Angebliche Fehler in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Do 10. Okt 2024, 14:35

Skeptiker hat geschrieben:Wir stellen uns die Uhren folgendermaßen vor: Jede Uhr funktioniert wie eine Lichtuhr, bei der ein Lichtstrahl zwischen zwei Spiegeln hin- und herreflektiert wird. Der Zeitabstand zwischen zwei Reflexionen entspricht einem "Tick" der Uhr...


Ich finde es toll, dass du dir solche Mühe gibst, mir die ZD zu erklären. Mit dem Lichtuhrschema ist das allerdings gar nicht möglich, denn diese Uhr könnte gar nicht funktionieren. Abgesehen davon, dass die nötigen Reflexionswinkel an den Spiegeln der bewegten Uhr gar nicht vorliegen, bleibt die Uhr ab einer bestimmten Geschwindigkeit (abhängig vom Abstand der senkrecht stehenden Spiegel) einfach stehen, weil die im Zickzack laufenden auf c begrenzten Lichtstrahlen den davoneilenden Spiegeln nicht mehr nachkommen würden.
Nein, Einstein hat genau beschrieben, wie Uhren definitionsgemäß synchron sind, und zwar wenn
tB - tA = t´A - tB bei c=const.
Nun haben wir im Bezugssystem der beiden auf dem Stab bewegten Uhren genau dieses Szenario. Lt. Postulat c=const und wir können gem. tB - tA = t´A - tB eine Überpüfung durchführen. Und nun die ganz wichtige Frage: Wieso sind nun die Uhren A und B nicht mehr synchron? Sie waren ja synchron mit der Zeit des ruhenden Systems, infolgedessen auch zueinander synchron. Und nun sind sie es im Ruhesystem des Stabes plötzlich nicht mehr?
DAS ist die Frage, die es zu klären gilt!

Ich sehe gerade, dass
Frau Holle hat geschrieben:Der Grund ist die Tatsache, dass im ruhenden System die Laufwege hin und zurück nicht gleich lang sind. Im Ruhesystem des Stabes sind sie aber gleich lang (Stablänge), und mit der Tatsache tB - tA ≠ t´A - tB ist für die mitbewegten Beobachter bewiesen, dass ihre Uhren nicht synchron sind.


Wir haben allerdings im ruhenden System gar keine Laufwege, die ungleich lang sein könnten. Wir haben eine Systemzeit, und die Uhren auf dem bewegten Stab übernehmen einfach diese Zeit (Einstein schreibt: Wir denken uns ferner an den beiden Stabenden (A und B) Uhren angebracht, welche mit den Uhren des ruhenden Systems synchron sind, d.h. deren Angaben jeweils der "Zeit des ruhenden Systems" an den Orten , an welchen sie sich gerade befinden, entsprechen; diese Uhren sind also "synchron im ruhenden System".)
Ich sehe da keine Laufwege, die ungleich lang sind. Und jetzt sollen die Uhren auf dem Stab plötzlich asynchron sein, obwohl sie de facto synchron sind?
Es nützt nichts, ohne c+/-v kann die RdG nicht konstruiert werden. Deshalb setzt Einstein im Ruhesystem des Stabs auch c+/-v ein. Was natürlich keinen Sinn hätte, wenn die LG tatsächlich konstant wäre.
Grüße
Harald Maurer
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Do 10. Okt 2024, 14:58

Hallo Harald

Eventuell solltest du dich mit Lagrange absprechen:

Harald Maurer hat geschrieben:Wir haben allerdings im ruhenden System gar keine Laufwege, die ungleich lang sein könnten. Wir haben eine Systemzeit, und die Uhren auf dem bewegten Stab übernehmen einfach diese Zeit (Einstein schreibt: Wir denken uns ferner an den beiden Stabenden (A und B) Uhren angebracht, welche mit den Uhren des ruhenden Systems synchron sind, d.h. deren Angaben jeweils der "Zeit des ruhenden Systems" an den Orten , an welchen sie sich gerade befinden, entsprechen; diese Uhren sind also "synchron im ruhenden System".)
Ich sehe da keine Laufwege, die ungleich lang sind.


