Hallo Chief,
- Bei einer runden Grenzfläche - wie es selbstverständlich wegen ~1/r^2 sein muss - fallen Photonen senkrecht auf die Grenzfläche. Somit ergibt sich auch nach Huygens eine "geradeaus" Ausbreitung.
Deine Animation ist ganz schön, ich hätte mir das aber ohne diese auch vorstellen können. Die Animation soll also zeigen, dass Photonen weder durch die Erdbewegung noch durch Rotation abgelenkt werden. Die Aberration ist danach nichts Anderes als der "Vorhalt", den ich mit meinem Teleskop einstellen muss.
Da die Erde aber rotiert, müsste sich dieser "Vorhalt" nach Rotationsrichtung und
Beobachtungsrichtung ändern, wenn die Erdrotation mitberücksichtigt wird. Ein Stern dürfte in Horizontnähe weniger Aberration zeigen als im Azimut, da hier die Bewegung der Erde rund um die Sonne und die tägliche Rotation zusammenspielen.
Da ein Weltraumteleskop nicht synchron mit Erdumdrehung ist, müsste man den Unterschied auch dort erkennen .(Umlaufzeit Hubble 95,8 min) Es gibt ja auch Weltraumteleskope, die mit der Erddrehung überhaupt nicht mitlaufen, weil sie in den Lagrangepunkten stationiert sind (Herschel, Soho) Die dürften dann überhaupt keine Aberration zeigen.
Die Formel p=E/c sagt über den Aberrationswinkel eines erdgebundenen Teleskops überhaupt nichts aus. Wie sieht die Aberration bei nicht erdgebundenen Teleskopen aus ?
Mir ist schon bewusst, dass Du dich hauptsächlich mit der theoretischen Physik befasst.
Aber vielleicht weißt du das trotzdem.
Heutzutage passen aber die Vereinfachungen der theoretischen Physik überhaupt nicht mehr ins Bild.
Hannes