Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon julian apostata » Mo 24. Jun 2013, 08:16

Lübecker hat geschrieben:Bild

Warum nun diese Diagrammform? Warum nicht ein Ruhesystem mit rechtwinkligen Achsen?


http://de.wikipedia.org/wiki/Minkowski-Diagramm

Bild


Für die grafische Übersetzung der Koordinaten muss jedoch berücksichtigt werden, dass in diesem Diagramm die Maßstäbe auf den gekippten Achsen länger sind als im oben geschilderten newtonschen Fall. Um dieses Problem zu umgehen, empfiehlt sich eine Verformung des gesamten Diagramms derart, dass der Maßstab auf sämtlichen Achsen gleich wird,


Aber das liegt doch völlig auf der Hand! Wenn du ein System mit rechtwinkligen Koordinaten darstellst, dann stimmen die Maßstäbe nicht mehr überein.

Jetzt mach ich mal Folgendes.

Zwei Blitze sollen diesmal im Zug gleichzeitig einschlagen.

Hier wird sogleich klar. Die Blitze schlagen ungleichzeitig am Bahndamm ein.

Beispiel rechter Blitz:

x=2,5 t=1,5

Gehe 2,5 Einheiten entlang der x-Achse und 1,5 Einheiten entlang einer Parallelle zur t-Achse und du erreichst den Weltpunkt des rechten Blitzeinschlags.

Die SRT macht hier ganz einfache glasklare Aussagen. Umso erstaunlicher ist, dass vielen “Kritikern” nichts Besseres einfällt, als diese simplen Aussagen ständig zu verfälschen.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Ernst » Mo 24. Jun 2013, 09:00

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Uhren sind in der SRT Veranschaulichungen von Zeiten. Zeigen Uhren für ein Ereignis unterschiedliche Zeiten an, dann geschehen diese Ereignisse tatsächlich zeitlich nacheinander.

Soso, es schlägt ein Blitz in zwei Koordinatensysteme ein - und er ereignet sich nacheinander!? Weil da eine Uhr 0 und die andere 0,577 s anzeigt? Da würde ich schon sagen, es handelt sich um falsch gehende Uhren und nicht um einen schizophrenen Blitz, der sich nacheinander ereignen kann.


Die SRT verwendet keine "falsch gehenden Uhren". Die Uhren stehen stellvertretend für die Zeit am jeweiligen Ort und diese Zeit ist in der SRT ganz real.

Bild

Beispielsweise erscheint ein Ereignis, welches unten bei -300m stattfindet, oben bei -375m mit einer tatsächlichen Verzögerung von 0,75µs. Das Ereignis kann unser Blitz sein.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Mo 24. Jun 2013, 09:16

Ernst> hat geschrieben:Beispielsweise erscheint ein Ereignis, welches unten bei -300m stattfindet, oben bei -375m mit einer tatsächlichen Verzögerung von 0,75µs. Das Ereignis kann unser Blitz sein.

Der Blitz schlägt am selben Raumpunkt ein und dieser erhält nur unterschiedliche Koordinaten - je nach Beobachter. Wie soll der einmalige Blitz einmal mit einer Verzögerung für den anderen Beobachter einschlagen? Lichtlaufzeiten zählen nicht, und ergeben sich hier auch keine (Einschlag in übereinander liegende Endpunkte beider Koordinatenysteme!). Die Uhren in den Systemen sind nicht synchron, sie meinen mit unterschiedlichen Zeitanzeigen dasselbe: den Moment des Blitzeinschlags. Ein realer Zeitversatz ist das nicht. Der Blitz schlägt ein, und zwei Uhren stimmen nicht überein, das ist alles und von einer Verzögerung kann keine Rede sein. Das wäre ja die allerschlimmste Art von Esoterik. Ist die SRT wirklich so blödsinnig?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Ernst » Mo 24. Jun 2013, 09:56

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst> hat geschrieben:Beispielsweise erscheint ein Ereignis, welches unten bei -300m stattfindet, oben bei -375m mit einer tatsächlichen Verzögerung von 0,75µs. Das Ereignis kann unser Blitz sein.

Der Blitz schlägt am selben Raumpunkt ein und dieser erhält nur unterschiedliche Koordinaten - je nach Beobachter. Wie soll der einmalige Blitz einmal mit einer Verzögerung für den anderen Beobachter einschlagen? Lichtlaufzeiten zählen nicht, und ergeben sich hier auch keine (Einschlag in übereinander liegende Endpunkte beider Koordinatenysteme!). Die Uhren in den Systemen sind nicht synchron, sie meinen mit unterschiedlichen Zeitanzeigen dasselbe: den Moment des Blitzeinschlags. Ein realer Zeitversatz ist das nicht. Der Blitz schlägt ein, und zwei Uhren stimmen nicht überein, das ist alles und von einer Verzögerung kann keine Rede sein. Das wäre ja die allerschlimmste Art von Esoterik. Ist die SRT wirklich so blödsinnig?

Ja.

Es handelt sich um eine reale Verzögerung.

Das ZP ist das anschauliche Beispiel dieser Realität.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 24. Jun 2013, 10:28

Ernst hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst> hat geschrieben:Beispielsweise erscheint ein Ereignis, welches unten bei -300m stattfindet, oben bei -375m mit einer tatsächlichen Verzögerung von 0,75µs. Das Ereignis kann unser Blitz sein.

