Highway hat geschrieben:Das ist doch keine Eigenschaft die die Uhr besitzen muss. Das ist eine Veränderung, die sich dadurch ergibt, das bei einer Relativgeschwindigkeit sozusagen implizit, ich weiß nicht ob es dafür überhaupt einen Namen gibt, eine "Signalgeschwindigkeit" berücksichtigt werden muss, die bei der GT unendlich groß ist.
Galilei mag ja der Meinung gewesen sein, dass die LG unendlich schnell ist. Wenn ich aber ein Szenario schildere, in welchem die LG im IS_A c ist, dann versteht es sich von selbst, dass es sich um ein Szenario handelt, in welchem die Anordnung z.B. im Äther ruht. Die LG c bezieht sich in meinem Szenario deshalb auf den Äther und beträgt im System IS_B deshalb c-v. Ruht die Anordnung nicht im Äther, dann spielt das auch keine Rolle, weil auch dann mit der GT und c-v die gleiche Zeitanzeige an der Uhr für beide IS herauskommt. Ohne Äther, also mit dem Postulat c=const ergeben sich aber bezugssystemabhängige unterschiedliche Zeitanzeigen, und die Bedingung ist ja, dass die Uhr beim Eintreffen des Signals stehenbleibt. Bei welcher Zeitanzeige bleibt sie also stehen?
Hat sie mit SRT und LT in beiden IS die Anzeige 1 s, dann ist die Messung der Laufzeit des Lichts bis zur Uhr im IS_B falsch bzw. hat dann das Licht im IS_B die Geschwindigkeit 0,5 c ! Das ist wie geschildert ohne SRT erlaubt, mit SRT aber verboten. Die LT führt also zu einem Widerspruch, weil die Uhr bei ein und demselben Ereignis nicht mit unterschiedlichen Zeitanzeigen stehen bleiben kann! Dieses Stehenbleiben schließt das evtl. Argument von Lichtlaufzeiten bis zum Auge des Beobachters (dein Kirchturmuhr-Beispiel) von vornherein aus - abgesehen davon, dass diese Zeiten in der SRT nicht relevant sind.
Grüße
Harald Maurer

