Angebliche Fehler in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon bumbumpeng » Do 10. Okt 2024, 12:17

Harald Maurer hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Nochmal:Relativgeschwindigkeit oder Differenzgeschwindigkeit?
Ob du das c+/-v im Bezugssystem der Uhren A und B auf dem Stab Relativgeschwindigkeit oder Differenzgeschwindigkeit nennst, ist völlig gleichgültig.
In meiner Physik gibt es keine Relativgeschwindigkeit und auch kein Bezugssystem.
Es gibt den direkten absoluten Bezug. (Es kann auch einen indirekten geben.)
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon bumbumpeng » Do 10. Okt 2024, 12:29

Harald Maurer hat geschrieben:Und wieso sollten sie dann mit
tB - tA = t´A - tB asynchron erscheinen?
Das ist diesem verschwurbelten Mist zuzuschreiben, den Einstein da verfasst hat und hängt m.E. mit der Beobachtung aus anderen Perspektiven zusammen und damit mit Laufzeiten, die das Signal braucht.

Z.B. sehe ich die Uhr der Sonne immer ca. 8 min. weniger anzeigen, da das Licht ca. 8 min Laufzeit zur Erde hat.
Wenn ich die Sonne im Zenit sehe, ist diese in Realität bereits 8 min. weiter.
Zuletzt geändert von bumbumpeng am Do 10. Okt 2024, 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Do 10. Okt 2024, 12:29

Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Ganz einfach. Diese Uhren sind synchron im Koordinatensystem, in dem sich der Stab bewegt. Daher bewegt sich der Beobachter B in diesem System in Richtung des Signals und daher ist die Laufzeit L/(c-v). Bei der Rückrichtung bewegt sich der Beobachter A entgegen der Richtung vom Signal und daher ist dessen Signallaufzeit L/(c+v). ...

Das heißt die LG ist nicht konstant im bewegten System.


Hier hast du aber den weiteren Teil meines Post "unterschlagen":

Rudi Knoth hat geschrieben: Dies erfolgt einfach aus der Lösung der Bewegungsgleichung im Koordinatensystem, in dem der Stab sich bewegt. Ein Trugschluss, den manche RT-Kritiker machen ist die Gleichsetzung dieser "rechnerischen" Geschwindigkeitsdifferenzen mit Geschwindigkeiten im Ruhesystem der Signalempfänger.


Gruß
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Frau Holle » Do 10. Okt 2024, 12:33

Harald Maurer hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:So wie eben die Uhren in Einsteins Beispiel zwar synchron sind, aber im Ruhesystem vom bewegtem Stab nicht.

Jaja, wieso denn nicht? Mit c=const und tB - tA = t´A - tB müssen sie synchron erscheinen. Andernfalls warte ich auf deine Erklärung!

Ja, mit synchronen Uhren müssten die mit bewegten Beobachter es so feststellen, wie Einstein in §1 erklärt. Sie stellen mit c=const aber tB - tA ≠ t´A - tB fest, genau dasselbe wie die Beobachter im ruhenden System, in dem der Stab bewegt ist.

Der Grund ist die Tatsache, dass im ruhenden System die Laufwege hin und zurück nicht gleich lang sind. Im Ruhesystem des Stabes sind sie aber gleich lang (Stablänge), und mit der Tatsache tB - tA ≠ t´A - tB ist für die mit bewegten Beobachter bewiesen, dass ihre Uhren nicht synchron sind.

Sie müssten neu synchronisiert werden, um tB - tA = t´A - tB im Ruhesystem des Stabes beim dort gegebenen, gleichen Hin- und Rückweg zu erfüllen, wie es sich gemäß Einsteins §1 für ein Inertialsystem gehört. Natürlich wären sie danach nicht mehr synchron mit den Uhren im ruhenden System, in dem der Stab bewegt ist.

Wie man es auch dreht und wendet: Mit dem Postulat c=const. ergibt sich zwangsläufig eine Relativität der Gleichzeitigkeit. Das ist logisch einwandfrei und wasserdicht. Es gibt keinen inneren Widerspruch in der SRT und keine Tricks.

Wer das nicht sieht oder nicht sehen will, der trickst sich nur selber aus.
 
Zuletzt geändert von Frau Holle am Do 10. Okt 2024, 13:01, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Lagrange » Do 10. Okt 2024, 12:39

Frau Holle hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:So wie eben die Uhren in Einsteins Beispiel zwar synchron sind, aber im Ruhesystem vom bewegtem Stab nicht.

