Laserpistolen im Weltall

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon galactic32 » Mo 6. Jun 2011, 19:09

Chief hat geschrieben:Wie?

1) man weiß nicht relativ zu was ist LG=c

2) die Geschwindigkeit v wird gesucht
1) Nach dem Prinzip ging doch schon Gezari mit dem LLR (Lunar Laser Ranging) vor: viewtopic.php?f=6&t=271&p=15140&hilit=Mond#p15140 .
Also die CMB-Ruhgeschwindigkeit als Referenz im Idealfall.

2) Jo.
2 "Ruhentfernungsmessungen" zu mitermittelten Ruhsystem -Zeiten.

Gruß
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Ernst » Mo 6. Jun 2011, 19:33

Chief hat geschrieben: [2) die Geschwindigkeit v wird gesucht

K= 2Δc/d - c
v = K - sqr (K²-c²)

für Äther und SRT :!:

v = cd/[2*(Δ - d)]

für Emission :!:

Könnte man eine solche Messung mittels Zollstock und Stoppuhr machen, dann könnte man das Ergebis mit diesen beiden vergleichen und zwischen Emission und Äther richten. Und wenn man dann den zutreffenden Algorithmus "calibriert", hätte man ein prazises Meßmittel ... für hohe Geschwindigkeiten. Bei kleinen Geschwindigkeiten kommt eh das gleiche raus. Darum muß der Polizeilaser nicht neu kalibriert werden.

Gruß
Ernst
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Ernst » Mo 6. Jun 2011, 19:44

Chief hat geschrieben: Emission und Äther sind identisch wenn Äther mitbewegt mit der Laserpistole!

Für im Äther ruhende Laserpistole sind Emission, Äther und SRT identisch.

Gruß
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon galactic32 » Mo 6. Jun 2011, 19:56

Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben: Emission und Äther sind identisch wenn Äther mitbewegt mit der Laserpistole!

Für im Äther ruhende Laserpistole sind Emission, Äther und SRT identisch.
Unwahr(scheinlich).

Die Re-Emission verläuft nach Äther anders als Emitter (→Reflexionsvorgang).

Oder wie?

Gruß
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Ernst » Mo 6. Jun 2011, 20:17

galactic32 hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben: Emission und Äther sind identisch wenn Äther mitbewegt mit der Laserpistole!

Für im Äther ruhende Laserpistole sind Emission, Äther und SRT identisch.

Unwahr(scheinlich).
Die Re-Emission verläuft nach Äther anders als Emitter (→Reflexionsvorgang).
Oder wie?

Einwand ist berechtigt. Es gibt bezüglich der Reflexion unterschiedliche Emissionstheorien. Meine hiesige Betrachtung bezieht sich auf die "alte" Variante, worin c immer und ewig auch nach zig Reflexionen immer noch c relativ zur Quelle beibehält.
(Meine favorisierte Variante ist eine andere: c_reflex = c+2v am Spiegel. Aber das ist ein anderes Thema)

Gruß
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Ernst » Mo 6. Jun 2011, 20:21

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben: Emission und Äther sind identisch wenn Äther mitbewegt mit der Laserpistole!

Für im Äther ruhende Laserpistole sind Emission, Äther und SRT identisch.

SRT verbietet v=500.000km/s.

Sie verbietet es nicht. SRT sagt, existiert nicht. Was nicht existiert, kann nicht gemessen werden. Sollte es aber mit der Laserpistole doch gemessen werden, ist die SRT perdu.

Gruß
Ernst
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Kurt » Mo 6. Jun 2011, 21:37

Seid ihr immer noch nicht fertig.
Dann lasst mal einen Absolutlaien dran.

Es sei:
Rakete A mit 250*' nach rechts
Rakete B mit 250' nach links
Lichtgeschwindigkeit 300'

(alle Zahlen in "Tausendern", darum die ')

Die Strecke sei 6600' Km lang



A --->..........................6600 Km...................................B <-----
---------------------------------------------------------------------------------

Alles ruht,
A schickt einen Laserpuls los,
A und B rennen los

Der Puls trifft B nach 12 Sekunden
Der Laserpuls und B treffen sich bei 3600' Km
A ist inzwischen bei KM 3000' angelangt
Die Differenz von A und B beträgt in diesem Moment 600' Km

Nun spiegelt B zurück zu A
Es dauert 1.090909091 Sekunden bis A das Signal erhält.
Die Laufdauer der Messung1 betrug somit 13.09090909... Sekunden.

Nachdem A losgelaufen ist setzt er nach einer Sekunde eine zweiten Laserpuls ab.
Dabei waren A und B 6100' Km auseinander

Dieser Puls trifft nach 11.09090909090909----- auf B
Der Treffpunkt findet bei Km 3327.272727.... statt
A ist inzwischen bei Km 2772.727272... angekommen.

Der Abstand A B beträgt 554.5454545... Km
Der Laserpuls zurück zu A benötigt 1.008264463 Sekunden

Messung 1 dauerte 13.09090909... Sekunden
Messung 2 dauerte 12.09917355 Sekunden

Die Differenz beträgt 0.991735537 Sekunden


Wärend der Sekunde zwischen beiden Messungen haben beide Schiffe
die Strecke von 297.5206612 Km zurückgelegt.

