Hallo acadam,
Zitat:
„Egal ob er nach unten oder oben "gekrümmt" ist. So gesehen, ist Gravitation = Beschleunigung und SRT und ART beschreiben im Grunde Gleiches.“
Schön, dass Du dir Gedanken bezüglich meinen Beitrag gemacht hast. Das ist aber alles, was ich aus Deinem Antwort entnehmen kann. Du hast die Grundaussage übersehen:
„Die Zeitdilatation in einer Beschleunigungsepoche wird hier analog den ursprünglichen Bestimmungen der SRT von 1905 mit den „so gerichteten Uhren“ während infinitesimaler Zeitabschnitte definiert. Das bedeutet, eine Uhr sollte denjenigen Zeitgang in so einer winzigen Zeitspanne aufweisen, der der relativen augenblicklichen Geschwindigkeit zwischen zwei Inertialsystemen S und S´ entspricht. ....
... Wird das „bewegte“ System S´ abgebremst, so dass es nach diesem Bremsvorgang relativ zum S wiederum unbewegt ist, läuft dann die Uhr U´ erneuert synchron mit U. Entsprechend werden auch Abstände, Längen, in, oder aus beiden Inertialsystemen betrachtet, identisch. Die einzig mögliche Folgerung liegt auf der Hand: Während des Bremsvorganges muss die bewegte Uhr U´ schneller als die unbewegte Uhr U laufen.“ Oder, die ART-Zeitdilatation (Beschleunigung) stammt aus der SRT, entspricht nach der Einsteins Ableitung der momentanen relativen Geschwindigkeit, die Uhren müssten dann bei positiver Beschleunigung (Erhöhung der rel. Geschw.) langsamer und langsamer (beschleunigt langsamer) laufen, entsprechend bei negativer Beschleunigung (Verminderung der rel. Geschw.) schneller und schneller (beschleunigt schneller) laufen. Zwei plus Zwei muss man rechnen können, um zu merken, dass Einstein die Auswirkungen der negativen Beschleunigung unterschlagen hat – richtiger vielleicht, nicht kapiert hat.
Dann, wenn diese ART-Zeitdilatattion eigentlich der momentanen Relativgeschwindigkeit entsprechen soll, dann fehlt in seiner Überlegung die Zeitdauer der Beschleunigung – Elementarphysik v = a*t. Weiter, wo ist bei einer Gravitationswirkung (Du „klebst“ auf der Erde) eine Relativgeschwindigkeit?
Zitat:
„Physikalisch jedoch ist es klar: Mir wird schlecht, ich bekomme Rückenschmerzen und wenn es mehr als 3 G sind, wird mir schwindelig, Du merkst nichts davon! Beschleunigung wirkt sich auf die "kleinsten" phys. Prozesse (quantenmech. Prozesse) aus (z.B. Frequenz von Teilchen). Somit werden alle biochemischen Prozesse, welche darauf aufbauen, auch "verlangsamt",“
Und Du merkst die ganze Zeit nicht, dass Deine, wohl logische, Argumentation (nicht nur in diesem Beitrag) in Widerspruch zu der RT steht. So argumentieren nur die Gegner der RT, nämlich mit dem physikalischen Einfluss der Beschleunigung, Gravitation (einseitige Krafteinwirkung), der z.B. nicht nur eine Uhr verlangsamt oder beschleunigt. Einstein meint das aber nicht, sogar schließt so eine Auswirkung aus, bzw. als vernachlässigbar betrachtet.
Also, entscheide Dich, ob Du zu den Relativisten, oder doch zu den Gegnern zählst!
Zitat:
„...,der Beschleunigte lebt länger“
Wenn Du das den Biologen bei NASA erzählst, werden sie sich totlachen. Schau auch oben, was Du selbst geschrieben hast: „ich bekomme Rückenschmerzen und wenn es mehr als 3 G sind, wird mir schwindelig“
Zitat:
„Einstein hat also unrecht, wenn er sagt "bewegte Uhren gehen langsamer". Es muss heißen: "beschleunigte Uhren gehen langsamer". Und dabei ist die Richtung der Beschleunigung egal!“
Ja, so wäre es richtig. Seine Theorie sagt aber was ganz anderes aus.
Zitat:
„Nein: Die "Länge" der Beschlunigung in Sekunden wirkt nicht“
S. auch oben. Die Zeitdilatation in beiden RT hängt allein von der momentanen Relativgeschwindigkeit ab. Und eine Relativgeschwindigkeit ist gleich Beschleunigung mal Zeitdauer.
Zitat:
„Deshalb ist ja auch jeder Geschwindigkeitszuwachs durch gleichmäßige Beschleunigung NICHT gleichmäßig, sondern wird immer weniger. Je näher man c kommt, desto kleiner werden die Geschwindigkeitszuwächse. Die Stärke der Beschleunigung muss erhöht werden. Deswegen kann man ja c auch nicht erreichen - die Stärke der Beschleunigung müsste unendlich groß werden.“
Oh, hier hast Du dich aber total verzettelt! Sagen wir, Du hast dich nur vertippt und nicht Beschleunigung, sondern Kraft gemeint. v = a*t; a = dv/dt; F = m*a
Wenn wir also Kraft statt Beschleunigung einsetzen, liegst Du immer noch voll daneben. Geschwindigkeit ist immer relativ, Beschleunigung ist absolut.
Nehmen wir mal eine Rakette mit unerschöpflichen Kraftstoffreserven. Die Gasen aus der Düsen werden mit z.B. 10km/s relativ zur Rakette ausgestoßen und deren Masse ist ausreichend, um die Rakette mit g = konstant zu beschleunigen. Jetzt darfst Du mal erklären, ob die Rakette c relativ zu einem Komet z.B. erreicht und sogar übertrifft! Und nicht vergessen zu erklären, wann und wie die Gasen merken, dass die Rakette rel. zum Komet zu schnell laut RT wird und sich entsprechend reduzieren, da c relativ zu irgendwas nicht erreicht werden darf.
Gruß
Ljudmil