Manuels Widerlegungsversuch zur Widerlegung der RT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Manuels Widerlegungsversuch zur Widerlegung der RT

Beitragvon Frau Holle » Mi 25. Okt 2023, 13:58

Kurt hat geschrieben:Ist dir denn nicht klar, dass ein Unterschied zwischen einem "üblichen" Sagnacinterferometer und der Einrichtung in Wettzell besteht.

Ist dir denn nicht klar, dass da kein prinzipieller Unterschied besteht? Mit beiden lässt sich die Drehung des Interferometers feststellen durch Laufzeitunterschiede des Lichts.

  • Das Sagnac-Interferometer dreht sich um die Mittelachse der Vorrichtung, auf der es montiert ist.
  • Das Wettzell-Interferometer dreht sich um die Mittelachse der Erde, auf der es montiert ist.
Unterschied? Keiner: Beide stellen die Drehung des Interferometers fest.

Kurt hat geschrieben:Wettzell liegt am Boden und erzeugt trotzdem ein Signal.
Überlege mal woran das liegen könnte.

Überlege du doch mal.
 
Frau Holle
 
Beiträge: 4423
Registriert: Sa 26. Nov 2022, 13:58

Re: Manuels Widerlegungsversuch zur Widerlegung der RT

Beitragvon bumbumpeng » Mi 25. Okt 2023, 18:57

Kurt hat geschrieben:Egal was da alles drinsteht, M&G konnten mit ihrer Einrichtung die Erdrotation nicht messen.
Genau so ist es, weil es keine Differenzbewegung gibt, die die Interferenz hervorruft.
bumbumpeng
 
Beiträge: 7436
Registriert: So 18. Okt 2020, 17:48

Re: Manuels Widerlegungsversuch zur Widerlegung der RT

Beitragvon bumbumpeng » Mi 25. Okt 2023, 19:10

Frau Holle hat geschrieben:Ist dir denn nicht klar, dass da kein prinzipieller Unterschied besteht? Mit beiden lässt sich die Drehung des Interferometers feststellen durch Laufzeitunterschiede des Lichts.
Absolut richtig,
aber das Sagnacinterferometer war nicht dafür bestimmt, die Erdrotation zu messen, sondern brachte den absolut stimmigen Nachweis, dass sich die e.-m. Wellen in einem 'Äther', den el. und magn. Feldern ausbreiten und man konnte damit die Drehbewegung einer Rakete feststellen, ohne Sicht nach außen zu haben.
bumbumpeng
 
Beiträge: 7436
Registriert: So 18. Okt 2020, 17:48

Re: Manuels Widerlegungsversuch zur Widerlegung der RT

Beitragvon bumbumpeng » Mi 25. Okt 2023, 19:29

https://www.wikiwand.com/de/Sagnac-Interferometer
1913 wurde ein solches Experiment nun tatsächlich von Georges Sagnac durchgeführt, und zwar mit der aus Sicht der Relativitätstheorie (und des ruhenden Äthers) bereits erwarteten Verschiebung der Interferenzstreifen. Sagnac sah den Effekt als Widerlegung der Quellenabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit, d. h. als Widerlegung der Emissionstheorie des Lichtes, und als unmittelbaren Nachweis eines Lichtäthers an, ...
bumbumpeng
 
Beiträge: 7436
Registriert: So 18. Okt 2020, 17:48

Re: Manuels Widerlegungsversuch zur Widerlegung der RT

Beitragvon bumbumpeng » Mi 25. Okt 2023, 19:39

https://www.weltderphysik.de/gebiet/erd ... drotation/
Doch nach drei Jahren harter Arbeit stand ein funktionsfähiger Ringlaser im Keller des Wettzeller Observatoriums. Fest fixiert in einem sechs Meter dicken Betonbett, das direkt auf Felsgestein der Erdkruste verankert ist.
So wird eine direkte Verbindung zu dem Objekt hergestellt, dessen Drehung der Ringlaser messen muss: die Erde.
...
Die Spiegel des Ringlasers sind quadratisch angeordnet – vier mal vier Meter. Die Größe ist entscheidend für eine hohe Messgenauigkeit. Anders könnten die Unterschiede in der Rotationsgeschwindigkeit der Erde – und damit effektiv der Tageslänge – nicht erfasst werden.
...
Deswegen steht der Ringlaser hoch isoliert in einer Vakuumkammer.
...
Nach zehn Jahren des Aufbauens, Justierens und Messens hatten Schreiber und seine Kollegen Ergebnisse, die mit denen der Radioteleskopmessungen übereinstimmten – der Ringlaser liefert Informationen über die Rotationsgeschwindigkeit.


https://www.weltderphysik.de/fileadmin/ ... b9701.webp
Bild
bumbumpeng
 
Beiträge: 7436
Registriert: So 18. Okt 2020, 17:48

Re: Manuels Widerlegungsversuch zur Widerlegung der RT

Beitragvon julian apostata » Do 26. Okt 2023, 13:06

Kurt hat geschrieben:Wettzell liegt auch am Boden und erzeugt trotzdem ein Signal.
Überlege mal woran das liegen könnte.


Das Entscheidende an Wettzell ist:

Bild

(rechte Ansicht) Der Weg (im Inertialsystem nicht rotierende Erde) von Laser B' zurück zu M ist kürzer als der von A'.
Aus diesen Unterschied wird die Rotationsgeschwindigkeit der Erde errechnet.