Ihre Geschwindigkeit zueinander beträgt also 547.5206612 Km/sec.

Wenn die Rundungs- und Period. Fehler rausgerechnet werden, bekannt ist das sich die Pistole, somit Schiff A, mit 250' bewegt, einen Wert von 500' an.


Wer rechnet nach und schaut ob Fehler drin sind.

Gruss Kurt
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 7. Jun 2011, 07:11

Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:
SRT verbietet v=500.000km/s.

Sie verbietet es nicht. SRT sagt, existiert nicht. Was nicht existiert, kann nicht gemessen werden. Sollte es aber mit der Laserpistole doch gemessen werden, ist die SRT perdu.

Wir wollen nicht mit Wortklaubereien à la Relativisten argumentieren... :?

Wenn c + v gemäß einer Theorie "nicht existiert", dann ist es eben nicht zulässig c + v nach dieser Theorie sich in der Natur vorzustellen, geschweige denn diesen Wert in der Natur zu messen: Alle Beobachter messen nach dieser Theorie c, ob ruhend oder bewegt relativ zum Licht.

Man sieht aber mit Laserpistolen im Einsatz in unserer Dimension ganz eindeutig, dass sie c + v anzeigen:

    Zielfahrzeug fährt mit 100 km/h auf der Straße
    Laserpistole von stehendem Polizisten zeigt 100 km/h, entspricht c + v (bei v=0)
    Laserpistole vom entgegen fahrenden Polizisten zeigt 200 km/h, entspricht c + v (bei v=100)

Die SRT ist schon auf einer Autobahn perdu, armes Ding, man braucht sie nicht im Weltall nachzuprüfen.

Interessant wäre im Weltall mit Laserpistolen zwischen den beliebten Fantasie-Raumschiffen zu messen, um Äther- oder Emissionstheorien nachzuprüfen. Aber für die SRT ist es nicht nötig, sie ist schon auf der Autobahn im Eimer. ;)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 7. Jun 2011, 08:00

Ernst hat geschrieben:
Licht hat in jedem Inertialsystem c. Ein in diesem IS gegen das Licht bewegtes Objekt hat dann c+-v. Das ist doch eine Grundlage der SRT. Ohne Grundlagenkenntnis der Materie ist Kritik ziemlich sinnlos.


Und wieder eine kleine Runde Bezugssystem-Schnickschnack à la Relativisten zur Vernebelung, wie immer... :?

Dass das Licht in "jedem Inertialsystem" c hat ist eine Trivialität, ein Beobachter hat ja in seinem Inertialsystem die Geschwindigkeit v=0.

Um den ruhenden Beobachter geht es aber hier nicht, es geht nicht um seine Geschwindigkeit v=0, sondern um seine Geschwindigkeit v>0, falls Du es die ganze Zeit nicht mitgekriegt hättest. Dass ein ruhender Beobachter immer c misst bestreitet kein einziger Kritiker, stell Dir das mal vor, nicht mal ich als Ignorantin ohne "Grundlagenkenntnis der Materie". 8-)

Es geht die ganze Zeit um den bewegten Beobachter, nix mit Eurem beliebten "Inertialsystem". Es geht nicht um den ruhenden Polizisten (den haben wir schon lange allein am Straßenrand stehen lassen, er interessiert keinen Mensch, er ist langweilig, er misst ja immer nur c), sondern es geht um den bewegten Polizisten, falls Du es die ganze Zeit mit Deinen tiefgehenden Grundlagenkenntnissen der Materie nicht mitgekriegt hättest.

Es geht die ganze Zeit darum, was Dein beliebtes "Inertialsystem" misst, wenn es sich plötzlich zusammen mit seinen Koordinaten in Bewegung setzt, wie Einstein und die Relativisten es zu sagen pflegen. 8-) Es geht darum zu wissen was das "Inertialsystem" misst, wenn es sich auf einmal relativ zum Licht in Bewegung setzt. Dass ein Beobachter c misst, wenn er in seinem unbewegten "Inertialsystem" ruht, wie zum Beispiel ein unbewegtes Polizeiauto am Straßenrand, das bestreitet kein Mensch, nicht mal ich als Ignorantin, ich lache nur gelegentlich über dieses Kauderwelsch. Die Frage ist nur die ganze Zeit was der Beobachter in der SRT misst, wenn sein "Inertialsystem" sich in Bewegung setzt. Und er misst auch in diesem Fall c. Ohne Grundlagenkenntnis der Materie ist Verteidigung der Theorie ziemlich sinnlos, mein lieber Ernst. 8-)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Laserpistolen im Weltall

Beitragvon Harald Maurer » Di 7. Jun 2011, 08:33

Jingle hat geschrieben:Die Laserpistole "weiss" nun: nach ihrer Uhr und ihrem Entfernungsmassstab war der Asteroid zum Zeitpunkt t=0,9918 s genau 297333,5047 km entfernt.
...
Die Laserpistole "weiss" nun zusätzlich: nach ihrer Uhr und ihrem Entfernungsmassstab war der Asteroid zum Zeitpunkt t=1,4959 s nur noch 148.666,7524 km entfernt.


