgesetzt auf die Dimensionen des raumes bedeutet das das diese nicht enden und nicht beginnen - also der Raum in alle Richtungen endlos ist. Jedoch gefällt das einigen Individuen nicht. Über die Gründe warum man unbedingt eine Relativistischen endlichen Raum haben möchte lässt sich nur spekulieren. Brauchen tut man ihn nicht.

Gruß Bernhard
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Deonise » Sa 25. Mai 2013, 18:53

Danke allen für die vielen Antworten. Sie helfen weiter. Da kann ich mich mit vereinbaren.
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon julian apostata » Mi 29. Mai 2013, 17:38

Nochmal zur Erinnerung

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=7&t=518&start=20#p50855



Wegen der brandneuen Messungen der Dichteparameter ist das Universum nun auf einen Schlag um ein paar hundert Millionen Jahre gealtert!

http://www.scilogs.de/kosmo/blog/einsteins-kosmos/allgemein/2013-03-21/planck-mission-der-esa-neue-karte-der-hintergrundstrahlung

PLANCKs Messungen der kosmologischen Parameter
Die Messdaten von PLANCK zur kosmischen Hintergrundstrahlung bestätigen im Wesentlichen die bereits bekannten kosmologischen Parameter, wie sie von WMAP veröffentlicht wurde:

gewöhnliche Materie: 4,9 % Dunkle Materie: 26,8 % Dunkle Energie: 68,25 % Hubble-Konstante: 67,11 km/s/Mpc Alter des Universums: 13,819 Milliarden Jahre flaches Universum: k = 0


Mit der speziellen Friedmanngleichung komme ich übrigens auf ein Weltenalter von ca. 13,825 Milliarden Jahren

Hier der entsprechende Plot dazu mit zugehöriger Gleichung, die man selbest kopieren und eingeben kann.


sinh(1.5*0.056701*x)^(2/3)
http://www.mathe-fa.de/de
Bild

Entlang der x-Achse haben wir das Weltalter in Jahrmilliarden, entlang der y-Achse den julianischen Skalenfaktor.

Wer lieber den offiziellen Skalenfaktor haben will, der male sich rechts oben eine “1” hin.
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Ernst » Mi 29. Mai 2013, 19:00

Bernhard hat geschrieben: Über die Gründe warum man unbedingt eine Relativistischen endlichen Raum haben möchte lässt sich nur spekulieren.

Das ist bedingt durch die begrenzte menschliche Vorstellungskraft. Da im menschlichen Erlebnisbereich das Unendliche nicht vorkommt, sondern alles einen Anfang und ein Ende hat, entzieht es sich eben der Vorstellung. Als Folge werden auch für Dinge, welche dem Menschen nicht zugänglich sind, Anfang und Ende gesetzt. Das unterscheidet die RT mit ihrem big bang in keiner Weise von Religionen, Mythen und Sagen.
Es bedarf offenbar eines besonderen Intellektes, um zu erkennen und es sich vorstellbar zu machen, daß Raum und Zeit per se unendlich sind.
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » Mi 29. Mai 2013, 19:48

gewöhnliche Materie: 4,9 % Dunkle Materie: 26,8 % Dunkle Energie: 68,25 %
flaches Universum

Das muss ein Rundungsfehler sein, das wäre dann nämlich kein wirklich flaches Universum mehr, sondern da würden wir hinter
2000 Horizonten wiederum unseren eigenen Hinten sehen.

Soweit ich das mitbekommen habe wurde bei der Planck Mission aber für das flache Modell ΩT einfach gleich 1 gesetzt, und ΩΛ=ΩT-ΩM-ΩR, also der Rest, der zur Strahlung und Materie auf 1 fehlt. Hier muss man aufpassen, daß man nicht einen Rundungsfehler einbaut, sonst kommt für H0 ein anderer Wert als H0*√1 raus! Von den Zahlen her dürfte es zwar bei der vierten Kommastelle keinen großen Unterschied machen, aber man muss immer drauf schaun daß der Wert von heute heute auch mit nicht mehr und nicht weniger als mit 1 multipliziert wird.