Was sagst du denn zu seiner Animation in diesem Kommentar von ihm? Da sieht man deutlich, daß die Lichtstrecken im "ruhenden System" unterschiedlich lang sind. Denn die senkrechten Striche sollen wohl die beiden "Beobachter" darstellen.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Do 10. Okt 2024, 15:07

Rudi Knoth hat geschrieben:Eventuell solltest du dich mit Lagrange absprechen:

Ihr solltest euch auch absprechen, denn es kommt jeder mit was anderem daher.
Ja, die Animation zeigt ungleiche Strecken im Stabsystem. Die gäbe es nicht, wenn in diesem Inertialsystem c=const gelten würde.
Bild
Frau Holle aber schreibt:
"Der Grund ist die Tatsache, dass im ruhenden System die Laufwege hin und zurück nicht gleich lang sind. Im Ruhesystem des Stabes sind sie aber gleich lang (Stablänge), und mit der Tatsache tB - tA ≠ t´A - tB ist für die mitbewegten Beobachter bewiesen, dass ihre Uhren nicht synchron sind."
Also, wo sind sie denn, diese nicht gleich langen Laufwege?
Könnt ihr euch einigen?
Grüße
Harald Maurer
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Do 10. Okt 2024, 15:18

Harald Maurer hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Eventuell solltest du dich mit Lagrange absprechen:

Ihr solltest euch auch absprechen, denn es kommt jeder mit was anderem daher.
Ja, die Animation zeigt ungleiche Strecken im Stabsystem. Die gäbe es nicht, wenn in diesem Inertialsystem c=const gelten würde.
Bild
Frau Holle aber schreibt:
"Der Grund ist die Tatsache, dass im ruhenden System die Laufwege hin und zurück nicht gleich lang sind. Im Ruhesystem des Stabes sind sie aber gleich lang (Stablänge), und mit der Tatsache tB - tA ≠ t´A - tB ist für die mitbewegten Beobachter bewiesen, dass ihre Uhren nicht synchron sind."
Also, wo sind sie denn, diese nicht gleich langen Laufwege?
Könnt ihr euch einigen?
Grüße


Die gleich langen Laufwege sind durch die senkrechten Striche begrenzt. Und deren Abstand ist ja offensichtlich konstant. Durch die blauen Kreuze sind die Laufwege im "ruhenden System" gekennzeichnet. Ich sehe aber in dieser Animation, daß L1 und L2 unterschiedlich lang sind.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Skeptiker » Do 10. Okt 2024, 16:08

Harald Maurer hat geschrieben: Mit dem Lichtuhrschema ist das allerdings gar nicht möglich, denn diese Uhr könnte gar nicht funktionieren.

Warum sollte so eine Uhr nicht funktionieren können.

Abgesehen davon, dass die nötigen Reflexionswinkel an den Spiegeln der bewegten Uhr gar nicht vorliegen, bleibt die Uhr ab einer bestimmten Geschwindigkeit (abhängig vom Abstand der senkrecht stehenden Spiegel) einfach stehen, weil die im Zickzack laufenden auf c begrenzten Lichtstrahlen den davoneilenden Spiegeln nicht mehr nachkommen würden.

Von was für Winkeln redest du? Und der von dir genannte Fall das die Uhr stehen bleibt tritt ja genau dann auf, wenn sich die Uhr aus Sicht der ruhenden Uhr mit Lichtgeschwindigkeit bewegt. Darum vergeht dann aus Sicht der ruhenden Uhr keine Zeit mehr für die bewegte Uhr. Dieser Umstand wird durch die SRT auch korrekt so beschrieben.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Skeptiker » Do 10. Okt 2024, 16:12

Rudi Knoth hat geschrieben:Ich sehe aber in dieser Animation, daß L1 und L2 unterschiedlich lang sind.

