Der Trick der Lorentztransformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon julian apostata » Di 30. Jul 2013, 17:58

Highway hat geschrieben:Was unterscheidet denn einen Relativisten beispielsweise von einem Scientology Mitglied? Nichts! Beides sind Anhänger einer gefährlichen Sekte. Mir ist nur nicht klar welche die gefährlichere ist.


Wer unterstellt den “Relativisten” Aussagen, die die SRT nicht macht?

Highway zum Beispiel:

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=573&start=30#p59069

Gleichung (2). Mit einer klassischen Impulsgleichung anstatt der relativistischen Impulsgleichung soll die relativistische Physik ausgehebelt werden.

Bild

Chief und Lothar wollen die SRT widerlegen, indem sie Aussagen postulieren, die gar nicht zur SRT gehören.

So, und jetzt sind Highway und Konsorten aufgefordert, zu zeigen, wo bekennende Relativisten gegen die klassische Physik so argumentieren, indem sie die Aussagen der klassischen Physik verfälschen.

Ich weiß lediglich von “SRT-Kritikern”, die Aussagen der klassischen Physik verfälschen.

Ein bekennender Relativist würde so was nie tun!

Also guckt ihr hier!

http://www.ekkehard-friebe.de/Ursprung-E=mc2.pdf


Richtig gestellt muß die Ableitung lauten...
...s = Weg = g·t² (Fallgesetz A)


Nochmal:

SRT-Kritiker unterstellen wahllos sowohl der klassischen Physik als auch der relativistischen Physik Aussagen, die sie nicht machen.

Und jetzt kommt ihr!

Zeigt auf irgendeine Textpassage, wo ein bekennender Relativist sich auf ein derartiges Niveau begeben hätte.
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Di 30. Jul 2013, 18:16

Ernst hat geschrieben:Das sieht man nicht. Das hast du dir so aufgemalt, aber es stimmt nicht. Die Projektion von t' auf die t-Achse bringt physikalisch gar nichts, weil sich eben ein solcher Vergleich unterschiedlicher Koordinatensystemen verbietet. Deine Schlußfolgerung, daß zwischen t und t' eine reale Zeitdifferenz liegt ist demzufolge substanzlos.

Also keine realen Zeitdifferenzen? Was dann? Kaputte Stoppuhren? Die darf man nicht vergleichen? Die kann man doch nebeneinander hinstellen und angucken. Eine steht auf 1 s und die andere auf 0,577 s. Oder nicht? Was zeigen dann die Uhren, deren eine früher gestoppt wurde als die andere?
Keine Zeitdifferenzen bringt die SRT aber vom Regen in die Traufe! Denn ohne Zeitdifferenzen funktioniert die RdG nicht. Erkennst Du das selber, oder muss ich es vorrechnen? Die ganze SRT ist von vornherein sinnlos, wenn zwischen den Zeiten, die sich aus der LT ergeben, gar keine Zeitdifferenzen vorliegen. Nur mit unterschiedlich gestellten Uhren zum selben Moment bricht die SRT sofort zusammen!
Ernst hat geschrieben:Ebenso gut kannst du x' auf die x-Achse projizieren und behaupten, zwischen den Positionen x und x' existiert ein realer räumlicher Abstand.

Aha! Also auch keine Längenkontraktion vorhanden! Alles nur ein Spiel mit Uhren und Zahlen. Ja, genau das denke ich mir schon seit Bekanntschaft mit der SRT!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Ernst » Di 30. Jul 2013, 19:26

Harald Maurer hat geschrieben:Also keine realen Zeitdifferenzen? Was dann? Kaputte Stoppuhren? Die darf man nicht vergleichen? Die kann man doch nebeneinander hinstellen und angucken. Eine steht auf 1 s und die andere auf 0,577 s. Oder nicht? Was zeigen dann die Uhren, deren eine früher gestoppt wurde als die andere?

Wieder die Analogie zum Ort und deine Aussage darin übersetzt:
Kein räumlicher Abstand? Was dann? Kaputte Metermaße? Die darf man nicht vergkeichen? Ein Zollstock zeigt 10 m und einer 20m?

