Highway hat geschrieben:oder d) das MMI v nicht detektieren kann!
Kann es auch nicht!
Nehmen wir mal an, es käme tatsächlich zu ungleichen Laufzeiten der beiden Teilstrahlen des MMI.
Allgemein wird der Effekt aus der Phasenverschiebung so dargestellt:

Es muss vorausgesetzt werden, dass sich nur die Phase eines der Teilstrahlen verschiebt. Anders wäre auch eine Verschiebung der Streifen gar nicht möglich. Doch es verschiebt sich nicht nur eine der Phasen, denn die Laufzeiten wechseln bei Drehung des Apparats die Strecken. Kommt eine Phase früher, kommt die andere später, kommt diese später, kommt die andere früher. Das ergibt eine gegensätzliche Verschiebung der beiden Phasen um einen fixen Mittelpunkt:

Dadurch bleiben die Streifen der Interferenz natürlich am selben Punkt!
Es ist ja völlig abwegig anzunehmen, nur eine der Phasen würde sich verschieben und die andere nicht, wie dies in der ersten Animation zu sehen ist!
Beide Phasen verschieben sich
gegenseitig! Und was man zu sehen bekommt, ist selbstverständlich das da:

Ein Wandern der Streifen ist unmöglich! Die Intensitäten bleiben am selben Ort, um welchen sich die Phasen hin und her schieben. Darüber hinaus ist diese gegenseitige Verschiebung gering, noch innerhalb der Wellenlänge von etwa 500 nm. Tatsächlich könnte man bestenfalls sehen, dass sich die Dicke der unbewegten Streifen etwas ändert. Und genau das ist mir bei eigenen Versuchen mit einem MMI aufgefallen, auch eine geringe Schwankung der Intensität könnte bestenfalls zu beobachten sein. Ist es in der Regel auch, wie zum Beispiel hier, wo man auch die Veränderungen der Streifendicke bemerken kann:

Jedenfalls werden sich die Streifen kaum von der Stelle rühren!
Man braucht sich also gar nicht abzumühen mit allen möglichen Theorien, die erklären sollten, wieso es keine Laufzeitenunterschiede geben kann. Es kann sie ruhig geben, aber es nützt nichts.
Der Äther kann mit einem MMI
nicht detektiert werden!
Grüße
Harald Maurer