Chief hat geschrieben:Chief hat geschrieben:Kopernikus hat geschrieben:...
Trägheitskräfte sind in Wahrheit ein geometrisches Konstrukt...
Tatsächlich? Die Kraft ist also nicht was man tatsächlich misst sondern was man zu sehen glaubt?
Dazu noch (Gehrcke 1916):§ 1. In seiner Arbeit: „Die Grundlage der. allgemeinen Relativitätstheorie", hat kürzlich Einstein1) Betrachtungen über die Newtonsche Mechanik angestellt; auf p. 771 folgert er, daß die klassische Mechanik „einen erkenntnistheoretischen Mangel" hat, und er nennt Mach als denjenigen, der diesen Mangel „vielleicht zum erstenmal klar hervorgehoben" hat.
Es sei mir gestattet, darauf hinzuweisen, daß die Überlegungen Einsteins, soweit sie nicht schon bei Mach sich finden, in wesentlichen Punkten bereits in Arbeiten von mir, und zwar, wie ich glaube, klar enthalten sind. Da diese Überlegungen ein heute noch strittiges Grenzgebiet zwischen Philosophie und Physik berühren, so kann man sie nicht als naheliegend oder selbstverständlich erachten. Insbesondere möchte ich darauf hinweisen, daß ich das physikalische Hauptresultat der Einsteinschen Erörterung an der zitierten Stelle vorweggenommen habe.
Einstein geht, gerade so wie ich es auch tat 2), von zwei relativ zueinander rotierenden Körpern S1 und S2 aus; Mach 3) betrachtete immer nur einen, relativ zum Fixsternhimmel rotierenden Körper, und es scheint mir darin der Grund zu liegen, daß Mach durch die erkenntnistheoretischen Schwierigkeiten nicht durchgedrungen ist, obwohl er sie - und bereits das war ein großer Fortschritt — gefühlt hat.
1) A. Einstein, Ann. d. Phys. 49. p. 769. 1916,
2) E. Gehrcke, Verh. d. Deutsch. Phys. Ges. 13. p. 666, 993. 1911.
3) E. Mach, Mechanik. 5. Aufl. 1904. p. 246ff.
Einstein folgert: „Der berechtigte Raum R, (relativ zu dem der Körper S1 in Ruhe ist) ... ist eine bloß fingierte Ursache, keine beobachtbare Sache", und weiter: „Die Ursache" (für das voneinander verschiedene Verhalten der Körper S1 und S2) „muß außerhalb des Systems (der Körper S1 und S2) liegen". Dies ist, nur mit anderen Worten ausgedrückt, genau derselbe Schluß, den ich z. B. so formulierte 1) : es „folgt, daß noch etwas Besonderes, Reales da sein muß, relativ zu dem der (rotierende) Körper rotiert".
1). E. Gehrcke, Kantstudien 1914. p. 487. Vgl. auch z.B. Sitzungsber. d. Kgl. Bayer. Akad. d. Wies. München 1912. p. 209.
Es nützt nichts, immer Quellen zu zitieren,
rechnen Sie mein Beispiel nach
und zeigen Sie mir in meiner Rechnung, wo ein Fehler steckt.
Wer kann, wird es auch nachvollziehen,
wer die Gleichung nicht versteht (nachlesen im Buch über Theoretische Mechanik),
oder keine Lust hat, sich den Kopf zu zerbrechen,
dem bleibt der Glaube und er muß zitieren, zitieren,....
Am Ende bleibt ihm die Ungewißheit.
Grüße
Kopernikus