Keine Zeitdifferenzen bringt die SRT aber vom Regen in die Traufe! Denn ohne Zeitdifferenzen funktioniert die RdG nicht. Erkennst Du das selber, oder muss ich es vorrechnen?

Von Zeitdifferenzen, egal ob sie Null oder endlich sein sollen, kann gar keine Rede sein. Es sind gemäß der Transformation in jedem IS aufgrund der anderen Koordinatenachsen andere Zeiten, die man nicht ins vergleichende Verhältnis setzen kann. Wie eben auch die Ortskoordinaten, wo das wohl niemand bestreiten kann.
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Di 30. Jul 2013, 19:27

Ernst hat geschrieben:Das sieht man nicht. Das hast du dir so aufgemalt, aber es stimmt nicht. Die Projektion von t' auf die t-Achse bringt physikalisch gar nichts, weil sich eben ein solcher Vergleich unterschiedlicher Koordinatensystemen verbietet. Deine Schlußfolgerung, daß zwischen t und t' eine reale Zeitdifferenz liegt ist demzufolge substanzlos.

Ebenso gut kannst du x' auf die x-Achse projizieren und behaupten, zwischen den Positionen x und x' existiert ein realer räumlicher Abstand.
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Jetzt wird mir erst so richtig bewusst, was Du daher schreibst! Der Vergleich der Koordinatenachsen bringt nichts? Ist dir nicht klar, was das Minkowski-Diagramm für einen Sinn hat?! Es dient dem Vergleich der Koordinatenachsen - man soll sie sogar vergleichen, denn aus einem exakt gezeichneten Diagramm kann man die Werte der LT unmittelbar herauslesen - und braucht gar nicht zu rechnen!
Die Projektion von t auf die t'-Achse erbringt genau das Ausmaß der Zeitdilatation! Also zeitlicher Abstand aus unterschiedlich schnell laufenden Uhren!
Die Projektion von x auf die x'-Achse zeigt genau das Ausmaß der Längenkontraktion! Also räumlicher Abstand aufgrund der Kontraktion einer Länge!
Was denkst Du, was Minkowski-Diagramme sind? Von Picasso gemalte Stillleben? Und so wie die ZD heraus gelesen werden kann, die ja sogar angeblich eine experimentell bestätige Zeitdifferenz bedeuten soll, genau so kann man anhand des Vergleichs der Achsen ersehen, dass zwischen den Messungen der Blitze in den Systemen ein Zeitunterschied besteht. Und wenn nicht, dann ist wohl auch die Anzeige der ZD im Diagramm nur ein Jux und dann ist das ganze Diagramm ein Jux, nicht schön genug, um es in die Toilette zu hängen!
Also Ernst, ich verstehe Deinen Standpunkt nicht. Du verteidigst hier die SRT ohne Rücksicht auf Verluste und negierst sogar die Bedeutung des Minkowski-Diagramms - und das habe ich mir nicht aufgemalt, denn das Diagramm, das ich zeige, ist korrekt!
Kopfschüttelnde Grüße
Harald Maurer
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Di 30. Jul 2013, 19:51

Ernst hat geschrieben:Von Zeitdifferenzen, egal ob sie Null oder endlich sein sollen, kann gar keine Rede sein. Es sind gemäß der Transformation in jedem IS aufgrund der anderen Koordinatenachsen andere Zeiten, die man nicht ins vergleichende Verhältnis setzen kann. Wie eben auch die Ortskoordinaten, wo das wohl niemand bestreiten kann.

Ach was, dann ist die Tatsache, dass man aus dem Vergleich der t-Achsen genau jene Zeitdifferenz ablesen kann, die sich aus dem Vergleich einer nicht dilatierten Zeit mit der dilatierten Zeit ergibt, reiner Zufall?
Und der Vergleich der x-Achsen ergibt rein zufällig genau den Längenunterschied der Längenkontraktion?
Und der Vergleich der Zeitpunkte auf den t-Achsen, zu welchen die Blitze gemessen werden, darf auf einmal keine Zeitdifferenz bedeuten? Bei der ZD aber schon?
Die Ortskoordinaten unterscheiden sich aufgrund der Längenkontraktion. Und man sieht es deutlich durch Vergleich der x-Achsen.
Nach der SRT sind nicht Uhren und Maßstäbe relativ, sondern Raum und Zeit sollten es sein!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon contravariant » Di 30. Jul 2013, 21:02