Jaja, wieso denn nicht? Mit c=const und tB - tA = t´A - tB müssen sie synchron erscheinen. Andernfalls warte ich auf deine Erklärung!

Ja, mit synchronen Uhren müssten die mit bewegten Beobachter es so feststellen. Sie stellen mit c=const aber tB - tA ≠ t´A - tB fest, genau dasselbe wie die Beobachter im ruhenden System, in dem der Stab bewegt ist.

Der Grund ist die Tatsache, dass im ruhenden System die Laufwege hin und zurück nicht gleich lang sind. Im Ruhesystem des Stabes sind sie aber gleich lang (Stablänge), und somit ist mit tB - tA ≠ t´A - tB für die mit bewegten Beobachter bewiesen, dass ihre Uhren nicht synchron sind.
...

Nein, es ist bewiesen, dass Einstein die Uhren mit V-v und V+v synchronisiert hat.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon bumbumpeng » Do 10. Okt 2024, 12:42

Lagrange hat geschrieben:Nö, konstant c gilt nur im ECI, in allen anderen Inertialsystemen findet man c+v und c-v (bewiesen durch GPS).
Und nun zum gefühlten 5000-sten Mal.
c ist c und bleibt c, steht ja auch da. c + v ergibt lediglich eine Addition zweier unterschiedlicher Geschwindigkeiten, damit eine Laufzeit ermittelt werden kann.
c ändert sich dadurch nicht.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Lagrange » Do 10. Okt 2024, 12:44

bumbumpeng hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Nö, konstant c gilt nur im ECI, in allen anderen Inertialsystemen findet man c+v und c-v (bewiesen durch GPS).
Und nun zum gefühlten 5000-sten Mal.
c ist c und bleibt c, steht ja auch da. c + v ergibt lediglich eine Addition zweier unterschiedlicher Geschwindigkeiten, damit eine Laufzeit ermittelt werden kann.
c ändert sich dadurch nicht.

Das Gleiche gilt für Schall in Luft bei einer bestimmten Temperatur. c ist c.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon bumbumpeng » Do 10. Okt 2024, 12:47

Frau Holle hat geschrieben:Nein nicht. Das Postulat ist nicht 1 kg Gewicht, sondern 1 Liter Wasser im Eimer. Es wiegt üblich 1 kg. Weigt es mal nicht 1 kg, dann ist es per Postulat trotzdem ein Liter, aber die Waage funktioniert anders und muss neu geeicht werden.
Das stimmt so eben nicht.
--- Auf der Erde triff das zu. DER BEZUG IST DANN DIE ERDE.
Auf der ISS hat man mit dem Wasser ein kleines Problem, weil da das Wasser störrisch ist und nicht im Eimer bleiben will.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon bumbumpeng » Do 10. Okt 2024, 12:50

Lagrange hat geschrieben:Das Gleiche gilt für Schall in Luft bei einer bestimmten Temperatur. c ist c.
Beim Schall nennt es sich cS, damit es nicht zu Verwechslungen kommt. c gilt immer noch ausschließlich für die Lg.
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Re: Angebliche Fehler in der SRT

Beitragvon Lagrange » Do 10. Okt 2024, 14:20

Rudi Knoth hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:
Ganz einfach. Diese Uhren sind synchron im Koordinatensystem, in dem sich der Stab bewegt. Daher bewegt sich der Beobachter B in diesem System in Richtung des Signals und daher ist die Laufzeit L/(c-v). Bei der Rückrichtung bewegt sich der Beobachter A entgegen der Richtung vom Signal und daher ist dessen Signallaufzeit L/(c+v). ...

Das heißt die LG ist nicht konstant im bewegten System.


Hier hast du aber den weiteren Teil meines Post "unterschlagen":

Rudi Knoth hat geschrieben: Dies erfolgt einfach aus der Lösung der Bewegungsgleichung im Koordinatensystem, in dem der Stab sich bewegt. Ein Trugschluss, den manche RT-Kritiker machen ist die Gleichsetzung dieser "rechnerischen" Geschwindigkeitsdifferenzen mit Geschwindigkeiten im Ruhesystem der Signalempfänger.


Gruß
Rudi Knoth

Dann rechne mit



und

.

Was kommt raus?
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