Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren

Beitragvon fallili » So 28. Jul 2013, 20:41

Highway hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:...
Und wieso führt die von Dir beschriebene Annahme "Wenn t=t'=0, dann ist -0.577s in S' früher und ebenso ist es in S früher" dann zu Verletzung der Kausalität?
Beide bestätigen damit doch die klare Aussage "liegt in der Vergangenheit"...


Wenn man die Uhren zum Zeitpunkt t=0 auch im System S' auf t'=0 synchronisiert hat und wenn dann, kurz nach der Synchronisation, im System S ein Ereignis (Blitz) eintritt, dann soll es im System S' früher eintreten. Das heißt: Der Blitz ist schon vor der Synchronisation im System S' eingeschlagen, und das ist schlicht Unfug! Das verletzt die Kausalität - oder nicht?


Sorry, da steh ich jetzt "auf der Seife" und versteh das nicht.

Ich synchronisier die Uhren zu einem bestimmten Zeitpunkt (t = 0 t'= 0)
Oder mit anderen Worten - der Koordinatenursprung wird für beide Systeme auf EINEN Punkt gelegt.
DANACH schlägt im System S ein Blitz ein - also t größer als Null!
Wieso soll da t' plötzlich kleiner als Null sein?

Ich mein ich versuch mir das vorzustellen - aber die Zeit läuft ja für BEIDE Koordinatensysteme weiter und die Zeit läuft immer und in allen IS von Gegenwart zu Zukunft.
t (Blitz) und t' (Blitz) werden nicht identisch sein, aber beide Werte werden garantiert GRÖSSER als Null sein.
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Re: Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren

Beitragvon fallili » So 28. Jul 2013, 20:49

Jondalar hat geschrieben:Kleines Beispiel noch am Rande. Ich bin schon ab und an von Peking nach Amsterdam geflogen. Einmal hatte ich mit der Abflugzeit so Glück, dass ich über Russland einen 6h Sonnenuntergang gesehen habe. Würdest Du da auch auf die Idee kommen, dass in einem stinknormalen Airbus, der sicherlich NICHT mit relativistischer v unterwegs ist, meine Uhr um den Faktor 12 langsamer ging? Oder würdest Du das dem Umstand geschuldet sehen, dass ich mich einfach der Erddrehung entgegen bewegt habe?

Herzliche Grüße


Na na na, Jondalar diese Frage ist Deiner wirklich nicht würdig.
Da jetzt Erddrehung (also Zeitzonen) ins Spiel zu bringen ist ja schon fast so schlimm wie aus falsch gehende Uhren auch etwas schließen zu wollen.
Du weißt, dass die SRT nix mit diesen Dingen zu tun hat. Bleib daher so objektiv und sachlich wie ich Dich sonst ja auch kennengelernt habe.
Will hier nicht schleimen - aber Deine Beiträge sind sonst eben wirklich interessant und beantwortenswert - der zitierte da ist es diesmal eigentlich nicht.
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Re: Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren

Beitragvon Jondalar » So 28. Jul 2013, 20:56

fallili hat geschrieben:Na na na, Jondalar diese Frage ist Deiner wirklich nicht würdig.

Da jetzt Erddrehung (also Zeitzonen) ins Spiel zu bringen ist ja schon fast so schlimm wie aus falsch gehende Uhren auch etwas schließen zu wollen.

Du weißt, dass die SRT nix mit diesen Dingen zu tun hat.

Will hier nicht schleimen - aber Deine Beiträge sind sonst eben wirklich interessant und beantwortenswert - der zitierte da ist es diesmal eigentlich nicht.


Doch, in diesem Fall ist sie durchaus berechtigt, wie meine Minus 500Kg ;)

Eben, man sollte nicht postulieren, dass Uhren falsch gehen und Längen schrumpfen um damit dann die Realität beweisen zu wollen.

Doch, eben das macht die RT. Nochmal - ich gestehe der RT schon immer zu, dass sie IN SICH schlüssig ist und auch mathematisch überhaupt nicht angreifbar. Aber sie beschreibt einen Minkowski-Raum, der im Universum halt einfach mal nicht existiert. Die RT HAT also direkt und unmittelbar damit zu tun, dass man Dinge nicht richtig erkennen und erforschen kann.