Highway hat geschrieben:Natürlich nicht. Das ist doch alles Spökes was die Herrschaften da erzählen. Eine spezifizierte Koordinate in einem Koordinatensystem impliziert auch immer einen Bezugspunkt. Sonst machen Koordinaten überhaupt keinen Sinn. Dieser Bezugspunkt ist in der Regel der Nullpunkt. Wenn nun unterschiedliche Koordinatensysteme im Nullpunkt deckungsgleich sind, dann bezeichnen unterschiedliche Koordinatenwerte auch unterschiedliche Zeit- oder Längendifferenzen und zwar im Bezug zum gemeinsamen Nullpunkt. Langsam wird es einfach nur lächerlich was die Relativisten vom Stapel lassen. Kein Wunder das die seit mehr als 100 Jahren in diesen Dinge fast auf der Stelle treten.

Na klar. Betrachten wir im 2-D Koordinatensystem S den Punkt P: x=1, y=0. Dann führen wir ein zweites Koordinatensystem S', das denselben Ursprung wie S hat, aber um 90° gedreht ist. In S' hat der Punkt P die Koordinaten x'=0, y'=1. Da x'<x ist der Punkt offensichtlich näher an den Ursprung gewandert
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon contravariant » Di 30. Jul 2013, 21:32

Highway hat geschrieben:Wieder die gleiche Masche: Keine Argumente mehr und schon wird etwas konstruiert, was mit die Problemstellung soviel zu tun hat wie eine Kuh mit dem Sonntagstanzen.

Ich habe nur dein Argument konsequent angewendet. Ich darf dich erinnern viewtopic.php?f=6&t=584&view=unread#p59747
Highway hat geschrieben:Wenn nun unterschiedliche Koordinatensysteme im Nullpunkt deckungsgleich sind, dann bezeichnen unterschiedliche Koordinatenwerte auch unterschiedliche Zeit- oder Längendifferenzen und zwar im Bezug zum gemeinsamen Nullpunkt.
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon julian apostata » Mi 31. Jul 2013, 05:20

Chief hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:...

Ist die kinetische Energie bei v=c gleich Null oder nicht? :lol: :lol: :lol:

Bild


Ist v²/c² für v=c gleich 1 oder nicht? :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:



Hier hast du noch mal die Gleichung für die kinetische Energie. Rechts davon hast du die klassische Näherung für kleine v. Darin ist auch die Antwort auf deine Frage enthalten.

Bild

Die Gleichung die du angibst, hat nichts damit zu tun!

Was uns wieder zurück zu dieser Frage bringt.

julian apostata hat geschrieben:SRT-Kritiker unterstellen wahllos sowohl der klassischen Physik als auch der relativistischen Physik Aussagen, die sie nicht machen.

Und jetzt kommt ihr!

Zeigt auf irgendeine Textpassage, wo ein bekennender Relativist sich auf ein derartiges Niveau begeben hätte.
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon Jondalar » Mi 31. Jul 2013, 07:47

Lübecker hat geschrieben:Quatsch, da wurde nichts nachgewiesen, da wurde nur behauptet, die Uhren gehen nicht asynchron nach der Beschleunigung. Nachgewiesen wurde aber hingegen, dass die Uhren im Rahmen der SRT asynchron gehen, auf die Argumente wird ja auch nicht eingegangen. Ganz deutlich:

Das Beispiel mit den Kontakten muss vollständig im Rahmen der SRT betrachtet und gerechnet werden, wenn die Frage ist, ob die SRT dazu widersprüchliche Aussagen macht. Die Beschleunigung der Schlitten einfach nur mit Newton zu rechnen, und nicht zu schauen ob die Uhren da dann noch synchron zueinander gehen, sondern es einfach fest vorzugeben führt unweigerlich zu Widersprüchen, wenn dann mit der SRT weitergerechnet wird. Sollte doch zu begreifen sein, eventuell pöbelt er mal weniger, und bringt mehr Argumente.



