Ernst hat geschrieben:Lothar Pernes hat geschrieben: Aus dem Experiment ist zu folgern, daß die Kreisbahn voraussetzt, daß Zentripetalkraft und Zentrifugalkraft stets im Gleichgewicht sind.
Aus dem Experiment ist zu folgern, daß Dein Stuß mit Physik nichts zu tun hat.
Eine kräftefreie oder kräfteausgeglichene Masse bewegt sich gleichförmig geradlinig. Das weiß jedes Schulkind.
Ernst
Eine kräfteausgeglichene Masse bewegt sich nur dann gleichförmig geradlinig, wenn sie sich frei bewegen kann, und z.B. nicht Teil eines Drehsystems ist. Dieser Fall liegt hier nicht vor.
Ist sie Teil eines Drehsystems, bewegt sich eine kräfteausgeglichene Masse gleichförmig auf einer Kreisbahn.
Eine (als Teil eines Drehsystems) auf einer Kreisbahn umlaufende Masse ist nur dann kräfteausgeglichen, wenn sie längs der Kreisbahn läuft. Ausgeglichenheit bei den radialen Kräften und Kreisbahn bedingen sich gegenseitig.
Weicht die Masse infolge einer kurzzeitigen Störung von der Kreisbahn ab, bewirkt das dann entstehende Ungleichgewicht die Rückkehr auf die Kreisbahn. Ist die Störung dauerhaft, bewirkt das entstandene Ungleichgewicht die Einnahme einer neuen Kreisbahn, bei der wieder Gleichgewicht zwischen den radialen Kräften besteht.
Beispielsweise bewirkt eine in radialer Richtung nach innen gerichtete störende Kraft eine Vergrößerung der Zentripetalkraft, was eine Verringerung des Umlaufradius r bewirkt. Nach dem Drehimpulssatz erhöht sich dadurch die Umlaufsgeschwindigkeit, und die Fliehkraft erhöht sich ebenfalls. Der Vorgang dauert solange, bis wieder Gleichgewicht zwischen Zentripetalkraft und Fliehkraft herrscht.
Das Gleichgewicht zwischen den radialen Kräften bei einer Kreisbahn ist somit auch Voraussetzung für die Stabilität der Kreisbahn-Umlaufbewegung.
Wäre die Kreisbahn nur allein von der Zentripetalkraft bestimmt, also ohne Mitwirkung einer entgegengesetzt gleichgroßen Zentrifugalkraft, wäre sie extrem instabil, bzw. könnte erst gar nicht entstehen.
Beispielsweise würde hier eine in radialer Richtung nach innen gerichtete störende Kraft zwar auch die Zentripetalkraft erhöhen, auch hier würde sich dadurch der Umlaufradius verringern, auch hier würde der Drehimpuls zu einer höheren Umlaufsgeschwindigkeit v führen, womit sich aber wiederum gemäß m*v²/r die Zentripetalkraft noch weiter verstärken würde, wodurch eine Art Kettenreaktion entstünde, die das Drehsystem regelrecht implodieren lassen würde. Im umgekehrten Fall, also im Fall einer nach außen gerichteten Störkraft, würde das Drehsystem regelrecht explodieren.
Wie ersichtlich, geht es ohne eine reale Fliehkraft überhaupt nicht. Und der Quatsch mit den Bezugssystemen ist ohnehin bloße Hütchenspielerei.
Aber es macht gar nichts, wenn sich hier Ernst und seine Relativisten mit der Abschaffung der Fliehkraft noch eine Weile so richtig schön bloßstellen.
Sie werden mit ihren grotesken Absonderlichkeiten nicht durchkommen, denn die Kraftverhältnisse bei Drehbewegungen sind klar und eindeutig zugunsten der Trägheitskräfte und der Fliehkraft beweisbar und dies auch für ganz normale Leute mit gesundem Menschenverstand. Da sind keine Fallen, Hindernisse und Abgründe für den Verstand und die Logik möglich wie bei Zeitdehnung, Längenschrumpfung und Massenzunahme.
Mit freundlichen Grüßen.
L. Pernes