Danke nochmal für die Blumen, aber warum antwortest Du mir dann nicht auf den drittletzten Beitrag in dem ich Dir UND Harald recht gebe? Da Du nun weisst, dass ich die Zeiten akzeptiere, würdest Du dann in Betracht ziehen, dass eben Harald auch mit seiner Feststellung recht hat?

Herzliche Grüße
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Re: Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren

Beitragvon fallili » So 28. Jul 2013, 21:09

Highway hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:...
Sorry, da steh ich jetzt "auf der Seife" und versteh das nicht.

Ich synchronisier die Uhren zu einem bestimmten Zeitpunkt (t = 0 t'= 0)...

Genau, und just in dem Moment schlägt der Blitz ein in S. Die SRT fordert nun aber, das der Blitz in S' bei -0.577s einschlägt. Der Blitz ist also entsprechend SRT vor der Synchronisation im System S' eingeschlagen. Findest du das logisch?



Ich versteh Dich immer noch nicht.
Wieso soll eine Uhr die SOEBEN (bzw. unmittelbar davor) auf NULL synchronisiert werden, plötzlich eine Zeit von -0,577s "herkriegen".
Rückwärtslaufen?
Reden wir hier jetzt überhaupt von EINEM Ereigniss, dass dann auch am Synchronistationsort stattfindet.

Oder synchronisieren da der Bewegte und der Ruhende Beobachter wieder mal in Berlin und der Blitz schlägt danach in New York ein?
Da kommt es tatsächlich darauf an in welche Richtung der bewegte Beobachter fliegt.
Fliegt er nach NEW YORK sieht er den Blitz vor dem Beobachter in Berlin, fliegt er aber nach Moskau, dann sieht er den Blitz NACH dem Beobachter in Berlin.

Und wenn dann aber in New York UND Moskau ein Blitz gleichzeitig einschlägt (ich weiß dass Berlin nicht in der Mitte liegt - aber tun wir mal so), dann sehen die Beobachter die Blitze in durchaus "umgekehrter" Reihenfolge, je nachdem wohin der bewegte fliegt.
Da brauch ich aber keine SRT um das zu verstehen und um das NICHT als Kausalitätsverletzung zu erkennen (und die SRT wird da auch nix anderes aussagen, nur die beurteilten Zeiten sind minimal unterschiedlich).
Und bei zwei hintereinander folgenden Blitzen in Berlin oder Moskau wird NIEMAND den zweiten vor dem ersten sehen, egal wie er sich bewegt. Sagt die Logik - und sagt daher auch die SRT.

Und den billigen Scherz - das ich hier Logik und SRT anscheinend auseinanderhalte mach ich lieber selbst.
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Re: Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren

Beitragvon fallili » So 28. Jul 2013, 22:06

Jondalar hat geschrieben:Danke nochmal für die Blumen, aber warum antwortest Du mir dann nicht auf den drittletzten Beitrag in dem ich Dir UND Harald recht gebe? Da Du nun weisst, dass ich die Zeiten akzeptiere, würdest Du dann in Betracht ziehen, dass eben Harald auch mit seiner Feststellung recht hat?

Herzliche Grüße


Ich weiß nicht mehr was der drittletzte Beitrag war - und es zerfleddert in so viele Threads, das auch die Frage gestellt werden müsste in welchen Thread.

Aber das ist nicht wichtig.

Was ich hier sehe sind diese unseligen -0,577 Sekunden die dahingehend interpretiert werden, dass 0,577 Sekunden BEVOR der Blitz überhaupt einschlägt, dies aus irgendeinem bewegten System schon gesehen wird.

Und diese Interpretation ist, mit Verlaub gesagt, absoluter Blödsinn.

Ein Ereignis TRITT EIN und ab dann ist es nur mehr die Frage WER es WO und WANN sehen wird.
Dass dies davon abhängig ist wo man sich befindet ist jedem klar - wer ein Lichtjahr weiter weg ist wird es auch dementsprechend später sehen.

Und das es aber auch von der Bewegung des Beobachters abhängt wird auch NIEMAND bestreiten.
Das sagt nicht nur die SRT sondern auch die Äthertheorie - nur die diversen Aussagen über die ZEITUNTERSCHIEDE sind eben nicht ident.

