Ernst hat geschrieben:
Der relativistische Dopplereffekt scheint mir die Archillesferse der SRT zu sein. Zunächst müßte man ja wegen des 2. Postulats annehmen, daß es ihn gar nicht gäbe. Denn wenn die LG konstant ist; woher soll er kommen. Kommt aus der Zeitdilatation, sagt die SRT und fabriziert damit einen relativistischen Dopplereffekt
Der relativistische Dopplereffekt ist nichts anderes als der klassische Dopplereffekt, dem man die ZD willkürlich hinzufügt, die den Effekt aber nicht völlig erklärt, sondern nur modifiziert. Sie macht nur einen Bruchteil des Effektes aus und verträgt sich nur mit der Rotverschiebung, weil man aus Symmetriegründen bei der Blauverschiebung die ZD im BS des
Empfängers annehmen muss - was der SRT eigentlich widerspricht. Die Existenz des Doppler-Effektes schreiben die Relativisten schlicht einer Eigenschaft der Raumzeit zu, die man wohl oder übel hinnehmen müsse.
Embacher:
"Der relativistische Dopplereffekt ist im Grunde genommen ein raumzeitlicher (man könnte auch sagen: geometrischer) Effekt, für dessen Verständnis nicht auf die "physikalische Natur des Lichts" (die durch die Quantenelektrodynamik beschrieben wird) zurückgegriffen werden muss."
"Die Veränderung der Periodendauer und damit der Frequenz eines Prozesses, dessen zeitliche Information durch Lichtsignale übermittelt wird, ist ein universelles Phänomen, dessen Details nicht von der physikalischen Natur des Prozesses abhängen. Wie unsere auf Punktteilchen und (punktförmige) Uhren beruhende Herleitung gezeigt hat, liegt sein Ursprung in den Eigenschaften von Raum und Zeit begründet."
Mit solchen Aussagen schwindelt man sich über den Erklärungsnotstand der SRT hinsichtlich der Existenz des Dopplereffektes hinweg. Gerade wenn das Postulat naturgegeben zuträfe, die LG gegenüber dem bewegten Beobachter tatsächlich invariant wäre, könnte es den Dopplereffekt nur im Ausmaß der ZD geben. Die Hauptursache dafür liegt aber in c+/-v !
Grüße
Harald Maurer