Würde ein Äther mitgeführt (linke Ansicht), so würde sich kein Unterschied in den Weglängen zeigen.

Das ist der entscheidende Punkt, an dem du und bumbum konsequent ausweichen.

Also, wie soll eine Erdrotation überhaupt festgestellt werden (geschweige denn exakt gemessen werden) bei mitgeführtem Äther?
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Manuels Widerlegungsversuch zur Widerlegung der RT

Beitragvon bumbumpeng » Do 26. Okt 2023, 14:59

julian apostata hat geschrieben:Also, wie soll eine Erdrotation überhaupt festgestellt werden (geschweige denn exakt gemessen werden) bei mitgeführtem Äther?

https://www.weltderphysik.de/gebiet/erd ... drotation/

Ginge man mit dem Ringlaser langsam Richtung Äquator, würde die Drehrate immer weiter abnehmen.

Auf dem Äquator selbst würde der Ringlaser keine Rotation detektieren.

Da neben dem Standort auch die aktuelle Lage der Erddrehachse berücksichtigt werden muss, sind zusätzlich Neigungsmesser eingebaut.
bumbumpeng
 
Beiträge: 7436
Registriert: So 18. Okt 2020, 17:48

Re: Manuels Widerlegungsversuch zur Widerlegung der RT

Beitragvon Kurt » Do 26. Okt 2023, 23:07

julian apostata hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Wettzell liegt auch am Boden und erzeugt trotzdem ein Signal.
Überlege mal woran das liegen könnte.


Das Entscheidende an Wettzell ist:

Bild

(rechte Ansicht) Der Weg (im Inertialsystem nicht rotierende Erde) von Laser B' zurück zu M ist kürzer als der von A'.
Aus diesen Unterschied wird die Rotationsgeschwindigkeit der Erde errechnet.

Würde ein Äther mitgeführt (linke Ansicht), so würde sich kein Unterschied in den Weglängen zeigen.

Selbstverständlich würde sich ein Weglängenunterschied zeigen.

julian apostata hat geschrieben:Das ist der entscheidende Punkt, an dem du und bumbum konsequent ausweichen.

Also ich sehe das nicht so.
julian apostata hat geschrieben:Also, wie soll eine Erdrotation überhaupt festgestellt werden (geschweige denn exakt gemessen werden) bei mitgeführtem Äther?

Ich sehe, dass du falsche Vorstellungen hast wie die Erdrotation gemessen werden kann/wird.

Als Test:
Dazu diese drei Zustände. (mit Ätherwind)

a) ein SI liegt direkt am Äquator
b) ein SI steht senkrecht, in OW-Richtung, am Äquator
c) ein SI steht senkrecht, in NS-Richtung am, Äquator

Wo kann ein Messwert gewonnen werden, wo nicht?

Und das ganze nochmal ohne Ätherwind. (also mit mitgezogenem Äther)
Wo kann ein Messwert gewonnen werden, wo nicht?


(Senkrecht bedeutet: "ist an der Decke aufgehängt")


Kurt

.
Kurt
 
Beiträge: 21786
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Manuels Widerlegungsversuch zur Widerlegung der RT

Beitragvon julian apostata » Fr 27. Okt 2023, 12:42

Kurt hat geschrieben:Dazu diese drei Zustände. (mit Ätherwind)

a) ein SI liegt direkt am Äquator
b) ein SI steht senkrecht, in OW-Richtung, am Äquator
c) ein SI steht senkrecht, in NS-Richtung am, Äquator


1. Was ist ein SI?
2. In Wettzell wird nach SRT gerechnet (also kein Ätherwind berücksichtigt). Würde man da einen Ätherwind hinein rechnen,
den es gar nich gibt, dann erhielte man einen völlig unrealistischen Wert für die Erdrotation.
Mit Hilfe der SRT bekommt man einen brauchbaren Wert auf Millisekunden genau. Und das bei einer Rotationsdauer von 23,93446958 h

https://de.wikipedia.org/wiki/Sterntag

Kurt hat geschrieben:Selbstverständlich würde sich ein Weglängenunterschied zeigen.


Wir können ja mal deine Bootsanalogie her nehmen. Ein ruhiger See auf der Nordhalbkugel (dieses Medium rotiert mit der Erde mit). M ist fest mit dem Grund des Sees verbunden.
Zwei Boote beschreiben einen Kreis, ausgehend von M. Welches dieser Boote kehrt eher zu M zurück? Das im Uhrzeigersinn oder das gegen den
Uhrzeigersinn fahrende Boot?
Und selbst wenn du eine bei den Haaren herbei gezogene Begründung fändest, warum sich das eine Boot schneller gegen das Medium bewegen sollte, als das andere Boot.
Dann fehlt dir immer noch die Begründung dafür, wie man damit mindestens eine genauso gute Ermittlung der Erdrotation finden sollte, wie in Wettzell, wo man
ohne überflüssigen Äther auskommt.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Manuels Widerlegungsversuch zur Widerlegung der RT

Beitragvon Kurt » Fr 27. Okt 2023, 14:43

julian apostata hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Dazu diese drei Zustände. (mit Ätherwind)

a) ein SI liegt direkt am Äquator
b) ein SI steht senkrecht, in OW-Richtung, am Äquator
c) ein SI steht senkrecht, in NS-Richtung am, Äquator


1. Was ist ein SI?



Ein Sagnac-Interferometer.

Kurt

.
Kurt
 
Beiträge: 21786
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 16 Gäste

cron