Das ist alles gut und schön, aber Sie schreiben der Laserpistole zu viel Wissen zu. Alles was die Laserpistole machen kann, sind Entfernungsmessungen nach l=delta t/2*c. Dabei verlässt sie sich auf c=const in ihrem Bezugssystem. Und auf die Tatsache, dass es bei Relativgeschwindigkeiten nicht darauf ankommt, wie sie zustande kommen, weil es keine Absolutgeschwindigkeiten gibt!

Wird zum Zeitpunkt 0 bei einer angenommenen Anfangs-Distanz zum Objekt = 1000000 km und v_rel= 500000 km/s von der Laserpistole ein Messsignal losgeschickt, trifft es nach 1,2503243685251155494141956512423 s das Objekt und kommt nach weiteren 1,2503243685251155494141956512423 s zurück, Gesamtlaufzeit ist daher 2,5006487370502310988283913024846 s.

Ein Messsignal eine Sekunde später (nun bei einer Distanz von 500000 km) losgeschickt, trifft nach 0,62516218426255777470709782562116 s am Objekt ein und braucht dieselbe Zeit zurück, Gesamtlaufzeit 1,2503243685251155494141956512423 s.

Die erste Entfernung berechnet die Laserpistole mit l=delta t/2*c = 374837,81573744222529290217437884 km.
Die zweite Entfernung mit l=delta t/2*c = 187418,90786872111264645108718937 km (das sind die tatsächlich existierenden Entfernungen, zuverlässig gemessen mit der Lichtgeschwindigkeit als Maßstab!!!)

Die Strecke hat sich demnach verkürzt um 187418,9078687211126464510871895 km. Bei der ersten Messung wurde der Strahl reflektiert nach 1,2503243685251155494141956512423 s, bei der zweiten Messung nach 1,62516218426255777470709782562116 +1 Sekunden; die in der Differenzzeit von 0,374837815737442225292902174379 s um 187418,9078687211126464510871895 km verkürzte Strecke ergibt folglich eine Relativgeschwindigkeit von (187418,9078687211126464510871895 / 0,374837815737442225292902174379) = 500000 km/s.

Das, und nichts anderes wird die Laserpistole anzeigen. Denn das Licht ist in ihrem Bezugssystem konstant und sie läuft nicht ihrem Laserstrahl nach! Klassisch ist es nicht konstant im bewegten Bezugsssystem des Objekts (relativistisch wird es nur bei Vorliegen von ZD und LK als konstant auch vom BS Laserpistole aus wahrgenommen!), denn das Objekt bewegt sich ja dem Licht entgegen und das ergibt im BS-Objekt c+v. Wenn Sie nun in das BS des Objekts wechseln, um die Bewegung der Laserpistole zu berechnen, ist die LG daher plötzlich nicht mehr konstant im BS Laserpistole (wenn Sie nach dem Wechsel ins Bezugssystem des Objekts den neuen Standort der Laserpistole berechnen, müsste diese ihrem Licht ja nachgelaufen sein und das Licht wäre in ihrem Bezugssystem daher nicht mit c, sondern mit c-v unterwegs gewesen!), ist aber nun als konstant im BS Objekt angenommen. Die Annahme, die LG sei gleichzeitig konstant in jedem Bezugssystem ist aber nicht klassisch, sondern relativistisch - d.h. Sie bauen die SRT durch Ihre Rechenmethode von vornherein in den Vorgang ein.

Das macht die Laserpistole aber nicht. Sie misst und errechnet in ihrem Bezugssystem die tatsächlichen Distanzen. Sie erhält die Laufzeiten, kennt dadurch die Reflexionsabstände und berechnet letztlich die Relativgeschwindigkeit mit 500000 km/s.

Im Bezugssystem der Laserpistole bewegt sich das Licht konstant mit c zum Messobjekt und ebenso konstant mit c wieder zurück. Man kann nicht annehmen, dass sich das Licht auf den Strecken irgendwann mit c+/-v bewegt, denn wie sich die Relativgeschwindigkeit zusammensetzt, ist ebenso unbekannt wie irrelevant (denn dann müssten die Geschwindigkeiten Absolutgeschwindigkeiten sein!). Es gibt aber nur eine Relativgeschwindigkeit von 500000 km/s und das wird die Laserpistole auch messen, getreu dem Postulat Einsteins, dass sich das Licht in ihrem Bezugsssystem konstant mit c bewegt. Hin und zurück! Nur ausschließlich diese Annahme wird von der SRT ja gefordert.

Sie haben mit Ihrer mit Bezugssystemwechsel konstruierten Rechnung und der Annahme, dass c in jedem der Bezugssysteme gleichzeitig konstant ist, zwar nicht die SRT bestätigt, aber immerhin sehr schön gezeigt, wie das rel. Additionstheorem zustande kommt!

Grüße
Harald Maurer
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