Nur leider geht es in dem Beispiel nicht synchrone Uhren, sondern um Ereignisse, die sich reprodizieren lassen und immer eine gleich bleibende ZEITSPANNE anzeigen. Es ist VÖLLIG EGAL, wie viel die Uhren anzeigen - interessant ist, ob die Ereignisse und die ZEITABLÄUFE physikalisch verändert werden.

Und nun?

Herzliche Grüße
Jondalar
 
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Re: Der Trick der Lorentztransformation

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mi 31. Jul 2013, 09:01

Harald Maurer hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Ist das Ereignis E=Blitz nur früher als das Ereignis E=Blitz oder später als das Ereignis E=Blitz?

Diese Frage ist genau eine Folge der Kausalitätsverletzung! Sie demonstriert ja diese Verletzung geradezu. Ein Ereignis E-Blitz ist ein Ereignis E-Blitz und kann nicht gemessen werden, ehe es existiert.
Die Idee zur SRT wurzelt ursprünglich in den Lichtlaufzeiten. Nach diesen wäre es logisch, dass rot, welcher 1 LS vom Blitz entfernt bleibt, diesen später wahrnimmt als blau, welcher dem Licht entgegenfährt und auf halber Strecke den Blitz eben früher wahrnimmt.
Aber dann wurde behauptet, die Lichtlaufzeiten zählen nicht, man müsse sie nicht berücksichtigen, denn die Ereignisse müssen an Ort und Stelle gemessen werden. Daher wird der Blitz von rot bei x=1 LS gemessen und von blau bei 'x=0,577 LS. Und dann passiert's eben, dass blau mit blauer Stoppuhr den Blitz früher misst als rot mit roter Stoppuhr, was eben erstaunlich ist, weil beide Uhren im Koordinatenursprung mit t=t'=0 gestartet sind. Da das Ereignis im Ruhesystem von rot definiert ist, und hier keinerlei Effekte vorliegen blitzt es hier zweifellos dann, wenn die rote Stoppuhr 1 s anzeigt - und das müssten auf der blauen Uhr dann 1,1547 s sein. Die blaue Uhr registriert den Blitz aber schon nach 0,577 s. Also entweder früher, bevor es blitzt, oder rot kann den Blitz nicht nach 1 s messen, weil es längst geblitzt hat, misst aber den Blitz nach 1 s dennoch?! Gleich wie man es sieht, braucht man nicht mehr zu fragen "Ist das Ereignis E=Blitz nur früher als das Ereignis E=Blitz oder später als das Ereignis E=Blitz?" Denn die Antwort auf diese Frage kann nur lauten: Die Theorie ist falsch!

Grüße
Harald Maurer

Du hast nur EIN Ereignis E=Blitz in unterschiedlichen Koordinatensystemen. Mit nur EINEM Ereignis gibt es keine Zeitdifferenz (bzw. sie ist 0) und keinen Ortswechsel (bzw. Delta Vektor x = 0).
Es gibt daher auch keine Lichtlaufzeit. In S hat das Ereignis E-Blitz t=1s, x=1Ls in S' hat das SELBE Ereignis E-Blitz die Koordinaten t'=0,577s, x'=0,577Ls.

Du hast zwei Uhren. Eine ruht in S bei x=1Ls und eine zweite ruht Uhr in S' bei x'=0,577Ls. Die Uhr in S' bewegt sich mit 0,5c in Bezug auf S in Richtung der positiven x-Achse. Wenn sich die beiden Uhren am gleichen Ort befinden, schlägt der Blitz ein. Beiden Uhren bleiben durch den Blitzeinschlag stehen und markieren somit in ihrem jeweiligen IS das Ereignis des Blitzeinschlags. Die Uhr in S bei x=1LS zeigt die Zeit t=1s, die Uhr in S' bei x'=0,577LS zeigt die Zeit t'=0,577s.
Diese Situation ist äquivalent zum Punkt in der euklidischen Ebene wie schon gezeigt:
Drehung.png
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