Michelson Morley Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 28. Mai 2014, 10:10

Harald Maurer hat geschrieben:Die Streifen wandern nicht!
Das ist nicht dasselbe. Entweder verschiebt sich ein Muster oder es verschiebt sich nicht. Verschiebung eines Musters und keine Verschiebung dieses Musters ist eben nicht dasselbe.

Zunächst eine Klarstellung: Mit Wandern der Streifen bezeichnete ich die Verschiebung der Streifen :!: Die Verschiebung des Musters :!:

Meine früheren Einwände hatten die Aussage, dass es keine unterschiedlichen Laufzeiten gibt, und nun überlege ich eben mal, was passiert, WENN es sie gäbe! Man wird doch wohl noch über unterschiedliche Theorien nachdenken dürfen!

Natürlich. Das assoziiert bei mir allerdings die Ahnung, daß du die Laufzeitdifferenzen doch nicht ganz ausschließt

Michelson erwartete eine Verschiebung des Musters um eine optische Weglänge, die sich aus der Zeitdifferenz ergibt. Dass diese Länge nicht durchmessen wird, weil die Verschiebung gegenseitig erfolgt, hat er wohl übersehen. In seinem Paper ist davon auch keine Rede!...
Das wäre nichts anderes als eine Differenzmessung der Intensität ...
...weil hier Phasenverschiebungen gegenüber einer konstanten Phase gezählt werden....
Michelson hatte aber kein Nullergebnis, sondern einen zu geringen Wert. Daraus muss man schließen, dass diese gegenseitige Phasenverschiebung nicht ganz symmetrisch erfolgt

Da hast du eine ganz falsche Vorstellung von der Interferometrie. Das ist ausschließlich eine Differenzmessungen der Intensität :!: An Punkten, wo beide Strahlen auf den Schirm treffen. Für den achssymmetrischen Mittelstrahl auf dem Schirmmittelpunkt 1 habe ich das im rechten Bild dargestellt. In der Interferometrie wird, durch die Aufweitung des Strahls, in der Schirmebene eine zusätzliche Laufzeitdifferenz erzeugt, was dann zu dem bekannten Streifenmuster führt. (Der Effekt tritt analog auch beim Doppelspaltexperiment auf.)

Interferenz Vergleich.JPG
Interferenz Vergleich.JPG (35.62 KiB) 5935-mal betrachtet


Im Punkt 1 ist nur die nominelle Phasendifferenz und keine zusätzliche Phasendifferenz vorhanden und es ergibt sich abhängig von der nominalen Phasendifferenz ein Grauton, wie im rechten Bild dargestellt.
Von Punkt 2 nach Punkt 5 ergibt sich infolge zusätzlicher Laufzeitdifferenzen eine zusätzliche Phasenverschiebung, welche zu Intensitätsunterschieden und damit dem Streifenmuster am Schirm führt.
Die nominellen Absolutphasen im Punkt 1 sind da ganz ohne Einfluß. Es werden lediglich Phasendifferenzen als Intensität dargestellt.
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Zuletzt geändert von Ernst am Mi 28. Mai 2014, 19:02, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 28. Mai 2014, 10:26

[quote="Chief"]

Das ist im Grunde ein Doppelspalt-Experiment (oder 2 Quellen) wobei bei MMI die Quellen und Beobachtungsschirm linear angeordnet ist - bei MG steht der Beobachtungsschirm senkrecht auf Verbindungslinie beider Quellen (Spalte).

BildBild

Das trifft die Verhältnisse im MMI schon recht gut. :)
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 28. Mai 2014, 12:30

Spacerat hat geschrieben:Welche Laufzeitdifferenzen? Die des Lichts? Die der Wellen? Die Resultate der addierten Geschwindigkeiten? Ok, letztere fallen definitiv aus.