Daher geht es immer um die zeitlichen Unterschiede wann wer etwas VOR wem oder NACH wem sieht. Aber NIEMALS wird etwas gesehen bevor es eintritt. Das sagt die Logik das sagt die Äthertheorie und DAS sagt auch die SRT aus.

Ich weiß nicht wieso sich diese unglückselige Interpretation der -0,577 so lange hält.

Ich weiß aber wo sie herkommt.
Es ist aus dem Zugexperiment wo die Ereignisse in AA' und BB' (man erinnert sich sicher) in - ich muss es derart hart ausdrücken - in völlig schwachsiniger Weise von Lübecker und entgegen alle Regeln der SRT unbedingt derart dargestellt werden, das A und A' an einen Punkt gezeichnet werden, sowie B und B' auch.

Und dann wird im Text von Lübecker verkündet (zwar durchaus richtig), dass A bei 0 Sekunden liegt und A' bei -0,577 Sekunden.

Und jeder interpretiert das dann als : NULL Sekunden ist das selbe wie -0,577 Sekunden - was also bei 0 Sekunden (also jetzt) passiert, wurde von A' schon vor 0,577 Sekunden "gesehen".

Das ist definitiv Lübecker Schuld - und ich verstehe nicht wie man so vernagelt sein kann darauf zu bestehen das A und A' ALS AUCH B und B' zu irgendeinem Zeitpunkt GLEICHZEITIG zusammenfallen können. Das ist definitiv keine "schlaue" Leistung von ihm genauso wie seine 2,3 ls Länge (Ich hätte da noch ein paar mehr Bezeichnungen die ich mir lieber spare).

Dei Punkte gibt es - die Zeiten gibt es aber sei FALLEN NICHT zusammen, die SRT und jeder vernünftige Mensch erkennt das als verschiedene Punkte.

Aber mit so einer damaligen Ausgangsbasis braucht man über Gleichzeitigkeit erst gar nicht mehr zu diskutieren, wenn schon am Anfang so ein falschen Beispiel dazu angegeben wird, kann nur falsches dabei herauskommen.

Ohne mich loben zu wollen - ich habe das was die SRT aussagt, ganz gut in Minkowski Diagramme umgesetzt und es war zu sehen, das der bei NULL in den Bahndamm einschlagende Blitz ( bzw. die Blitze) die "Weltlinie" des Beobachters oder auch Zugendes oder sonstigen Punktes im Zug IMMER bei +irgendwas (zu faul zu nachsehen, macht das selber) TRIFFT. PLUS irgendwas! PLUS - ich kann es gar nicht oft genug hinschreiben. PLUS - das heisst NACH dem Eintreten des Ereignisses!

Und für einen in den Zug einschlagenden Blitz wurde das auch gezeigt - und der Blitz (die Blitze) wird am Bahndamm und von jedem Beobachter auch bei + irgendwas gesehen. Also auch NACH dem Eintreten des Erignisses (das es im IS selber sowieso immer NACH dem Eintreten des Ereignisses gesehen wird, brauch ich hoffentlich nicht zu erwähnen)

PLUS irgendwas! Würden die Diskutanden bitte endlich zur Kenntnis nehmen - das seit 6 Wochen nichts anderes ausgesagt wird.
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Re: Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren

Beitragvon Kurt » So 28. Jul 2013, 22:17

Lübecker hat geschrieben:Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren


Findet nicht statt, auch wenn du dich noch so sehr bemühst.

Die Uhren gehen vor, während und nach der Beschleunigung absolut synchron.


Lübecker hat geschrieben:Natürlich kommt es da bei so einfachen Beispielen ganz sicher nicht zu einem Widerspruch im Rahmen der SRT,


Aber bei Beispielen die an die Realität gekoppelt sind schon, siehe synchron gehende Uhren die der Beschleunigung ausgesetzt waren.
Denn da zeigt sich der Schwachsinn der hinter dieser Theorie steckt.

Und es zeigt sich auch wer in der Lage ist Logisch und Naturbezogen zu denken und wer nur aus "anderen Gründen" dies aufgibt.

Was interessiert die Natur was "im Rahmen der RT" zu geschehen hat.
Absolut Nichts!!

Tja Pech gehabt.


