Skeptiker hat geschrieben:Wir stellen uns die Uhren folgendermaßen vor: Jede Uhr funktioniert wie eine Lichtuhr, bei der ein Lichtstrahl zwischen zwei Spiegeln hin- und herreflektiert wird. Der Zeitabstand zwischen zwei Reflexionen entspricht einem "Tick" der Uhr...
Ich finde es toll, dass du dir solche Mühe gibst, mir die ZD zu erklären. Mit dem Lichtuhrschema ist das allerdings gar nicht möglich, denn diese Uhr könnte gar nicht funktionieren. Abgesehen davon, dass die nötigen Reflexionswinkel an den Spiegeln der bewegten Uhr gar nicht vorliegen, bleibt die Uhr ab einer bestimmten Geschwindigkeit (abhängig vom Abstand der senkrecht stehenden Spiegel) einfach stehen, weil die im Zickzack laufenden auf c begrenzten Lichtstrahlen den davoneilenden Spiegeln nicht mehr nachkommen würden.
Nein, Einstein hat genau beschrieben, wie Uhren definitionsgemäß synchron sind, und zwar wenn
tB - tA = t´A - tB bei c=const.
Nun haben wir im Bezugssystem der beiden auf dem Stab bewegten Uhren genau dieses Szenario. Lt. Postulat c=const und wir können gem. tB - tA = t´A - tB eine Überpüfung durchführen. Und nun die ganz wichtige Frage: Wieso sind nun die Uhren A und B nicht mehr synchron? Sie waren ja synchron mit der Zeit des ruhenden Systems, infolgedessen auch zueinander synchron. Und nun sind sie es im Ruhesystem des Stabes plötzlich nicht mehr?
DAS ist die Frage, die es zu klären gilt!
Ich sehe gerade, dass
Frau Holle hat geschrieben:Der Grund ist die Tatsache, dass im ruhenden System die Laufwege hin und zurück nicht gleich lang sind. Im Ruhesystem des Stabes sind sie aber gleich lang (Stablänge), und mit der Tatsache tB - tA ≠ t´A - tB ist für die mitbewegten Beobachter bewiesen, dass ihre Uhren nicht synchron sind.
Wir haben allerdings im ruhenden System gar keine Laufwege, die ungleich lang sein könnten. Wir haben eine Systemzeit, und die Uhren auf dem bewegten Stab übernehmen einfach diese Zeit (Einstein schreibt: Wir denken uns ferner an den beiden Stabenden (A und B) Uhren angebracht, welche mit den Uhren des ruhenden Systems synchron sind, d.h. deren Angaben jeweils der "Zeit des ruhenden Systems" an den Orten , an welchen sie sich gerade befinden, entsprechen; diese Uhren sind also "synchron im ruhenden System".)
Ich sehe da keine Laufwege, die ungleich lang sind. Und jetzt sollen die Uhren auf dem Stab plötzlich asynchron sein, obwohl sie de facto synchron sind?
Es nützt nichts, ohne c+/-v kann die RdG nicht konstruiert werden. Deshalb setzt Einstein im Ruhesystem des Stabs auch c+/-v ein. Was natürlich keinen Sinn hätte, wenn die LG tatsächlich konstant wäre.
Grüße