Die Phasengeschwindigkeit der Lichtwellen. Also beispielsweise die Geschwindigkeit, welche ein Wellenberg (phi=pi/2) im MMI hat. Wie sich die Geschwindigkeiten in den Armen ergeben, habe ich hierin dargestellt:

Bild
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 28. Mai 2014, 14:33

Spacerat hat geschrieben:]Wenn du meinst, dass das Licht im gesammten MMI mit c unterwegs ist,

Die Phasengeschwindigkeit im Bild ist w :!:
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » Mi 28. Mai 2014, 16:14

Spacerat hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Das ist die "Geisteskraft".
Geisteskraft zieht an Geisterstricken.
Kurt

Ich glaube nicht an Geister, ich nenn das Vorstellungskraft (durch Beobachtungsgabe). Aber an deiner Stelle wär ich still gewesen, denn jetzt musst du mir diese Kraft auf den Tisch legen und zwar so, dass ich sie sehen kann. Zumindest dann, wenn du eine bessere Idee hast, ausser Mikrokosmen. Dann aber bitte einen neuen Faden.


Da bin ich ja nochmal davongekommen.
Geisteskraft ist nicht die Kraft von Geistern, sondern des Geistes, also des Denkapparates.

(Meine Gundaussage: es gibt keinerlei Anziehung, nichts zieht etwas anderes an)


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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » Mi 28. Mai 2014, 22:50

Spacerat hat geschrieben:@Kurt: Dann leg' wenigstens die "Drücker" auf den Tisch. Die seh' ich nämlich auch nicht. Gibt es einen Äther für die "Drücker"?


Wieso?
Gravitation entsteht ja nicht durch -hindrücken-.

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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » Mi 28. Mai 2014, 23:54

Spacerat hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Spacerat hat geschrieben:@Kurt: Dann leg' wenigstens die "Drücker" auf den Tisch. Die seh' ich nämlich auch nicht. Gibt es einen Äther für die "Drücker"?


Wieso?
Gravitation entsteht ja nicht durch -hindrücken-.

Kurt
Dann leg' die Gravitation auf den Tisch oder irgendwas, das ich sehen kann, was dafür verantwortlich ist.


Gravitation ist Eigenbeschleunigung von Materie, also nichts mit -gedrückt- werden.
Indirekt sehen kannst du sie indem du eine Waage verwendest, diese zeigt die aus der Eigenbeschleunigung (durch Verhinderung des Aufbaues vom v des jeweiligen BTs) auftretende Kraft als "Gewicht" an.
Du kannst es auch direkt sehen, dazu ist allerdings ein sehr schnelles Hinschauen erforderlich, hast du diese Möglichkeit dann kannst du den Vorgang der Entstehung der Eigenbeschleunigung direkt beobachten.


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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Kurt » Do 29. Mai 2014, 16:45

Spacerat hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Gravitation ist Eigenbeschleunigung von Materie, also nichts mit -gedrückt- werden.
Indirekt sehen kannst du sie indem ...

Siehst du, welches Problem hier grade entsteht? Was treibt den Objekte zur Eigenbeschleunigung? Werfen die Lassos aus (sorry, wegen der dummen Fragen, sag hübsch Danke zu Chief)? Wie erklärst du es, dass die Eigenbeschleunigung leichterer Körper, nahezu gleich gegenüber wesentlich massiveren Körpern ist (z.B. 9,81m/s² auf der Erde)? Ist das so eine Art selektive Gravitation, wo sich die leichteren Körper die massiveren erst mal ausloten, bevor sie sich entscheiden, in welche Richtung sie sich beschleunigen?


Da ist doch kein Problem vorhanden/entstanden.
BT (die Dinger die die Grundform der Materie darstellen, also die kleinsten Teilchen die existieren) sind es die gravitatorisch wirksam sind.
Da Materie einfach nur eine Menge dieser Bausteine ist ist es doch klar dass die Beschleunigungskraft analog dieser Menge ist.

Die Richtung und die Stärke der entstehenden Gravitation hängt einzig und alleine von den Umständen ab die am Ort des Geschehens, also des jeweiligen BT, vorhanden sind/herrschen.


Kurt
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon McDaniel-77 » Mo 2. Jun 2014, 16:15

Schönes Bild,

allerdings sehe ich keinen Grund, warum das nicht so sein sollte? Man kann auch hundert Wellen überlagern, man erhält dann die Summe aller Wellen. Musik ist nichts anderes als eine Überlagerung vieler einzelner Schallwellen.
Bild

Grüße

McDaniel-77
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon McDaniel-77 » Di 3. Jun 2014, 00:27

Ja! Highway,

Grüße
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