McDaniel-77 hat geschrieben:Wir dürfen hier nicht in persönlichen Streit verfallen, sondern müssen logisch argumentieren. Warum so und nicht anders, das ist doch die Frage. Wobei die Frage nach dem "Warum" wohl nie geklärt werden kann. Aber trotzdem kann man sich darüber austauschen.
Raum und Zeit sind jedenfalls keine Objekte und sind folglich physikalisch bedeutungslos. Moderne Theorien überwinden die Logik-Hürden nicht, das ist deren Problem.
immer wieder schön von dir zu lesen. Deine Ansichten sind frappierend logisch und simpel. Simpel im positiven Sinn. Die Welt ist nicht kompliziert, sie gehorcht ganz einfachen Prinzipien, nur die Vielzahl an Objekten macht die Sache unendlich kompliziert. Außerdem können wir tendenziell mit über 50% Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das Universum unendlich groß ist und unendlich viele Galaxien enthält. Unendlich groß, unendlich alt, unendlich haltbar, sozusagen einfach ewig.
Was mich immer verstört ist die Rücksichtnahme auf religiöse Vorstellungen religiöser Spinner. Es ist doch vom Standpunkt der Wissenschaft völlig unerheblich, was der Papst zur physikalischen Theorie über die Realität zu sagen hat. Wer an Gott glaubt und an die Auferstehung und an die Wiedergeburt und an ein Leben nach dem Tod, der kann zur echten Gefahr für uns logisch Denkende werden, wenn diese Gläubigen meinen, sie hätten Allwissenheit und die Macht über Leben und Tod.
....Logischerweise sollten wir Religionen bekämpfen und in Lächerliche ziehen, weil sie eine permanente Gefahr für den Weltfrieden darstellen, abgesehen vom Kapitalismus und einer durchgedrehten, menschenverachtenden Minderheit - der selbst ernannten Elite.
Hallo McDaniel,
Bei Absatz eins stimme ich sofort zu - im Grunde geht es ja auch nur darum, sich der "Wahrheit" zu nähern, nicht darum recht zu behalten oder anderen Leuten Wissen oder Intelligenz ab zu streiten. Nach meiner persönlichen Philosophie kann es durchaus sein, dass man ein und das selbe Ereignis auf mehrere Arten beschreiben kann. Das wird zwar nicht die Regel sein, aber ich denke schon, dass für manche Dinge zwei oder mehr Anschauungen zum richtigen Ergebnis führen.
2. Haben wir beide auch schon angeschnitten. Ich stimme da auch zu, aber sehe es nicht ganz so streng wie Du. Immerhin gibt es einen Raum und eine Zeit, alleine die Zeit beeinflusst mich schon sehr, wenn ich in den Spiegel schaue und die Jahrzehnte darin betrachte. Natürlich darf man mit solchen Konzepten nicht umgehen wie mit Objekten, da sind wir uns völlig einig, nur, dass sie ganz irrelevant sind kann mein Spiegel nicht bestätigen

Logisch falsch ist es, Zeit und Raum und andere Konzepte in physikalische, ursächliche Betrachtungen in zu betten, aber genauso falsch ist es in meinen Augen, diese Konzepte ganz zu vernachlässigen. Immerhin kommt nur eine Bewegung zu Stande, wenn auch Zeit verstreicht, die diese Bewegung ermöglicht. Die RT ist da mein Negativ-Paradebeispiel, weil sie diese Trennung von Konzept und Objekt nicht sauber vollzieht und dadurch zu falschen, weil unlogischen, Schlüssen gelangt. Man kann keinen Raum verformen und keine Zeit dehnen, das ist absurd, aber dennoch sind alle Körper im Raum und unterliegen der Zeit - das ist eine saubere Trennung.
Auch die Tatsache, dass sich nichts mit v>c bewegen darf wird durch diese Vermischung von Konzept und Objekt ausgehebelt. Die angeblich flüchtenden Galaxien entfernen sich ja mit v>c, das wäre dann aber erlaubt, weil sich der Raum ausdehnt - das ist einer der blödsinnigsten Dinge, die ich je gehört habe. Es gibt also kein v>c, aber weil sich der Raum >c ausbreitet, "reisst" er die Masse mit....... Da fällt einem wirklich nichts mehr ein

3. Danke, ich bin ja auch nicht perfekt und mache ebenso viele Fehler wie jeder, aber ich versuche tatsächlich seit frühester Jugend der strengen und strikten Logik zu folgen. Wenn etwas nicht in diese logischen Gesetze passt, ist es für mich auch nicht gültig, da hatte ich auch mit Freunden schon immer gewisse Probleme