Der Blitz schlägt am selben Raumpunkt ein und dieser erhält nur unterschiedliche Koordinaten - je nach Beobachter. Wie soll der einmalige Blitz einmal mit einer Verzögerung für den anderen Beobachter einschlagen? Lichtlaufzeiten zählen nicht, und ergeben sich hier auch keine (Einschlag in übereinander liegende Endpunkte beider Koordinatenysteme!). Die Uhren in den Systemen sind nicht synchron, sie meinen mit unterschiedlichen Zeitanzeigen dasselbe: den Moment des Blitzeinschlags. Ein realer Zeitversatz ist das nicht. Der Blitz schlägt ein, und zwei Uhren stimmen nicht überein, das ist alles und von einer Verzögerung kann keine Rede sein. Das wäre ja die allerschlimmste Art von Esoterik. Ist die SRT wirklich so blödsinnig?

Ja.

Es handelt sich um eine reale Verzögerung.

Das ZP ist das anschauliche Beispiel dieser Realität.


Wie kann die Zeitdilatation in der SRT ein realer Effekt sein, wenn ihr Pendant die Längenkontraktion, die in strenger mathematischen Abhängigkeit steht, ein nicht realer Effekt ist?

Wird hier die Mathematik missbraucht bzw. ungültig angewendet, in der Art Äpfel und Birne addieren, und Begriffe in Relation gesetzt, die nicht in Relation treten können?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Mo 24. Jun 2013, 11:11

Ernst hat geschrieben:Es handelt sich um eine reale Verzögerung.
Das ZP ist das anschauliche Beispiel dieser Realität.

Das wird allerdings auf die ZD zurückgeführt. Die ist nicht dasselbe wie die RdG, oder?

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wie kann die Zeitdilatation in der SRT ein realer Effekt sein, wenn ihr Pendant die Längenkontraktion, die in strenger mathematischen Abhängigkeit steht, ein nicht realer Effekt ist?

Das frage ich mich auch! ZD und LK sind siamesische Zwillinge und treten stets gemeinsam auf. Ist die LK nicht real, ist es die ZD auch nicht!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Ernst » Mo 24. Jun 2013, 14:23

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Es handelt sich um eine reale Verzögerung.
Das ZP ist das anschauliche Beispiel dieser Realität.

Das wird allerdings auf die ZD zurückgeführt. Die ist nicht dasselbe wie die RdG, oder?

Das sind Geschwister.
Konstantes c in allen IS ist nur im Bündel mit LK, ZD und RdG erreichbar.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 24. Jun 2013, 15:26

Harald Maurer hat geschrieben:
ZD und LK sind siamesische Zwillinge und treten stets gemeinsam auf. Ist die LK nicht real, ist es die ZD auch nicht!



Ich sehe es genauso. Ohne reale Längenkontraktion kann keine reale Zeitdilatation geschehen, beide sind ja Effekte derselbe Art, nur Meßeffekte, die sich in der Natur nicht realisieren. Mit der Realität der relativistischen Effekte steht oder fällt die SRT. Man kann sie also getrost vergessen: Längenkontraktion und Zeitdilatation realisieren sich nicht in der Natur.

Dass die Längenkontraktion sich materiell in der Natur nicht realisiert, sondern nur ein Meßeffekt ist, können wir - zumindest in Deutschland - als verbindliches "Wissen" betrachten: Aus der Hochburg der SRT in Deutschland, dem Albert Einstein Institut, das die Deutungshoheit über die Theorie besitzt, wurde es vom Mitarbeiter Markus Pössel 2008 verkündet:

17.08.2008 - Zitat von Dr. Markus Pössel:

Zur Realitaet der Laengenkontraktion: Das Ergebnis einer Laengenmessung ist in der Speziellen Relativitaetstheorie keine intrinsische Eigenschaft eines Koerpers, sondern vom Bezugssystem abhaengig (denn, wie gesagt: Laenge ist relativ). Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher; die Verschiedenheit der Werte ergibt sich allein daraus, dass von unterschiedlichen Bezugssystemen aus gemessen wird – ganz analog dazu, wie sich die verschiedenen Werte fuer Relativgeschwindigkeiten ergeben. Die gemessenen Laengenwerte sind selbstverstaendlich real – so real wie die Messungen von Relativgeschwindigkeiten. Es handelt sich nicht um optische Taeuschungen oder dergleichen, sondern um die Ergebnisse konkreter Messungen. [Hervorhebung durch Lopez]


Wenn keine materielle Längenkontraktion der bewegten Objekte stattfindet, kann auch keine entsprechende Zeitdilatation in der Natur stattfinden, logisch. Die SRT kann man vergessen, sie ist völlig überflüssig und irrelevant in der Physik.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Ernst » Mo 24. Jun 2013, 15:56

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die SRT kann man vergessen, sie ist völlig überflüssig und irrelevant in der Physik.

In der Physik schon. Es gibt ja keine darauf fußenden Anwendungen.
Aber in der Mathematik ist sie nützlich als Beispiel für eine schöne in sich geschlossene virtuelle Kunstwelt.
Und für Märchenstunden. Es gibt da ja schon dieses Märchen von der Zwergenwelt (welches war das noch?): "eine Sekunde ist dort ein ganzes Jahr"
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Postulate

Beitragvon rmw » Mo 24. Jun 2013, 19:56

Lübecker hat geschrieben:Einstein ist ein Spinner und die SRT ist Blödsinn,

Die Frage ist ganz einfach ob man an solche "Postulate" wie die "Invarianz" der LG glaubt oder sie für einen festen Unsinn hält.
Diese "Postulate" für einen festen Unsinn zu halten ist mindestens ebsenso legitim wie an sie zu glauben.
Da kann man dann zwischen ungetrichenen System und gestrichenen System hin und her rechnen soviel wie es einen jedem Spaß macht.
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