Kurt


(Die Uhren bleiben synchron, auch wenn dir das "im Rahmen der" gar nicht passt!)
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Re: Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren

Beitragvon Kurt » So 28. Jul 2013, 22:21

Lübecker hat geschrieben:Das Problem mit dem Verstehen liegt mehr auf Seiten der Leugner, es ist ganz trivial.


Natürlich, die Leugner (die Anhänger der RT) wollen die Realität weg haben damit Platz für ihr "richtiges Verstehen" geschaffen wird.
Das ist ganz trivial und eindeutig sichtbar (typisch -Glaubende- halt).

Kurt


Die Natur hat aber die Realität davor gesetzt, z.B das mit den beiden Uhren.
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Re: Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren

Beitragvon fallili » So 28. Jul 2013, 22:36

Lübecker hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Das sagt die SRT - die beiden Aussagen da oben sind identisch, daher auch völlig logisch und es gibt ABSOLUT KEINEN Grund warum bei Beispiel 2 irgendwelche Uhren desynchronisiert sein sollten. Die MÜSSEN sogar die SELBE Zeit zeigen, sonst wären die beiden Ereignisse AUCH im bewegten System nicht gleichzeitig!

Nun stimmt es leider nicht mehr. Gibt es in jedem System zwei ruhende räumlich getrennte Uhren, die synchron laufen, wird jeder Beobachter die zu ihm bewegten Uhren asynchron beobachten. Der Schaffner sieht seine Uhren synchron und die Uhren am Bahndamm asynchron. Der Wärter sieht seine Uhren synchron und die Uhren im Zug asynchron. Auch scheint hier ein Missverständnis vorzuliegen, auch wenn die Uhren nach der Beschleunigung asynchron gehen, können in dem System Zug gleichzeitig Ereignisse stattfinden. Nur zeigen da die Uhren eben nicht gleiche Zeiten an. Dann ist weiter ein Problem, dass hier eben in den beiden Aussagen nur zwei zueinander bewegte Systeme genannt wurden, in denen per Vorgabe je zwei Uhren bereits synchron gehen. Das hat nun aber nichts mit einem System zu tun, welches erst zu einem anderen ruht und dann auf eine bestimmte Geschwindigkeit beschleunigt wird. Ist eine ganze andere Baustelle.



1)Also zum einen sagts Du: Gibt es in jedem System zwei ruhende räumlich getrennte Uhren, die synchron laufen, wird jeder Beobachter die zu ihm bewegten Uhren asynchron beobachten.

Das heisst, um die besprochenen Probleme zu behandeln, brauchen wir KEINE zwei Uhren in einem IS die asynchron gehen - die dürfen also durchaus die selbe Zeit anzeigen und werden dennoch aus dem anderen IS als asynchron gesehen.

2 Zum anderen sagts Du:
"auch wenn die Uhren nach der Beschleunigung asynchron gehen, können in dem System Zug gleichzeitig Ereignisse stattfinden"

"Können" ist hier der völlig richtige Ausdruck. "Können" tun sie es schon, denn das hängt ja nicht von Uhren ab.
Ich werd halt nie feststellen können, ob zwei Ereignisse in meinem System gleichzeitig sind - denn dazu MUSS ich zwei synchron gehende Uhren haben!
Oder soll ich so fröhlich vor mich hinschätzen wie viel die Uhren "auseinaderliegen".

Und was die Desynchronisation bei Beschleunigung angeht:

Glaubst Du im Ernst, dass es bei einem Experiment zur ART einen Unterschied machen würde ob heut oder morgen oder in einem Monat eine UHR ins Erdorbit geschossen wird.
Und glaubst Du im Ernst, das es einen Unterschied macht, ob die AMIS oder die Russen die Uhr ins Erdorbit schießen -solange sie nur darauf achten, dass sie die selbe Ausgangshöhe, die selben Beschleunigungswerte und eine identische Flugkurve zum Orbit einhalten.

Wie sollten da jemals reproduzierbare Ergebnisse herauskommen, wenn dies von Uhrzeit oder Startort abhängt (wie gesagt - solange man natürlich darauf achtet das am Startort und während des Experimentes die selben Bedingungen herrschen - aber das betrifft eben Gravitationsverlauf und Beschleunigung und NICHT "Ort" an sich).
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Re: Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren

Beitragvon Jondalar » So 28. Jul 2013, 22:38

fallili hat geschrieben:Ich weiß nicht wieso sich diese unglückselige Interpretation der -0,577 so lange hält.