Vielleicht ist das so ein Punkt, bei dem All ja geschrieben hat, dass man mich nicht einfach bequatschen kann, man muss mir logisch einen Missstand aufzeigen, dann denke ich um und formuliere meine Gedanken und Ansichten neu. Viele kennen ja aus dem Freundeskreis, dass man zu irgendwelchen Dingen überredet wird, auch wenn man an sich gar keine Lust dazu hat. Das war bei mir immer sehr schwer für meine Freunde und hat auch selten geklappt - ich hatte immer die schlüssigeren Argumente

Ja, die Welt scheint in der Tat recht simpel zu sein, auch wenn vieles sehr kompliziert aussieht. Auch dazu wieder ein Beispiel aus dem Leben. Viele meiner Freunde haben mich oft um Rat gefragt, in Liebesdingen, in Lebensfragen usw, denen konnte ich fast immer helfen, weil ich aus jedem menschlichen Drama eine einfache logische Analyse gezogen habe und ihnen immer darauf begründende logische Alternativen angeboten habe, die nicht viel Spielraum zu liessen. Wenn man sich von Gefühlen - nur in diesen Momenten

- distanziert und alles nüchtern betrachtet ist so ein Leben äusserst einfach und Probleme schwinden zu einem Nichts. Zu allermeist sind es Befindlichkeiten, Eitelkeiten und andere irrationale Verhaltensweisen, die einen unlogisch und verfahren machen. Dies ist aber nun leider auch in der Wissenschaft so, da kommt dann das Übel über das wir hier philosophieren.
3. & 4. Religionen würde ich per se nicht als schlecht empfinden, nur die dazu gehörigen Institutionen, die das Wissen und die Macht in der Hand halten. Ich selber gehöre auch zu den gläubigen Menschen, aber ich verachte jegliche Vereinigung diesbezüglich. Der Glaube eines jeden muss sein Privateigentum sein und niemand darf sich heraus nehmen, einen Glauben zu hinterfragen, zu verbiegen oder zu brechen. Meine Tendenz geht da auch zur ratio hin, zur Aufklärung und zur Offenheit. Abgesehen von physikalischen führe ich auch oft religiöse Diskussionen und erlebe immer wieder, wie die Menschen, die offen und geistreich sind, darüber nachdenken warum eine Glaubensgemeinschaft nur negativ sein KANN. Wenn die Menschen einmal wirklich lernen würden, dass der eigene Glaube etwas heiliges ist, würde es gleich nicht mehr so viele Spinner geben. Natürlich hat es einen Papst nicht zu interessieren, welches physikalische Weltbild man gerade pflegt, weil das alles mit dem Glauben und der vermeintlichen Schöpfung gar nichts am Hut hat.
Wenn man nur will, kann man die Genesis - z.B. - auch so auslegen, dass Gott schon immer im Universum war, das ebenfalls unendlich und zeitlos ist. Dann schuf Gott (das Universum!) die Sonne und da ward halt hier auf Erden Licht. Dann die Schöpfung dies und jenes - wer weiss denn schon wie lange ein Tag Gottes ist? Kann ja sein, dass da ein sehr kluger Mensch - von mir aus auch ET - jemandem erklärt hat, wie das Sonnensystem und das Leben entstanden sind. Daraus wurde eine ganz klare, wenn auch nicht reale, Zeitlinie gezogen die beschreibt, dass sich diese Dinge nacheinander entwickelt haben. Auch die Konzepte von Auferstehung und ewigem Leben decken sich im Grunde ja ganz gut mit der Energieerhaltung und anderen Dingen, man muss das nur im richtigen Kontext einordnen, dann sieht das alles gleich viel schlüssiger aus. Ich denke also nicht, dass die Gefahr von Gläubigen kommt, ich sehe die Gefahr eher im Unwissen über wissenschaftliche Dinge und dem immer noch großräumig vorherrschenden Aberglauben. Lustigerweise geben sich der Glaube und der Aberglaube gerne mal die Hand

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So gesehen sollten wir also nicht die Religion an sich bekämpfen, aber wohl ihre fanatischen Faktenverdreher. Wir können gerne auch mal über Christentum und seine Abarten diskutieren, über das, was in der Bibel steht und was daraus gemacht wird. Ironischerweise gleicht das ganz genau der Wissenschaft, wenn sie versucht, aus beobachtbaren Daten Ereignisse zu konstruieren die mit der Realität nicht korrelieren. Die Mechanismen dahinter sind so einfach, wie sie gleich sind - es geht immer nur um menschliche Eitelkeiten und dem Kampf um Macht und Ruhm.
Herzliche Grüße