Gruß
Rudi Knoth
vor allem sieht man da auch an keinen Lichtstrahl der mal schneller oder mal langsamer ist. Der rote Punkt soll ja das Signal darstellen. Und der ändert seine Geschwindigkeit nicht. C+/-V ist in diesem Fall eben nur die Beschreibung der unterschiedlichen Länge und eben keine geänderte Geschwindigkeit.

Zeigt mal wieder welchen Missverständinssen hier aufgesessen wird.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Skeptiker » Do 10. Okt 2024, 16:13

Harald Maurer hat geschrieben:Also, wo sind sie denn, diese nicht gleich langen Laufwege?
Grüße

Sind doch in der Animation eindeutig zu sehen , L1 und L2 sind nicht gleich lang.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon bumbumpeng » Do 10. Okt 2024, 16:58

Lagrange hat geschrieben:Nein, es ist bewiesen, dass Einstein die Uhren mit V-v und V+v synchronisiert hat.
Einstein hat doch nur rumfantasiert. Außer seinen sog.
GEDANKENEXPERIMENTEN
kam doch nichts von dem Scharlatan.
Es gibt nicht ein einziges praktisches Experiment von ihm. Ich kenn da nix.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon bumbumpeng » Do 10. Okt 2024, 17:11

Rudi Knoth hat geschrieben:Was sagst du denn zu seiner Animation in diesem Kommentar von ihm? Da sieht man deutlich, daß die Lichtstrecken im "ruhenden System" unterschiedlich lang sind. Denn die senkrechten Striche sollen wohl die beiden "Beobachter" darstellen.
Strecken haben einen Anfangspunkt und einen Endpunkt und sind somit exakt zu definieren.

Lagrange macht einen gewaltigen Fehler bei seiner Animation.
Was will er darstellen? Was ist im bewegten System unterschiedlich lang? Wenn er das mit L für Strecke bezeichnet, dann ist das falsch.
Dort muss stehen LZ für Laufzeit. Dann ist es richtig.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Do 10. Okt 2024, 17:14

Skeptiker hat geschrieben:Von was für Winkeln redest du?

Der Beobachter sieht ja den Lichtstrahl in der bewegten Uhr einer Zick-Zack-Linie den Spiegeln folgen. Im Ruhesystem der Uhr hingegen läuft der Strahl auf und ab. Wer stellt für jeden Tick der bewegten Uhr die jeweils nötigen Spiegelwinkel so ein, dass der Strahl seine Zick-Zack-Linie auch ausführen kann? Und das muss er können, denn sonst wird die Uhr nicht langsamer. Und die Spiegel müssen noch mehr können: sowohl senkrecht als auch schräg reflektieren. Da mit steigender Geschwindigkeit die Strecke für den Zick-Zack-Strahl immer länger wird, er aber c nicht überschreiten darf, kann er ab einer bestimmten Geschwindigkeit den Spiegeln nicht mehr folgen. Über den Daumen gepeilt: bei einer senkrechten Anordnung beider Spiegel im Abstand von 1 m bleibt die Uhr bei etwa 0,8 c stehen! Ist ein ziemlich dummes Schema für die Erklärung der ZD.
Skeptiker hat geschrieben:Und der von dir genannte Fall das die Uhr stehen bleibt tritt ja genau dann auf, wenn sich die Uhr aus Sicht der ruhenden Uhr mit Lichtgeschwindigkeit bewegt.

Nein, schon früher. Die Spiegel bewegen sich in einer Geraden, das Licht im Zick-Zack!
Skeptiker hat geschrieben:Darum vergeht dann aus Sicht der ruhenden Uhr keine Zeit mehr für die bewegte Uhr. Dieser Umstand wird durch die SRT auch korrekt so beschrieben.

Nein, natürlich nicht. Die Lichtuhr kann nicht funktionieren. :P
Grüße
Harald Maurer
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