Wenn a=1, dann H(a0)=H0=H0*√(ΩM*1⁻³+ΩΛ*1⁰+...) wenn da nicht alle Omegas gemeinsam 1 ergeben dann ist H bei a=1 nicht mehr H0 und wäre per Definition unsinnig (:

julian apostata hat geschrieben:Mit der speziellen Friedmanngleichung komme ich übrigens auf ein Weltenalter von ca. 13,825 Milliarden Jahren

Mit Strahlung ΩR=4.165e-5 und den Materie und Energiewerten von Planck Results 16, Seite 11 kriege ich im Standard FLRW Modell jedenfalls 13.822 Gyr, und ohne Strahlung auch 13.825 Gyr für das Weltalter (im Integral)
In Anbetracht dessen daß man bei der speziellen Lösung auf zwei Omegas beschränkt ist, stimmt dein Weltalter also:

Rechnung mit und ohne Strahlung

.
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » Fr 31. Mai 2013, 18:02

julian apostata hat geschrieben:Entlang der x-Achse haben wir das Weltalter in Jahrmilliarden, entlang der y-Achse den julianischen Skalenfaktor.
Wer lieber den offiziellen Skalenfaktor haben will, der male sich rechts oben eine “1” hin.

Vom Ergebnis her scheint mir der julianische Skalenfaktor ja auf ganz gute Zahlen zu kommen, aber ich verstehe immer noch nicht, wie man den mit der Rotverschiebung zusammenbekommt. Wenn ich zB das Alter des Universums zur Zeit der CMB, was z=1090 entspricht, ausrechne, kann ich das entweder über den 1er-Skalenfaktor a, oder über z machen:

http://imageshack.us/photo/my-images/853/91678813.png

Damit komme ich dann mit ΩR auf auf 416800 Jahre, und ohne auf 478364 Jahre - aber wie würde man das mit dem julianischen Skalenfaktor ausrechnen? z=1.3/j-1? Und wie errechne ich damit den Hubbleparameter? H(j)=H0*√{ΩR*[j/1.3]⁻⁴+ΩM*[j/1.3]⁻³+ΩΛ*[j/1.3]⁰} oder wie machst du das?
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon julian apostata » Sa 1. Jun 2013, 08:17

Yukterez hat geschrieben:Damit komme ich dann mit ΩR auf auf 416800 Jahre, und ohne auf 478364 Jahre - aber wie würde man das mit dem julianischen Skalenfaktor ausrechnen? z=1.3/j-1? Und wie errechne ich damit den Hubbleparameter?


Ist doch ganz einfach:

z=1 heisst: Universum war (1/2) mal so groß
z=2 heisst: Universum war (1/3) mal so groß
z=1090 heisst: Universum war (1/1091) mal so groß

Dann rechnen wir
Damaliges a war: a=[Dritte wurzel aus (0.6825/0.3175)]/1091~0.001183

Und jetzt machen wir es uns ganz einfach und radieren uns den Sinus hyperbolicus einfach weg. Bei derart kleinen Werten können wir uns den nämlich wirklich schenken.

Bild

Dann müssen wir das da noch nach t auflösen.

0.001183=(1.5*w*t)^(2/3)

ergo

t=0.001183^(1.5)/(1.5*w)=478 366 Jahre

Wie ich den Hubbleparameter ausrechne? Zu obiger Stammfunktion bilde ich die 1. Zeitableitung, wobei ich bequemerweise die Zeit eliminiere und wieder die Stammfunktion dafür einsetze.

Bild

Dann brauch ich nur mehr (1.Ableitung)/(Stammfunktion) rechnen

Und wir können leicht ermitteln, der dieser bei t=478 366 Jahren

H=w*wurzel(1+1/0.001183^3)=0.00000139363/Jahr

Mit anderen Worten: Das Universum expandierte damals um ein 700 000tel pro Jahr.

Könnte man das zum Vergleich auf den Erddurchmesser beziehen, dann wären das 17.75 Meter pro Jahr!

Ach ja: Zum Nachrechnen fehlt noch w=5.6701*10^-11
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