und natürlich auch für andere Teilnehmer, besonders für tapfere Relativisten.
Wir haben einen Stab oder Eisenbahnzug der Länge L=1Ls, der sich mit v=0,5c in unserem „unbewegten“ IS bewegt. Die Länge L wurde vorher in Ruhe zu uns mit einem Maßstab gemessen. v ist invariant, bekannt und kann auch jederzeit gemessen werden.
Der Stab fliegt in unmittelbare Nähe zu uns (entlang unserer X-Achse). Wir haben folgende Möglichkeiten ihn in Flug zu messen:
1. Einer von uns (ruhender Beobachter) hält eine Stopuhr. Als der Anfang des Stabes direkt vor Ort eintrifft, startet der Beobachter die Uhr, als das Ende des Stabes den Beobachter erreicht, stoppt er die Uhr. Welche Länge hat er gemessen? Ist sie gleich der Ruhlänge?
2. Die ganze Messstrecke ist mit Beobachter und Uhren bestückt (unzählige Uhren & Beobachter entlang der X-Achse), die natürlich synchron laufen – das ist ja kein Problem in einem ruhenden IS. Ein Lichtimpuls läuft von Ende A nach Ende B des Stabes und zurück zu A. Bei Start & Ankunft des Impulses stoppt der vor Ort des aufblitzenden Lichtimpulses Beobachter eine daneben liegende Uhr. So, wir (der unbewegte Beobachter) gehen nach dem Experiment zu den Uhren und notieren die gestoppten Zeiten. tA = Startzeit bei A; tB = Ankunft- & Reflexionszeit bei B; tA´ = Ankunftszeit nach Reflexion bei A. So haben wir auch die Abstände der Ereignisorte.
a) Wir rechnen richtig nach – wie man das rechnet, brauche wohl nicht zu erklären – und aufgrund der Laufzeiten des Lichts bestimmen die „bewegte“ Länge L´ des Stabes. Nun, was kommt heraus?
b) Wir haben keine Ahnung, wie man so was berechnet und machen „einfache“ Rechnung: [(tA´-tA)/2]*c = L´. Was kommt heraus? Ist L´ länger oder kürzer als L?
Und jetzt möchte ich mal Trigeminchen hören, ob in meiner Darstellung der SRT (fliegender Pfeil – Akt 1) die Unbewegten auch eine kontrahierte Länge des Pfeils messen würden!
Oder wird sie zugeben müssen, sie habe doch die SRT nicht verstanden?
Gruß
Ljudmil