Ich weiß aber wo sie herkommt.


Das habe ich ja nicht so interpretiert. Das Zugende IST 0,577 entfernt, das steht ja - zumindest bei mir - völlig ausser Zweifel. Ich weiss aber auch, wo das herkommt.

Ich erkläre Dir das mal anders. Nehmen wir wieder unser Flugzeug. Das rüsten wir jetzt zum Militärjet auf und stellen uns auf den Äquator. Die Erde rotiert dort ja annähernd mit Schallgeschwindigkeit. In meinem "neuer Tag" Beispiel ging es ja darum, dass ich eine Entfernungsangabe per Zeit nicht als Zeitdefinition im herkömmlichen Sinne nehmen darf.

Du setzt Dich also in den Jet und ich bin 3 Schallstunden weit weg von Dir - das ist eine ORTSANGABE ! - Jetzt fliegst Du gerade so schnell, dass Du Dich dem Mitternachtspunkt gegenüber nicht veränderst. Bei Dir ist 0:00h, bei mir ist, von Dir aus gesehen, -3h. Die Erde dreht sich, Du stehst für Mitternacht still und sagst jetzt: Bei mir vergeht keine Zeit, weil bei mir immer Mitternacht ist. Gleichzeitig fängst Du bei mir mit -3h an. Da ich 3 Stunden brauche, treffen wir uns - na? - genau um 0:00. Das ist aber eben grottenfalsch. Deine Zeit bleibt nämlich NICHT stehen, auf Deiner Borduhr ist es wenn wir uns treffen bereits +3:00. Wenn ich meine vorher mit Deiner synchronisiere ist auch bei mir exakt +3:00h. Keine Sekunde mehr, keine weniger. Es ist nicht bei Dir immer 0:00 und bei mir war es niemals -3.

Herzliche Grüße
Jondalar
 
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Re: Synchronisationsverlust beschleunigter Uhren

Beitragvon Harald Maurer » So 28. Jul 2013, 22:40

Lübecker hat geschrieben:Auch hier wieder ein Missverständnis, die Ruhelänge des Zuges mit 2,3094 Ls wird nicht vertreten, sondern ergibt sich zwingend aus den Vorgaben des Beispiels. Das wurde nun wirklich ganz genau erklärt und begründet, es wurde nicht widerlegt und kann auch nicht widerlegt werden.

Das ist Deine geradezu übelriechende Masche, zu behaupten, es wurde nicht widerlegt. Ich habe genau vorgerechnet, wie diese Koordinatenpunkte zustande kommen und sie nichts mit der Zuglänge zu tun haben und auch gezeigt, dass der Schaffner ganz ohne Zug dieselben Werte messen wird. Denn es sind die Endpunkte des Bahndamms im Zugsystem. Und nicht die Ruhelänge des Zugs. Deine falsche Zug-Ruhelänge wurde eindeutig widerlegt. Weder Bahndamm noch Zug ändern ihre Ruhelängen, diese werden aber gegenseitig verkürzt gemessen - es ist ein Messeffekt und kann als solcher keinen physikalischen Einfluss auf die Berührung von Kontakten oder auf Blitzeinschläge haben. Eine reale Längenkontraktion gibt es nur bei Lorentz - und bei Einstein eben nicht! Und eine Längenvergrößerung, wie Du sie hinaus posaunst, gibt es in keiner Theorie! Es sieht wirklich so aus, als könntest Du meine Erklärung dieser Koordinaten im Abstand von 2,3094 LS nicht nachvollziehen, weil Du überhaupt nicht verstehst, was die LT eigentlich für einen Sinn hat und was ihre Werte bedeuten.
Und noch so eine herrliche Aussage:
Lübecker hat geschrieben:... auch wenn die Uhren nach der Beschleunigung asynchron gehen, können in dem System Zug gleichzeitig Ereignisse stattfinden. Nur zeigen da die Uhren eben nicht gleiche Zeiten an.

Ja, wunderbare Erklärung, wie die SRT mit der Gleichzeitigkeit umgeht. Gleichzeitige Ereignisse, aber die Uhren zeigen nicht gleiche Zeiten an. Auf Einsteins Uhren scheint überhaupt kein Verlass zu sein! :lol:

Grüße
Harald Maurer
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